Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Mehr Muskeln und weniger Fett durch mehr Wachstumshormon

    nicht untersucht

    Muskel & Leistung · gesund · Tierversuch

    Der GH-Anstieg ist belegt [5], direkte Belege für Veränderungen der Körperzusammensetzung beim Menschen fehlen laut Übersicht [4]. Nur junge Ratten nahmen unter wiederholter Gabe stärker an Gewicht zu [1].

  • Steigert den Appetit („Hunger-Peptid“)

    Einzelbefund, unbestätigt

    Energie & Stoffwechsel · gesund · Mensch, nicht randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

    Für GHRP-6 selbst wurde keine Studie zur Nahrungsaufnahme beim Menschen gefunden; eine Übersicht nennt die Appetitsteigerung als typische Wirkung [4]. Beim verwandten GHRP-2 aßen sieben gesunde Männer 35,9 % mehr als unter Kochsalz [11]. Weil diese Humandaten von einer verwandten Substanz stammen, ist die Stufe auf 3 begrenzt.

  • Tieferer, erholsamerer Schlaf

    Einzelbefund, unbestätigt

    Schlaf · gesund · Mensch, randomisiert

    In der einzigen Schlafstudie verlängerte sich der leichte Schlaf (Stadium 2), der Tiefschlaf blieb unverändert, und ACTH und Cortisol stiegen in der ersten Nachthälfte deutlich an [6].

  • Schützt das Herz und heilt Gewebe

    nicht untersucht

    Regeneration & Heilung · gesund · Tierversuch

    Im Schweinemodell des Herzinfarkts war die Infarktmasse um 78 % kleiner [10]; beim Menschen wurde das nicht geprüft, und die Übersicht nennt dafür ausdrücklich fehlende klinische Studien [4].

kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

Wirkweise

Evidenzkarte: GHRP-6

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

GHRP-6 wurde 1984 als kleines synthetisches Hexapeptid mit zwei D-Aminosäuren beschrieben, das in Hypophysenzellen und bei mehreren Tierarten gezielt GH freisetzt, ohne die Hormone LH, FSH, TSH oder Prolaktin mitzubewegen; nach Gabe in die Vene stieg GH innerhalb von zwei Minuten und erreichte nach 10 bis 20 Minuten das Maximum, und junge Ratten nahmen unter wiederholter Gabe stärker an Gewicht zu als Kontrolltiere [1]. Welcher Rezeptor dahintersteckt, war damals unbekannt; 1996 wurde er aus Hypophyse und Hypothalamus kloniert und als eigener G-Protein-gekoppelter Rezeptor für solche „GH-Sekretagoga“ beschrieben, heute GHSR-1a [2]. Erst 1999 fand sich mit Ghrelin, einem im Magen gebildeten Peptid aus 28 Aminosäuren, der körpereigene Ligand dieses Rezeptors [3]. GHRP-6 ist also ein künstlicher Ghrelin-Nachahmer. Eine aktuelle Übersicht nennt als zweiten beschriebenen Angriffspunkt dieser Peptidklasse den Scavenger-Rezeptor CD36 und betont, dass die körpereigene Rückkopplung über Somatostatin und IGF-1 anders als bei zugeführtem Wachstumshormon erhalten bleibt [4].

Beim Menschen ist der GH-Anstieg gut belegt, vor allem in der Diagnostik. In einer Studie mit 125 Erwachsenen mit Hypophysenerkrankung und 125 gesunden Vergleichspersonen trennte die kombinierte Gabe von GHRH und GHRP-6 beide Gruppen deutlich (mittlerer GH-Gipfel 59,2 gegenüber 4,1 µg/l) und war dabei unabhängig von Alter, Geschlecht und Fettmasse; Nebenwirkungen traten nicht auf [5]. Wiederholte Gaben über Nacht steigerten bei gesunden Männern nicht nur GH, sondern auch ACTH und Cortisol und verlängerten den leichten Schlaf (Stadium 2), während der Tiefschlaf unverändert blieb – anders als unter GHRH, das Cortisol dämpft [6]. Die Halbwertszeit nach Gabe in die Vene beträgt in der Verteilungsphase 7,6 Minuten und in der Ausscheidungsphase 2,5 Stunden; bei vier von neun gesunden Männern traten dabei unerklärte Konzentrationsspitzen auf [7]. Auch über den Mund wirkt das Peptid: Bei 13 Kindern mit normaler Kleinwuchsform löste eine Lösung zum Trinken einen GH-Anstieg aus, der dem von GHRH in die Vene entsprach [8]; dieselbe Arbeit nennt zusätzlich Wirksamkeit unter die Haut und in die Nase. Bei älteren und sehr alten Menschen blieb die Antwort auf GHRH plus GHRP-6 erhalten [9].

Für die Versprechen aus der Fitnessszene fehlen Humandaten. Eine Übersicht hält fest, dass direkte Belege für Veränderungen der Körperzusammensetzung beim Menschen fehlen, beschreibt aber als typische Wirkung eine Appetitsteigerung über den Ghrelin-Weg sowie vorübergehende Anstiege von Cortisol und Prolaktin [4]. Zur Herzwirkung gibt es nur Tierdaten: Bei Schweinen mit künstlichem Herzinfarkt verkleinerte GHRP-6 die Infarktmasse um 78 % und verringerte Marker für oxidativen Stress [10]. Gemessen wurde die Appetitsteigerung beim Menschen bisher nur für das verwandte GHRP-2: Sieben gesunde Männer aßen unter Infusion 35,9 % mehr als unter Kochsalz [11]. Belege für Nutzen oder Sicherheit bei gesunden Menschen, die es sich selbst spritzen, gibt es nicht; die Produkte stammen aus dem unregulierten Peptidmarkt [4].

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
Ghrelin-Rezeptor GHSR-1aRezeptorAgonistRezeptor 1996 als Ziel der GH-Sekretagoga kloniert; körpereigener Ligand ist Ghrelin Labor[2][3]
Somatotrope Zellen der HypophyseHormonachseFreisetzungGH-Anstieg beim Menschen, mit GHRH mittlerer Gipfel 59,2 µg/l (Gesunde) Mensch, randomisiert[1][5]
Scavenger-Rezeptor CD36RezeptorBindungals zweiter Angriffspunkt der Peptidklasse beschrieben, für GHRP-6 nicht quantifiziert Labor[4]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselmoduliert · Löst beim Menschen eine kräftige GH-Ausschüttung aus, auch im hohen Alter; Folgen für Körperzusammensetzung nicht untersucht[5][9]
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativkeine Daten
  • Stressachse↑ · ACTH und Cortisol steigen mit (anders als unter GHRH); Prolaktin ebenfalls erhöht[4][6]
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Intravenös · Bolus (Studien und Funktionstest)

    100 % (definitionsgemäß)

    GH steigt innerhalb von zwei Minuten, Maximum nach 10 bis 20 Minuten (Tierversuch) [1]. Beim Menschen Halbwertszeit 7,6 Minuten in der Verteilungs- und 2,5 Stunden in der Ausscheidungsphase; bei vier von neun Teilnehmenden unerklärte Konzentrationsspitzen [7].

    Mensch, randomisiert

  • Oral (geschluckt) · Trinklösung

    nicht bestimmt; GH-Antwort vergleichbar mit GHRH in die Vene (13 Kinder)

    Bei Kindern mit normaler Kleinwuchsform löste GHRP-6 zum Trinken einen GH-Gipfel von 18,8 µg/l aus, GHRH in die Vene 20,8 µg/l [8].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Subkutan (unter die Haut) · Spritze

    Laut der Einleitung einer Humanstudie ist GHRP-6 auch unter die Haut wirksam [8]; eigene Messungen dazu wurden hier nicht geprüft.

    Mensch, nicht randomisiert

  • Intranasal (Nase) · Nasenspray

    Dieselbe Quelle nennt Wirksamkeit in die Nase [8]; eine Primärstudie dazu wurde nicht gelesen.

    Mensch, nicht randomisiert

Studien am Menschen

  • Diagnosetest GHRH plus GHRP-6

    multizentrische Vergleichsstudie gegen Insulinhypoglykämietest · Patienten: Hypophysenerkrankung, dazu Gesunde als Vergleich · n = 250 · Einzelgabe

    Gemessen: GH-Gipfel

    Ergebnis: Mittlerer Gipfel 59,2 µg/l bei Gesunden gegenüber 4,1 µg/l bei GH-Mangel; keine Nebenwirkungen; unabhängig von Alter, Geschlecht und Fettmasse.[5]

    Mensch, nicht randomisiert

  • Nächtliche Hormone und Schlaf-EEG

    randomisiert, placebokontrolliert (Kochsalz) · gesund (Männer) · eine Nacht

    Gemessen: GH, ACTH, Cortisol, Schlaf-EEG

    Ergebnis: GH, ACTH und Cortisol erhöht; Schlafstadium 2 verlängert, Tiefschlaf unverändert.[6]

    Mensch, randomisiert

  • Pharmakokinetik

    offene Dosiseskalation · gesund (Männer) · n = 9 · Einzelgabe, 12 Stunden Messung

    Gemessen: Plasmaspiegel

    Ergebnis: Halbwertszeit 7,6 min (Verteilung) und 2,5 h (Ausscheidung); bei 4 von 9 unerklärte Spitzen.[7]

    Mensch, nicht randomisiert

  • GHRP-6 zum Trinken bei Kindern

    Vergleich mit GHRH, offen · Patienten: Kinder mit normaler Kleinwuchsform · n = 13 · Einzelgaben

    Gemessen: GH-Gipfel

    Ergebnis: 18,8 µg/l gegenüber 20,8 µg/l unter GHRH; Fläche unter der Kurve vergleichbar.[8]

    Mensch, nicht randomisiert

  • Antwort im hohen Alter

    kontrollierte Vergleichsstudie dreier Altersgruppen · gesund (19–96 Jahre) · n = 26 · Einzelgabe

    Gemessen: GH nach GHRH plus GHRP-6

    Ergebnis: Kein Abfall mit dem Alter; alle Teilnehmenden antworteten.[9]

    Mensch, nicht randomisiert

  • Nahrungsaufnahme unter GHRP-2 (verwandte Substanz)

    kontrollierter Vergleich mit Kochsalz · gesund (Männer) · n = 7 · eine Infusion, dann freies Essen

    Gemessen: Energieaufnahme

    Ergebnis: 35,9 % mehr Nahrung als unter Kochsalz; GH deutlich erhöht.[11]

    Mensch, nicht randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Anstieg von Cortisol, ACTH und Prolaktin

    Anders als GHRH steigert GHRP-6 auch die Stressachse; in einer Studie stiegen ACTH und Cortisol über Nacht deutlich [6], und eine Übersicht nennt vorübergehende Cortisol- und Prolaktinanstiege als Klasseneffekt, der auch Hormonbefunde verfälschen kann [4].

    Mensch, randomisiert

  • Appetitsteigerung

    Als typische Wirkung über den Ghrelin-Weg beschrieben [4]; beim verwandten GHRP-2 aßen Gesunde deutlich mehr [11]. Für Menschen, die abnehmen wollen, ist das eine unerwünschte Wirkung.

    Mensch, nicht randomisiert

  • Keine Zulassung, unkontrollierte Produkte

    GHRP-6 ist nirgends als Arzneimittel zugelassen und stammt aus dem unregulierten Peptidmarkt mit schwankender Zusammensetzung [4].

    Keine Daten

  • Fehlende Langzeitdaten

    Alle gefundenen Humanstudien prüfen Einzelgaben oder eine Nacht [5][6][7]; zu wiederholter Anwendung über Wochen bei Gesunden gibt es keine Daten.

    Keine Daten

  • Doping

    Wachstumshormon-Sekretagoga stehen auf der WADA-Verbotsliste [4].

    Keine Daten

Wechselwirkungen

  • GHRH: Gemeinsam gegeben verstärken sich die Effekte zum stärksten bekannten GH-Reiz; darauf beruht der Diagnosetest [5][9].

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • nicht belegt

    „GHRP-6 baut Muskeln auf und Fett ab, weil es Wachstumshormon freisetzt“

    Der GH-Anstieg ist gezeigt [5], Veränderungen der Körperzusammensetzung beim Menschen sind es nicht [4].

  • teilweise belegt

    „GHRP-6 ist „natürlicher“ und sicherer als Wachstumshormon, weil die eigene Steuerung erhalten bleibt“

    Die Rückkopplung über Somatostatin und IGF-1 bleibt tatsächlich bestehen [4]; gleichzeitig steigen aber Cortisol, ACTH und Prolaktin mit [6], und Sicherheitsdaten über Einzelgaben hinaus fehlen.

  • widerlegt

    „GHRP-6 wirkt selektiv nur auf Wachstumshormon“

    Im ersten Tierversuch blieben andere Hypophysenhormone unbeeinflusst [1], beim Menschen steigen jedoch ACTH, Cortisol und Prolaktin [4][6].

  • nicht belegt

    „GHRP-6 heilt Verletzungen und schützt das Herz“

    Die Schutzwirkung stammt aus Tierversuchen, etwa einem Schweinemodell des Herzinfarkts [10]; klinische Studien fehlen [4].

  • nicht belegt

    „GHRP-6 verbessert den Schlaf“

    Nur der leichte Schlaf verlängerte sich, der Tiefschlaf nicht, und die Stresshormone stiegen [6].

Pharmakokinetik

Aufnahme
Wirksam in die Vene, unter die Haut, in die Nase und über den Mund [8].
Halbwertszeit
Verteilungsphase 7,6 ± 1,9 Minuten, Ausscheidungsphase 2,5 ± 1,1 Stunden (Mensch, in die Vene) [7].
Abbau
Nicht verifiziert.
Weg ins Gehirn
Rezeptoren liegen in Hypophyse und Hypothalamus [2]; eigene Messungen zur Gehirngängigkeit wurden nicht gefunden.

Rechtlicher Status

Deutschland
Keine Zulassung bekannt; nicht in Registern geprüft.
EU
Keine Zulassung bekannt; nicht in Registern geprüft.
USA
Keine Zulassung bekannt; nicht in Registern geprüft.
Andere Länder
In der Forschung als Funktionstest der Wachstumshormon-Reserve eingesetzt, meist zusammen mit GHRH [5]. Wachstumshormon-Sekretagoga stehen auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) [4].

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Verändert wiederholte Anwendung bei Gesunden Muskel- und Fettmasse messbar?
  • Wie stark fällt die Cortisol- und Prolaktinwirkung bei längerer Anwendung aus?
  • Lassen sich die Herzbefunde aus dem Tiermodell beim Menschen bestätigen?
  • Woher stammen die unerklärten Konzentrationsspitzen in der Pharmakokinetik?

Referenzen

  1. Bowers CY, Momany FA, Reynolds GA, Hong A. On the in vitro and in vivo activity of a new synthetic hexapeptide that acts on the pituitary to specifically release growth hormone. Endocrinology. 1984;114(5):1537–45. doi:10.1210/endo-114-5-1537 · PubMed
  2. Howard AD, Feighner SD, Cully DF, Arena JP, Liberator PA, Rosenblum CI, et al. A receptor in pituitary and hypothalamus that functions in growth hormone release. Science. 1996;273(5277):974–7. doi:10.1126/science.273.5277.974 · PubMed
  3. Kojima M, Hosoda H, Date Y, Nakazato M, Matsuo H, Kangawa K. Ghrelin is a growth-hormone-releasing acylated peptide from stomach. Nature. 1999;402(6762):656–60. doi:10.1038/45230 · PubMed
  4. Dominikowski A, Rękoś Z, Olejarz M, Szczepanek-Parulska E, Domin R, Ruchała M. The emerging landscape of performance-enhancing peptides modulating GH-IGF1 axis: bridging the gap between clinical evidence and patient self-administration. Front Endocrinol (Lausanne). 2026;17:1822475. doi:10.3389/fendo.2026.1822475 · PubMed
  5. Popovic V, Leal A, Micic D, Koppeschaar HP, Torres E, Paramo C, et al. GH-releasing hormone and GH-releasing peptide-6 for diagnostic testing in GH-deficient adults. Lancet. 2000;356(9236):1137–42. doi:10.1016/S0140-6736(00)02755-0 · PubMed
  6. Frieboes RM, Murck H, Maier P, Schier T, Holsboer F, Steiger A. Growth hormone-releasing peptide-6 stimulates sleep, growth hormone, ACTH and cortisol release in normal man. Neuroendocrinology. 1995;61(5):584–9. doi:10.1159/000126883 · PubMed
  7. Cabrales A, Gil J, Fernández E, Valenzuela C, Hernández F, García I, et al. Pharmacokinetic study of growth hormone-releasing peptide 6 (GHRP-6) in nine male healthy volunteers. Eur J Pharm Sci. 2013;48(1–2):40–6. doi:10.1016/j.ejps.2012.10.006 · PubMed
  8. Bellone J, Ghizzoni L, Aimaretti G, Volta C, Boghen MF, Bernasconi S, et al. Growth hormone-releasing effect of oral growth hormone-releasing peptide 6 (GHRP-6) administration in children with short stature. Eur J Endocrinol. 1995;133(4):425–9. doi:10.1530/eje.0.1330425 · PubMed
  9. Micic D, Popovic V, Doknic M, Macut D, Dieguez C, Casanueva FF. Preserved growth hormone (GH) secretion in aged and very old subjects after testing with the combined stimulus GH-releasing hormone plus GH-releasing hexapeptide-6. J Clin Endocrinol Metab. 1998;83(7):2569–72. doi:10.1210/jcem.83.7.4957 · PubMed
  10. Berlanga J, Cibrian D, Guevara L, Dominguez H, Alba JS, Seralena A, et al. Growth-hormone-releasing peptide 6 (GHRP6) prevents oxidant cytotoxicity and reduces myocardial necrosis in a model of acute myocardial infarction. Clin Sci (Lond). 2007;112(4):241–50. doi:10.1042/CS20060103 · PubMed
  11. Laferrère B, Abraham C, Russell CD, Bowers CY. Growth hormone releasing peptide-2 (GHRP-2), like ghrelin, increases food intake in healthy men. J Clin Endocrinol Metab. 2005;90(2):611–4. doi:10.1210/jc.2004-1719 · PubMed
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-24. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • Lokale Prüfung am 24.10.2026: Abstracts [6][11] erneut gelesen. Appetit-Versprechen auf Stufe 3 gesetzt, weil die Humandaten vom verwandten GHRP-2 stammen (n = 7, Vergleich mit Kochsalz); Schlaf-Versprechen als Einzelbefund eingeordnet (eine Studie, Stadium 2 länger, Tiefschlaf unverändert).
  • Alle Abstracts über PubMed (XML) gelesen, DOIs und PMIDs mit tools/pruefe_profile.py abgeglichen.
  • Kernzahlen an Abstracts: Sequenz, keine Wirkung auf LH/FSH/TSH/Prolaktin, GH-Anstieg in 2 min mit Maximum nach 10–20 min, Gewichtszunahme junger Ratten [1]; Rezeptorklonierung in Hypophyse und Hypothalamus [2]; Ghrelin aus Magen, 28 Aminosäuren, Octanoylierung [3]; n = 125 + 125, GH-Gipfel 59,2 vs. 4,1 µg/l, keine Nebenwirkungen [5]; GH, ACTH und Cortisol erhöht, Schlafstadium 2 verlängert, Tiefschlaf unverändert [6]; Halbwertszeiten 7,6 min und 2,5 h, Spitzen bei 4 von 9 [7]; n = 13, GH 18,8 vs. 20,8 µg/l, Wirksamkeit auch sc/intranasal/oral [8]; n = 26, keine Abnahme mit dem Alter [9]; Infarktmasse −78 %, Dicke −50 % (Schwein) [10]; n = 7, +35,9 % Nahrungsaufnahme unter GHRP-2 [11].
  • Im Volltext (PMC13322892): GHSR-1a und CD36 als Angriffspunkte, erhaltene Rückkopplung über Somatostatin und IGF-1, Appetitsteigerung, vorübergehende Cortisol- und Prolaktinanstiege, Hinweise auf Schlafarchitektur, kardioprotektive Befunde nur aus Tier- und Zellmodellen, fehlende Humandaten zur Körperzusammensetzung, GH-Sekretagoga auf der WADA-Verbotsliste [4].
  • ClinicalTrials.gov: 0 Einträge zu „GHRP-6“ (23.10.2026); kein Eintrag von „Hudson Biotech“.
  • Präzisions-Flags (m004, Regeln vorläufig, zur Bestätigung durch Tilman), am 26.10.2026 an den Quellen geprüft (PubMed efetch, Volltexte wie angegeben): „Steigert den Appetit („Hunger-Peptid“)“ → kleine_studien: [11] 7 (Abstract).

Nicht verifiziert

  • Rechtlicher Status in Deutschland, der EU und den USA nicht in Registern geprüft.
  • Teilnehmerzahl der Schlafstudie [6] (im Abstract nicht genannt).
  • Wirksamkeit unter die Haut und in die Nase nur aus der Einleitung von [8] übernommen, keine Primärstudie gelesen.
  • Appetitsteigerung durch GHRP-6 selbst beim Menschen: keine Primärstudie gefunden, nur Übersicht [4] und Daten zu GHRP-2 [11].
  • Reinheit und Zusammensetzung heutiger Graumarktprodukte: keine Analyse speziell zu GHRP-6 gefunden.
  • Dopingstatus nur über eine Übersichtsarbeit [4] belegt, nicht über die WADA-Liste selbst.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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