Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Besser aufnehmbar als Carbonat, auch ohne Magensäure

    uneinheitlich

    Knochen & Gelenke · gesund · Mensch, randomisiert

    Nur Statusmarker. Metaanalyse: etwa 22–27 % mehr Aufnahme [3]; nüchtern bei Gesunden und mit Mahlzeit in mehreren Studien kein Unterschied [4][5][6]. Klar besser nüchtern bei Achlorhydrie (nicht randomisiert, 11 Patienten) [7], geringfügig nach Magenbypass [8][9]; das erhöhte Parathormon nach Magenbypass sank über zwölf Wochen nicht stärker als unter Carbonat [10]. Bereich gewählt, weil Calcium für die Knochen beworben wird.[4][5][6][8][9]

  • Schützt die Knochen vor Brüchen

    kein Nutzen

    Knochen & Gelenke · gesund (Frauen nach der Menopause, im Mittel 74 Jahre) · Mensch, randomisiert

    Einzige große RCT mit Calciumcitrat (Auckland, 1471 Frauen, fünf Jahre): symptomatische Brüche nicht signifikant seltener (HR 0,90; 0,71–1,16), Wirbel- und Unterarmbrüche ebenfalls nicht, Hüftbrüche häufiger (HR 3,55; 1,31–9,63; wenige Ereignisse); nur in der Per-Protokoll-Auswertung weniger Unterarmbrüche, bei einer Einnahmetreue von 55–58 % [12]. Ein systematischer Review über alle Calciumformen (schwache und widersprüchliche Evidenz) zählt nicht für die Stufe [16]. Die Knochendichte ist als eigenes Versprechen geführt.

  • Erhöht die Knochendichte

    nur Marker belegt

    Knochen & Gelenke · gesund (Frauen nach der Menopause, im Mittel 74 Jahre) · Mensch, randomisiert

    Nur Marker: In der Auckland-Studie lag die Knochendichte nach fünf Jahren in der Intention-to-treat-Auswertung um 1,8 % (Wirbelsäule), 1,6 % (Hüfte) und 1,2 % (Gesamtkörper) höher als unter Placebo [12]. Ein höherer Wert belegt keinen Bruchschutz; Brüche nahmen in derselben Studie nicht ab.

Wirkweise

Evidenzkarte: Calciumcitrat

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Calcium wird im Darm aktiv und energieabhängig durch die Darmzellen aufgenommen, gesteuert vor allem durch 1,25-Dihydroxyvitamin D3, und passiv zwischen den Zellen hindurch [1]. Calciumcitrat steht als „Calciumsalze der Zitronensäure“ in Anhang II Teil B der Richtlinie 2002/46/EG [2]. Rechnerisch enthält wasserfreies Tricalciumdicitrat etwa 24 % Calcium (aus der Summenformel in PubChem), deutlich weniger als Calciumcarbonat.

Das Hauptversprechen ist die bessere Aufnahme. Eine Metaanalyse von 15 Studien fand aus Citrat eine um etwa 22–27 % höhere Aufnahme als aus Carbonat, nüchtern wie mit Mahlzeit [3]. Andere Studien fanden keinen Unterschied: bei acht nüchternen Gesunden (Citrat 30 ± 3 %, Carbonat 39 ± 3 %, nicht signifikant) [4], bei 37 Gesunden mit einem leichten Frühstück [5] und in einer randomisierten Überkreuzstudie mit 24 Frauen nach der Menopause, in der marktübliche Präparate identische Serumcalciumkurven ergaben [6]. Eindeutig ist der Vorteil bei fehlender Magensäure: Bei elf nüchternen Menschen mit Achlorhydrie wurde aus Citrat etwa 45 % aufgenommen, aus Carbonat etwa 4 %; mit einem Frühstück war Carbonat aber ebenfalls normal verfügbar [7]. Nach Magenbypass war Citrat in zwei randomisierten Überkreuzstudien mit 18 bzw. 150 Personen etwas besser verfügbar (geringfügig höhere Serumcalciumfläche, stärkere Senkung des Parathormons) [8][9]. Über zwölf Wochen senkte es bei 39 Patienten nach Magenbypass das erhöhte Parathormon aber nicht stärker als Carbonat; nur Knochenumbaumarker sanken stärker [10]. Auch in einer offenen Überkreuzstudie mit 40 Frauen nach der Menopause sanken die Abbaumarker unter Citrat stärker als unter Carbonat, bei gleichem Parathormon und gleicher Calciumausscheidung [11].

Für klinische Endpunkte ist die Auckland Calcium Study wichtig, weil sie Calciumcitrat verwendete: Bei 1471 gesunden Frauen nach der Menopause lag die Knochendichte nach fünf Jahren um 1,2–1,8 % höher als unter Placebo, symptomatische Brüche nahmen aber nicht signifikant ab (HR 0,90), Hüftbrüche waren sogar häufiger (HR 3,55; wenige Ereignisse), Verstopfung trat öfter auf und die Einnahmetreue lag nur bei 55–58 % [12]. In derselben Studie wurden unter Calcium mehr Herzinfarkte gemeldet (nach Prüfung relatives Risiko 2,12; mit ergänzten Krankenhausdaten 1,49, nicht signifikant); laut Interessenkonflikterklärung erhielt ein Autor (I. R. Reid) Forschungsförderung von Fonterra und Mission Pharmacal und war für beide beratend tätig [13]. Ob Calciumpräparate das Herzinfarktrisiko erhöhen, ist umstritten: Eine Metaanalyse randomisierter Studien mit geprüften Herzereignissen bei Frauen nach der Menopause fand keinen Anstieg (Herzinfarkt RR 1,08; 95-%-KI 0,92–1,26) [14], eine Metaanalyse von 13 doppelblinden, placebokontrollierten Studien dagegen ein um etwa 15 % höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (RR 1,15; 1,06–1,25) [15]; beide werten Calciumpräparate unabhängig von der Form aus. Ein systematischer Review über alle Calciumformen bewertet die Evidenz für einen Bruchschutz als schwach und widersprüchlich [16]. Zur Sorge um Nierensteine: Bei 18 gesunden Frauen nach der Menopause stiegen unter Calciumcitrat Calcium und Citrat im Urin, die Übersättigung mit Calciumoxalat und Brushit änderte sich aber nicht [17].

Formulierungen und Herkunft: Bei 15 Patienten nach Magenbypass erhöhte ein flüssig aufgelöstes Kalium-Calcium-Citrat das Serumcalcium stärker als eine Calciumcitrat-Tablette [18]; das ist allerdings eine andere Verbindung mit zusätzlicher Alkali-Last. Weitere vergleichende Humandaten zu Darreichungsformen von Calciumcitrat wurden nicht gefunden.

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
Aktive Calciumaufnahme im Darm (vitamin-D-abhängig)TransporterBindungtranszellulärer Weg, gesteuert durch 1,25-Dihydroxyvitamin D3 (Übersichtsarbeit) Tierversuch[1]
Parathormon (Nebenschilddrüse)HormonachseExpression ↓nach Magenbypass stärkere akute Senkung als unter Carbonat; über 12 Wochen kein Unterschied Mensch, randomisiert[8][9][10]
Knochenresorption (Osteoklasten)SonstigesHemmerAbbaumarker stärker gesenkt als unter Carbonat (offene Überkreuzstudie) Mensch, randomisiert[10][11]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselkeine Daten
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativkeine Daten
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · Citrat, nüchtern

    30 ± 3 % (8 Gesunde, Netto-Aufnahme); ≈ 45 % bei Achlorhydrie

    Bei Gesunden nüchtern kein signifikanter Unterschied zu Carbonat [4]; bei Achlorhydrie nüchtern deutlich besser als Carbonat (≈ 4 %) [7].

    Mensch, randomisiert

  • Oral (geschluckt) · Citrat, mit Mahlzeit

    Mit Frühstück gleich gut wie Carbonat (37 Gesunde) [5]; marktübliche Präparate mit identischer Serumcalciumkurve (24 Frauen) [6]. Die Metaanalyse sieht auch mit Mahlzeit etwa 22 % Vorteil [3].

    Mensch, randomisiert

  • Oral (geschluckt) · nach Magenbypass

    Zwei randomisierte Überkreuzstudien: Serumcalciumfläche geringfügig höher, Parathormon stärker gesenkt als unter Carbonat [8][9]. Flüssiges Kalium-Calcium-Citrat besser als Citrat-Tablette (15 Patienten) [18].[8][9]

    Mensch, randomisiert

Studien am Menschen

  • Auckland Calcium Study (Calciumcitrat)

    RCT, placebokontrolliert · gesund (Frauen nach der Menopause, im Mittel 74 Jahre) · n = 1471 · 5 Jahre

    Gemessen: Knochendichte, Brüche

    Ergebnis: Knochendichte +1,2 bis +1,8 %; symptomatische Brüche HR 0,90 (0,71–1,16), Hüftbrüche HR 3,55 (1,31–9,63); mehr Verstopfung; Einnahmetreue 55–58 %.[12]

    Mensch, randomisiert

  • Auckland: Herz-Kreislauf-Ereignisse

    RCT, placebokontrolliert (Auswertung unerwünschter Ereignisse) · gesund (Frauen nach der Menopause) · n = 1471 · 5 Jahre

    Gemessen: Herzinfarkt, Schlaganfall, plötzlicher Tod

    Ergebnis: Geprüfte Herzinfarkte RR 2,12 (1,01–4,47); mit Krankenhausdaten RR 1,49 (0,86–2,57).[13]

    Mensch, randomisiert

  • Citrat vs. Carbonat nach Magenbypass, 12 Wochen

    RCT, doppelblind · Patienten: nach Magenbypass mit erhöhtem Parathormon · n = 39 · 12 Wochen

    Gemessen: Parathormon, Knochenumbaumarker

    Ergebnis: PTH −1,9 vs. +0,9 % (p = 0,68); P1NP, Osteocalcin und knochenspezifische AP unter Citrat stärker gesunken.[10]

    Mensch, randomisiert

  • Citrat vs. Carbonat nach bariatrischer Operation

    RCT, doppelblind, Überkreuz · Patienten: nach Magenbypass oder Schlauchmagen · n = 150 · 8 Stunden je Test

    Gemessen: Serumcalcium, PTH, Urincalcium

    Ergebnis: AUC 76,1 vs. 74,7 (p = 0,001), Cmax 9,8 vs. 9,5; PTH stärker gesenkt.[9]

    Mensch, randomisiert

  • Knochenumbau unter Citrat und Carbonat

    RCT, offen, Überkreuz · gesund (ältere Frauen nach der Menopause) · n = 40 · 2 × 12 Wochen

    Gemessen: Abbaumarker, PTH, Urincalcium

    Ergebnis: Abbaumarker nur unter Citrat gesunken; PTH und Urincalcium ohne Unterschied; 34 beendeten die Studie.[11]

    Mensch, randomisiert

  • Nierensteinrisiko unter Calciumcitrat

    randomisierte Studie mit vier Phasen (Placebo, Calciumcitrat, Kaliumcitrat, beides) · gesund (Frauen nach der Menopause ohne Steine) · n = 18 · 2 Wochen je Phase

    Gemessen: Übersättigung des Urins

    Ergebnis: Urincalcium und -citrat stiegen, Übersättigung mit Calciumoxalat und Brushit unverändert.[17]

    Mensch, randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Möglicherweise mehr Herzinfarkte (umstritten)

    In der Auckland Calcium Study mit Calciumcitrat wurden mehr Herzinfarkte gemeldet; nach Prüfung RR 2,12 (1,01–4,47), mit ergänzten Krankenhausdaten 1,49 (0,86–2,57) [13]. Metaanalysen über alle Calciumformen widersprechen sich: kein Anstieg bei geprüften Herzereignissen [14], ein um etwa 15 % höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in doppelblinden, placebokontrollierten Studien [15]. Die Frage ist für alle Calciumformen offen.

    Mensch, randomisiert

  • Verstopfung

    In der Auckland-Studie trat Verstopfung unter Calciumcitrat häufiger auf als unter Placebo [12].

    Mensch, randomisiert

  • Hüftbrüche (unerwarteter Befund)

    In der Auckland-Studie waren Hüftbrüche unter Calcium häufiger (HR 3,55, wenige Ereignisse), in der Per-Protokoll-Analyse nicht signifikant [12]. Ein Mechanismus ist nicht bekannt.

    Mensch, randomisiert

Wechselwirkungen

  • Levothyroxin: Bei acht Gesunden senkte gleichzeitig eingenommenes Calciumcitrat, ebenso Carbonat und Acetat, die Levothyroxin-Aufnahme um etwa 20–25 % [20].

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • teilweise belegt

    „Calciumcitrat wird immer besser aufgenommen als Calciumcarbonat“

    Metaanalyse: etwa 22–27 % besser [3]; mehrere Studien mit und ohne Mahlzeit ohne Unterschied [4][5][6]. Deutlich nur nüchtern bei fehlender Magensäure [7], geringfügig nach Magenbypass [8][9].

  • teilweise belegt

    „Calciumcitrat erhöht das Nierensteinrisiko nicht, weil Citrat Steine hemmt“

    Bei 18 gesunden Frauen änderte sich die Übersättigung des Urins nicht [17]; Citratsalze werden laut Übersichtsarbeit zur Steinvorbeugung eingesetzt [19]. Steinereignisse unter Calciumcitrat wurden in keiner gefundenen Studie als Endpunkt gemessen.

  • teilweise belegt

    „Wer Säureblocker nimmt oder wenig Magensäure hat, sollte Citrat statt Carbonat nehmen“

    Nüchtern bei Achlorhydrie war Citrat klar besser, mit Mahlzeit war Carbonat aber normal verfügbar [7]. Eigene Studien mit Protonenpumpenhemmern wurden hier nicht ausgewertet.

Pharmakokinetik

Aufnahme
Aktiv (vitamin-D-abhängig) und passiv im Darm [1]; nüchtern auch bei fehlender Magensäure gut verfügbar [7].
Halbwertszeit
Für ein körpereigenes Mineral nicht sinnvoll angebbar; nicht verifiziert.
Abbau
Liefert Ca2+ und Citrat; Calcium und Citrat im Urin steigen [17].
Weg ins Gehirn
Nicht relevant; keine formspezifischen Daten.

Rechtlicher Status

Deutschland
Zugleich Arzneistoff: In AMIce sind verkehrsfähige Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Calciumcitrat verzeichnet (Abruf 24.10.2026) [22]; als Mineralstoffverbindung nach Anhang II der RL 2002/46/EG in Nahrungsergänzungsmitteln zulässig [2].
EU
Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG („Calciumsalze der Zitronensäure“); damit als Calciumquelle in Nahrungsergänzungsmitteln zugelassen [2].
USA
Nicht verifiziert.

Zugelassene EU-Angaben

EU-Claim zugelassen Eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe ist eine rechtliche Aussage über den Nährstoff, nicht über diese Form, und keine Evidenzstufe. Die Studienlage zu dieser Form steht davon getrennt beim Hauptversprechen und unter „Studien am Menschen“.

  • „wird für die Erhaltung normaler Knochen benötigt“

    Nährstoff
    Calcium
    Rechtsgrundlage
    VO (EU) Nr. 432/2012[21]
    Einordnung
    rechtlich zulässig für Calcium allgemein; mit Calciumcitrat stieg die Knochendichte leicht, Brüche nahmen nicht ab (siehe Versprechen)

Verwandte Substanzen

Calciumcarbonatandere Formcalcium-gluconatandere Formcalcium-lactatandere FormKaliumcitratgleiche Klasse

Offene Fragen

  • Wie groß ist der Aufnahmeunterschied zu Carbonat unter einheitlicher Isotopenmethode und Mahlzeitsituation?
  • Verhindert Calciumcitrat Brüche besser als Carbonat, etwa nach bariatrischer Operation?
  • Ist das Herzinfarktsignal der Auckland-Studie formspezifisch oder gilt es für Calciumpräparate allgemein?

Referenzen

  1. Christakos S, Dhawan P, Porta A, Mady LJ, Seth T. Vitamin D and intestinal calcium absorption. Mol Cell Endocrinol. 2011;347(1–2):25–9. doi:10.1016/j.mce.2011.05.038 · PubMed
  2. Richtlinie 2002/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Juni 2002 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Nahrungsergänzungsmittel. ABl. L 183 vom 12.7.2002, S. 51. Konsolidierte Fassung vom 26.11.2025 (CELEX 02002L0046-20251126).
  3. Sakhaee K, Bhuket T, Adams-Huet B, Rao DS. Meta-analysis of calcium bioavailability: a comparison of calcium citrate with calcium carbonate. Am J Ther. 1999;6(6):313–21. doi:10.1097/00045391-199911000-00005 · PubMed
  4. Sheikh MS, Santa Ana CA, Nicar MJ, Schiller LR, Fordtran JS. Gastrointestinal absorption of calcium from milk and calcium salts. N Engl J Med. 1987;317(9):532–6. doi:10.1056/NEJM198708273170903 · PubMed
  5. Heaney RP, Dowell MS, Barger-Lux MJ. Absorption of calcium as the carbonate and citrate salts, with some observations on method. Osteoporos Int. 1999;9(1):19–23. doi:10.1007/s001980050111 · PubMed
  6. Heaney RP, Dowell MS, Bierman J, Hale CA, Bendich A. Absorbability and cost effectiveness in calcium supplementation. J Am Coll Nutr. 2001;20(3):239–46. doi:10.1080/07315724.2001.10719038 · PubMed
  7. Recker RR. Calcium absorption and achlorhydria. N Engl J Med. 1985;313(2):70–3. doi:10.1056/NEJM198507113130202 · PubMed
  8. Tondapu P, Provost D, Adams-Huet B, Sims T, Chang C, Sakhaee K. Comparison of the absorption of calcium carbonate and calcium citrate after Roux-en-Y gastric bypass. Obes Surg. 2009;19(9):1256–61. doi:10.1007/s11695-009-9850-6 · PubMed
  9. Hany M, Wuyts S, Abouelnasr AA, Zidan A, Demerdash HM, Hussein HASM, et al. Comparison of calcium citrate and calcium carbonate absorption in patients with a Roux-en-Y gastric bypass, sleeve gastrectomy, and one-anastomosis gastric bypass: a double-blind, randomized cross-over trial. Surg Obes Relat Dis. 2025;21(4):471–81. doi:10.1016/j.soard.2024.10.034 · PubMed
  10. Ring Madsen L, Espersen R, Rejnmark L, Richelsen B. Effect of calcium citrate vs calcium carbonate on elevated parathyroid hormone after Roux-en-Y gastric bypass. A double-blinded, randomized trial. Clin Endocrinol (Oxf). 2018;89(6):734–41. doi:10.1111/cen.13836 · PubMed
  11. Kenny AM, Prestwood KM, Biskup B, Robbins B, Zayas E, Kleppinger A, et al. Comparison of the effects of calcium loading with calcium citrate or calcium carbonate on bone turnover in postmenopausal women. Osteoporos Int. 2004;15(4):290–4. doi:10.1007/s00198-003-1567-0 · PubMed
  12. Reid IR, Mason B, Horne A, Ames R, Reid HE, Bava U, et al. Randomized controlled trial of calcium in healthy older women. Am J Med. 2006;119(9):777–85. doi:10.1016/j.amjmed.2006.02.038 · PubMed
  13. Bolland MJ, Barber PA, Doughty RN, Mason B, Horne A, Ames R, et al. Vascular events in healthy older women receiving calcium supplementation: randomised controlled trial. BMJ. 2008;336(7638):262–6. doi:10.1136/bmj.39440.525752.BE · PubMed
  14. Lewis JR, Radavelli-Bagatini S, Rejnmark L, Chen JS, Simpson JM, Lappe JM, et al. The effects of calcium supplementation on verified coronary heart disease hospitalization and death in postmenopausal women: a collaborative meta-analysis of randomized controlled trials. J Bone Miner Res. 2015;30(1):165–75. doi:10.1002/jbmr.2311 · PubMed
  15. Myung SK, Kim HB, Lee YJ, Choi YJ, Oh SW. Calcium supplements and risk of cardiovascular disease: a meta-analysis of clinical trials. Nutrients. 2021;13(2):368. doi:10.3390/nu13020368 · PubMed
  16. Bolland MJ, Leung W, Tai V, Bastin S, Gamble GD, Grey A, et al. Calcium intake and risk of fracture: systematic review. BMJ. 2015;351:h4580. doi:10.1136/bmj.h4580 · PubMed
  17. Sakhaee K, Poindexter JR, Griffith CS, Pak CY. Stone forming risk of calcium citrate supplementation in healthy postmenopausal women. J Urol. 2004;172(3):958–61. doi:10.1097/01.ju.0000136400.14728.cd · PubMed
  18. Sakhaee K, Pak C. Superior calcium bioavailability of effervescent potassium calcium citrate over tablet formulation of calcium citrate after Roux-en-Y gastric bypass. Surg Obes Relat Dis. 2013;9(5):743–8. doi:10.1016/j.soard.2011.11.011 · PubMed
  19. Palermo A, Naciu AM, Tabacco G, Manfrini S, Trimboli P, Vescini F, et al. Calcium citrate: from biochemistry and physiology to clinical applications. Rev Endocr Metab Disord. 2019;20(3):353–64. doi:10.1007/s11154-019-09520-0 · PubMed
  20. Zamfirescu I, Carlson HE. Absorption of levothyroxine when coadministered with various calcium formulations. Thyroid. 2011;21(5):483–6. doi:10.1089/thy.2010.0296 · PubMed
  21. Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern. ABl. L 136 vom 25.5.2012, S. 1. Konsolidierte Fassung vom 20.08.2025 (CELEX 02012R0432-20250820).
  22. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. AMIce – Arzneimittel-Informationssystem, öffentlicher Teil [Datenbank]. Suche Stoffname „Calciumcitrat“ [zitiert 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://portal.bfarm.de/amguifree/
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-24. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • DOIs über Crossref und PMIDs über PubMed (Prüfskript).
  • Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG, konsolidierte Fassung CELEX 02002L0046-20251126 (Cellar, XHTML, 24.10.2026): Eintrag „Calciumsalze der Zitronensäure“.
  • 24.10.2026 (Regelentscheidungen K1–K8): Wortlaut „Calcium wird für die Erhaltung normaler Knochen benötigt“ in VO (EU) Nr. 432/2012, Basisfassung (CELEX 32012R0432) und konsolidierte Fassung vom 20.08.2025 (CELEX 02012R0432-20250820), unverändert gefunden. Abstract [12] erneut geprüft: ITT-Knochendichte 1,8/1,6/1,2 %, HR 0,90 (0,71–1,16), Wirbel 0,72 (0,44–1,18), Hüfte 3,55 (1,31–9,63), Unterarm 0,65 (0,41–1,04); Per-Protokoll Unterarm 0,45 (0,24–0,87); Einnahmetreue 55–58 %.
  • Am Abstract: aktive und passive Aufnahme [1]; 15 Studien, 22–27 % [3]; 8 Personen, 30 ± 3 vs. 39 ± 3 %, n. s. [4]; 37 Personen mit Frühstück ohne Unterschied [5]; 24 Frauen, identische Kurven [6]; Achlorhydrie 0,452 vs. 0,042 [7]; 19 eingeschlossen, 18 beendet, Serum-AUC 55 vs. 54 [8]; 150 Personen, AUC 76,1 vs. 74,7 [9]; 39 Patienten, PTH −1,9 vs. +0,9 % [10]; 40 Frauen, 34 beendet [11]; 1471 Frauen, Calcium als Citrat, BMD +1,2–1,8 %, HR 0,90 und 3,55, Verstopfung, Einnahmetreue 55–58 % [12]; RR 2,12 und 1,49, Interessenkonflikt laut PubMed-XML „IRR has received research support from and acted as a consultant for Fonterra and Mission Pharmacal“ [13]; 26 RCTs [16]; 18 Frauen, Übersättigung unverändert [17]; 15 Patienten, PCC vs. Citracal Petite [18]; Citrat zur Steinvorbeugung [19]; 8 Personen, 20–25 % [20].
  • PubChem: CID 13136, C12H10Ca3O14, Molmasse 498,4; Calciumanteil daraus berechnet (wasserfrei).
  • Gegenprüfung 24.10.2026 am Abstract: [14] Metaanalyse mit geprüften Herzereignissen, Herzinfarkt RR 1,08 (0,92–1,26), Förderung laut Crossref Raine Medical Research Foundation; [15] 13 doppelblinde, placebokontrollierte RCTs, CVD RR 1,15 (1,06–1,25), keine Interessenkonflikte erklärt.
  • ClinicalTrials.gov: 55 Treffer „calcium citrate“ (24.10.2026).
  • Rechtsstatus (G6) am 24.10.2026: AMIce (öffentlicher Teil, BfArM; Stoffname „Calciumcitrat“, nur Wirkstoff, Humanarzneimittel, verkehrsfähig, Endmaskierung): 2 Treffer, einschließlich Kombinationen, Homöopathika, Apothekenrezepturen und Parallelimporten [22]. Fach- und Gebrauchsinformationen nicht gelesen.

Nicht verifiziert

  • Rechtsstatus in den USA.
  • Ob die Arbeitsgruppe Pak/Sakhaee (Dallas), von der die citratfreundliche Metaanalyse [3] und mehrere Citratstudien stammen, Verbindungen zu Herstellern von Calciumcitrat hatte; in den Abstracts nicht angegeben.
  • Herstellerbezug bei [6] (Mitautorin A. Bendich; Affiliation im PubMed-Datensatz nicht hinterlegt).
  • In welcher Hydratform handelsübliches Calciumcitrat vorliegt; der berechnete Calciumanteil gilt für die wasserfreie Form.
  • Studien zu Calciumcitrat unter Protonenpumpenhemmern wurden nicht ausgewertet.
  • Ob Mission Pharmacal oder Fonterra Calciumcitrat herstellen bzw. vertreiben; die frühere Angabe „Hersteller von Calciumcitrat“ war nicht belegt und wurde gestrichen. Ob I. R. Reid die Auckland-Studie leitete, wurde nicht eigens geprüft.
  • Interessenkonflikte der Autorinnen und Autoren von [14] (im PubMed-Datensatz nicht hinterlegt).

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

Fehler gefunden oder etwas vermisst?

Wünsch dir einen Wirkstoff, schlag eine Verbesserung vor oder melde einen Fehler. Jede Rückmeldung wird gelesen.

Art der Nachricht

Die Website speichert nichts. Der Button öffnet dein E-Mail-Programm mit einer vorbereiteten Nachricht.