Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Viel Calcium pro Tablette schützt vor Knochenbrüchen

    kein Nutzen

    Knochen & Gelenke · gesund (Frauen nach der Menopause, 50–79 Jahre bzw. über 70 Jahre) · Mensch, randomisiert

    Zwei große RCTs mit dieser Form, beide in der Intention-to-treat-Auswertung ohne signifikanten Bruchschutz: WHI (Calciumcarbonat nur zusammen mit Vitamin D3, 36 282 Frauen) mit Hüftbrüchen (HR 0,88; 0,72–1,08), klinischen Wirbelbrüchen (HR 0,90; 0,74–1,10) und Brüchen insgesamt (HR 0,96; 0,91–1,02) [9]; CAIFOS (Calciumcarbonat allein, 1460 Frauen über 70 Jahre, fünf Jahre) mit klinischen osteoporotischen Brüchen (HR 0,87; 0,67–1,12) [10]. Positive Befunde gab es nur in nachrangigen Auswertungen: in WHI, wenn Frauen ab dem Absetzen nicht mehr gewertet wurden (Hüftbrüche HR 0,71; 0,52–0,97) [9], in CAIFOS bei den Teilnehmerinnen mit mindestens 80 % Einnahmetreue (HR 0,66; 0,45–0,97) [10]. Metaanalysen über verschiedene Calciumformen (12 % weniger Brüche [11]; in den Studien mit dem geringsten Verzerrungsrisiko kein Effekt [12]) zählen nicht für die Stufe. Die Knochendichte ist als eigenes Versprechen geführt (zerlegt aus „Viel Calcium pro Tablette für starke Knochen“).

  • Erhöht die Knochendichte

    nur Marker belegt

    Knochen & Gelenke · gesund (Frauen nach der Menopause, 50–79 Jahre bzw. über 70 Jahre) · Mensch, randomisiert

    Nur Marker: Die Hüftknochendichte lag in der WHI-Studie (Calciumcarbonat mit Vitamin D3, Messung an drei Zentren) um 1,06 % höher als unter Placebo (p < 0,01) [9]. In der CAIFOS-Studie (Calciumcarbonat allein) fielen Knochendichte an Schenkelhals und Ganzkörper günstiger aus als unter Placebo; Effektgrößen nennt der Abstract nicht [10]. Ein höherer Wert belegt keinen Bruchschutz; Brüche nahmen in beiden Studien in der Gesamtauswertung nicht signifikant ab.

  • Wird genauso gut aufgenommen wie teurere Formen

    uneinheitlich

    Knochen & Gelenke · gesund · Mensch, randomisiert

    Nur Statusmarker. Mit Mahlzeit gleichwertig mit Citrat [4][5], nüchtern bei Gesunden kein signifikanter Unterschied [3]; eine Metaanalyse sieht Citrat um etwa 22–27 % vorn [6]. Bei fehlender Magensäure nüchtern stark vermindert, mit Frühstück normal [7]; nach bariatrischer Operation Citrat leicht überlegen [8]. Bereich gewählt, weil Calcium für die Knochen beworben wird.[4][5]

Wirkweise

Evidenzkarte: Calciumcarbonat

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Calcium wird im Darm auf zwei Wegen aufgenommen: aktiv und energieabhängig durch die Darmzellen, gesteuert vor allem durch das Vitamin-D-Hormon 1,25-Dihydroxyvitamin D3, und passiv zwischen den Zellen hindurch [1]. Calciumcarbonat (CaCO3) steht in Anhang II Teil B der Richtlinie 2002/46/EG unter den Calciumverbindungen für Nahrungsergänzungsmittel [2]. Rechnerisch enthält es etwa 40 % Calcium, mehr als Citrat (etwa 24 %), Lactat (etwa 18 %) oder Gluconat (etwa 9 %), jeweils aus den Summenformeln in PubChem berechnet; daher rührt das Versprechen „viel Calcium pro Tablette“.

Ob Carbonat schlechter aufgenommen wird als Citrat, ist der am besten untersuchte Formvergleich. Bei acht nüchternen Gesunden unterschied sich die Netto-Aufnahme aus Carbonat, Acetat, Lactat, Gluconat, Citrat und Milch nicht signifikant (Carbonat 39 ± 3 %, Citrat 30 ± 3 %) [3]. Mit einem leichten Frühstück wurde Calcium bei 37 Gesunden aus Carbonat genauso gut aufgenommen wie aus Citrat [4], und in einer randomisierten Überkreuzstudie mit 24 Frauen nach der Menopause verliefen die Serumcalciumkurven nach marktüblichen Carbonat- und Citratpräparaten identisch [5]. Eine Metaanalyse von 15 Studien kam dagegen zu einer um etwa 22–27 % besseren Aufnahme aus Citrat, nüchtern wie mit Mahlzeit [6]. Die Gruppe um Heaney hält die Messung über den Anstieg der Urinausscheidung für zu unempfindlich, um Salze zu vergleichen, und bevorzugt Isotopenmethoden [4]. Eindeutig ist der Fall fehlender Magensäure: Bei elf nüchternen Menschen mit Achlorhydrie wurde aus Carbonat nur etwa 4 % aufgenommen, aus Citrat etwa 45 %; zusammen mit einem Frühstück war die Aufnahme aus Carbonat aber normal [7]. Nach bariatrischen Operationen war Citrat in einer randomisierten Überkreuzstudie mit 150 Personen etwas besser verfügbar als Carbonat (höhere Serumfläche und Urinausscheidung, stärkere Senkung des Parathormons) [8].

Für den klinischen Nutzen sind zwei große Studien entscheidend, weil sie genau diese Form verwendeten. In der WHI-Studie erhielten 36 282 Frauen nach der Menopause über durchschnittlich sieben Jahre Calciumcarbonat mit Vitamin D3 oder Placebo. Die Knochendichte an der Hüfte lag um 1,06 % höher, Hüftbrüche (HR 0,88) und Brüche insgesamt (HR 0,96) nahmen aber nicht signifikant ab, und Nierensteine wurden häufiger; nur in einer nachrangigen Auswertung, die Frauen ab dem Absetzen der Studienmedikation nicht mehr wertete, sank das Hüftbruchrisiko (HR 0,71) [9]. Die CAIFOS-Studie prüfte Calciumcarbonat ohne Vitamin D: 1460 Frauen über 70 Jahre erhielten fünf Jahre lang doppelblind Calciumcarbonat oder Placebo. In der Intention-to-treat-Auswertung nahmen klinische osteoporotische Brüche nicht signifikant ab (HR 0,87; 95-%-KI 0,67–1,12); nur unter den 830 Teilnehmerinnen (56,8 %), die mindestens 80 % ihrer Tabletten einnahmen, waren sie unter Calcium seltener (10,2 vs. 15,4 %; HR 0,66; 0,45–0,97). Knochendichte an Schenkelhals und Ganzkörper sowie Ultraschallwerte der Ferse fielen unter Calcium günstiger aus; Verstopfung war die einzige häufigere Nebenwirkung (13,4 vs. 9,1 %) [10]. Eine Metaanalyse von 29 randomisierten Studien mit verschiedenen Calciumformen fand 12 % weniger Brüche, deutlicher bei guter Einnahmetreue [11]; ein späterer systematischer Review sah die Evidenz als schwach und widersprüchlich an, in den Studien mit dem geringsten Verzerrungsrisiko ohne Effekt auf Brüche [12]. Eine Übersichtsarbeit derselben Gruppe wägt den geringen Nutzen gegen mehr Magen-Darm-Beschwerden, Nierensteine und ein möglicherweise erhöhtes Herzinfarktrisiko ab [13]. Dieses Risiko ist umstritten: Eine Metaanalyse randomisierter Studien mit geprüften Herzereignissen bei Frauen nach der Menopause fand kein erhöhtes Risiko für koronare Herzkrankheit, auch nicht für Herzinfarkt (RR 1,08; 95-%-KI 0,92–1,26) [14]; eine Metaanalyse von 13 doppelblinden, placebokontrollierten Studien fand dagegen ein um etwa 15 % höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (RR 1,15; 1,06–1,25), vor allem bei gesunden Frauen nach der Menopause [15]. Keine dieser Auswertungen ist auf Calciumcarbonat beschränkt.

Formulierungen und Herkunft: Calciumcarbonat wird neben synthetischer Herstellung auch aus natürlichen Quellen gewonnen, etwa als Algenkalk aus Kalkalgen, die in den Studien als Lithothamnion bezeichnet werden. Ein solches calciumreiches Mehrmineralprodukt (Aquamin) veränderte in einer zweijährigen randomisierten Studie mit 300 Frauen nach der Menopause die Knochendichte nicht anders als Maltodextrin, senkte aber Knochenumbaumarker [16]; dass es sich um Aquamin handelte, nennt eine Sekundärauswertung derselben Studie [17]. In einer doppelblinden Überkreuzstudie mit 12 nüchternen Frauen vor der Menopause stieg nach einer Einzelgabe von Aquamin F die Calciumausscheidung im Urin gegenüber Placebo signifikant, und das Parathormon blieb nach einer Mahlzeit länger gesenkt; Calciumcarbonat lag dazwischen, seine Urinausscheidung unterschied sich nicht signifikant von Placebo. Einen direkten statistischen Vergleich von Aquamin F mit Calciumcarbonat berichtet der Abstract nicht; die Autoren sind einem medizinischen Beratungsunternehmen und einem privaten Ernährungsforschungszentrum zugeordnet, eine Finanzierung ist nicht angegeben [18]. In der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel fand sich kein Eintrag zu Algenkalk, Lithothamnion oder Phymatolithon [19]. Zu Eierschalencalcium fand sich eine randomisierte, placebokontrollierte Studie über zwölf Monate mit Frauen nach der Menopause (85 rekrutiert, Gruppen mit 24, 22 und 27 Frauen): Nur unter einem Präparat mit Eierschalenpulver (zusammen mit weiteren Mineralstoffen und Vitaminen) stieg die Knochendichte am Schenkelhals gegenüber Placebo, unter gereinigtem Calciumcarbonat mit denselben Zusätzen nicht; zwischen den beiden Calciumquellen gab es aber keinen signifikanten Unterschied. Die erstgenannte Affiliation ist die Forschungsabteilung eines Molkereiunternehmens [20]. Zu Korallencalcium fand sich eine Überkreuzstudie mit 12 Gesunden, deren Randomisierung der Abstract nicht nennt: Nach Crackern mit Korallenpulver, das laut den Autoren auch Magnesium enthält, stieg die Calciumausscheidung im Urin etwas stärker als nach Crackern mit Calciumcarbonat [21]. Weitere vergleichende Humandaten zu Eierschalen- oder Korallencalcium wurden in PubMed nicht gefunden. Die Kalkalge Phymatolithon calcareum (Algenkalk, Synonym Lithothamnion calcareum) gilt laut Novel-Food-Katalog der Kommission nicht als neuartiges Lebensmittel; aus Eierschalen gewonnene Calciumsalze führt der Katalog dagegen als neuartiges Lebensmittel, das vor dem Inverkehrbringen eine Zulassung braucht [26].

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
Aktive Calciumaufnahme im Darm (vitamin-D-abhängig)TransporterBindungtranszellulärer Weg, gesteuert durch 1,25-Dihydroxyvitamin D3 (Übersichtsarbeit) Tierversuch[1]
Parathormon (Nebenschilddrüse)HormonachseExpression ↓Serum-PTH sinkt nach Calciumgabe (Kinetikstudien) Mensch, randomisiert[5][8]
Magensäure (Neutralisation)SonstigesBindungnüchtern bei Achlorhydrie Aufnahme etwa 4 % statt etwa 23 % bei Gesunden Mensch, nicht randomisiert[7]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselkeine Daten
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativkeine Daten
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · Carbonat, nüchtern

    39 ± 3 % (8 Gesunde, Netto-Aufnahme); ≈ 4 % bei Achlorhydrie

    Bei Gesunden nüchtern kein signifikanter Unterschied zu anderen Salzen [3]; bei Achlorhydrie nüchtern stark vermindert (Citrat ≈ 45 %) [7].

    Mensch, randomisiert

  • Oral (geschluckt) · Carbonat, mit Mahlzeit

    Mit Frühstück gleich gut wie Citrat (37 Gesunde) [4] und normal bei Achlorhydrie [7]; marktübliche Präparate mit identischer Serumcalciumkurve (24 Frauen) [5].

    Mensch, randomisiert

  • Oral (geschluckt) · Algenkalk (Aquamin)

    Einzelgabe bei 12 nüchternen Frauen vor der Menopause: Calciumausscheidung im Urin gegenüber Placebo signifikant höher, Parathormon länger gesenkt; Calciumcarbonat lag dazwischen, ein direkter Vergleich beider Präparate wird im Abstract nicht berichtet [18]. Kein Unterschied zur Kontrolle bei der Knochendichte nach zwei Jahren [16].

    Mensch, randomisiert

  • Oral (geschluckt) · Korallencalcium

    Überkreuzstudie mit 12 Gesunden (Randomisierung nicht genannt): nach Crackern mit Korallenpulver etwas stärkerer Anstieg der Calciumausscheidung im Urin als nach Crackern mit Calciumcarbonat [21]. Unbestätigt.

    Mensch, nicht randomisiert

Studien am Menschen

  • WHI: Calciumcarbonat mit Vitamin D3

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · gesund (Frauen nach der Menopause, 50–79 Jahre) · n = 36282 · durchschnittlich 7 Jahre

    Gemessen: Hüftbrüche, Brüche gesamt, Knochendichte

    Ergebnis: Hüftknochendichte +1,06 %; Hüftbrüche HR 0,88 (0,72–1,08), Brüche gesamt HR 0,96, nicht signifikant; mehr Nierensteine.[9]

    Mensch, randomisiert

  • CAIFOS: Calciumcarbonat allein

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · gesund (Frauen über 70 Jahre, aus der Bevölkerung rekrutiert) · n = 1460 · 5 Jahre

    Gemessen: klinische osteoporotische Brüche, Wirbelkörperdeformitäten, Nebenwirkungen; Knochenstruktur (DXA, Ultraschall, pQCT)

    Ergebnis: ITT: Brüche HR 0,87 (0,67–1,12), nicht signifikant; bei mindestens 80 % Einnahmetreue (830 Frauen) 10,2 vs. 15,4 %, HR 0,66 (0,45–0,97); Knochendichte Schenkelhals und Ganzkörper günstiger; Verstopfung 13,4 vs. 9,1 %.[10]

    Mensch, randomisiert

  • Carbonat vs. Citrat mit Frühstück

    Vergleich innerhalb derselben Personen (Isotopenmethode) · gesund · n = 37 · Einzelgaben

    Gemessen: Calciumaufnahme

    Ergebnis: Kein Unterschied zwischen den Salzen über beide Mengenstufen zusammen.[4]

    Mensch, nicht randomisiert

  • Marktübliche Carbonat- und Citratpräparate

    RCT, Überkreuz · gesund (Frauen nach der Menopause) · n = 24 · Einzelgaben

    Gemessen: Serumcalcium, PTH, Urincalcium über 24 h

    Ergebnis: Identische Serumcalciumkurven; Urincalcium unter Citrat nicht signifikant höher.[5]

    Mensch, randomisiert

  • Achlorhydrie

    nicht randomisierter Vergleich (Doppelisotop) · Patienten: Achlorhydrie (11) und Gesunde (9) · n = 20 · Einzelgaben

    Gemessen: fraktionelle Calciumaufnahme

    Ergebnis: Achlorhydrie nüchtern: Carbonat 0,042, Citrat 0,452; mit Frühstück Carbonat normal.[7]

    Mensch, nicht randomisiert

  • Carbonat vs. Citrat nach bariatrischer Operation

    RCT, doppelblind, Überkreuz · Patienten: nach Magenbypass oder Schlauchmagen · n = 150 · 8 Stunden je Test

    Gemessen: Serumcalcium (AUC, Cmax), PTH, Urincalcium

    Ergebnis: Citrat leicht überlegen: AUC 76,1 vs. 74,7, Urincalcium höher, PTH stärker gesenkt.[8]

    Mensch, randomisiert

  • Algenkalk-Mehrmineralprodukt und Knochendichte

    RCT, doppelblind, kontrolliert · gesund (Frauen nach der Menopause, ohne Osteoporose) · n = 300 · 24 Monate

    Gemessen: Knochendichte, Knochenumbaumarker

    Ergebnis: Knochendichte nicht anders als unter Maltodextrin; Osteocalcin und CTX stärker gesunken.[16]

    Mensch, randomisiert

  • Eierschalenpulver vs. Calciumcarbonat

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert, drei Gruppen · gesund (Frauen mindestens fünf Jahre nach der Menopause) · n = 85 · 12 Monate

    Gemessen: Knochendichte (Lendenwirbelsäule, Hüfte), Knochenumbaumarker

    Ergebnis: Schenkelhals-Knochendichte nur unter dem Eierschalenpräparat gegenüber Placebo gestiegen (+1,75 % vs. −0,60 %); kein signifikanter Unterschied zwischen Eierschalen- und Carbonatgruppe. 85 rekrutiert, Gruppen mit 24, 22 und 27 Frauen.[20]

    Mensch, randomisiert

  • Korallencalcium vs. Calciumcarbonat

    Überkreuzstudie mit Kontrollphase, Randomisierung nicht genannt · gesund · n = 12 · Einzelgaben

    Gemessen: Calciumausscheidung im Urin

    Ergebnis: Anstieg nach Korallencalcium etwas größer als nach Calciumcarbonat (p = 0,039).[21]

    Mensch, nicht randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Nierensteine

    In der WHI-Studie mit Calciumcarbonat und Vitamin D3 traten mehr Nierensteine auf als unter Placebo [9].

    Mensch, randomisiert

  • Magen-Darm-Beschwerden und umstrittenes Herzinfarktrisiko

    Eine Übersichtsarbeit der Gruppe um Reid und Bolland nennt unter Calciumpräparaten mehr Magen-Darm-Beschwerden (einschließlich doppelt so vieler Klinikaufnahmen dafür) und ein um 20–40 % erhöhtes Herzinfarktrisiko [13]. Das Herzinfarktrisiko ist umstritten: Eine Metaanalyse randomisierter Studien mit geprüften Herzereignissen bei Frauen nach der Menopause fand keinen Anstieg [14], eine andere Metaanalyse doppelblinder, placebokontrollierter Studien ein um etwa 15 % höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen [15]. Keine dieser Auswertungen ist auf Calciumcarbonat beschränkt. In der CAIFOS-Studie mit Calciumcarbonat allein war Verstopfung die einzige häufigere Nebenwirkung (13,4 vs. 9,1 %) [10].

    Mensch, randomisiert

  • Calcium-Alkali-Syndrom

    Die Einnahme von Calcium zusammen mit Alkali (wie im Carbonat) kann zur Trias aus Hyperkalzämie, metabolischer Alkalose und Niereninsuffizienz führen; laut Übersichtsarbeit möglicherweise zunehmend durch veränderte Calcium- und Vitamin-D-Einnahme [22].

    Mensch, nicht randomisiert

Wechselwirkungen

  • Levothyroxin: Bei acht Gesunden senkte gleichzeitig eingenommenes Calciumcarbonat, ebenso Citrat und Acetat, die Levothyroxin-Aufnahme um etwa 20–25 % [23].
  • Säureblocker: Nüchtern hängt die Aufnahme aus Carbonat bei fehlender Magensäure stark von der Magensäure ab, mit Mahlzeit nicht [7]; eigene Studien mit Protonenpumpenhemmern wurden hier nicht ausgewertet.

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • teilweise belegt

    „Calciumcarbonat wird ohne Magensäure nicht aufgenommen“

    Nüchtern bei Achlorhydrie stark vermindert (etwa 4 %), zusammen mit einem Frühstück aber normal [7].

  • teilweise belegt

    „Calciumcitrat wird immer besser aufgenommen als Carbonat“

    Eine Metaanalyse findet einen Vorteil von etwa 22–27 % [6]; mehrere Studien mit Mahlzeit oder nüchtern bei Gesunden fanden keinen Unterschied [3][4][5]. Klar ist der Vorteil bei fehlender Magensäure nüchtern [7] und, kleiner, nach bariatrischer Operation [8].

  • nicht belegt

    „Natürliches Calcium aus Algen (Algenkalk) ist besser als synthetisches“

    Nach einer Einzelgabe bei 12 nüchternen Frauen vor der Menopause stieg die Calciumausscheidung im Urin unter Aquamin F gegenüber Placebo signifikant, Calciumcarbonat lag dazwischen; einen direkten Vergleich der beiden Präparate berichtet der Abstract nicht [18]. In einer zweijährigen RCT kein Effekt auf die Knochendichte gegenüber Maltodextrin [16][17]. Ein Vergleich mit Calciumcarbonat bei klinischen Endpunkten fehlt.

  • nicht belegt

    „Calcium aus Eierschalen oder Korallen wird besser verwertet als gewöhnliches Calciumcarbonat“

    Eierschalenpulver und gereinigtes Calciumcarbonat unterschieden sich in einer RCT bei der Knochendichte nicht signifikant voneinander; nur das Eierschalenpräparat unterschied sich von Placebo [20]. Nach Korallencalcium stieg die Calciumausscheidung im Urin in einer kleinen Überkreuzstudie ohne genannte Randomisierung etwas stärker als nach Calciumcarbonat [21]; bestätigt ist das nicht, klinische Endpunkte fehlen.

Pharmakokinetik

Aufnahme
Aktiv (vitamin-D-abhängig) und passiv im Darm [1]. Nüchtern bei fehlender Magensäure stark vermindert, mit Mahlzeit normal [7].
Halbwertszeit
Für ein körpereigenes Mineral nicht sinnvoll angebbar; nicht verifiziert.
Abbau
Wird im Magen gelöst und liefert Ca2+; der Calciumspiegel im Blut wird hormonell konstant gehalten [1].
Weg ins Gehirn
Nicht relevant; keine formspezifischen Daten.

Rechtlicher Status

Deutschland
Zugleich Arzneistoff: In AMIce sind verkehrsfähige Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Calciumcarbonat verzeichnet (Abruf 24.10.2026) [25]; als Mineralstoffverbindung nach Anhang II der RL 2002/46/EG in Nahrungsergänzungsmitteln zulässig [2].
EU
Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG („Calciumcarbonat“); damit als Calciumquelle in Nahrungsergänzungsmitteln zugelassen [2]. Algenkalk: in der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel kein Eintrag gefunden [19]; laut Novel-Food-Katalog der Kommission nicht neuartig (Phymatolithon calcareum, Lithothamnion calcareum). Calciumsalze aus Eierschalen führt der Katalog als nicht zugelassenes neuartiges Lebensmittel [26].
USA
Nicht verifiziert.

Zugelassene EU-Angaben

EU-Claim zugelassen Eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe ist eine rechtliche Aussage über den Nährstoff, nicht über diese Form, und keine Evidenzstufe. Die Studienlage zu dieser Form steht davon getrennt beim Hauptversprechen und unter „Studien am Menschen“.

  • „wird für die Erhaltung normaler Knochen benötigt“

    Nährstoff
    Calcium
    Rechtsgrundlage
    VO (EU) Nr. 432/2012[24]
    Einordnung
    rechtlich zulässig für Calcium allgemein; mit Calciumcarbonat (mit oder ohne Vitamin D3) lag die Knochendichte leicht höher, Brüche nahmen in zwei großen RCTs nicht signifikant ab (siehe Versprechen)

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Wie groß ist der Aufnahmeunterschied zu Citrat wirklich, wenn beide Lager dieselbe Isotopenmethode und Mahlzeitsituation verwenden?
  • Hat Algenkalk wegen seines Magnesium- und Spurenelementgehalts einen Nutzen, der über Calciumcarbonat hinausgeht?
  • Bestätigt sich die etwas höhere Urinausscheidung nach Korallencalcium in randomisierten Studien, und wie hoch ist die Schwermetallbelastung von Eierschalen- und Korallencalcium?
  • Erhöhen Calciumpräparate das Herzinfarktrisiko, und gilt das auch für Calciumcarbonat allein?

Referenzen

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  2. Richtlinie 2002/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Juni 2002 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Nahrungsergänzungsmittel. ABl. L 183 vom 12.7.2002, S. 51. Konsolidierte Fassung vom 26.11.2025 (CELEX 02002L0046-20251126).
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  20. Schaafsma A, van Doormaal JJ, Muskiet FA, Hofstede GJ, Pakan I, van der Veer E. Positive effects of a chicken eggshell powder-enriched vitamin-mineral supplement on femoral neck bone mineral density in healthy late post-menopausal Dutch women. Br J Nutr. 2002;87(3):267–75. doi:10.1079/BJNBJN2001515 · PubMed
  21. Ishitani K, Itakura E, Goto S, Esashi T. Calcium absorption from the ingestion of coral-derived calcium by humans. J Nutr Sci Vitaminol (Tokyo). 1999;45(5):509–17. doi:10.3177/jnsv.45.509 · PubMed
  22. Patel AM, Adeseun GA, Goldfarb S. Calcium-alkali syndrome in the modern era. Nutrients. 2013;5(12):4880–93. doi:10.3390/nu5124880 · PubMed
  23. Zamfirescu I, Carlson HE. Absorption of levothyroxine when coadministered with various calcium formulations. Thyroid. 2011;21(5):483–6. doi:10.1089/thy.2010.0296 · PubMed
  24. Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern. ABl. L 136 vom 25.5.2012, S. 1. Konsolidierte Fassung vom 20.08.2025 (CELEX 02012R0432-20250820).
  25. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. AMIce – Arzneimittel-Informationssystem, öffentlicher Teil [Datenbank]. Suche Stoffname „Calciumcarbonat“ [zitiert 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://portal.bfarm.de/amguifree/
  26. Europäische Kommission. Novel Food Status Catalogue: Phymatolithon calcareum; Lithothamnion calcareum; Calcium salts (aus Eierschalen) [Datenbank]. POL-NF-06161, POL-NF-00479, POL-NF-15561 [zitiert 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://ec.europa.eu/food/food-feed-portal/screen/novel-food-catalogue/search
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-24. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • DOIs über Crossref und PMIDs über PubMed (Prüfskript).
  • Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG, konsolidierte Fassung CELEX 02002L0046-20251126 (Cellar, XHTML, 24.10.2026): Eintrag „Calciumcarbonat“ (schon in der Ursprungsfassung 32002L0046).
  • Unionsliste CELEX 02017R2470-20260810 (Cellar, XHTML): Suche nach „Lithotham“, „Phymatolith“, „Algenkalk“, „Kalkalge“, „Rotalge“ ohne Treffer; „Calciumcarbonat“ nur als Hilfsstoff im Eintrag Calciumfructoborat.
  • Am Abstract: aktive und passive Aufnahme [1]; 8 Personen, Carbonat 39 ± 3 %, Citrat 30 ± 3 %, n. s. [3]; 37 Personen, mit Frühstück kein Unterschied [4]; 24 Frauen, identische Kurven [5]; 15 Studien, 22–27 % [6]; Achlorhydrie 0,042 vs. 0,452, Gesunde 0,225 vs. 0,243, mit Frühstück normal [7]; 150 Personen, AUC 76,1 vs. 74,7 [8]; WHI 36 282 Frauen, Calciumcarbonat mit D3, +1,06 %, HR 0,88 und 0,96, Nierensteine [9]; 29 RCTs, 12 % [11]; 26 RCTs, Studien mit geringstem Verzerrungsrisiko ohne Effekt [12]; Risiken laut Übersicht [13]; 300 Frauen, 24 Monate, BMD ohne Unterschied, Marker gesunken [16]; Aquamin als Calciumquelle [17]; 12 Frauen, Aquamin F aus Lithothamnion sp. [18]; Trias Calcium-Alkali-Syndrom [22]; 8 Personen, 20–25 % [23].
  • PubChem: CID 10112, CCaO3, Molmasse 100,09; Calciumanteil daraus berechnet. Zum Vergleich (Gegenprüfung 24.10.2026): Calciumlactat CID 13144, C6H10CaO6, 218,22 (etwa 18 %); Calciumgluconat CID 9290, C12H22CaO14, 430,37 (etwa 9 %); Calciumcitrat CID 13136, 498,4 (etwa 24 %). Anhang II Teil B enthält auch Calciumoxid und Calciumhydroxid, deshalb keine Aussage „calciumreichste Form“.
  • Gegenprüfung 24.10.2026 am Abstract: [18] Signifikanz nur gegenüber Placebo, Carbonat „intermediate“, prämenopausal, nüchtern, Einzelgabe; Affiliationen Zenk Medical Consulting LLC und Alimentix; PubMed-Publikationstyp RCT; keine Förderangabe in PubMed und Crossref. Herzrisiko: [14] Herzinfarkt RR 1,08 (0,92–1,26), Förderung laut Crossref Raine Medical Research Foundation; [15] 13 doppelblinde RCTs, CVD RR 1,15 (1,06–1,25), keine Interessenkonflikte erklärt. Eierschale: [20] Affiliation Friesland Coberco Dairy Foods, Eierschale vs. Carbonat n. s. Koralle: [21] 12 Gesunde, Überkreuz, p = 0,039.
  • PubMed-Suchen am 24.10.2026: „eggshell AND calcium AND humans[mh]“ (123 Treffer), „eggshell AND calcium carbonate AND absorption/bioavailability“ (8), „coral calcium“[tiab] (34); vergleichende Humanstudien mit Calciumcarbonat nur [20] und [21]. Weitere RCTs mit Eierschalenpulver (Joo 2024, Jung 2026) hatten keine Carbonat-Vergleichsgruppe und wurden nicht aufgenommen.
  • ClinicalTrials.gov: 674 Treffer „calcium carbonate“ (24.10.2026).
  • Nachprüfung 24.10.2026 am Abstract [10] (PubMed, Prince 2006, CAIFOS): Calciumcarbonat gegen Placebo, ohne Vitamin D, doppelblind, 5 Jahre, 1460 Frauen über 70 Jahre (Mittel 75); ITT HR 0,87 (0,67–1,12); 830 Frauen (56,8 %) mit mindestens 80 % Einnahme 10,2 vs. 15,4 %, HR 0,66 (0,45–0,97); Ultraschall Ferse, DXA Schenkelhals und Ganzkörper sowie Knochenfestigkeit günstiger; Verstopfung 13,4 vs. 9,1 %. Referenzen ab [10] dafür um eins verschoben.
  • RECORD (Grant 2005, PMID 15885294, 5292 Personen nach Niedrigtraumafraktur, faktoriell): Abstract geprüft, Calcium-Arm ITT HR 0,94 (0,81–1,09); das Salz nennt der Abstract nicht.
  • Rechtsstatus (G6) am 24.10.2026: AMIce (öffentlicher Teil, BfArM; Stoffname „Calciumcarbonat“, nur Wirkstoff, Humanarzneimittel, verkehrsfähig, Endmaskierung): 113 Treffer, einschließlich Kombinationen, Homöopathika, Apothekenrezepturen und Parallelimporten [25]. Fach- und Gebrauchsinformationen nicht gelesen.
  • Novel-Food-Katalog (Backend-API, 24.10.2026): „Phymatolithon calcareum“ (POL-NF-06161, DE „Kalkalge“) und „Lithothamnion calcareum“ (POL-NF-00479) Status „Not novel in food“; „Calcium salts“ aus Eierschalen (POL-NF-15561, Konsultation über die französische Behörde, Eintrag vom 18.02.2026) Status „Novel food“ (nicht zugelassen) [26]. Unionsliste: kein Eintrag für Algenkalk oder Eierschalen-Calciumsalze.

Nicht verifiziert

  • Ob es neben der Angabe nach VO (EU) Nr. 432/2012 weitere zugelassene Calcium-Angaben gibt, die für Calciumcarbonat relevant sind (z. B. Angaben zur Verringerung eines Krankheitsrisikos nach Artikel 14 der VO (EG) Nr. 1924/2006), wurde nicht geprüft.
  • Rechtsstatus in den USA.
  • Dass [16] und [17] dieselbe Studie beschreiben, ist aus Design, Gruppen, Dauer und Arbeitsgruppe geschlossen, nicht im Volltext bestätigt.
  • Zusammensetzung von Aquamin bzw. Algenkalk (Anteil Calciumcarbonat, Magnesium, Spurenelemente) nicht aus einer Primärquelle geprüft. Der Name Phymatolithon calcareum (Synonym Lithothamnion calcareum) steht nur nach dem Novel-Food-Katalog im Text, nicht nach einer taxonomischen Primärquelle.
  • Finanzierung und Herstellerbeteiligung bei [16], [18] (keine Förderangabe in PubMed und Crossref; ob Marigot bzw. der Aquamin-Hersteller beteiligt war, ist offen) und [5] (Mitautorschaft A. Bendich; Affiliation nicht im PubMed-Datensatz).
  • Interessenkonflikte der Autorinnen und Autoren von [13] und [14] im Volltext nicht geprüft (im PubMed-Datensatz nicht hinterlegt); [20]: Finanzierung über die Affiliation hinaus nicht geprüft.
  • Schwermetallbelastung von Eierschalen- und Korallencalcium nicht ausgewertet.
  • RECORD (PMID 15885294): Laut Tabelle 3 einer systematischen Übersicht (Manoj 2023, PMID 35842938, PMC10078370) wurde Calciumcarbonat verwendet; der Originalvolltext (Lancet) war nicht frei zugänglich, daher ist die Studie nicht aufgenommen. Dieselbe Übersicht nennt auch für die offenen Studien Porthouse 2005 und Salovaara 2010 Calciumcarbonat mit Vitamin D3; nicht einzeln geprüft.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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