Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.
Versprechen im Check
Für eine gesunde Schilddrüse
nur bei Kranken belegtJodmangel gilt hier als Befund an Kranken. Formspezifisch gibt es nur nicht randomisierte Studien in Jodmangelgebieten: Trinkwasserjodierung mit Natriumiodid senkte den Kropfanteil in Malaysia (mit Kontrolldorf), im Sudan und in der Zentralafrikanischen Republik [5][6][7]; historisch der Akron-Versuch, nur aus einem Rückblick bekannt [4]. Klinischer Endpunkt ist der Kropf; Urinjod, TSH und Thyroxin sind Marker (eigenes Versprechen). Für ausreichend versorgte Gesunde wurden keine Studien gefunden, für sie lautet das Ergebnis „nicht untersucht“. RCTs mit Kaliumiodid (siehe dort) zählen hier nicht.[5][6][7]
Verbessert den Jodstatus (nur Marker)
nur bei Kranken belegtNur Marker: Nach Trinkwasserjodierung mit Natriumiodid stieg das Urinjod in allen drei Studien deutlich [5][6][7]; im Sudan sank zusätzlich der Anteil erhöhter TSH-Werte, und das mittlere Thyroxin stieg [6]. Vorher-nachher-Vergleiche ohne Randomisierung, deshalb Stufe 3. Ein höherer Jodstatus belegt für sich keinen klinischen Nutzen.[5][7]
Jod fördert die geistige Entwicklung von Frühgeborenen
kein NutzenGroße RCT mit ausdrücklich Natriumiodid gegen Natriumchlorid (I2S2): kein Unterschied in kognitiven, motorischen und sprachlichen Werten mit zwei Jahren, nur Hinweis auf eine schwache Wechselwirkung mit Hypothyroxinämie in der Sprachskala [8]. Die Cochrane-Übersicht über Iodidsalze (zählt nicht für die Stufe, stützt sich aber überwiegend auf I2S2) bestätigt das mit hoher Vertrauenswürdigkeit [9]. Bereich „Kognition & Fokus“, weil der Endpunkt die geistige Entwicklung ist.
Wirkweise
Evidenzkarte: Natriumiodid
Natriumiodid (NaI) ist das Natriumsalz des Iodids und eine von vier Jodverbindungen in Anhang II Teil B der Richtlinie 2002/46/EG, neben Natriumiodat, Kaliumiodid und Kaliumiodat [1]. Als lösliches Salz liefert es Iodid, das über den Natrium-Iodid-Symporter (NIS) in Schilddrüse, Speicheldrüsen, Magenschleimhaut und laktierende Brustdrüse aufgenommen wird [2]; die EFSA rechnet bei Jod mit einer Aufnahmequote von 92 % [3]. Aufnahmestudien mit nicht radioaktivem Natriumiodid und Kopf-an-Kopf-Vergleiche mit Kaliumiodid beim Menschen wurden nicht gefunden. Hintergründe, die alle Jodverbindungen betreffen (Jodmangel, Algenjod, Jodexzess), stehen im Profil Kaliumiodid.
Natriumiodid hat eine lange Geschichte in der Kropfvorbeugung: Nach dem Rückblick eines der beteiligten Ärzte galt ein Versuch in Akron (Ohio, 1916–1920), in dem rund 5000 Schülerinnen Natriumiodid erhielten, als erstes kontrolliertes Experiment zur Kropfvorbeugung und erwies sich als vollständig wirksam gegen die Entstehung eines Kropfes [4]; die Originalarbeiten wurden hier nicht eingesehen. In Jodmangelgebieten wurde später Trinkwasser mit Silikonmatrizen jodiert, die Natriumiodid langsam freisetzen. In Sarawak (Malaysia) stieg in drei Dörfern das Urinjod der Frauen dauerhaft auf ausreichende Werte, und der Kropfanteil sank nach einem Jahr um 22,6 bis 35,8 %; im Kontrolldorf blieb das Urinjod gleich, der Kropfanteil stieg leicht [5]. In vier Dörfern im Westsudan sank der Kropfanteil innerhalb von zwei Jahren von 69 % auf unter 25 %, der Anteil mit TSH über 4 mU/l von über 30 % auf unter 15 %, und das mittlere Thyroxin stieg [6]. In einer Präfektur der Zentralafrikanischen Republik mit rund 85 000 Menschen fiel die Kropfprävalenz nach zwölf Monaten von 60,9 auf 44,5 %, die sichtbarer Kröpfe von 10,7 auf 2,5 % [7]. Alle drei Studien waren Vorher-nachher-Vergleiche ohne Randomisierung, nur die in Sarawak mit Kontrolldorf.
Die einzige gefundene randomisierte Studie mit ausdrücklich Natriumiodid ist I2S2: 1273 Frühgeborene unter 31 Schwangerschaftswochen aus 21 britischen Neonatalstationen erhielten ab den ersten 42 Lebensstunden bis zum Äquivalent der 34. Schwangerschaftswoche Natriumiodid- oder Natriumchloridlösung. Mit zwei Jahren unterschieden sich die kognitiven, motorischen und sprachlichen Werte der Bayley-Skalen nicht; nur in der Sprachskala gab es Hinweise auf eine schwache Wechselwirkung mit einer Hypothyroxinämie [8]. Eine Cochrane-Übersicht über Iodidsalze bei Frühgeborenen (zwei RCTs, 1394 Kinder, überwiegend I2S2) fand keine Wirkung auf Sterblichkeit oder Entwicklung und bewertete die Vertrauenswürdigkeit dieser Aussagen als hoch [9]. Die EU erlaubt für Jod unter anderem die Angaben, es trage zu einer normalen Produktion von Schilddrüsenhormonen und Schilddrüsenfunktion sowie zu einer normalen kognitiven Funktion bei [10]. Zu viel Jod kann bei empfindlichen Menschen, etwa mit vorbestehender Schilddrüsenerkrankung, im Alter oder bei Feten und Neugeborenen, eine Unter- oder Überfunktion auslösen [11]; in Sarawak wurden keine Nebenwirkungen der Trinkwasserjodierung beobachtet [5].
Arzneiliche Anwendungen: Radioaktives Iod wird unter anderem als Natriumiodid in Kapseln gegeben, etwa um bei Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen die Radioiodaufnahme der Schilddrüse zu messen [12]. Bei der thyreotoxischen Krise wurde Natriumiodid intravenös eingesetzt; parenterale Iodidpräparate waren laut einem Fallbericht von 1995 aber schwer erhältlich [13]. Die Jodblockade der Schilddrüse bei Strahlenunfällen ist mit Kaliumiodid in pharmakologischen Mengen beschrieben; die hier zitierte Quelle ist eine Computermodellierung des Jodstoffwechsels zur Kaliumiodid-Gabe, keine Humanstudie [14]. Daten zur Jodblockade mit Natriumiodid wurden nicht gefunden.
Formulierungen und Herkunft: Für die Trinkwasserjodierung wurde Natriumiodid in Silikonmatrizen eingebettet, die es über Monate an Brunnen- oder Leitungswasser abgeben; der Jodgehalt des Wassers schwankte, im Sudan war er an Handpumpen höher als an traditionellen Brunnen [5][6]. Bei radioaktiven Natriumiodid-Kapseln setzte eine Rezeptur mit Calciumphosphat als Füllstoff in vitro nur 75 % des Iodids frei und führte bei Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen nach 24 Stunden zu einer geringeren Aufnahme in die Schilddrüse (50,3 gegenüber 56,6 %) als eine vollständig freisetzende Rezeptur [12]; die Hilfsstoffe einer Kapsel können also beeinflussen, wie viel Iodid ankommt. Vergleichende Humandaten zu Natriumiodid in Nahrungsergänzungsmitteln (Tablette, Tropfen, Multinährstoffpräparat) wurden nicht gefunden.
Angriffspunkte
| Ziel | Typ | Wirkung | Kennwert | Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| Natrium-Iodid-Symporter (NIS) | Transporter | Bindung | Iodid als Substrat; aktiver Transport in Schilddrüse, Speicheldrüsen, Magen, laktierende Brustdrüse (Übersichtsarbeit, nicht formspezifisch) | Labor[2] |
| Schilddrüsenhormon-Synthese (T4, T3) | Hormonachse | Aktivator | Iod als Bestandteil der Hormone; mit Natriumiodid nur bei Jodmangel untersucht (weniger erhöhte TSH-Werte, Thyroxin höher; nicht randomisiert) | Mensch, nicht randomisiert[2][6] |
Wirkprofil
- Dopamin
- Noradrenalin
- Serotonin
- Acetylcholin
- Glutamat · AMPA
- Glutamat · NMDA
- GABA
- Histamin
- Orexin
- Adenosin
- Opioide
- Melatonin
- Neurotrophine
- Durchblutung
- Stickstoffmonoxid
- EnergiestoffwechselÜber die Schilddrüsenhormone; nach Trinkwasserjodierung mit Natriumiodid im Sudan weniger erhöhte TSH-Werte und höheres Thyroxin (Vorher-nachher-Vergleich)[6]
- Insulin · Glukose
- Entzündung · oxidativ
- Stressachse
- Testosteron-Achse
- Endocannabinoide
- Autophagie · Seneszenz
- Immunsystem
- Lipidstoffwechsel
- Gerinnung · Fibrinolyse
- Methylierung
Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit
Oral (geschluckt) · Trinkwasser (Silikonmatrix mit Natriumiodid)
Urinjod stieg in allen Dörfern deutlich, in Sarawak auf ausreichende Werte; Vorher-nachher-Vergleiche, nur einer mit Kontrolldorf [5][6][7].[5][6][7]
Mensch, nicht randomisiert
Oral (geschluckt) · Kapsel (radioaktives Natriumiodid, Rezepturvergleich)
Schilddrüsenaufnahme nach 24 h 56,6 % (vollständige Freisetzung) vs. 50,3 % (unvollständige Freisetzung)Rezeptur mit Calciumphosphat setzte in vitro nur 75 % frei und führte bei Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen zu geringerer Aufnahme; arzneiliche Anwendung, zeigt aber den Einfluss der Hilfsstoffe [12].
Mensch, nicht randomisiert
Studien am Menschen
I2S2 (Frühgeborene)
Gemessen: Bayley-III (kognitiv, motorisch, sprachlich)
Ergebnis: Kein Unterschied (kognitiv −0,34; 95-%-KI −2,57 bis 1,89); 498 bzw. 499 Kinder untersucht; schwache Wechselwirkung mit Hypothyroxinämie in der Sprachskala.[8]
Mensch, randomisiert
Trinkwasserjodierung Sarawak
Gemessen: Urinjod, Kropf
Ergebnis: Urinjod dauerhaft auf ausreichende Werte; Kropfanteil −22,6 bis −35,8 %; im Kontrolldorf Urinjod unverändert, Kropf leicht häufiger; keine Nebenwirkungen beobachtet.[5]
Mensch, nicht randomisiert
Trinkwasserjodierung Sudan
Gemessen: Urinjod, TSH, Thyroxin, Kropf
Ergebnis: Kropfanteil von 69 % auf unter 25 %; TSH über 4 mU/l von über 30 % auf unter 15 %; Thyroxin gestiegen.[6]
Mensch, nicht randomisiert
Trinkwasserjodierung Zentralafrika
Gemessen: Kropf, Urinjod
Ergebnis: Kropfprävalenz 60,9 → 44,5 %, sichtbarer Kropf 10,7 → 2,5 % (jeweils p < 0,0001).[7]
Mensch, nicht randomisiert
Akron (historisch)
Gemessen: Kropfentstehung
Ergebnis: Laut Rückblick vollständig wirksam gegen neue Kröpfe; Originalarbeiten nicht eingesehen.[4]
Mensch, nicht randomisiert
Risiken und Warnhinweise
Jodinduzierte Schilddrüsenfunktionsstörung
Gilt für alle Jodverbindungen: Bei empfindlichen Gruppen (vorbestehende Schilddrüsenerkrankung, Ältere, Feten und Neugeborene) kann überhöhte Jodzufuhr eine Unter- oder Überfunktion auslösen [11]; Einzelheiten im Profil Kaliumiodid. Formspezifische Risikodaten zu Natriumiodid wurden nicht gefunden; in Sarawak wurden keine Nebenwirkungen der Trinkwasserjodierung beobachtet [5].
Mensch, nicht randomisiert
Faktencheck: verbreitete Behauptungen
- nicht belegt
„Natriumiodid und Kaliumiodid sind als Jodquelle gleichwertig“
Beide sind lösliche Iodidsalze in Anhang II [1], und die EFSA rechnet bei Jod mit 92 % Aufnahme [3]. Ein direkter Vergleich beim Menschen wurde aber nicht gefunden; die Gleichwertigkeit ist plausibel, aber nicht geprüft.
- nicht belegt
„Jodtabletten mit Natriumiodid schützen bei einem Atomunfall“
Die Jodblockade ist eine arzneiliche Anwendung mit pharmakologischen Mengen; die gefundene Quelle, eine Computermodellierung, betrifft Kaliumiodid [14]. Zu Natriumiodid wurden keine Daten gefunden (siehe Kaliumiodid).
- teilweise belegt
„Jodiertes Trinkwasser beugt dem Kropf vor“
In Jodmangelgebieten sank der Kropfanteil nach Trinkwasserjodierung mit Natriumiodid deutlich [5][6][7], und der Akron-Versuch gilt als erster Beleg der Kropfvorbeugung mit Natriumiodid [4]. Keine dieser Studien war randomisiert; bei ausreichender Jodversorgung ist kein Nutzen untersucht.
Pharmakokinetik
- Aufnahme
- Die EFSA rechnet bei Jod mit einer Aufnahmequote von 92 % (nicht formspezifisch) [3]; formspezifische Humandaten nur zu radioaktiven Kapseln, deren Rezeptur die Aufnahme in die Schilddrüse beeinflusste [12].
- Halbwertszeit
- Nicht verifiziert.
- Abbau
- Iodid wird über NIS in die Schilddrüse aufgenommen und in die Hormone eingebaut [2].
- Weg ins Gehirn
- Keine Daten zur Hirngängigkeit gefunden.
Rechtlicher Status
- Deutschland
- Nicht verifiziert (Einstufung nicht radioaktiver Natriumiodid-Präparate als Nahrungsergänzungsmittel oder Arzneimittel nicht in einem Register geprüft). Radioaktives Natriumiodid wird unter anderem in Kapseln zur Messung der Radioiodaufnahme der Schilddrüse eingesetzt [12]; das ist eine arzneiliche Anwendung, deren Zulassungsstatus in DE hier nicht geprüft wurde.
- EU
- Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG („Natriumiodid“; im EU-Recht „Iod“); damit als Jodquelle in Nahrungsergänzungsmitteln zugelassen [1]. Zugelassene gesundheitsbezogene Angaben stehen unter health_claims.
- USA
- Nicht verifiziert.
Zugelassene EU-Angaben
„Jod trägt zu einer normalen Produktion von Schilddrüsenhormonen und zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei“
- Nährstoff
- Jod
- Rechtsgrundlage
- VO (EU) Nr. 432/2012[10]
- Einordnung
- rechtlich zulässig; mit dieser Form nur in Jodmangelgebieten geprüft (nicht randomisiert), bei ausreichend versorgten Gesunden nicht untersucht; siehe Versprechen „Für eine gesunde Schilddrüse“
„Jod trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei“
- Nährstoff
- Jod
- Rechtsgrundlage
- VO (EU) Nr. 432/2012[10]
- Einordnung
- rechtlich zulässig, bei Gesunden nicht untersucht; bei Frühgeborenen in einer großen RCT kein Nutzen für die Entwicklung (siehe Versprechen „Jod fördert die geistige Entwicklung von Frühgeborenen“)
Verwandte Substanzen
Offene Fragen
- Unterscheiden sich Natriumiodid und Kaliumiodid in Aufnahme oder Haltbarkeit in Nahrungsergänzungsmitteln?
- Profitieren Frühgeborene mit Hypothyroxinämie von Natriumiodid (Hinweis auf eine Wechselwirkung in I2S2)?
- Wie lange hält die Wirkung einer Trinkwasserjodierung mit Natriumiodid an, und wie häufig sind dabei jodinduzierte Funktionsstörungen?
Referenzen
- Richtlinie 2002/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Juni 2002 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Nahrungsergänzungsmittel. ABl. L 183 vom 12.7.2002, S. 51. Konsolidierte Fassung vom 26.11.2025 (CELEX 02002L0046-20251126).
- Dohán O, De la Vieja A, Paroder V, Riedel C, Artani M, Reed M, et al. The sodium/iodide symporter (NIS): characterization, regulation, and medical significance. Endocr Rev. 2003;24(1):48–77. doi:10.1210/er.2001-0029 · PubMed
- EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA). Scientific opinion on dietary reference values for iodine. EFSA J. 2014;12(5):3660. doi:10.2903/j.efsa.2014.3660
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- Elnagar B, Eltom M, Karlsson FA, Bourdoux PP, Gebre-Medhin M. Control of iodine deficiency using iodination of water in a goitre endemic area. Int J Food Sci Nutr. 1997;48(2):119–27. doi:10.3109/09637489709006971 · PubMed
- Yazipo D, Ngaindiro LF, Barrière-Constantin L, Namboua L, Pichard E, Ndoyo J, et al. Efficacité d'un système d'iodation de l'eau dans la lutte contre les troubles dus à la carence iodée en Afrique centrale [Effectiveness of a water iodination system for preventing iodine deficiency diseases in Central Africa]. Sante. 1995;5(1):9–17. PubMed
- Williams FLR, Ogston S, Hume R, Watson J, Stanbury K, Willatts P, et al. Supplemental iodide for preterm infants and developmental outcomes at 2 years: an RCT. Pediatrics. 2017;139(5):e20163703. doi:10.1542/peds.2016-3703 · PubMed
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- Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern. ABl. L 136 vom 25.5.2012, S. 1 (CELEX 32012R0432).
- Leung AM, Braverman LE. Consequences of excess iodine. Nat Rev Endocrinol. 2014;10(3):136–42. doi:10.1038/nrendo.2013.251 · PubMed
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- Zanzonico PB, Becker DV. Effects of time of administration and dietary iodine levels on potassium iodide (KI) blockade of thyroid irradiation by 131I from radioactive fallout. Health Phys. 2000;78(6):660–7. doi:10.1097/00004032-200006000-00008 · PubMed
Wie dieses Profil geprüft wurde
Stand: 2026-10-24. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.
Geprüft
- DOIs über Crossref und PMIDs über PubMed (Prüfskript, online).
- Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG, konsolidierte Fassung CELEX 02002L0046-20251126 (Cellar, XHTML, 24.10.2026): „Natriumiodid, Natriumiodat, Kaliumiodid, Kaliumiodat“.
- Unionsliste der neuartigen Lebensmittel, CELEX 02017R2470-20260810 (Cellar, XHTML, 24.10.2026): kein Eintrag zu Natriumiodid, Iodid oder Jodid.
- VO (EU) Nr. 432/2012: Wortlaut der beiden Jod-Angaben in der Basisfassung (CELEX 32012R0432) und unverändert in der konsolidierten Fassung CELEX 02012R0432-20250820 (Cellar, XHTML, 24.10.2026).
- Salzform am Abstract: [5] „silicone-sodium iodide elastomer“, [6] „silicon matrices containing 30% sodium iodide“, [7] „sodium iodide incorporated into silicone matrices“, [8] „Trial solutions (sodium iodide or sodium chloride)“, [12] „sodium iodide capsules“ (radioaktiv, Messung der Radioiodaufnahme), [4] „a course of sodium iodide“ (Akron, Rückblick).
- Zahlen am Abstract: NIS-Lokalisation [2]; Aufnahmequote 92 % (Crossref-Abstract) [3]; Akron 1916–20, 5000 Schülerinnen, „100% efficacious“ [4]; drei Dörfer, Kontrolldorf, −22,6 bis −35,8 %, keine Nebenwirkungen [5]; vier Dörfer, Kropf 69 % → unter 25 %, TSH über 4 mU/l von über 30 % auf unter 15 %, Thyroxin gestiegen, Handpumpen mit mehr Jod [6]; 85 037 Einwohner, n = 3090/2645, 60,9 → 44,5 %, sichtbar 10,7 → 2,5 % [7]; 1273 Kinder, 21 Stationen, < 31 SSW, 42 h, 34 SSW, 498/499 untersucht, kognitiv −0,34 (−2,57 bis 1,89), Wechselwirkung Sprache [8]; 2 RCTs, 1394 Kinder, hohe Vertrauenswürdigkeit, „iodide salt“ [9]; empfindliche Gruppen [11]; Freisetzung 95 % vs. 75 %, Aufnahme 56,6 vs. 50,3 % nach 24 h [12]; parenterales Natriumiodid schwer erhältlich [13]; Kaliumiodid-Blockade, Computermodellierung [14].
- PubChem: CID 5238, INa, [Na+].[I-].
- Literatursuche (PubMed, Europe PMC, 24.10.2026) nach Natriumiodid als Supplement, Vergleich mit Kaliumiodid und Bioverfügbarkeit: keine weiteren formspezifischen Humanstudien; die Suche ist durch „sodium iodide symporter“ und radioaktives Natriumiodid stark verzerrt.
Nicht verifiziert
- Akron-Versuch nur über den Rückblick von Kimball 1953 [4] (Abstract); Originalarbeiten von Marine und Kimball (1917–1920) nicht eingesehen, Design und Ergebnis daher nicht im Detail geprüft.
- Volltexte von [5], [6], [7] und [8] nicht eingesehen; [7] nur als englische Zusammenfassung eines französischen Artikels (nach 250 Wörtern abgeschnitten). Ob sich in Sarawak die „22,6 bis 35,8 %“ als Prozentpunkte oder relativ verstehen, geht aus dem Abstract nicht eindeutig hervor.
- Verabreichungsweg in I2S2 (enteral oder parenteral) nicht im Abstract genannt; deshalb kein Eintrag in aufnahmewege.
- Rechtsstatus in Deutschland (NEM, Arzneimittel; radioaktives Natriumiodid) und den USA; kein Register geprüft.
- Ob Natriumiodid in deutschen Nahrungsergänzungsmitteln verbreitet ist, wurde nicht geprüft.
Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.
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