Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Freies Testosteron ↑, Östrogen ↓

    uneinheitlich

    Testosteron & Hormone · gesund · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

    Bei acht Männern ohne Kontrollgruppe stieg freies Testosteron und sank Östradiol nach einer Woche [4]. In der einzigen placebokontrollierten Studie mit 19 Kraftsportlern änderten sich Gesamt- und freies Testosteron nicht [5]. Beide Studien sind sehr klein.

  • Mehr Muskelmasse und Kraft

    kein Nutzen

    Muskel & Leistung · gesund · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

    In einer placebokontrollierten Studie an 19 Kraftsportlern nahmen fettfreie Masse und Maximalkraft in beiden Gruppen gleich zu; Bor hatte keinen Effekt [5]. Weitere Studien wurden nicht gefunden.

  • Mehr Östrogen und Testosteron nach den Wechseljahren

    nur bei künstlichem Defizit geprüft

    Testosteron & Hormone · gesund · Mensch, nicht randomisiert Studien widersprechen sichDie Studien, auf denen das Ergebnis beruht, zeigen in verschiedene Richtungen: Mindestens eine fand einen Effekt, mindestens eine keinen oder den gegenteiligen.

    Beide Studien gaben Bor erst nach einer borarmen Diät im Stoffwechsellabor; eine fand höhere Östradiol- und Testosteronwerte [6], die andere keinen Effekt [7].

  • Bessere Konzentration und Gedächtnis

    nur bei künstlichem Defizit geprüft

    Kognition & Fokus · gesund · Mensch, nicht randomisiert

    Unter borarmer Kost verschlechterten sich Motorik, Aufmerksamkeit und Kurzzeitgedächtnis [8]. Ob zusätzliches Bor bei normaler Ernährung die Leistung verbessert, wurde nicht geprüft.

  • Weniger Gelenkbeschwerden

    Einzelbefund, unbestätigt

    Knochen & Gelenke · Patienten: Arthrose bzw. selbstberichtete Kniebeschwerden · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

    Eine frühe doppelblinde Studie mit 20 Arthrose-Betroffenen wird nur im Übersichtsartikel ihres Initiators beschrieben [9]; eine zweiwöchige RCT mit 60 Teilnehmenden zu Calciumfructoborat stammt von Mitarbeitenden des Herstellers [10].

kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

Studien widersprechen sich: Die Studien, auf denen das Ergebnis beruht, zeigen in verschiedene Richtungen: Mindestens eine fand einen Effekt, mindestens eine keinen oder den gegenteiligen.

Wirkweise

Evidenzkarte: Bor

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Bor gilt als bioaktives Element; in Mangelstudien gingen niedrige Borzufuhren mit schlechteren Werten für Knochen, Hirnfunktion und Immunantwort einher [1]. Oral aufgenommenes Bor wird über den Magen-Darm-Trakt resorbiert und überwiegend mit dem Urin ausgeschieden [2]. Einen spezifischen Rezeptor oder ein eindeutig boronabhängiges Enzym nennen die geprüften Quellen nicht. Für die beobachteten Hormonveränderungen wurde als Hypothese vorgeschlagen, dass Borsäure Steroidhormone aus ihren Transportproteinen wie SHBG verdrängt; experimentell bestätigt ist das nicht [3].

Zum Testosteron gibt es zwei kleine, widersprüchliche Studien bei Männern. Bei acht gesunden Männern sank SHBG wenige Stunden nach Boreinnahme, nach einer Woche waren freies Testosteron höher und Östradiol niedriger; eine Kontrollgruppe gab es nicht [4]. In einer placebokontrollierten Studie an 19 Kraftsportlern veränderte Bor über sieben Wochen weder Gesamt- noch freies Testosteron, Muskelmasse oder Kraft; beide Gruppen legten durch das Training gleich zu [5]. Bei postmenopausalen Frauen stiegen Östradiol und Testosteron, nachdem eine borarme Diät mit Bor ergänzt wurde [6]; eine ähnlich aufgebaute Studie fand keinen Effekt auf Hormone oder Mineralstoffhaushalt [7]. Beide Studien prüften also das Auffüllen eines künstlich erzeugten Mangels.

In Mangelstudien eines US-Ernährungsforschungszentrums verschlechterten sich unter borarmer Kost Hirnstromaktivität, Feinmotorik, Aufmerksamkeit und Kurzzeitgedächtnis [8]. Zu Gelenkbeschwerden gibt es nur einen frühen Bericht über eine kleine doppelblinde Studie bei Arthrose [9] und eine zweiwöchige Studie mit Calciumfructoborat, die von Mitarbeitenden des Herstellers durchgeführt wurde [10]. Arbeiter in Borsäurewerken zeigten selbst bei extrem hoher Exposition keine Veränderungen von Spermienqualität, FSH, LH oder Testosteron [11][12]. Eine aktuelle Übersicht kommt zu dem Schluss, dass die Humandaten keine Empfehlung zur Supplementierung tragen [13].

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
Sexualhormon-bindendes Globulin (SHBG)SonstigesExpression ↓Abfall innerhalb von 6 Stunden (n = 8, unkontrolliert) Mensch, nicht randomisiert[3][4]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselkeine Daten
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativ↓ · hsCRP und TNF-α sanken bei acht Männern ohne Kontrollgruppe[4]
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achseunklar · Freies Testosteron ↑ und Östradiol ↓ in einer unkontrollierten Studie; in der einzigen placebokontrollierten Studie kein Effekt[4][5]
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · Borsäure, Borate

    Oral aufgenommenes Bor wird über den Magen-Darm-Trakt resorbiert und überwiegend über den Urin ausgeschieden [2]. Der Plasmaspiegel stieg schon wenige Stunden nach Einnahme [4]; bei Kraftsportlern stieg er unter Bor, während er unter Placebo sank [5].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Oral (geschluckt) · Calciumfructoborat

    Vergleichende Bioverfügbarkeitsdaten gegenüber Borsäure wurden in den geprüften Quellen nicht gefunden; die klinische Studie zu Kniebeschwerden stammt vom Hersteller [10].

    Mensch, randomisiert

  • Transdermal (über die Haut) · Borsäure auf der Haut

    Intakte Haut ist eine wirksamere Barriere als verletzte Haut; Todesfälle nach Hautexposition mit Borsäure sind beschrieben [2].

    Mensch, nicht randomisiert

Studien am Menschen

  • Hormone und Entzündungsmarker

    unkontrolliert, Vorher-nachher mit Placebo-Vortag · gesund (Männer) · n = 8 · 1 Woche

    Gemessen: SHBG, freies Testosteron, Östradiol, hsCRP, TNF-α

    Ergebnis: SHBG, hsCRP und TNF-α nach 6 Stunden gesunken; nach 1 Woche freies Testosteron ↑, Östradiol ↓.[4]

    Mensch, nicht randomisiert

  • Kraftsportler

    placebokontrolliert · gesund (Kraftsportler, 20–27 Jahre) · n = 19 · 7 Wochen

    Gemessen: Gesamt- und freies Testosteron, fettfreie Masse, Maximalkraft

    Ergebnis: Kein Effekt von Bor; beide Gruppen verbesserten sich durch das Training.[5]

    Mensch, randomisiert

  • Postmenopausale Frauen nach borarmer Diät

    Stoffwechselstudie ohne Placebogruppe · gesund (postmenopausale Frauen, 48–82 Jahre) · n = 12 · nach 119 Tagen borarmer Kost

    Gemessen: Mineralausscheidung, Östradiol, Testosteron

    Ergebnis: Weniger Calcium- und Magnesiumausscheidung, Östradiol und Testosteron ↑.[6]

    Mensch, nicht randomisiert

  • Postmenopausale Frauen, Replikation

    Stoffwechselstudie, sequenziell · gesund (postmenopausale Frauen) · 3 + 3 Wochen

    Gemessen: Mineralbilanz, Sexualsteroide, Knochenabbaumarker

    Ergebnis: Kein Effekt auf Minerale, Steroide oder Knochenmarker.[7]

    Mensch, nicht randomisiert

  • Calciumfructoborat bei Kniebeschwerden

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert, Herstellerstudie · Patienten: selbstberichtete Kniebeschwerden · n = 60 · 14 Tage

    Gemessen: WOMAC, McGill Pain Questionnaire

    Ergebnis: Stärkere Abnahme der Beschwerden als unter Placebo.[10]

    Mensch, randomisiert

  • Arbeiter unter extremer Borexposition

    Querschnitt · gesund (Arbeiter in Borsäurewerken) · n = 212 · berufliche Exposition

    Gemessen: Spermienparameter, FSH, LH, Testosteron

    Ergebnis: Keine borbedingten Veränderungen, auch in der Gruppe mit extremer Exposition.[12]

    Mensch, nicht randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Vergiftung bei hoher Aufnahme

    Todesfälle sind nach oraler Aufnahme und nach Hautexposition mit Borsäure beschrieben; im Tierversuch stehen Gewichtsverlust und Reproduktionstoxizität im Vordergrund. Borverbindungen gelten insgesamt als nicht genotoxisch [2].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Reproduktionstoxizität (Tierdaten)

    Die EU stuft Borsäure und Natriumborate als reproduktionstoxisch Kategorie 1B ein, gestützt auf Tierversuche mit hohen Dosen [11]. Studien an Arbeitern mit sehr hoher Exposition fanden keine Effekte auf Spermien, FSH, LH oder Testosteron [11][12]; die Autoren dieser Studien halten die Einstufung deshalb für zu streng [11].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Herstellerstudien

    Die positive Studie zu Calciumfructoborat und Kniebeschwerden wurde von Mitarbeitenden des Herstellers durchgeführt, der auch das Prüfpräparat lieferte [10].

    Mensch, randomisiert

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • nicht belegt

    „Bor ist ein natürlicher Testosteron-Booster“

    Die einzige placebokontrollierte Studie fand keinen Effekt auf Gesamt- oder freies Testosteron [5]; der positive Befund stammt aus einer unkontrollierten Studie mit acht Männern [4].

  • nicht belegt

    „Bor senkt Östrogen bei Männern“

    Nur in der unkontrollierten Studie mit acht Männern beobachtet [4]; nicht in einer kontrollierten Studie bestätigt.

  • widerlegt

    „Bor fördert den Muskelaufbau“

    In der einzigen kontrollierten Studie an Kraftsportlern hatte Bor keinen Effekt auf Muskelmasse oder Kraft [5]; die Studie ist allerdings klein.

  • teilweise belegt

    „Bor ist für die Hirnfunktion wichtig“

    Borarme Kost verschlechterte in Stoffwechselstudien Hirnstromaktivität und einfache kognitive Leistungen [8]; ein Nutzen zusätzlicher Gaben bei normaler Ernährung ist nicht gezeigt.

Pharmakokinetik

Aufnahme
Resorption über den Magen-Darm-Trakt; Plasmabor steigt innerhalb weniger Stunden [2][4].
Halbwertszeit
Nicht verifiziert.
Abbau
Kein Abbau (Element); Ausscheidung überwiegend über den Urin [2].
Weg ins Gehirn
Nicht verifiziert.

Rechtlicher Status

Deutschland
Nicht verifiziert.
EU
Bor steht in Anhang I der RL 2002/46/EG; Anhang II Teil B nennt als Borverbindungen Borsäure und Natriumborat [14]. Calciumfructoborat steht nicht in Anhang II, ist aber seit dem 23.12.2021 in der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel für Nahrungsergänzungsmittel für Erwachsene, ausgenommen Schwangere und Stillende, zugelassen (auf Antrag eines Herstellers, mit Datenschutz bis 23.12.2026) [15]; ob es damit als Borquelle verwendet werden darf, ist rechtlich unklar. Borsäure und Natriumborate sind in der CLP-Verordnung als reproduktionstoxisch Kategorie 1B eingestuft, auf Grundlage von Tierversuchen mit hohen Dosen [11].
USA
Nicht verifiziert.

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Ist Bor für den Menschen essenziell, und wie wäre ein Mangel zu definieren und zu messen?
  • Lässt sich der SHBG- und Testosteronbefund in einer ausreichend großen, placebokontrollierten Studie bestätigen?
  • Unterscheiden sich Borsäure, Borate und Calciumfructoborat in Aufnahme und Wirkung?

Referenzen

  1. Nielsen FH. Is boron nutritionally relevant? Nutr Rev. 2008;66(4):183–91. doi:10.1111/j.1753-4887.2008.00023.x · PubMed
  2. Hadrup N, Frederiksen M, Sharma AK. Toxicity of boric acid, borax and other boron containing compounds: a review. Regul Toxicol Pharmacol. 2021;121:104873. doi:10.1016/j.yrtph.2021.104873 · PubMed
  3. Bello M, Guadarrama-García C, Velasco-Silveyra LM, Farfán-García ED, Soriano-Ursúa MA. Several effects of boron are induced by uncoupling steroid hormones from their transporters in blood. Med Hypotheses. 2018;118:78–83. doi:10.1016/j.mehy.2018.06.024 · PubMed
  4. Naghii MR, Mofid M, Asgari AR, Hedayati M, Daneshpour MS. Comparative effects of daily and weekly boron supplementation on plasma steroid hormones and proinflammatory cytokines. J Trace Elem Med Biol. 2011;25(1):54–8. doi:10.1016/j.jtemb.2010.10.001 · PubMed
  5. Ferrando AA, Green NR. The effect of boron supplementation on lean body mass, plasma testosterone levels, and strength in male bodybuilders. Int J Sport Nutr. 1993;3(2):140–9. doi:10.1123/ijsn.3.2.140 · PubMed
  6. Nielsen FH, Hunt CD, Mullen LM, Hunt JR. Effect of dietary boron on mineral, estrogen, and testosterone metabolism in postmenopausal women. FASEB J. 1987;1(5):394–7. doi:10.1096/fasebj.1.5.3678698 · PubMed
  7. Beattie JH, Peace HS. The influence of a low-boron diet and boron supplementation on bone, major mineral and sex steroid metabolism in postmenopausal women. Br J Nutr. 1993;69(3):871–84. doi:10.1079/bjn19930087 · PubMed
  8. Penland JG. The importance of boron nutrition for brain and psychological function. Biol Trace Elem Res. 1998;66(1-3):299–317. doi:10.1007/BF02783144 · PubMed
  9. Newnham RE. Essentiality of boron for healthy bones and joints. Environ Health Perspect. 1994;102 Suppl 7:83–5. doi:10.1289/ehp.94102s783 · PubMed
  10. Pietrzkowski Z, Phelan MJ, Keller R, Shu C, Argumedo R, Reyes-Izquierdo T. Short-term efficacy of calcium fructoborate on subjects with knee discomfort: a comparative, double-blind, placebo-controlled clinical study. Clin Interv Aging. 2014;9:895–9. doi:10.2147/CIA.S64590 · PubMed
  11. Duydu Y, Başaran N, Üstündağ A, Aydın S, Ündeğer U, Ataman OY, et al. Is boric acid toxic to reproduction in humans? Assessment of the animal reproductive toxicity data and epidemiological study results. Curr Drug Deliv. 2016;13(3):324–9. doi:10.2174/1567201812666151029101514 · PubMed
  12. Duydu Y, Başaran N, Aydın S, Üstündağ A, Yalçın CÖ, Anlar HG, et al. Evaluation of FSH, LH, testosterone levels and semen parameters in male boron workers under extreme exposure conditions. Arch Toxicol. 2018;92(10):3051–9. doi:10.1007/s00204-018-2296-7 · PubMed
  13. Melenikioti E, Pavlidou E, Dakanalis A, Giaginis C, Papadopoulou SK. Dietary lithium, silicon, and boron: an updated critical review of their roles in metabolic regulation, neurobiology, bone health, and the gut microbiome. Nutrients. 2026;18(3):386. doi:10.3390/nu18030386 · PubMed
  14. Richtlinie 2002/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Juni 2002 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Nahrungsergänzungsmittel. ABl. L 183 vom 12.7.2002, S. 51. Konsolidierte Fassung vom 26.11.2025 (CELEX 02002L0046-20251126).
  15. Durchführungsverordnung (EU) 2017/2470 der Kommission vom 20. Dezember 2017 zur Erstellung der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel gemäß der Verordnung (EU) 2015/2283 des Europäischen Parlaments und des Rates über neuartige Lebensmittel. ABl. L 351 vom 30.12.2017, S. 72. Konsolidierte Fassung vom 10.08.2026 (CELEX 02017R2470-20260810).
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-25. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • Alle 13 DOIs über Crossref und PMIDs über PubMed per Prüfskript aufgelöst; DOI von [6] über Crossref-Suche ermittelt (im PubMed-Eintrag nicht hinterlegt).
  • Am Abstract: Mangelstudien zu Knochen, Hirn, Immunsystem [1]; Resorption, Urinausscheidung, Todesfälle, keine Genotoxizität [2]; SHBG-Verdrängung als Hypothese [3]; n = 8, SHBG, hsCRP, TNF-α nach 6 h, freies Testosteron ↑, Östradiol ↓ nach 1 Woche [4]; n = 19, 7 Wochen, kein Effekt [5]; n = 12, 119 Tage borarme Kost, Östradiol und Testosteron ↑ [6]; kein Effekt [7]; EEG, Motorik, Aufmerksamkeit, Kurzzeitgedächtnis [8]; 20 Arthrose-Betroffene [9]; n = 60, 14 Tage [10]; CLP 1B, Bandırma-Studie [11]; n = 212, extreme Exposition ohne Effekt [12]; Humandaten unzureichend [13].
  • Im Volltext: Autorenschaft und Prüfpräparat durch den Hersteller des Präparats [10] (Interessenkonflikt).
  • PubChem: Borsäure, CID 7628.
  • VO (EU) Nr. 432/2012, Basisfassung und konsolidierte Fassung vom 20.08.2025 (Cellar, XHTML, 24.10.2026): keine zugelassene Angabe für Bor; deshalb kein Feld health_claims.
  • 25.10.2026, Entscheidung q114: status.eu nach Commit 13a1bba wieder eingespielt, nachdem die Belege selbst geprüft wurden. Konsolidierte Texte über Cellar (XHTML, Abruf 25.10.2026): RL 2002/46/EG, CELEX 02002L0046-20251126, Anhang I „Bor (mg)“, Anhang II Teil B „Borsäure“, „Natriumborat“ [14]; Unionsliste, CELEX 02017R2470-20260810, Eintrag „Calciumfructoborat“ (Änderungsvermerk M77): „Zugelassen am 23. Dezember 2021“, Antrag eines Herstellers, „Zeitpunkt, zu dem der Datenschutz erlischt: 23. Dezember 2026“, Kategorie „Nahrungsergänzungsmittel … für die erwachsene Bevölkerung, ausgenommen Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere und Stillende“ [15]. Höchstmengen bewusst nicht übernommen. Nur Abstract geprüft (q012): alle Studienbefunde außer [10] (Volltext).
  • 25.10.2026, Korrektur zu q114 (Linie q054): Firmenname des Antragstellers aus status.eu gestrichen. Laut Unionseintrag (CELEX 02017R2470-20260810, per Cellar erneut abgerufen am 25.10.2026) darf Calciumfructoborat, solange der Datenschutz gilt, nur vom Antragsteller in der EU in Verkehr gebracht werden; der Name wäre damit eine Bezugsquelle. Übrige Angaben in status.eu unverändert und am Eintrag bestätigt [15].
  • Präzisions-Flags (m004; Regeln Leitfaden 26.10.2026; Teilnehmendenzahlen, Richtung und Finanzierung am 26.10.2026 per PubMed efetch an Abstract, COI-Angabe und Affiliationen geprüft): „Freies Testosteron ↑, Östrogen ↓“: kleine_studien – [4] 8, [5] 19. „Mehr Muskelmasse und Kraft“: kleine_studien – [5] 19. „Mehr Östrogen und Testosteron nach den Wechseljahren“: inkonsistent – [6] Östradiol und Testosteron ↑, [7] kein Effekt auf Steroide; kleine_studien nicht gesetzt, Fallzahl von [7] im Abstract nicht genannt.
  • 26.10.2026, Gegenprüfung der Präzisions-Flags (m004): Neu gesetzt: „Weniger Gelenkbeschwerden“ kleine_studien; [9] beschreibt laut Abstract „a double-blind placebo-boron supplementation trial with 20 subjects with osteoarthritis“, [10] „60 participants with self-reported knee discomfort were randomized“. herstellerfinanziert nicht gesetzt: [10] hat FutureCeuticals-Affiliationen, [9] nicht.

Nicht verifiziert

  • Rechtlicher Status von Bor in Deutschland (AMIce, Novel-Food-Katalog) und den USA; Verwendbarkeit von Calciumfructoborat als Borquelle.
  • Prozentuale Bioverfügbarkeit von Borsäure und Calciumfructoborat beim Menschen (Volltext von [2] nicht frei zugänglich).
  • Die Arthrose-Studie aus [9] wurde nicht als Originalpublikation gefunden.
  • 26.10.2026, Gegenprüfung der Präzisions-Flags (m004): Fallzahl von [7] nicht ermittelbar (im Abstract nicht genannt, Volltext nur als PDF hinter Zugang). kleine_studien für „Mehr Östrogen und Testosteron nach den Wechseljahren“ deshalb nicht gesetzt.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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