Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.
Wirkweise
Evidenzkarte: Modafinil
Lange galt Modafinil als Wachmacher mit unbekanntem Mechanismus. In Zellen mit menschlichen Transportern hemmt es die Wiederaufnahme von Dopamin (IC50 6,4 µM) deutlich stärker als die von Noradrenalin (IC50 35,6 µM) und praktisch nicht die von Serotonin (IC50 > 500 µM); bei Rhesusaffen besetzte es im PET Dopamintransporter im Striatum und Noradrenalintransporter im Thalamus [1]. In einem Screening verschiedener Rezeptoren und Transporter zeigte Modafinil messbare Wirkung nur am Dopamintransporter (IC50 4,0 µM in Rattensynaptosomen) und erhöhte bei Ratten Dopamin im Nucleus accumbens, ohne Serotonin zu verändern [2].
Beim Menschen bestätigte eine placebokontrollierte PET-Studie mit 10 gesunden Männern diesen Mechanismus: Modafinil besetzte rund 54 % der Dopamintransporter im Nucleus caudatus und erhöhte das extrazelluläre Dopamin, auch im Nucleus accumbens [3]. Dass der Dopamintransporter für die Wachwirkung nötig ist, legen Mäuse ohne dieses Protein nahe: Sie reagierten auf Modafinil nicht mehr mit längerem Wachsein [4]. Beide Enantiomere hemmen den Transporter schwächer als Kokain; R-Modafinil (Armodafinil) bindet etwa dreifach stärker als S-Modafinil und unterscheidet sich in der Art der Bindung von Kokain [5].
Daneben aktiviert Modafinil bei Ratten Wachheitszentren im Hypothalamus: Der Aktivitätsmarker Fos stieg in histaminergen Neuronen des Nucleus tuberomammillaris und in Orexin-Neuronen [6]. Ob diese Aktivierung Ursache oder Folge der Dopaminwirkung ist, ist nicht geklärt. Modafinil wird überwiegend in der Leber durch Amidhydrolyse abgebaut, die Halbwertszeit liegt bei etwa 12 bis 15 Stunden; es induziert die Enzyme CYP3A4, CYP1A2 und CYP2B6 und hemmt CYP2C19 in Laborversuchen [7]. Beim Menschen senkte die CYP3A4-Induktion vor allem die Spiegel von Triazolam, in geringerem Maß die von Ethinylestradiol [8].
Synaptik dient ausschließlich der biochemischen und pharmakologischen Aufklärung und ist keine medizinische Beratung oder Einnahmeempfehlung.
Synthese → VMAT2 → Freisetzung · DAT holt Dopamin zurück · D1: cAMP ↑, D2: cAMP ↓
- DAT
- Wiederaufnahme
- NET
- Wiederaufnahme
- SERT
- WiederaufnahmeNebenfeld
- Synthese (TH, AADC)
- läuft
- Dopamin im Spalt (Modell)
- Ausgangslageillustrativ
DAT: 5 von 10 von Modafinil gesperrt · NET schwächer · Dopamin bleibt länger
- DAT
- gehemmtIC50 6,4 µM; PET ≈ 54 % (n = 10)
- NET
- schwächer gehemmtIC50 35,6 µM
- SERT
- praktisch nichtIC50 über 500 µM
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- mehrRichtung laut PET-Studie
DAT: 6 von 10 von Methylphenidat gesperrt · NET gesperrt · Dopamin bleibt länger
- DAT
- gehemmtPET ≈ 60 % (n = 10)
- NET
- gehemmtPET am NET; ED50 unter DAT-Literaturwert
- SERT
- unverändert
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- mehrRichtung laut PET-Studie
DAT: von Armodafinil gesperrt (Anteil illustrativ) · Dopamin bleibt länger
- DAT
- gehemmt≈ 3-fach affiner als S-Modafinil (Zellen)
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gezeigt
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- mehrMikrodialyse, Maus
DAT: von Phenylpiracetam gesperrt (Anteil illustrativ) · nur Labor- und Tierdaten
- DAT
- gehemmtScreening, Zellen und Tier
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gezeigt
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- etwas mehrabgeleitet, nicht gemessen
DAT: von R-Phenylpiracetam gesperrt (Anteil illustrativ) · Dopamin etwas mehr
- DAT
- gehemmtselektiv (Ratte)
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gezeigt
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- etwas mehr„mäßig“, Mikrodialyse, Ratte
DAT: von Bromantan gesperrt (Anteil illustrativ) · TH und AADC: Expression ↑
- DAT
- gehemmtIC50 3,56 µM (Ratte)
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gehemmtRatte
- Synthese (TH, AADC)
- Expression ↑Ratte
- Dopamin im Spalt (Modell)
- etwas mehrex vivo, Ratte
NET: von Atomoxetin gesperrt, Noradrenalin bleibt länger · SERT gebunden · DAT kaum · Dopamin hier unverändert
- DAT
- kaumKi 1451 nM
- NET
- gehemmtKi 5 nM; Noradrenalin ↑ (präfrontaler Kortex, Ratte)
- SERT
- gebundenKi 77 nM; Serotonin unverändert (Ratte)
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- unverändertStriatum, Ratte
SERT: DMT gebunden (Nebenfeld) · dopaminerge Synapse unverändert
- DAT
- nicht gezeigt
- NET
- nicht gezeichnetlaut Studie teilweise; nicht im Profil
- SERT
- WechselwirkungZellsystem; Art offen
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- unverändertkeine Wirkung gezeichnet
Dopamin Noradrenalin Serotonin cAMP Wirkstoff Kreuz = Transporter gesperrt
Normalzustand
Dopamin im Spalt (Modell): Ausgangslage
Modafinil
Dopamin im Spalt (Modell): mehr
Das Feld „Normalzustand“ läuft ohne Wirkstoff, das zweite mit dem gewählten Wirkstoff; beide mit derselben Freisetzung. Wort und Balken unter den Feldern zeigen ohne Zahl nur die Richtung: laut Studienlage, bei Phenylpiracetam (Racemat) aus der DAT-Hemmung abgeleitet, weil die Quellen des Profils dort kein Dopamin gemessen haben. Das Teilchenmodell ist illustrativ, keine Messung, und sagt nichts über das Ausmaß beim Menschen.
Modafinil hemmt in Zellen mit menschlichen Transportern den DAT (IC50 6,4 µM) deutlich stärker als den NET (IC50 35,6 µM) und den SERT praktisch nicht (IC50 über 500 µM) [17]. Im placebokontrollierten PET besetzte es bei 10 gesunden Männern rund 54 % der Dopamintransporter im Nucleus caudatus und erhöhte das extrazelluläre Dopamin [18]. Mäuse ohne DAT wurden durch Modafinil nicht länger wach [19]. Bei Ratten verringerte eine Vorbehandlung mit Modafinil die durch Methamphetamin ausgelöste Dopaminfreisetzung [20]. Der gesperrte NET (1 von 4) ist illustrativ.
Einen beschrifteten Teil antippen oder fokussieren, um eine kurze Erklärung zu sehen.
Ebenfalls an diesem Wirkort, nicht gezeichnet
- Flmodafinil: DAT-Hemmung nur aus unveröffentlichten Auftragsdaten (Evidenzstufe 0)
- Safran: am SERT nur eine Computersimulation (Docking), keine gemessene Bindung oder Hemmung
Angriffspunkte
| Ziel | Typ | Wirkung | Kennwert | Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| Dopamintransporter (DAT) | Transporter | Hemmer | IC50 6,4 µM (menschlicher DAT, Zellkultur); IC50 4,0 µM (Rattensynaptosomen); rund 54 % Besetzung im Nucleus caudatus (Mensch, PET) | Mensch, randomisiert[1][2][3] |
| Noradrenalintransporter (NET) | Transporter | Hemmer | IC50 35,6 µM (menschlicher NET, Zellkultur); Besetzung im Thalamus (Rhesusaffe, PET) | Tierversuch[1] |
| CYP3A4/5 | Enzym | Expression ↑ | Induktion; Triazolam-Spiegel beim Menschen deutlich gesenkt | Mensch, randomisiert[7][8] |
| CYP2C19 | Enzym | Hemmer | reversible Hemmung (menschliche Lebermikrosomen) | Labor[7] |
Wirkprofil
- DopaminHemmt den Dopamintransporter und erhöht extrazelluläres Dopamin, auch im Nucleus accumbens (Mensch, PET)[1][2][3][4]
- NoradrenalinBesetzt Noradrenalintransporter im Thalamus (Rhesusaffe); Noradrenalin selbst nicht gemessen[1]
- SerotoninKaum Hemmung des Serotonintransporters; Serotonin im Nucleus accumbens unverändert (Ratte)[1][2]
- Acetylcholin
- Glutamat · AMPA
- Glutamat · NMDA
- GABA
- HistaminHistaminerge Neurone im Nucleus tuberomammillaris aktiviert (Fos, Ratte)[6]
- OrexinOrexin-Neurone im Hypothalamus aktiviert (Fos, Ratte); ob das die Wachheit vermittelt, ist offen[6]
- Adenosin
- Opioide
- Melatonin
- Neurotrophine
- Durchblutung
- Stickstoffmonoxid
- Energiestoffwechsel
- Insulin · Glukose
- Entzündung · oxidativ
- Stressachse
- Testosteron-Achse
- Endocannabinoide
- Autophagie · Seneszenz
- Immunsystem
- Lipidstoffwechsel
- Gerinnung · Fibrinolyse
- Methylierung
Studien am Menschen
PET zu Dopamin und Dopamintransporter
Gemessen: Besetzung des Dopamintransporters, extrazelluläres Dopamin
Ergebnis: Rund 54 % Transporterbesetzung im Nucleus caudatus; Dopamin in Striatum und Nucleus accumbens erhöht.[3]
Mensch, randomisiert
Neuropsychologische Testbatterie
Gemessen: Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Planung, Hemmungskontrolle
Ergebnis: Besser in Zahlenspanne, visuellem Wiedererkennen, räumlicher Planung und Stopp-Signal-Aufgabe; kein Effekt auf räumliches Arbeitsgedächtnis, Daueraufmerksamkeit und Aufmerksamkeitswechsel.[13]
Mensch, randomisiert
Systematisches Review bei ausgeschlafenen Gesunden
Gemessen: Kognition
Ergebnis: Exekutive Funktionen in den meisten einfachen Tests besser, Aufmerksamkeit und Gedächtnis nur in etwa der Hälfte; in komplexeren Aufgaben konsistentere Verbesserungen.[10]
Mensch, randomisiert
Metaanalyse von 19 Studien
Gemessen: Aufmerksamkeit, exekutive Funktionen, Gedächtnis, Verarbeitungsgeschwindigkeit
Ergebnis: Kleiner Gesamteffekt (g = 0,10; 95-%-KI 0,05–0,15), ohne Unterschied zwischen den Bereichen.[11]
Mensch, randomisiert
Metaanalyse von 14 Studien
Gemessen: Kognitive Teilbereiche
Ergebnis: Kleiner Gesamteffekt (SMD 0,12), am deutlichsten beim Aktualisieren des Arbeitsgedächtnisses (SMD 0,28).[12]
Mensch, randomisiert
Wechselwirkung mit Verhütungspille und Triazolam
Gemessen: Pharmakokinetik von Ethinylestradiol und Triazolam
Ergebnis: Triazolam-Spiegel deutlich, Ethinylestradiol-Spiegel geringer gesenkt; CYP3A4/5-Induktion vor allem im Darm.[8]
Mensch, randomisiert
Risiken und Warnhinweise
Missbrauchspotenzial
Erhöht Dopamin im Nucleus accumbens, was als Hinweis auf Missbrauchspotenzial gilt [3]. Missbrauch und Abhängigkeit werden laut Übersichtsarbeit selten berichtet [14]; die US-Einstufung in Schedule IV war umstritten [9].
Mensch, nicht randomisiert
Häufige Nebenwirkungen
Am häufigsten berichtet: Kopfschmerz, Schlaflosigkeit, Angst, Durchfall, Mundtrockenheit sowie Anstieg von Blutdruck und Herzfrequenz [14].
Mensch, nicht randomisiert
Schwere Hautreaktionen
Selten schwere Hautreaktionen bis zum Stevens-Johnson-Syndrom, vor allem bei Kindern berichtet [14].
Mensch, nicht randomisiert
Schwangerschaft
Nach einem Behördenhinweis 2019 auf Fehlbildungen kamen Registerstudien zu widersprüchlichen Ergebnissen [15]. In der bisher größten französischen Kohorte war das Risiko gegenüber Unbehandelten nicht signifikant erhöht (aRR 1,23; 95-%-KI 0,76–1,99), gegenüber Methylphenidat schon (aRR 1,77; 1,01–3,07); ein mäßig erhöhtes Risiko ist nicht ausgeschlossen [16].
Mensch, nicht randomisiert
Wechselwirkungen über CYP-Enzyme
Induziert CYP3A4/5 und senkt so die Spiegel mancher Arzneistoffe; hemmt CYP2C19 im Labor [7][8].
Mensch, randomisiert
Wechselwirkungen
- Hormonelle Verhütung (Ethinylestradiol): Spiegel von Ethinylestradiol leicht gesenkt [8]; ob die Verhütungssicherheit sinkt, wurde in der Studie nicht untersucht.
- Triazolam und andere CYP3A4-Substrate mit hohem First-Pass-Effekt: Spiegel und Halbwertszeit von Triazolam deutlich gesenkt [8].
- Methamphetamin: Vorbehandlung mit Modafinil verringerte bei Ratten die methamphetaminbedingte Dopaminfreisetzung und Bewegungsaktivität [2].
Faktencheck: verbreitete Behauptungen
- teilweise belegt
„Modafinil steigert die geistige Leistung von Gesunden deutlich“
Placebokontrollierte Studien zeigen Effekte, in Metaanalysen aber nur kleine (g = 0,10; SMD 0,12) [11][12]; in komplexen Aufgaben fielen sie konsistenter aus [10].
- widerlegt
„Modafinil wirkt anders als Stimulanzien und nicht über Dopamin“
Modafinil hemmt den Dopamintransporter und erhöht Dopamin im menschlichen Gehirn [3]; ohne Dopamintransporter verliert es bei Mäusen seine Wachwirkung [4].
- widerlegt
„Modafinil hat keine Nebenwirkungen“
Kopfschmerz, Schlaflosigkeit und Angst sind häufig; selten kommen schwere Hautreaktionen vor [14].
- teilweise belegt
„Modafinil macht nicht abhängig“
Abhängigkeit wird selten berichtet [14], doch der Dopaminanstieg im Nucleus accumbens spricht für ein Missbrauchspotenzial bei anfälligen Menschen [3].
Pharmakokinetik
- Aufnahme
- Gut resorbiert, höchste Plasmaspiegel nach 2–4 Stunden [7].
- Halbwertszeit
- Etwa 12–15 Stunden, vor allem bestimmt durch das langlebigere R-Enantiomer [7].
- Abbau
- Überwiegend in der Leber, hauptsächlich Amidhydrolyse, daneben CYP-Oxidation; weniger als 10 % unverändert im Urin; Hauptmetabolite Modafinilsäure und Modafinilsulfon sind inaktiv [7][14].
- Weg ins Gehirn
- Besetzt Dopamintransporter im menschlichen Striatum (PET) [3].
Rechtlicher Status
- Deutschland
- Verschreibungspflichtig, unterliegt aber nicht dem Betäubungsmittelgesetz [17]; es gilt die EU-weite Einschränkung auf Narkolepsie [9]. Primär belegt: Eintrag „Modafinil“ in AMVV Anlage 1 [18]; in den Anlagen I–III des Betäubungsmittelgesetzes nicht aufgeführt [19]. Laut EMA war Modafinil 2010 unter anderem in Deutschland im Handel [20]; nationale Zulassungen nicht an AMIce/PharmNet geprüft.
- EU
- Nach einem EU-Risikobewertungsverfahren (CHMP-Empfehlung 2010, Kommissionsbeschluss 27.01.2011) nur noch zur Behandlung der Schläfrigkeit bei Narkolepsie, nicht mehr bei Schlafapnoe oder Schichtarbeit [9][20]. Grundlage ist das Risikobewertungsverfahren nach Art. 31 der Richtlinie 2001/83/EG (EMEA/H/A-31/1186): Der CHMP bestätigte seine Empfehlung nach erneuter Prüfung am 18.11.2010, die Europäische Kommission entschied am 27.01.2011; gestrichen wurden obstruktive Schlafapnoe, Schichtarbeit-Schlafstörung und idiopathische Hypersomnie, von der Anwendung bei Kindern wird wegen schwerer Hautreaktionen abgeraten [20]. Kein zentral zugelassenes Präparat im EMA-Datenexport (Stand 24.10.2026).
- USA
- Von der FDA zugelassen; als Schedule-IV-Substanz (geringes Missbrauchspotenzial) eingestuft [9].
- Andere Länder
- Sport: Auf der WADA-Verbotsliste 2026 im Abschnitt S6.A („Non-specified stimulants“) namentlich aufgeführt; S6 gilt nur im Wettkampf [21]. Die deutsche Bekanntmachung der Liste im BGBl. Teil II wurde nicht geprüft.
Verwandte Substanzen
Offene Fragen
- Welchen Anteil haben Noradrenalin, Orexin und Histamin an der Wirkung, unabhängig vom Dopamintransporter?
- Nützt oder schadet wiederholte Anwendung bei ausgeschlafenen Gesunden über Wochen und Monate?
- Erhöht Modafinil in der Frühschwangerschaft das Fehlbildungsrisiko?
Referenzen
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- Zolkowska D, Jain R, Rothman RB, Partilla JS, Roth BL, Setola V, et al. Evidence for the involvement of dopamine transporters in behavioral stimulant effects of modafinil. J Pharmacol Exp Ther. 2009;329(2):738–46. doi:10.1124/jpet.108.146142 · PubMed
- Volkow ND, Fowler JS, Logan J, Alexoff D, Zhu W, Telang F, et al. Effects of modafinil on dopamine and dopamine transporters in the male human brain: clinical implications. JAMA. 2009;301(11):1148–54. doi:10.1001/jama.2009.351 · PubMed
- Wisor JP, Nishino S, Sora I, Uhl GH, Mignot E, Edgar DM. Dopaminergic role in stimulant-induced wakefulness. J Neurosci. 2001;21(5):1787–94. doi:10.1523/JNEUROSCI.21-05-01787.2001 · PubMed
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- Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln (Betäubungsmittelgesetz – BtMG), Anlagen I bis III (zu § 1 Abs. 1). Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 24.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/btmg_1981/anlage_i.html (Anlage II und III unter anlage_ii.html bzw. anlage_iii.html)
- European Medicines Agency. Modafinil – referral (Article 31), EMEA/H/A-31/1186: Einschränkung der Anwendungsgebiete auf Narkolepsie. CHMP-Gutachten nach erneuter Prüfung 18.11.2010, Kommissionsbeschluss 27.01.2011 [Internet]. London: EMA [abgerufen 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/referrals/modafinil
- World Anti-Doping Agency. The 2026 Prohibited List (International Standard), Abschnitt S6 „Stimulants“, S6.A „Non-specified stimulants“ [Internet]. Montreal: WADA; 2025. Abgerufen am 24.10.2026. Verfügbar unter: https://www.wada-ama.org/en/prohibited-list
Wie dieses Profil geprüft wurde
Stand: 2026-10-25. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.
Geprüft
- 25.10.2026 (Entscheidung q117): Rechtsstatus an Primärquellen gegengelesen, kein Befund, keine Änderung. EMA-Referral-Seite und Referral-Datenexport EMEA/H/A-31/1186: CHMP-Gutachten nach erneuter Prüfung 18.11.2010, Kommissionsbeschluss 27.01.2011, Einschränkung auf Narkolepsie, Abraten bei Kindern, Deutschland in der Länderliste [20]; openFDA (Drugs@FDA): Provigil NDA 020717, ORIG genehmigt am 24.12.1998, „Prescription“, US-Fachinformation „Schedule IV controlled substance“ (stützt status.usa, Beleg dort weiter [9]); AMVV Anlage 1 mit Eintrag „Modafinil“ [18] und BtMG Anlagen I–III ohne Eintrag [19] erneut abgerufen. `rx_referenz` gesetzt (Entscheidung q040; Verschreibungspflicht in status.deutschland mit AMVV-Beleg).
- 25.10.2026 (q012): Die Bewertungen in `versprechen` und `behauptungen` beruhen auf den Abstracts (nur Abstract geprüft); Volltexte nur für [9] und [17].
- Alle 17 DOIs über Crossref und alle PMIDs über PubMed mit tools/pruefe_profile.py aufgelöst.
- Kernzahlen an Abstracts: IC50 DAT 6,4 µM, NET 35,6 µM, SERT > 500 µM [1]; IC50 4,0 µM, Serotonin unverändert [2]; n = 10, DAT-Besetzung Caudatus 53,8 % [3]; DAT-Knockout ohne Wachwirkung [4]; R ≈ 3-fach höhere Affinität [5]; Fos in TMN und Orexin-Neuronen [6]; Tmax 2–4 h, t½ 12–15 h (Abstract: „l-enantiomer“ = R-(−)-Modafinil), < 10 % unverändert, CYP-Profil [7]; n = 41, CYP3A4/5-Induktion vor allem im Darm [8]; g = 0,10 (19 Studien) [11]; SMD 0,12 und 0,28 (14 Studien) [12]; n = 60 und Testergebnisse [13]; Nebenwirkungen und Stevens-Johnson-Syndrom [14]; aRR 1,23 und 1,77 [16].
- Im Volltext [17]: Modafinil als verschreibungspflichtiges Nicht-Stimulans, das nicht dem deutschen Betäubungsmittelgesetz unterliegt.
- Im Volltext (Europe PMC): Schedule-IV-Einstufung durch die FDA 1998 und EMA/MHRA-Einschränkung auf Narkolepsie 2010 [9].
- ClinicalTrials.gov: 227 Einträge zu Modafinil (23.10.2026).
- Rechtsstatus am 24.10.2026 an Primärquellen geprüft: AMVV Anlage 1, Eintrag „Modafinil“ [18]; BtMG Anlagen I–III ohne Eintrag [19]; EMA-Referral-Seite und Referral-Datenexport zu EMEA/H/A-31/1186 (CHMP-Gutachten nach erneuter Prüfung 18.11.2010, Kommissionsbeschluss 27.01.2011, Länderliste mit Deutschland, Streichung von Schlafapnoe, Schichtarbeit-Schlafstörung und idiopathischer Hypersomnie, Abraten bei Kindern) [20]; EMA-Medicines-Export ohne zentral zugelassenes Präparat; WADA-Verbotsliste 2026 (HTML, mit PDF abgeglichen), S6.A „Modafinil“ [21].
- 25.10.2026, Handelsnamen einheitlich (q018; Leitfaden „Handelsnamen“, Entscheidung 25.10.2026: Art.-57-Datenbank als Beleg gleichrangig mit EPAR, Fachinformation und Drugs@FDA; US-Namen nur ohne DE/EU-Namen; keine Kombinationspräparate): „Vigil“ in synonyme ergänzt, „Provigil“ und „Modiodal“ standen schon dort. Beleg: EMA-Datenbank nach Art. 57 (Article 57 product data, EMA/518502/2018 Rev. 90, Datenstand 09.10.2026, am 25.10.2026 abgerufen): „Vigil“ (oral, Modafinil) in Deutschland und Tschechien, „Modiodal“ in sechs Ländern (u. a. Dänemark, Niederlande, Spanien), „Provigil“ in vier (Belgien, Irland, Italien, Luxemburg); Provigil ist damit auch ein EU-Name (zusätzlich Drugs@FDA NDA 020717, siehe oben). Präparate aus Wirkstoff- und Firmenname nicht aufgenommen.
Nicht verifiziert
- Nationale Zulassungen in Deutschland nicht an AMIce/PharmNet geprüft (Verschreibungspflicht und BtMG-Status jetzt am Normtext belegt [18][19]).
- Die Nebenwirkungsliste stammt aus einer narrativen Übersichtsarbeit [14]; die zugrunde liegenden Studien wurden nicht einzeln geprüft (daher Evidenzstufe 3).
- Die dänische, schwedisch-norwegische und US-Registerstudie zur Schwangerschaft (JAMA 2020, JAMA Intern Med 2021) haben kein Abstract mit Zahlen; ihre Ergebnisse sind nur über die Übersicht [15] eingeordnet.
- Studien unter Schlafentzug (z. B. Vergleich mit Koffein) bewusst nicht aufgenommen, um bei 16 Referenzen zu bleiben.
Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.
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