Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Lässt schlecht heilende Wunden heilen

    kein Nutzen

    Regeneration & Heilung · Patienten: schwer heilende venöse Beingeschwüre · Mensch, randomisiert Studien widersprechen sichDie Studien, auf denen das Ergebnis beruht, zeigen in verschiedene Richtungen: Mindestens eine fand einen Effekt, mindestens eine keinen oder den gegenteiligen.

    Die Phase-2b-Studie mit 148 Teilnehmenden fand in der Gesamtgruppe keinen Unterschied zu Placebo; Vorteile zeigten sich nur in einer nachträglichen Untergruppenanalyse großer Wunden [6]. Die erste Studie mit 34 Teilnehmenden hatte eine schnellere Heilung bei den niedrigeren Konzentrationen gezeigt [5].

  • Stärkt die Abwehr gegen Bakterien und Viren

    nicht untersucht

    Regeneration & Heilung · gesund · Labor

    Die keimtötende Wirkung ist im Labor gut beschrieben [1]; dass zugeführtes LL-37 bei gesunden Menschen Infekte verhindert, wurde nicht untersucht.

  • Mit Vitamin D das eigene LL-37 hochfahren und so Infekte abwehren

    nicht untersucht

    Regeneration & Heilung · gesund · Labor

    Vitamin D steigert die Ablesung des CAMP-Gens in Zelllinien, Resveratrol verstärkt das [2]; eine Studie, die daraus einen Nutzen für Gesunde zeigt, wurde nicht gefunden.

  • Hilft bei entzündlichen Hauterkrankungen

    nicht untersucht

    Regeneration & Heilung · Patienten: Psoriasis, Rosazea · Tierversuch

    Eine Behandlung mit LL-37 wurde bei Psoriasis oder Rosazea nicht untersucht. Die Mechanismusdaten sprechen eher dagegen: Bei Psoriasis macht LL-37 eigene DNA für das Immunsystem erkennbar und löst eine Interferonantwort aus (Zellen und Patientengewebe) [3]; bei Rosazea finden sich erhöhte, abweichend zugeschnittene Cathelicidine, die bei Mäusen Hautentzündung auslösen [4]. Mehr LL-37 könnte hier schaden.

Studien widersprechen sich: Die Studien, auf denen das Ergebnis beruht, zeigen in verschiedene Richtungen: Mindestens eine fand einen Effekt, mindestens eine keinen oder den gegenteiligen.

Wirkweise

Evidenzkarte: LL-37

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

LL-37 entsteht aus dem Vorläuferprotein hCAP18 und ist das einzige Mitglied der Cathelicidin-Familie beim Menschen. Es wird in Haut, Atemwegen, Magen-Darm-Trakt, Hoden und Immunzellen gebildet und gehört zur angeborenen Abwehr: Es tötet Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten, indem es als positiv geladenes, helikales Peptid Membranen durchlöchert, und wirkt darüber hinaus entzündungsmodulierend, lockt Immunzellen an und fördert den Wundverschluss; außerdem sind krebshemmende und amyloidbeeinflussende Eigenschaften beschrieben [1]. Die Bildung hängt unter anderem von Vitamin D ab: In Zellversuchen steigert aktives Vitamin D die Ablesung des CAMP-Gens, und Stilbenoide wie Resveratrol verstärken diesen Effekt [2]. Damit erklärt sich die populäre Vorstellung, man könne LL-37 „über Vitamin D hochfahren“ – belegt ist das nur auf Genebene in Zellkulturen.

Die zweite Seite des Peptids ist seine Rolle bei Entzündungskrankheiten. Bei Psoriasis bindet LL-37 körpereigene DNA und macht sie dadurch für plasmazytoide dendritische Zellen über den Toll-like-Rezeptor 9 erkennbar; so bricht die Toleranz gegenüber eigener DNA, und es entsteht eine Interferonantwort [3]. Bei Rosazea findet sich in der Gesichtshaut ungewöhnlich viel Cathelicidin in abweichend zugeschnittenen Formen, bedingt durch erhöhte Proteaseaktivität; spritzt man diese Formen Mäusen, entsteht eine Hautentzündung, und bei Mäusen ohne Cathelicidin-Gen bleibt sie aus [4]. Mehr LL-37 ist also nicht automatisch besser.

Als Medikament wurde das synthetische Peptid örtlich auf schwer heilende Beingeschwüre aufgetragen. In der ersten Studie am Menschen mit 34 Teilnehmenden heilten die Wunden unter den beiden niedrigeren Konzentrationen schneller als unter Placebo (Heilungskonstante etwa sechs- und dreifach), die höchste Konzentration wirkte nicht besser als Placebo; Sicherheitsprobleme traten nicht auf [5]. Die nachfolgende Phase-2b-Studie mit 148 Teilnehmenden an mehreren Zentren fand in der Gesamtgruppe keinen Unterschied zu Placebo; nur in einer nachträglichen Untergruppenanalyse der großen Wunden zeigten sich Vorteile. Das Mittel war in beiden Stärken gut verträglich; die Studie stammt vom Entwickler Promore Pharma, einige Autoren waren dort angestellt [6].

In der Peptidszene wird LL-37 als „Immun-Peptid“ gegen Infekte, Akne und Darmprobleme beworben. Eine Übersicht beschreibt für den Darm tatsächlich Hinweise auf Barriereschutz und schnellere Heilung, allerdings aus Tiermodellen [7]. Die FDA sieht bei Rezepturen mit LL-37 mögliche erhebliche Sicherheitsrisiken, darunter Immunogenität sowie präklinische Hinweise auf Schäden der männlichen Fortpflanzung und eine tumorfördernde Wirkung in manchen Geweben [8].

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
Bakterien- und PilzmembranenSonstigesBindungPorenbildung durch das amphipathische, positiv geladene Peptid (Labor) Labor[1]
Toll-like-Rezeptor 9 (über Komplexe mit eigener DNA)RezeptorAktivatorAktivierung plasmazytoider dendritischer Zellen, Interferonantwort (Psoriasis) Mensch, nicht randomisiert[3]
CAMP-Gen (eigene Bildung)SignalwegExpression ↑Vitamin D steigert die Ablesung, Stilbenoide verstärken synergistisch (Zelllinien) Labor[2]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselkeine Daten
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativmoduliert · Lockt Immunzellen an und moduliert Entzündung; bei Psoriasis und Rosazea treibt es die Entzündung mit an[1][3][4]
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Transdermal (über die Haut) · Wundgel zum Auftragen (Entwicklungsname Ropocamptide)

    Zusammen mit Kompressionstherapie auf das Geschwür aufgetragen; in beiden Studien gut verträglich, ohne Hinweise auf systemische Nebenwirkungen [5][6].[5][6]

    Mensch, randomisiert

Studien am Menschen

  • HEAL LL-37: Beingeschwüre (Phase 2b)

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert, multizentrisch · Patienten: schwer heilende venöse Beingeschwüre · n = 148 · Behandlung mit Kompressionstherapie, Nachbeobachtung

    Gemessen: Wundheilung

    Ergebnis: Kein Unterschied zu Placebo in der Gesamtgruppe; nachträgliche Untergruppenanalyse großer Wunden (ab 10 cm²) mit Vorteilen; gut verträglich.[6]

    Mensch, randomisiert

  • Erste Studie am Menschen

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert, mit offener Vorlaufphase · Patienten: schwer heilende venöse Beingeschwüre · n = 34 · 3 Wochen Vorlauf, 4 Wochen Behandlung, 4 Wochen Nachbeobachtung

    Gemessen: Heilungsgeschwindigkeit, Wundfläche

    Ergebnis: Heilungskonstante bei den beiden niedrigeren Konzentrationen etwa sechs- bzw. dreifach höher als unter Placebo; Wundfläche −68 % bzw. −50 %; höchste Konzentration ohne Vorteil.[5]

    Mensch, randomisiert

  • Cathelicidin bei Rosazea

    Beobachtung an Patientenhaut, ergänzt um Mausversuche · Patienten: Rosazea

    Gemessen: Cathelicidin-Mengen und -Formen, Proteaseaktivität

    Ergebnis: Deutlich mehr und anders zugeschnittenes Cathelicidin; die Formen lösten bei Mäusen Hautentzündung aus.[4]

    Mensch, nicht randomisiert

  • LL-37 als Auslöser der Interferonantwort bei Psoriasis

    Laborstudie an menschlichen Zellen und Patientenmaterial · Patienten: Psoriasis

    Gemessen: Aktivierung plasmazytoider dendritischer Zellen

    Ergebnis: LL-37 bindet eigene DNA und macht sie über Toll-like-Rezeptor 9 erkennbar.[3]

    Mensch, nicht randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Rolle bei Autoimmun- und Hautkrankheiten

    LL-37 macht bei Psoriasis eigene DNA für das Immunsystem erkennbar und bricht so die Toleranz gegenüber eigener DNA [3]; bei Rosazea treiben erhöhte und abweichend zugeschnittene Cathelicidine die Entzündung [4]. Ein gezieltes Anheben erscheint damit nicht harmlos.

    Mensch, nicht randomisiert

  • Verträglichkeit des Wundgels

    In beiden randomisierten Studien gab es keine Sicherheitsbedenken, weder örtlich noch systemisch [5][6].

    Mensch, randomisiert

  • Keine Zulassung, Rezeptur- und Graumarktware

    LL-37 ist nirgends als Arzneimittel zugelassen; die FDA sieht bei Rezepturen mögliche erhebliche Sicherheitsrisiken (Immunogenität, Verunreinigungen, präklinische Hinweise auf Schäden der männlichen Fortpflanzung und tumorfördernde Wirkung) [8].

    Keine Daten

  • Keine Daten zur Anwendung bei Gesunden

    Weder zur Spritze noch zur Einnahme noch zur vorbeugenden Anwendung bei Gesunden wurde eine Studie gefunden.

    Keine Daten

Wechselwirkungen

  • Vitamin D (und Stilbenoide wie Resveratrol): Aktives Vitamin D steigert in Zelllinien die Ablesung des CAMP-Gens, Resveratrol und Pterostilben verstärken diesen Effekt synergistisch [2]; klinische Bedeutung unklar.

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • teilweise belegt

    „LL-37 ist das natürliche Antibiotikum des Körpers“

    Die breite keimtötende Wirkung über Membranporen ist im Labor gut beschrieben [1]; eine Anwendung als Antibiotikum beim Menschen ist nicht belegt.

  • widerlegt

    „LL-37 heilt chronische Wunden“

    Die größere, multizentrische Studie fand in der Gesamtgruppe keinen Vorteil gegenüber Placebo [6]; der Befund der ersten kleinen Studie [5] bestätigte sich nicht.

  • widerlegt

    „Mehr LL-37 bedeutet ein stärkeres Immunsystem“

    Bei Psoriasis und Rosazea ist zu viel oder falsch zugeschnittenes LL-37 Teil der Krankheit [3][4].

  • nicht belegt

    „Mit Vitamin D lässt sich LL-37 wirksam hochfahren“

    Belegt ist bisher nur eine erhöhte Genablesung in Zelllinien [2]; ein klinischer Nutzen daraus wurde nicht gezeigt.

Pharmakokinetik

Aufnahme
In den Studien örtlich auf die Wunde aufgetragen [5][6].
Halbwertszeit
Nicht verifiziert.
Abbau
Entsteht im Körper durch Abspaltung aus dem Vorläufer hCAP18; bei Rosazea entstehen durch erhöhte Proteaseaktivität abweichende Formen [1][4].
Weg ins Gehirn
Nicht verifiziert.

Rechtlicher Status

Deutschland
Keine Zulassung bekannt; nicht in Registern geprüft.
EU
Keine Zulassung bekannt; wurde unter dem Namen Ropocamptide als Arzneimittel zur Wundbehandlung entwickelt [6].
USA
Nicht als Arzneimittel zugelassen. Die FDA führt Cathelicidin LL-37 unter den Ausgangsstoffen für Apothekenrezepturen, die zuvor in Kategorie 2 (mögliche erhebliche Sicherheitsrisiken) standen und deren Nominierung zurückgezogen wurde; genannt werden mögliche Immunogenität, Verunreinigungen sowie präklinische Hinweise auf Schäden der männlichen Fortpflanzung und eine tumorfördernde Wirkung in manchen Geweben [8].

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Profitieren nur Menschen mit großen Wunden, wie die Untergruppenanalyse andeutet?
  • Lässt sich die keimtötende Wirkung am Menschen nutzen, ohne die entzündungsfördernde Seite auszulösen?
  • Was macht zugeführtes LL-37 bei Menschen mit Psoriasis- oder Rosazea-Neigung?
  • Erhöht Vitamin D die LL-37-Spiegel beim Menschen messbar, und nützt das etwas?

Referenzen

  1. Bhattacharjya S, Zhang Z, Ramamoorthy A. LL-37: structures, antimicrobial activity, and influence on amyloid-related diseases. Biomolecules. 2024;14(3):320. doi:10.3390/biom14030320 · PubMed
  2. Guo C, Sinnott B, Niu B, Lowry MB, Fantacone ML, Gombart AF. Synergistic induction of human cathelicidin antimicrobial peptide gene expression by vitamin D and stilbenoids. Mol Nutr Food Res. 2014;58(3):528–36. doi:10.1002/mnfr.201300266 · PubMed
  3. Lande R, Gregorio J, Facchinetti V, Chatterjee B, Wang YH, Homey B, et al. Plasmacytoid dendritic cells sense self-DNA coupled with antimicrobial peptide. Nature. 2007;449(7162):564–9. doi:10.1038/nature06116 · PubMed
  4. Yamasaki K, Di Nardo A, Bardan A, Murakami M, Ohtake T, Coda A, et al. Increased serine protease activity and cathelicidin promotes skin inflammation in rosacea. Nat Med. 2007;13(8):975–80. doi:10.1038/nm1616 · PubMed
  5. Grönberg A, Mahlapuu M, Ståhle M, Whately-Smith C, Rollman O. Treatment with LL-37 is safe and effective in enhancing healing of hard-to-heal venous leg ulcers: a randomized, placebo-controlled clinical trial. Wound Repair Regen. 2014;22(5):613–21. doi:10.1111/wrr.12211 · PubMed
  6. Mahlapuu M, Sidorowicz A, Mikosinski J, Krzyżanowski M, Orleanski J, Twardowska-Saucha K, et al. Evaluation of LL-37 in healing of hard-to-heal venous leg ulcers: a multicentric prospective randomized placebo-controlled clinical trial. Wound Repair Regen. 2021;29(6):938–50. doi:10.1111/wrr.12977 · PubMed
  7. Renke G, Chinellato L. Therapeutic peptides in aesthetic, metabolic and endocrine conditions: effects, safety, clinical applications, and future perspectives. Int J Mol Sci. 2026;27(9):3890. doi:10.3390/ijms27093890 · PubMed
  8. U.S. Food and Drug Administration. Certain bulk drug substances for use in compounding that may present significant safety risks [Internet]. Silver Spring (MD): FDA; [aktualisiert 22.04.2026; abgerufen 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://www.fda.gov/drugs/human-drug-compounding/certain-bulk-drug-substances-use-compounding-may-present-significant-safety-risks
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-24. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • Lokale Prüfung am 24.10.2026: FDA-Seite „Certain bulk drug substances … significant safety risks“ (Stand 22.04.2026) gelesen: Cathelicidin LL-37 steht in der Tabelle „nominated but withdrawn“ (zuvor Kategorie 2), mit den genannten Risiken [8]. Die frühere Angabe „zugelassener Ausgangsstoff“ nach [7] war falsch. Zitierfehler im Status behoben (Ropocamptide jetzt mit [6], der Name steht im Interessenkonflikt-Abschnitt von [6]). Abstracts [5][6] erneut gelesen; Anwendungshäufigkeit entfernt; Hautkrankheiten-Versprechen ohne Behandlungsstudie jetzt „nicht untersucht“.
  • Alle Abstracts über PubMed (XML) gelesen, DOIs und PMIDs mit tools/pruefe_profile.py abgeglichen.
  • Kernzahlen an Abstracts: 37 Aminosäuren, einziges menschliches Cathelicidin, Bildungsorte, Membranwirkung, entzündungsmodulierende und wundheilende Effekte, krebs- und amyloidbezogene Eigenschaften [1]; Vitamin D und Stilbenoide steigern CAMP-Expression synergistisch in U937- und HaCaT-Zellen [2]; LL-37 bindet eigene DNA und aktiviert Toll-like-Rezeptor 9 in plasmazytoiden dendritischen Zellen [3]; mehr und abweichend zugeschnittenes Cathelicidin bei Rosazea, Entzündung bei Mäusen, kein Effekt bei Camp-Knockout [4]; n = 34, Heilungskonstante etwa 6- und 3-fach, Wundfläche −68 % und −50 %, höchste Konzentration ohne Effekt [5]; n = 148, kein Unterschied in der Gesamtgruppe, Post-hoc-Vorteil bei Wunden ab 10 cm², mittleres Alter 67,6 Jahre, mittlere Wundgröße 11,6 cm² [6].
  • Interessenkonflikte: Bei [6] waren mehrere Autoren bei Promore Pharma angestellt, das LL-37 als Ropocamptide entwickelt; [1] erklärt Konfliktfreiheit.
  • Im Volltext (PMC13164565): LL-37 mit Hinweisen auf Barriereschutz und Heilung im Darm aus Tiermodellen [7]; die dortige 503A-Angabe widerspricht der FDA-Seite und wird nicht mehr verwendet.
  • ClinicalTrials.gov: 61 Einträge zu „LL-37“ (23.10.2026); kein Eintrag von „Hudson Biotech“.
  • Präzisions-Flags (m004, Umsetzung Claude 26.10.2026, zur Bestätigung durch Tilman): „Lässt schlecht heilende Wunden heilen“ → inkonsistent: [5] (34 Teilnehmende) fand eine schnellere Heilung unter 0,5 mg/ml als unter Placebo (p = 0,003), [6] (148 Teilnehmende) in der Gesamtgruppe keinen Unterschied (je Abstract).
  • Gegenprüfung 26.10.2026 (m004, Umsetzung Claude, zur Bestätigung durch Tilman): `herstellerfinanziert` für „Lässt schlecht heilende Wunden heilen“ geprüft und nicht gesetzt. [6] erfüllt die Regel: Finanzierung Promore Pharma AB, drei Autorinnen bzw. Autoren dort angestellt, Promore entwickelt LL-37 als Ropocamptide (Volltext PMC9298190, Conflicts of Interest). [5]: Erstautor laut Affiliation bei Research & Development, Pergamum AB (PubMed); Europe PMC nennt Pergamum AB als Geldgeber; [6] bezeichnet [5] als vorausgehende Phase-I/II-Studie LL-37001B (EudraCT 2012-002100-41), deren Sponsor im EU-Studienregister Lipopeptide AB ist; Promore führt die Reihe mit LL-37002 (EudraCT 2018-000536-10) fort. Dass Pergamum AB bzw. Lipopeptide AB Hersteller oder Rechtsvorgänger des Herstellers von LL-37 ist, ist damit nicht an einer Primärquelle belegt (Volltext von [5] nicht frei zugänglich).

Nicht verifiziert

  • Rechtlicher Status in Deutschland und der EU nicht in Registern geprüft; ob die Entwicklung von Ropocamptide weitergeführt wird, wurde nicht geprüft.
  • Der PubChem-Eintrag zeigt nur einen Teil der Sequenz als SMILES; die Summenformel wurde übernommen, die Struktur nicht Aminosäure für Aminosäure geprüft.
  • Teilnehmerzahlen der Rosazea- und Psoriasis-Arbeiten [3][4] (in den Abstracts nicht genannt).
  • Pharmakokinetik beim Menschen: keine Quelle gefunden.
  • Ob LL-37 bei Einnahme oder Injektion überhaupt stabil bleibt: keine Studie gefunden.
  • Dopingstatus nicht geprüft.
  • Ob Pergamum AB (Geldgeber und Arbeitgeber des Erstautors von [5]) bzw. Lipopeptide AB (Sponsor von LL-37001B) Hersteller oder Rechtsvorgänger von Promore Pharma ist; bis dahin kein `herstellerfinanziert` für „Lässt schlecht heilende Wunden heilen“.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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