Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Mehr Wachstumshormon für mehr Muskeln und weniger Fett

    nicht untersucht

    Muskel & Leistung · gesund · Keine Daten

    Belegt ist nur ein kurzer GH-Gipfel bei gesunden Männern [2]. Körperzusammensetzung oder Kraft wurden mit Ipamorelin nie gemessen [12]. Der verwandte Ghrelin-Nachahmer MK-677 erhöhte über ein Jahr die fettfreie Masse um 1,1 kg, ohne Kraft oder Funktion zu verbessern [13].

  • Besserer, tieferer Schlaf durch nächtliche GH-Pulse

    nicht untersucht

    Schlaf · gesund · Keine Daten

    Keine Studie mit Schlafmessung; die einzige Humanstudie erfasst Hormonwerte über wenige Stunden [2].

  • Wachstumshormon ohne Anstieg von Cortisol und Prolaktin

    Einzelbefund, unbestätigt

    Testosteron & Hormone · gesund · Tierversuch

    Bei Schweinen blieben ACTH, Cortisol, Prolaktin, FSH, LH und TSH unverändert [1]. Eine Übersichtsarbeit beschreibt diese Selektivität auch für die vorliegenden Humandaten, nennt dafür aber keine eigene Studie zu Cortisol oder Prolaktin [12].

  • Bringt den Darm nach einer Operation schneller in Gang

    kein Nutzen

    Regeneration & Heilung · Patienten: nach Darmresektion · Mensch, randomisiert

    In der randomisierten, placebokontrollierten Phase-2-Studie war der Unterschied zu Placebo nicht signifikant (25,3 gegenüber 32,6 Stunden bis zur ersten festen Mahlzeit, p = 0,15) [10]; Ergebnisse einer größeren zweiten Phase-2-Studie wurden nie veröffentlicht [11].

Wirkweise

Evidenzkarte: Ipamorelin

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Ipamorelin ist ein Pentapeptid (Aib-His-D-2-Nal-D-Phe-Lys-NH2), das bei Novo Nordisk aus einer Reihe von Wachstumshormon-Sekretagoga entwickelt wurde. In Hypophysenzellen der Ratte setzte es Wachstumshormon mit einer EC50 von 1,3 nmol/l und einer maximalen Wirkung von 85 Prozent des Vergleichspeptids GHRP-6 frei; Versuche mit Blockern zeigten, dass es über den GHRP-Rezeptor wirkt, also den Ghrelin-Rezeptor GHS-R1a, und nicht über den GHRH-Rezeptor. Bei Schweinen beeinflusste es FSH, LH, Prolaktin und TSH nicht und steigerte, anders als GHRP-6 und GHRP-2, auch in mehr als 200-fach höherer Menge als für die halbmaximale GH-Wirkung nötig weder ACTH noch Cortisol [1]. Diese Hormonselektivität ist der eigentliche Unterschied zu den älteren Sekretagoga.

Beim Menschen gibt es eine Studie zur Pharmakokinetik und Pharmakodynamik: je acht gesunde Männer erhielten eine von fünf ansteigenden Infusionen über 15 Minuten. Die Halbwertszeit lag bei etwa 2 Stunden, die Clearance bei 0,078 l/h/kg; es folgte ein einzelner GH-Gipfel nach etwa 0,67 Stunden, und die Konzentration für die halbmaximale GH-Freisetzung betrug 214 nmol/l [2]. Weitere Daten stammen aus Tierversuchen: nach Gabe in die Nase lag die Verfügbarkeit bei Ratten bei etwa 20 Prozent, ausgeschieden wurde überwiegend über den Urin [3]. Bei erwachsenen Ratten nahm das Längenwachstum der Knochen dosisabhängig zu, ohne dass sich das gesamte IGF-1 änderte [4]. Zusammen mit einem Glucocorticoid gegeben, verhinderte es bei Ratten den Verlust an Muskelkraft (maximale tetanische Spannung), und die periostale Knochenneubildung stieg auf das Vierfache gegenüber Glucocorticoid allein [5]. Bei jungen erwachsenen Ratten nahm der Knochenmineralgehalt zu, allerdings über größere Knochen, während die volumetrische Knochendichte unverändert blieb [6]. Bei Mäusen mit und ohne eigenes Wachstumshormon erhöhten Ipamorelin und GHRP-6 den Körperfettanteil, Leptin und die Nahrungsaufnahme, also unabhängig vom Wachstumshormon [7]. An Pankreasgewebe von Ratten setzte Ipamorelin Insulin frei [8].

Klinisch wurde Ipamorelin nicht für Muskelaufbau, sondern gegen Darmträgheit nach Operationen geprüft, weil Ghrelin-Rezeptoren die Magen-Darm-Motorik anregen; im Rattenmodell verkürzte es die Zeit bis zum ersten Stuhlgang [9]. Die randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-2-Studie an 114 ausgewerteten Patienten nach Darmresektion verfehlte ihren Hauptendpunkt: Die mittlere Zeit bis zur ersten verträglichen festen Mahlzeit lag bei 25,3 gegenüber 32,6 Stunden (p = 0,15); die Verträglichkeit war gut [10]. Eine zweite, größere Phase-2-Studie mit 320 Teilnehmenden wurde 2014 abgeschlossen, Ergebnisse sind im Register nicht hinterlegt [11]. Danach wurde die Entwicklung nicht weitergeführt [12].

Für Gesunde fehlt jede Studie zu Muskeln, Körperfett oder Schlaf. Der nächstliegende Vergleich ist MK-677, ein oral wirksamer Ghrelin-Nachahmer: Über ein Jahr stieg bei gesunden Älteren die fettfreie Masse um 1,1 kg (Placebo minus 0,5 kg), Kraft und körperliche Funktion änderten sich jedoch nicht; Nüchternglukose stieg, die Insulinempfindlichkeit sank, Cortisol stieg, und der Appetit nahm vorübergehend zu [13]. Auch Wachstumshormon selbst verbesserte bei jungen Gesunden die Kraft nicht [14] und ging bei gesunden Älteren mit mehr Nebenwirkungen einher [15]; dauerhaft hohes IGF-1 ist in Beobachtungsstudien mit einem mäßig erhöhten Krebsrisiko verbunden [16].

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
Ghrelin-Rezeptor (GHS-R1a)RezeptorAgonistEC50 1,3 nmol/l für GH-Freisetzung (Hypophysenzellen der Ratte) Labor[1]
GH-IGF-1-AchseHormonachseFreisetzungeinzelner GH-Gipfel nach etwa 0,67 h; SC50 214 nmol/l (gesunde Männer) Mensch, nicht randomisiert[2]
ACTH- und CortisolfreisetzungHormonachseBindungkein Anstieg auch bei mehr als 200-facher ED50 (Schwein) Tierversuch[1]
Insulinfreisetzung aus PankreasgewebeSonstigesFreisetzung Labor[8]
Magen-Darm-Motorik über Ghrelin-RezeptorenRezeptorAgonist Mensch, randomisiert[9][10]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselmoduliert · mehr Körperfett, Leptin und Nahrungsaufnahme bei Mäusen, unabhängig vom Wachstumshormon[7]
  • Insulin · Glukoseunklar · Insulinfreisetzung aus Rattenpankreas; beim Menschen nicht untersucht, beim verwandten Ghrelin-Nachahmer MK-677 sank die Insulinempfindlichkeit[8][13]
  • Entzündung · oxidativkeine Daten
  • Stressachsekein Effekt · kein Anstieg von ACTH und Cortisol, anders als bei GHRP-2 und GHRP-6 (Schwein)[1]
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Intravenös · Infusion

    In der Humanstudie zur Pharmakokinetik als 15-minütige Infusion, Halbwertszeit etwa 2 Stunden [2]; in der Phase-2-Studie bei Darmträgheit ebenfalls intravenös [10].

    Mensch, randomisiert

  • Intranasal (Nase) · Lösung

    ≈ 20 % (Ratte)

    Bei Ratten gut über die Nasenschleimhaut aufgenommen; verwandte Peptide der gleichen Reihe erreichten etwa 50 Prozent. Beim Menschen nicht untersucht [3].

    Tierversuch

  • Subkutan (unter die Haut) · Injektion

    Außerhalb von Studien der übliche Weg; eine veröffentlichte Humanstudie mit subkutaner Gabe gibt es nicht [12].

    Keine Daten

Studien am Menschen

  • Pharmakokinetik und GH-Antwort bei Gesunden

    offene Studie mit ansteigenden Infusionen, fünf Stufen · gesund, Männer · n = 40 · Einzelgabe über 15 Minuten

    Gemessen: Konzentrationen von Ipamorelin und Wachstumshormon

    Ergebnis: Halbwertszeit etwa 2 Stunden; ein einzelner GH-Gipfel nach etwa 0,67 Stunden; dosisproportionale Kinetik.[2]

    Mensch, nicht randomisiert

  • Darmträgheit nach Darmresektion (Phase 2)

    randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert · Patienten: nach Dünn- oder Dickdarmresektion · n = 114 · bis zu 7 Tage nach der Operation

    Gemessen: Zeit bis zur ersten verträglichen festen Mahlzeit; Sicherheit

    Ergebnis: 25,3 gegenüber 32,6 Stunden, p = 0,15, also kein signifikanter Unterschied; Nebenwirkungen in beiden Gruppen ähnlich häufig.[10]

    Mensch, randomisiert

  • Zweite Phase-2-Studie zur Erholung der Darmfunktion

    randomisiert, placebokontrolliert, vierfach verblindet, Dosisfindung (Registerangabe) · Patienten: nach Dünn- oder Dickdarmresektion · n = 320 · Studie 2011 bis 2014

    Gemessen: Sicherheit und Wirksamkeit

    Ergebnis: Als abgeschlossen gemeldet; keine Ergebnisse im Register, keine Publikation gefunden.[11]

    Keine Daten

Risiken und Warnhinweise

  • Fehlende Langzeitdaten

    Die längste veröffentlichte Anwendung am Menschen betrug sieben Tage [10]; Daten über Wochen oder Monate fehlen, ebenso jede Nachbeobachtung [12].

    Mensch, randomisiert

  • Appetit, Körperfett und Glukosestoffwechsel

    Bei Mäusen erhöhten Ipamorelin und GHRP-6 unabhängig vom Wachstumshormon Körperfett, Leptin und Nahrungsaufnahme [7]. Beim oral wirksamen Ghrelin-Nachahmer MK-677 stieg bei gesunden Älteren über ein Jahr die Nüchternglukose, die Insulinempfindlichkeit sank und Cortisol stieg [13].

    Mensch, randomisiert

  • Nebenwirkungen eines erhöhten GH/IGF-1

    Für Ipamorelin nicht systematisch untersucht. Unter Wachstumshormon traten bei Gesunden häufiger Wassereinlagerungen, Gelenkschmerzen, Karpaltunnelsyndrom und Gynäkomastie auf [14][15].

    Keine Daten

  • Theoretisches Tumorrisiko

    Hohe IGF-1-Spiegel gehen in Beobachtungsstudien mit einem mäßig erhöhten Risiko für Prostata- und prämenopausalen Brustkrebs einher [16]; für Ipamorelin gibt es keinen klinischen Hinweis, die Sorge bleibt theoretisch [12].

    Keine Daten

  • Unklare Identität und Reinheit

    In beschlagnahmtem Dopingmaterial fanden Labore ein um ein Glycin verlängertes Ipamorelin, also nicht die beschriebene Substanz [18].

    Keine Daten

  • Doping

    Als Wachstumshormon-Sekretagogum nach der WADA-Verbotsliste jederzeit verboten (S2.4) [17].

    Keine Daten

Wechselwirkungen

  • Glucocorticoide: Bei Ratten verhinderte Ipamorelin gleichzeitig mit Methylprednisolon den Verlust an Muskelkraft und die verringerte Knochenneubildung [5]. Beim Menschen nicht untersucht.
  • CJC-1295: In Foren übliche Kombination, um Wachstumshormon über GHRH- und Ghrelin-Rezeptor gleichzeitig anzuregen. Kontrollierte Daten zu Nutzen oder Sicherheit dieser Kombination fehlen [12].

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • teilweise belegt

    „Ipamorelin setzt gezielt Wachstumshormon frei, ohne Cortisol und Prolaktin zu erhöhen“

    Gut belegt bei Schweinen und Zellen [1]; beim Menschen wurde nur die GH-Antwort gemessen, Cortisol und Prolaktin in der veröffentlichten Humanstudie nicht [2].

  • nicht belegt

    „Ipamorelin baut Muskeln auf und verbrennt Fett“

    Keine Studie am Menschen mit diesen Endpunkten [12]. Bei Mäusen nahm der Körperfettanteil unter Ipamorelin sogar zu, zusammen mit mehr Nahrungsaufnahme [7].

  • widerlegt

    „Ipamorelin ist in klinischen Studien erfolgreich geprüft worden“

    Die Phase-2-Studie bei Darmträgheit verfehlte ihren Hauptendpunkt [10], eine zweite größere Studie blieb unveröffentlicht [11], und die Entwicklung wurde nicht weitergeführt [12].

  • nicht belegt

    „Ipamorelin stärkt Knochen“

    Bei Ratten stieg der Knochenmineralgehalt, aber nur weil die Knochen größer wurden; die volumetrische Knochendichte blieb unverändert [6]. Beim Menschen nicht untersucht.

  • teilweise belegt

    „Ipamorelin ist gut verträglich und damit sicher“

    In der Phase-2-Studie über bis zu sieben Tage war die Verträglichkeit mit Placebo vergleichbar [10]. Daten zu längerer Anwendung fehlen vollständig [12].

Pharmakokinetik

Aufnahme
In Studien intravenös [2][10]; bei Ratten auch über die Nase aufgenommen [3].
Halbwertszeit
etwa 2 Stunden (Mensch, terminale Halbwertszeit) [2].
Abbau
Bei Ratten überwiegend unverändert im Urin ausgeschieden, Clearance etwa fünfmal niedriger als bei GHRP-6 [3].
Weg ins Gehirn
Nicht untersucht; die GH-Freisetzung erfolgt an der Hypophyse.

Rechtlicher Status

Deutschland
Keine Zulassung bekannt; nicht in Arzneimittelregistern geprüft.
EU
Keine Zulassung bekannt; die klinische Entwicklung wurde nach den Phase-2-Studien nicht weitergeführt [12].
USA
Nicht von der FDA als Arzneimittel zugelassen. Die FDA führt Ipamorelinacetat seit 29.09.2023 für Rezepturen nach Abschnitt 503B in Kategorie 2 der Ausgangsstoffe mit möglichen erheblichen Sicherheitsrisiken, unter anderem wegen möglicher Immunogenität und Verunreinigungen; laut FDA traten in einer veröffentlichten Studie nach Gabe in die Vene schwere unerwünschte Ereignisse einschließlich eines Todesfalls auf. Zusätzlich steht es unter den zurückgezogenen Nominierungen [19].
Andere Länder
Sport: als Wachstumshormon-Sekretagogum auf der WADA-Verbotsliste (S2.4), jederzeit verboten [17].

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Ändert Ipamorelin bei Gesunden über Wochen Muskelmasse, Kraft, Körperfett oder Schlaf?
  • Steigen Appetit, Nüchternglukose und Insulinresistenz wie beim oral wirksamen Ghrelin-Nachahmer MK-677?
  • Warum wurden die Ergebnisse der zweiten, größeren Phase-2-Studie nie veröffentlicht?
  • Bleiben Cortisol und Prolaktin auch beim Menschen bei wiederholter Gabe unbeeinflusst?

Referenzen

  1. Raun K, Hansen BS, Johansen NL, Thøgersen H, Madsen K, Ankersen M, et al. Ipamorelin, the first selective growth hormone secretagogue. Eur J Endocrinol. 1998;139(5):552-61. doi:10.1530/eje.0.1390552 · PubMed
  2. Gobburu JV, Agersø H, Jusko WJ, Ynddal L. Pharmacokinetic-pharmacodynamic modeling of ipamorelin, a growth hormone releasing peptide, in human volunteers. Pharm Res. 1999;16(9):1412-6. doi:10.1023/a:1018955126402 · PubMed
  3. Johansen PB, Hansen KT, Andersen JV, Johansen NL. Pharmacokinetic evaluation of ipamorelin and other peptidyl growth hormone secretagogues with emphasis on nasal absorption. Xenobiotica. 1998;28(11):1083-92. doi:10.1080/004982598238976 · PubMed
  4. Johansen PB, Nowak J, Skjaerbaek C, Flyvbjerg A, Andreassen TT, Wilken M, et al. Ipamorelin, a new growth-hormone-releasing peptide, induces longitudinal bone growth in rats. Growth Horm IGF Res. 1999;9(2):106-13. doi:10.1054/ghir.1999.9998 · PubMed
  5. Andersen NB, Malmlöf K, Johansen PB, Andreassen TT, Ørtoft G, Oxlund H. The growth hormone secretagogue ipamorelin counteracts glucocorticoid-induced decrease in bone formation of adult rats. Growth Horm IGF Res. 2001;11(5):266-72. doi:10.1054/ghir.2001.0239 · PubMed
  6. Svensson J, Lall S, Dickson SL, Bengtsson BA, Rømer J, Ahnfelt-Rønne I, et al. The GH secretagogues ipamorelin and GH-releasing peptide-6 increase bone mineral content in adult female rats. J Endocrinol. 2000;165(3):569-77. doi:10.1677/joe.0.1650569 · PubMed
  7. Lall S, Tung LY, Ohlsson C, Jansson JO, Dickson SL. Growth hormone (GH)-independent stimulation of adiposity by GH secretagogues. Biochem Biophys Res Commun. 2001;280(1):132-8. doi:10.1006/bbrc.2000.4065 · PubMed
  8. Adeghate E, Ponery AS. Mechanism of ipamorelin-evoked insulin release from the pancreas of normal and diabetic rats. Neuro Endocrinol Lett. 2004;25(6):403-6. PubMed
  9. Venkova K, Mann W, Nelson R, Greenwood-Van Meerveld B. Efficacy of ipamorelin, a novel ghrelin mimetic, in a rodent model of postoperative ileus. J Pharmacol Exp Ther. 2009;329(3):1110-6. doi:10.1124/jpet.108.149211 · PubMed
  10. Beck DE, Sweeney WB, McCarter MD; Ipamorelin 201 Study Group. Prospective, randomized, controlled, proof-of-concept study of the ghrelin mimetic ipamorelin for the management of postoperative ileus in bowel resection patients. Int J Colorectal Dis. 2014;29(12):1527-34. doi:10.1007/s00384-014-2030-8 · PubMed
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  12. Dominikowski A, Rękoś Z, Olejarz M, Szczepanek-Parulska E, Domin R, Ruchała M. The emerging landscape of performance-enhancing peptides modulating GH-IGF1 axis: bridging the gap between clinical evidence and patient self-administration. Front Endocrinol (Lausanne). 2026;17:1822475. doi:10.3389/fendo.2026.1822475 · PubMed
  13. Nass R, Pezzoli SS, Oliveri MC, Patrie JT, Harrell FE Jr, Clasey JL, et al. Effects of an oral ghrelin mimetic on body composition and clinical outcomes in healthy older adults: a randomized trial. Ann Intern Med. 2008;149(9):601-11. doi:10.7326/0003-4819-149-9-200811040-00003 · PubMed
  14. Liu H, Bravata DM, Olkin I, Friedlander A, Liu V, Roberts B, et al. Systematic review: the effects of growth hormone on athletic performance. Ann Intern Med. 2008;148(10):747-58. doi:10.7326/0003-4819-148-10-200805200-00215 · PubMed
  15. Liu H, Bravata DM, Olkin I, Nayak S, Roberts B, Garber AM, et al. Systematic review: the safety and efficacy of growth hormone in the healthy elderly. Ann Intern Med. 2007;146(2):104-15. doi:10.7326/0003-4819-146-2-200701160-00005 · PubMed
  16. Renehan AG, Zwahlen M, Minder C, O'Dwyer ST, Shalet SM, Egger M. Insulin-like growth factor (IGF)-I, IGF binding protein-3, and cancer risk: systematic review and meta-regression analysis. Lancet. 2004;363(9418):1346-53. doi:10.1016/S0140-6736(04)16044-3 · PubMed
  17. Thevis M, Kuuranne T, Geyer H. Annual banned-substance review 18th edition: analytical approaches in human sports drug testing 2024/2025. Drug Test Anal. 2026;18(4):458-82. doi:10.1002/dta.70033 · PubMed
  18. Gajda PM, Holm NB, Hoej LJ, Rasmussen BS, Dalsgaard PW, Reitzel LA, et al. Glycine-modified growth hormone secretagogues identified in seized doping material. Drug Test Anal. 2019;11(2):350-4. doi:10.1002/dta.2489 · PubMed
  19. U.S. Food and Drug Administration. Certain bulk drug substances for use in compounding that may present significant safety risks [Internet]. Silver Spring (MD): FDA; [aktualisiert 22.04.2026; abgerufen 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://www.fda.gov/drugs/human-drug-compounding/certain-bulk-drug-substances-use-compounding-may-present-significant-safety-risks
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-24. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • Lokale Prüfung am 24.10.2026: FDA-Seite „Certain bulk drug substances … significant safety risks“ (Stand 22.04.2026) gelesen: Ipamorelinacetat in Kategorie 2 nur nach 503B (seit 29.09.2023), außerdem in der Tabelle „nominated but withdrawn“ [19]. Die frühere, ungeprüfte Angabe einer Übersichtsarbeit (Liste nach 503A) wurde ersetzt.
  • Alle DOIs über Crossref aufgelöst, PMIDs passen zu den DOIs; eine Arbeit ohne DOI nur über PMID [8]. NCT01280344 direkt bei ClinicalTrials.gov abgefragt.
  • Kernzahlen an Abstracts geprüft: Sequenz, EC50 1,3 nmol/l, Emax 85 Prozent, GHRP-Rezeptor, keine Wirkung auf FSH, LH, Prolaktin, TSH, kein ACTH- und Cortisolanstieg bei mehr als 200-facher ED50 [1]; fünf Infusionsstufen mit je acht gesunden Männern, Halbwertszeit 2 Stunden, Clearance 0,078 l/h/kg, GH-Gipfel nach 0,67 Stunden, SC50 214 nmol/l [2]; nasale Verfügbarkeit etwa 20 Prozent, überwiegend renale Ausscheidung [3]; dosisabhängiges Längenwachstum ohne Änderung des gesamten IGF-1 [4]; höhere tetanische Spannung und vierfache periostale Knochenneubildung unter Glucocorticoid [5]; Knochenmineralgehalt über Knochengröße erhöht, volumetrische Dichte unverändert [6]; mehr Körperfett, Leptin und Nahrungsaufnahme bei Mäusen mit und ohne GH [7]; Insulinfreisetzung aus Rattenpankreas [8]; 117 eingeschlossene und 114 ausgewertete Patienten, 25,3 gegenüber 32,6 Stunden, p = 0,15 [10]; MK-677 über ein Jahr: fettfreie Masse plus 1,1 kg gegenüber minus 0,5 kg, keine Änderung von Kraft und Funktion, Nüchternglukose und Cortisol höher, Insulinempfindlichkeit niedriger [13]; fettfreie Masse plus 2,1 kg ohne Kraftzuwachs unter Wachstumshormon [14]; Nebenwirkungsmuster unter Wachstumshormon bei Älteren [15]; Odds Ratios 1,49 und 1,65 [16]; glycinverlängertes Ipamorelin in beschlagnahmtem Material [18].
  • Im Volltext der Übersichtsarbeit [12]: Ipamorelin in Evidenzstufe B, Halbwertszeit etwa 2 Stunden, selektive GH-Freisetzung, negative Proof-of-Concept-Studie bei Darmträgheit, keine Studien zur Körperzusammensetzung, Kombination mit CJC-1295 nur anekdotisch begründet.
  • ClinicalTrials.gov (23.10.2026): drei Treffer zu Ipamorelin, davon zwei Phase-2-Studien von Helsinn Therapeutics (NCT00672074 entspricht der Publikation [10], NCT01280344 mit 320 Teilnehmenden, abgeschlossen 2014, ohne Ergebnisse); der dritte Treffer ist eine Beobachtungsstudie zu anderen Substanzen.
  • WADA-Einordnung: Wachstumshormon-Sekretagoga einschließlich Ipamorelin stehen in der Tabelle der Verbotsliste 2025 unter S2.4 [17].

Nicht verifiziert

  • Ob in der Humanstudie [2] Cortisol oder Prolaktin gemessen wurden: im Abstract nicht angegeben, Volltext nicht zugänglich.
  • Gründe für den Abbruch der klinischen Entwicklung; im Register und in den geprüften Arbeiten nicht genannt.
  • Zulassungsstatus in Deutschland und der EU nicht in Arzneimittelregistern geprüft.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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