Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Erinacine passieren die Blut-Hirn-Schranke und schützen das Gehirn vor Abbau

    Einzelbefund, unbestätigt

    Kognition & Fokus · Patienten: leichte Alzheimer-Krankheit · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.vom Hersteller finanziertAlle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.

    Eine Pilot-RCT (49 randomisiert, 41 ausgewertet, 49 Wochen): kein signifikanter Gruppenunterschied bei CASI und MMSE, MMSE nur innerhalb der Myzelgruppe besser, Unterschied nur bei den Alltagsfähigkeiten (IADL); Gehälter und Prüfpräparat vom Hersteller Grape King Bio [9]. Die Passage der Blut-Hirn-Schranke ist nur bei Ratten und an einem Schwein gezeigt [3][4][5].[3][4][5]

  • Schützt auch das Gehirn Gesunder und verbessert Gedächtnis und Konzentration

    nicht untersucht

    Kognition & Fokus · gesund · Tierversuch

    Keine Humanstudie mit Myzel an Gesunden gefunden; nur Lern- und Gedächtnistests an alternden Mäusen [7] und Tiermodelle laut Übersicht der Herstellergruppe [6].

  • Bessert Stimmung und Schlaf

    nicht untersucht

    Stimmung & Stress · gesund · Tierversuch

    Mit Myzel allein am Menschen nicht untersucht. Die einzige Humanstudie nutzte ein Mischpräparat aus Myzel und Fruchtkörperextrakt ohne Placebo bei Menschen mit Übergewicht und zählt nicht [10]; sonst nur Tiermodelle der Depression (Übersicht) [6].

  • Schützt vor Parkinson

    nicht untersucht

    Nervensystem · gesund · Tierversuch

    Nur Mausmodelle laut Übersicht der Herstellergruppe [6]; eine Arbeit zum Parkinson-Mausmodell wurde zurückgezogen [8]. Keine Humanstudie gefunden.

kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

vom Hersteller finanziert: Alle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.

Wirkweise

Evidenzkarte: Hericium erinaceus (Erinacin-A-angereichertes Myzel)

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Dieses Profil betrifft das Myzel von Hericium erinaceus, vor allem in Submersfermentation gezogenes und auf Erinacin A angereichertes Myzel (in den Studien „EAHE“); Fruchtkörperpräparate haben ein eigenes Profil (hericium-erinaceus-fruchtkoerper). Erinacine sind Cyathan-Diterpenoide. In einer vergleichenden Analyse fanden sie sich im Myzel, im Fruchtkörper dagegen nicht, und die Gene ihrer Biosynthese waren dort schwächer exprimiert; alle Autorinnen und Autoren sind oder waren bei einem Hersteller von Pilz-Nahrungsergänzungsmitteln tätig, dessen Produkte nicht untersucht wurden [1]. Eine ältere klinische Arbeit schreibt dagegen in ihrer Einleitung, Hericenone und Erinacine seien aus dem Fruchtkörper isoliert worden [2]. Die verbreitete Zuordnung „Erinacine = Myzel“ trifft für die angereicherten Präparate zu; ob der Fruchtkörper gar keine Erinacine enthält, ist mit einer einzelnen Analyse nicht abschließend geklärt.

Die Aussage „Erinacine passieren die Blut-Hirn-Schranke“ stützt sich auf Tierdaten. Bei Ratten lag die absolute orale Bioverfügbarkeit von Erinacin A aus einem Myzelextrakt bei 24,39 %; Erinacin A war eine Stunde nach der Gabe im Gehirn nachweisbar, mit einem Maximum nach acht Stunden, und das Verhältnis der freien Anteile in Hirn und Blut lag nahe 1, was die Autorinnen und Autoren als passive Diffusion deuten. Das Myzel wurde in Fermentern von Grape King Bio hergestellt, drei der sieben Autorinnen und Autoren arbeiten dort, und die Arbeit erklärt keinen Interessenkonflikt [3]. Für Erinacin S lag die orale Bioverfügbarkeit bei der Ratte bei 15,13 %, mit Verteilung unter anderem ins Gehirn; auch hier sind fünf der sieben Autorinnen und Autoren bei Grape King Bio, ebenfalls ohne erklärten Interessenkonflikt [4]. Nach intravenöser Gabe der Reinsubstanz an ein einzelnes Schwein war Erinacin A nach 15 Minuten im Liquor nachweisbar; diese Arbeit nennt die Beschäftigung von fünf Autorinnen und Autoren bei Grape King Bio als Interessenkonflikt [5]. Daten zu Plasma- oder Liquorspiegeln beim Menschen gibt es nicht.

Die Schutzwirkungen auf das Gehirn stammen aus Tiermodellen. Eine Übersicht von Mitarbeitenden desselben Herstellers fasst Befunde zu Schlaganfall, Parkinson, Alzheimer und Depression bei Nagern zusammen; nur für Erinacin A seien Wirkungen im Zentralnervensystem bei Ratten bestätigt [6]. Bei Mäusen mit beschleunigter Alterung (SAMP8) verbesserte das Myzel Lern- und Gedächtnistests und senkte oxidative Marker im Gehirn; zwei der sieben Autorinnen und Autoren arbeiten im Forschungsinstitut desselben Herstellers, die Arbeit erklärt keinen Interessenkonflikt [7]. Eine Arbeit zum Parkinson-Mausmodell, an der Mitarbeitende des Herstellers beteiligt waren, wurde 2021 zurückgezogen [8].

Am Menschen gibt es eine doppelblinde Pilot-RCT bei leichter Alzheimer-Krankheit: 49 Personen wurden randomisiert, 41 über 49 Wochen ausgewertet. Laut Volltext unterschieden sich CASI und MMSE nicht signifikant zwischen den Gruppen; der MMSE stieg nur innerhalb der Myzelgruppe, die Alltagsfähigkeiten (IADL) unterschieden sich nach 49 Wochen zwischen den Gruppen. Vier Personen brachen wegen Bauchbeschwerden, Übelkeit oder Hautausschlag ab. Grape King Bio bezahlte die Gehälter von fünf Autorinnen und Autoren und stellte das Prüfpräparat [9]. In einer italienischen Studie an 77 Menschen mit Übergewicht und Stimmungs- oder Schlafstörungen besserten sich unter Diät plus einem Präparat aus 80 % Myzel und 20 % Fruchtkörperextrakt Depression, Angst und Schlaf über acht Wochen; als Mischpräparat ohne Placebo zählt die Studie nicht für dieses Profil [10].

Zur Sicherheit liegen Toxizitätsstudien an Ratten vor, akut, zur vorgeburtlichen Entwicklung und über 13 Wochen, jeweils ohne behandlungsbedingte toxische Befunde; beide stammen aus der Herstellergruppe [11][12]. Ein Fallbericht beschreibt ein akutes Lungenversagen nach Einnahme eines Hericium-Extrakts unbekannten Pilzteils [13]. Eine systematische Übersicht zur gesamten Art fasst Myzel- und Fruchtkörperpräparate zusammen und nennt Magenbeschwerden, Kopfschmerz und allergische Reaktionen als mögliche Nebenwirkungen, die meist nicht berichtet würden [14]. Rechtlich gilt getrocknetes Myzelpulver laut Novel-Food-Katalog als nicht zugelassenes neuartiges Lebensmittel [15]; die Unionsliste enthält keinen Hericium-Eintrag [16].

Eingeordnet am Wirkort Zelle mit Mitochondrium, Glutathion-Zyklus, Keap1–Nrf2 und Plasmamembran; in der Abbildung dort nicht gezeichnet: nicht ausgewählt (Evidenzstufe unter 3).

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
Blut-Hirn-Schranke (Erinacin A, Erinacin S)StrukturPassageRatte: Erinacin A 1 h nach oraler Gabe im Hirn, Maximum nach 8 h, freier Anteil Hirn/Blut nahe 1; Schwein: Erinacin A im Liquor nach i.v.-Gabe Tierversuch[3][4][5]
NGF-Synthese (Erinacin A)SignalwegExpression ↑Tiermodelle laut Übersicht der Herstellergruppe Tierversuch[6]
Oxidativer Stress im Gehirn (iNOS, TBARS, 8-OHdG)SonstigesHemmerdosisabhängig gesenkt bei SAMP8-Mäusen Tierversuch[7]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophine↑ · NGF-steigernde Wirkung von Erinacin A in Tiermodellen (Übersicht der Herstellergruppe); beim Menschen nicht gemessen[6]
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselkeine Daten
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativ↓ · Weniger oxidative Marker im Gehirn alternder Mäuse[7]
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · Myzelextrakt (Erinacin-A-angereichert)

    Erinacin A ≈ 24 %, Erinacin S ≈ 15 % (Ratte)

    Absolute orale Bioverfügbarkeit bei Ratten; Ausscheidung von Erinacin A vor allem über den Stuhl, von unverändertem Erinacin S nur ein sehr kleiner Teil in Stuhl und Urin binnen 24 Stunden [3][4]. Beim Menschen nicht untersucht.[3][4]

    Tierversuch

  • Intravenös · Erinacin A (Reinsubstanz, Forschung)

    Nach i.v.-Gabe an ein einzelnes Schwein terminale Halbwertszeit im Plasma etwa 21 Minuten, im Liquor nach 15 Minuten nachweisbar mit Maximum nach 30 Minuten; Erinacin B als einer von sechs Metaboliten [5]. Kein Anwendungsweg für Präparate, nur Kinetikmodell.

    Tierversuch

Studien am Menschen

  • Leichte Alzheimer-Krankheit, Taiwan

    Pilot-RCT, doppelblind, placebokontrolliert · Patienten: leichte Alzheimer-Krankheit · n = 41 · 49 Wochen

    Gemessen: NPI, CASI, MMSE, IADL, Biomarker, Bildgebung

    Ergebnis: CASI und MMSE ohne signifikanten Gruppenunterschied; MMSE innerhalb der Myzelgruppe gestiegen; IADL nach 49 Wochen zwischen den Gruppen verschieden; vier Abbrüche wegen Bauchbeschwerden, Übelkeit, Hautausschlag. 49 randomisiert.[9]

    Mensch, randomisiert

  • Mischpräparat bei Übergewicht, Italien

    randomisiert, ohne Placebo (Diät allein als Kontrolle) · Patienten: Übergewicht oder Adipositas mit Stimmungs-, Schlaf- oder Essstörung · n = 77 · 8 Wochen

    Gemessen: Depression, Angst, Schlaf, Essattacken, pro-BDNF/BDNF

    Ergebnis: Depression, Angst und Schlaf besser, pro-BDNF höher; Präparat aus 80 % Myzel und 20 % Fruchtkörperextrakt, zählt nicht für dieses Profil.[10]

    Mensch, randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Bauchbeschwerden, Übelkeit, Hautausschlag

    In der Pilot-RCT brachen vier Personen wegen dieser Beschwerden ab; weitere unerwünschte Ereignisse wurden nicht berichtet [9].

    Mensch, randomisiert

  • Sicherheitsdaten nur aus der Herstellergruppe

    Akute, entwicklungstoxikologische und 13-wöchige Toxizitätsstudien an Ratten ohne behandlungsbedingte Befunde stammen von Mitarbeitenden des Herstellers [11][12]; unabhängige Langzeitdaten am Menschen fehlen.

    Tierversuch

  • Akutes Lungenversagen (Einzelfall, Pilzteil unbekannt)

    Ein Fallbericht beschreibt ein ARDS nach Einnahme eines Hericium-Extrakts mit starker Reaktion im Lymphozyten-Stimulationstest; ob Myzel oder Fruchtkörper verarbeitet war, nennt der Abstract nicht [13].

    Mensch, nicht randomisiert

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • teilweise belegt

    „Erinacine passieren die Blut-Hirn-Schranke“

    Nur im Tier: Erinacin A und S im Rattenhirn nach oraler Gabe von Myzelextrakt [3][4], Erinacin A im Liquor eines Schweins nach i.v.-Gabe der Reinsubstanz [5] (Stufe 2). Beim Menschen nicht untersucht. Die beiden Rattenarbeiten erklären keinen Interessenkonflikt, obwohl drei bzw. fünf der sieben Autorinnen und Autoren beim Hersteller Grape King Bio arbeiten [3][4].

  • teilweise belegt

    „Erinacine stecken nur im Myzel, nicht im Fruchtkörper“

    In einer vergleichenden Analyse im Fruchtkörper nicht nachweisbar [1]; eine ältere Arbeit nennt in ihrer Einleitung Erinacine aus dem Fruchtkörper, ohne eigene Messung [2].

  • nicht belegt

    „Lion’s-Mane-Myzel stoppt das Fortschreiten von Alzheimer“

    Die einzige RCT ist eine Pilotstudie ohne Gruppenunterschied bei CASI und MMSE, nur bei den Alltagsfähigkeiten [9].

Pharmakokinetik

Aufnahme
Orale Bioverfügbarkeit bei Ratten: Erinacin A 24,39 %, Erinacin S 15,13 % [3][4]; beim Menschen nicht untersucht.
Halbwertszeit
Erinacin A nach i.v.-Gabe beim Schwein terminal etwa 21 Minuten [5]; beim Menschen nicht untersucht.
Abbau
Beim Schwein sechs gleiche Metaboliten in Plasma und Hirn, darunter Erinacin B [5]; bei Ratten Ausscheidung von Erinacin A vor allem über den Stuhl [3].
Weg ins Gehirn
Bei Ratten Erinacin A nach oraler Gabe im Gehirn (Maximum nach 8 h, freier Anteil Hirn/Blut nahe 1) [3], Erinacin S im Rattenhirn [4], Erinacin A im Liquor eines Schweins nach i.v.-Gabe [5]. Beim Menschen keine Daten.

Rechtlicher Status

Deutschland
Nicht verifiziert.
EU
Getrocknetes Myzelpulver von Hericium erinaceus gilt laut Novel-Food-Katalog der Kommission (Eintrag POL-NF-00396, letzte Änderung 06.10.2026, abgerufen 25.10.2026) als neuartiges Lebensmittel ohne Zulassung („not yet authorised novel food“): Eine Konsultation bei der spanischen Behörde ergab, dass eine Verzehrsgeschichte des Myzels in der EU nicht belegt ist [15]. Der Katalog ist eine Orientierungshilfe, kein Rechtsakt. In der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel steht kein Hericium-Eintrag (konsolidierte Fassung vom 10.08.2026) [16]. Für Myzelextrakte (z. B. Erinacin-A-angereicherte Extrakte) gibt es keinen eigenen Katalogeintrag; ob sie ebenfalls als neuartig gelten, ist nicht verifiziert.
USA
Nicht verifiziert.

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Erreichen Erinacine beim Menschen nach oraler Einnahme messbare Spiegel in Blut und Liquor?
  • Bestätigt eine größere, unabhängig finanzierte RCT den IADL-Befund bei leichter Alzheimer-Krankheit?
  • Wie viel Erinacin A enthalten handelsübliche Myzelprodukte, besonders Myzel auf Getreidesubstrat?

Referenzen

  1. Doar E, Meyer KW, Bair ZJ, Nally R, McNalley S, Davis R, et al. Influences of substrate and tissue type on erinacine production and biosynthetic gene expression in Hericium erinaceus. Fungal Biol Biotechnol. 2025;12(1):4. doi:10.1186/s40694-025-00194-9 · PubMed
  2. Nagano M, Shimizu K, Kondo R, Hayashi C, Sato D, Kitagawa K, et al. Reduction of depression and anxiety by 4 weeks Hericium erinaceus intake. Biomed Res. 2010;31(4):231–7. doi:10.2220/biomedres.31.231 · PubMed
  3. Tsai PC, Wu YK, Hu JH, Li IC, Lin TW, Chen CC, et al. Preclinical bioavailability, tissue distribution, and protein binding studies of erinacine A, a bioactive compound from Hericium erinaceus mycelia using validated LC-MS/MS method. Molecules. 2021;26(15):4510. doi:10.3390/molecules26154510 · PubMed
  4. Hu JH, Li IC, Lin TW, Chen WP, Lee LY, Chen CC, et al. Absolute bioavailability, tissue distribution, and excretion of erinacine S in Hericium erinaceus mycelia. Molecules. 2019;24(8):1624. doi:10.3390/molecules24081624 · PubMed
  5. Chen YY, Lin TW, Li IC, Tsung L, Hou CH, Yang CY, et al. A pilot pharmacokinetic and metabolite identification study of erinacine A in a single landrace pig model. Heliyon. 2024;10(18):e37850. doi:10.1016/j.heliyon.2024.e37850 · PubMed
  6. Li IC, Lee LY, Tzeng TT, Chen WP, Chen YP, Shiao YJ, et al. Neurohealth properties of Hericium erinaceus mycelia enriched with erinacines. Behav Neurol. 2018;2018:5802634. doi:10.1155/2018/5802634 · PubMed
  7. Lee LY, Chou W, Chen WP, Wang MF, Chen YJ, Chen CC, et al. Erinacine A-enriched Hericium erinaceus mycelium delays progression of age-related cognitive decline in senescence accelerated mouse prone 8 (SAMP8) mice. Nutrients. 2021;13(10):3659. doi:10.3390/nu13103659 · PubMed
  8. Kuo HC, Lu CC, Shen CH, Tung SY, Hsieh MC, Lee KC, et al. Retraction note to: Hericium erinaceus mycelium and its isolated erinacine A protection from MPTP-induced neurotoxicity through the ER stress, triggering an apoptosis cascade. J Transl Med. 2021;19(1):67. doi:10.1186/s12967-021-02748-y · PubMed
  9. Li IC, Chang HH, Lin CH, Chen WP, Lu TH, Lee LY, et al. Prevention of early Alzheimer’s disease by erinacine A-enriched Hericium erinaceus mycelia pilot double-blind placebo-controlled study. Front Aging Neurosci. 2020;12:155. doi:10.3389/fnagi.2020.00155 · PubMed
  10. Vigna L, Morelli F, Agnelli GM, Napolitano F, Ratto D, Occhinegro A, et al. Hericium erinaceus improves mood and sleep disorders in patients affected by overweight or obesity: could circulating pro-BDNF and BDNF be potential biomarkers? Evid Based Complement Alternat Med. 2019;2019:7861297. doi:10.1155/2019/7861297 · PubMed
  11. Li IC, Chen WP, Chen YP, Lee LY, Tsai YT, Chen CC. Acute and developmental toxicity assessment of erincine A-enriched Hericium erinaceus mycelia in Sprague-Dawley rats. Drug Chem Toxicol. 2018;41(4):459–64. doi:10.1080/01480545.2017.1381110 · PubMed
  12. Lee LY, Li IC, Chen WP, Tsai YT, Chen CC, Tung KC. Thirteen-week oral toxicity evaluation of erinacine A-enriched Lion’s Mane medicinal mushroom, Hericium erinaceus (Agaricomycetes), mycelia in Sprague-Dawley rats. Int J Med Mushrooms. 2019;21(4):401–11. doi:10.1615/IntJMedMushrooms.2019030320 · PubMed
  13. Nakatsugawa M, Takahashi H, Takezawa C, Nakajima K, Harada K, Sugawara Y, et al. Hericium erinaceum (yamabushitake) extract-induced acute respiratory distress syndrome monitored by serum surfactant proteins. Intern Med. 2003;42(12):1219–22. doi:10.2169/internalmedicine.42.1219 · PubMed
  14. Menon A, Jalal A, Arshad Z, Nawaz FA, Kashyap R. Benefits, side effects, and uses of Hericium erinaceus as a supplement: a systematic review. Front Nutr. 2025;12:1641246. doi:10.3389/fnut.2025.1641246 · PubMed
  15. Europäische Kommission. Novel Food Status Catalogue: Hericium erinaceus (Bull.) Pers. [Datenbank]. POL-NF-00396, letzte Änderung 06.10.2026 [zitiert 25.10.2026]. Verfügbar unter: https://ec.europa.eu/food/food-feed-portal/screen/novel-food-catalogue/search
  16. Durchführungsverordnung (EU) 2017/2470 der Kommission vom 20. Dezember 2017 zur Erstellung der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel gemäß der Verordnung (EU) 2015/2283 des Europäischen Parlaments und des Rates über neuartige Lebensmittel. ABl. L 351 vom 30.12.2017, S. 72. Konsolidierte Fassung vom 10.08.2026 (CELEX 02017R2470-20260810).
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-25. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • Alle Abstracts über PubMed (efetch) gelesen; DOIs und PMIDs mit tools/pruefe_profile.py online aufgelöst.
  • Volltext (Europe PMC) [9]: 49 randomisiert, sieben zogen die Einwilligung zurück, eine Person nicht nachverfolgt, 41 ausgewertet (20 Myzel, 21 Placebo); CASI und MMSE zwischen den Gruppen nicht signifikant verschieden, MMSE innerhalb der Myzelgruppe nach 49 Wochen gestiegen (p = 0,035), IADL-Unterschied zwischen den Gruppen; Interessenkonflikt: Grape King Bio zahlte die Gehälter von fünf Autorinnen und Autoren und stellte Forschungsmaterial. Die bisherige Profilaussage „bessere MMSE-Werte als mit Placebo“ war damit zu stark.
  • Volltext (Europe PMC) [3]: Myzel in Fermentern von Grape King Bio hergestellt; „no external funding“, „no conflict of interest“; drei von sieben Autorinnen und Autoren mit Affiliation Grape King Bio. Abstract [4]: fünf von sieben mit dieser Affiliation, „no conflict of interest“. Abstract [5]: Beschäftigung bei Grape King Bio als Interessenkonflikt erklärt. PubMed-Datensatz [7]: zwei von sieben Autorinnen und Autoren mit Affiliation im Forschungsinstitut von Grape King Bio, „no conflict of interests“.
  • Volltext (Europe PMC) [10]: Kontrollgruppe nur Diät (kein Placebo), Präparat 80 % Myzel und 20 % Fruchtkörperextrakt; die Autorinnen und Autoren nennen das Fehlen einer Placebogruppe selbst als Einschränkung.
  • Volltext (J-STAGE-PDF) [2]: Die Aussage zu Erinacinen aus dem Fruchtkörper steht nur in der Einleitung (Literaturangaben), nicht als eigene Messung.
  • Abstract [1]: Erinacine im Fruchtkörper nicht nachweisbar; Interessenkonflikt (Tätigkeit bei einem Pilzsupplementhersteller) erklärt. Abstract [8]: Retraction Note zur Parkinson-Arbeit von 2016.
  • Novel-Food-Katalog am 25.10.2026 über die Backend-Schnittstelle selbst abgerufen: POL-NF-00396, „Dehydrated mycelium powder“ = NOT_YET_AUTHORISED_NOVEL_FOOD (spanische Konsultation: Verzehrsgeschichte des Myzels in der EU nicht belegt), letzte Änderung 06.10.2026 [15]. Unionsliste CELEX 02017R2470-20260810 über Cellar, Volltextsuche „Hericium“: kein Treffer [16].
  • Präzisions-Flags (m004, Regeln vorläufig, zur Bestätigung durch Tilman), am 26.10.2026 an den Quellen geprüft (PubMed efetch, Volltexte wie angegeben): „Erinacine passieren die Blut-Hirn-Schranke und schützen das Gehirn vor Abbau“ → kleine_studien und herstellerfinanziert: [9] 49 randomisiert, 41 ausgewertet; laut Volltext (PMC7283924) Gehälter von fünf Autorinnen und Autoren und Prüfmaterial von Grape King Bio, Autorinnen und Autoren am Biotech Research Institute der Grape King Bio.

Nicht verifiziert

  • Grund des Rückzugs der Parkinson-Arbeit [8] (nur Titel der Retraction Note gelesen).
  • Ob Erinacin-A-angereicherte Myzelextrakte (z. B. Ethanolextrakte) unter den Katalogeintrag für Myzelpulver fallen oder eigens neuartig sind.
  • Erinacingehalte handelsüblicher Myzelprodukte und die Behauptung, Myzel auf Getreidesubstrat bestehe vor allem aus Stärke (nicht gesucht).
  • Lebensmittelstatus in Deutschland, Taiwan und den USA.
  • Pilzteil des Präparats im Fallbericht [13].

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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