Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Bessere Erektionen auch ohne Erektionsstörung

    Einzelbefund, unbestätigt

    Libido & Sexualfunktion · gesund · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

    Es gibt nur eine kleine placebokontrollierte Studie an 60 jungen gesunden Männern, die eine Einzelgabe zu Hause mit einem Fragebogen prüfte, also das Versprechen direkt; unter Sildenafil und Placebo berichteten ähnlich viele eine bessere Erektion (12 von 30 gegenüber 10 von 30) [4]. Die Autoren nennen sie selbst eine begrenzte Einzelgabestudie und fordern kontrollierte Folgestudien [4]. Nach Entscheidung n022 (Tilman, 26.10.2026) gilt sie als kleine Vorstudie: Ergebnis „Einzelbefund, unbestätigt“, nicht „kein Nutzen“, solange keine größere Studie vorliegt. Nur Abstract geprüft.

  • Verkürzt die Erholungszeit nach dem Orgasmus

    Einzelbefund, unbestätigt

    Libido & Sexualfunktion · gesund · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

    In derselben kleinen RCT berichteten 12 von 30 unter Sildenafil und 4 von 30 unter Placebo eine kürzere Refraktärzeit (p = 0,04); die Autoren nennen die Studie selbst begrenzt und fordern kontrollierte Folgestudien [4]. Nur Abstract geprüft.

  • Steigert die Ausdauerleistung

    nur unter Belastung

    Muskel & Leistung · gesund · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

    Unter normaler Sauerstoffversorgung keine höhere maximale Sauerstoffaufnahme (Überkreuz-RCT, 16 Gesunde) [6]. Unter akutem Sauerstoffmangel stiegen maximale Leistung bzw. Sauerstoffaufnahme in zwei kleinen Überkreuz-RCTs mit 14 bzw. 16 Personen [5][6]; nach Akklimatisierung in der Höhe war der Effekt in einer Studie verschwunden [6], in der anderen im Basislager vorhanden [5]. Als „Belastung“ gilt hier der Sauerstoffmangel. Nur Abstract geprüft.

  • Hilft bei Erektionsstörungen

    Nutzen belegt

    Libido & Sexualfunktion · Patienten: erektile Dysfunktion · Mensch, randomisiert

    Zwei doppelblinde RCTs mit 532 und 329 Männern: dosisabhängig bessere Erektionsfunktion, 69 % gegenüber 22 % erfolgreiche Versuche in der Studie mit Dosisanpassung [3]; Zulassung in der EU seit 1998 [13]. Studie [3] nur Abstract geprüft.

  • Verbessert die Belastbarkeit bei pulmonal-arterieller Hypertonie

    Nutzen belegt

    Lunge & Atemwege · Patienten: pulmonal-arterielle Hypertonie · Mensch, randomisiert

    Zugelassene Indikation (Revatio, EU seit 2005) [13]. In der doppelblinden RCT SUPER-1 mit 278 Patientinnen und Patienten stieg die Gehstrecke im Sechs-Minuten-Gehtest nach 12 Wochen in allen Sildenafil-Gruppen gegenüber Placebo um 45 bis 50 m; Druck in der Lungenarterie und WHO-Funktionsklasse besserten sich. Klinische Verschlechterungen waren nicht seltener, auf die Sterblichkeit war die Studie nicht ausgelegt [14]. Nur Abstract geprüft; die Finanzierung steht nicht im Abstract.

kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

Wirkweise

Evidenzkarte: Sildenafil

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Bei sexueller Erregung setzen Nerven und Endothel im Schwellkörper Stickstoffmonoxid frei, das über die Guanylatcyclase cGMP bildet und die glatte Muskulatur entspannt. In menschlichem Schwellkörpergewebe war die Phosphodiesterase 5 (PDE5) die vorherrschende Phosphodiesterase; Sildenafil hemmte sie selektiv (mittlere IC50 3,9 nM, in vitro) und verstärkte bei zwölf Männern mit Erektionsstörung ohne organische Ursache die Erektion auf sexuelle Reize. Die Arbeit stammt von Pfizer [1]. Laut Fachinformation wirkt Sildenafil peripher und nur, wenn der NO/cGMP-Weg durch sexuelle Stimulation aktiviert ist; es ist etwa 10-fach selektiver für PDE5 als für die Netzhaut-Phosphodiesterase PDE6, 80-fach gegenüber PDE1 und mehr als 700-fach gegenüber PDE2, 3, 4, 7 bis 11 [2]. PDE6 ist an der Lichtverarbeitung der Netzhaut beteiligt; Sehstörungen wie Blausehen (Cyanopsie) gehören zu den häufigen Nebenwirkungen [2].

Bei Männern mit Erektionsstörung organischer, psychogener oder gemischter Ursache verbesserte Sildenafil die Erektionsfunktion in zwei doppelblinden RCTs (532 und 329 Männer): In der Studie mit schrittweiser Dosisanpassung waren in den letzten vier Wochen 69 % der Versuche zum Geschlechtsverkehr erfolgreich gegenüber 22 % unter Placebo; häufigste Nebenwirkungen waren Kopfschmerz, Gesichtsrötung und Verdauungsbeschwerden [3].

Für Männer ohne Erektionsstörung gibt es eine kleine placebokontrollierte Studie: 60 gesunde Männer zwischen 20 und 40 Jahren nahmen einmalig Sildenafil oder Placebo vor dem Geschlechtsverkehr. Eine bessere Erektion berichteten 12 von 30 unter Sildenafil und 10 von 30 unter Placebo (kein Unterschied); kürzer war nur die Refraktärzeit nach dem Samenerguss (12 von 30 gegenüber 4 von 30, p = 0,04). Die Autoren raten von der Freizeitanwendung ab [4]. Im Sport wird Sildenafil mit Ausdauer und Höhentauglichkeit beworben. In einer randomisierten, doppelblinden Überkreuzstudie mit 14 gesunden Bergsteigenden senkte es unter Sauerstoffmangel den Druck in der Lungenarterie und steigerte die maximale Leistung, sowohl beim Atmen eines sauerstoffarmen Gasgemischs im Flachland als auch im Basislager am Mount Everest; unter normaler Sauerstoffversorgung wurde nicht geprüft [5]. Eine zweite randomisierte Überkreuzstudie mit 16 Gesunden fand unter normaler Sauerstoffversorgung keinen Effekt auf die maximale Sauerstoffaufnahme, im akuten Sauerstoffmangel einen Anstieg (von 27 auf 32 ml/min/kg) und nach zwei Wochen Akklimatisierung auf 5000 m wieder keinen Effekt [6].

Laut Fachinformation verstärkt Sildenafil die blutdrucksenkende Wirkung von Nitraten und NO-Donoren wie Amylnitrit; die Kombination ist kontraindiziert, ebenso mit Guanylatcyclase-Stimulatoren wie Riociguat [2]. Schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse wurden nach der Markteinführung in zeitlichem Zusammenhang berichtet, meist bei vorbestehenden Risikofaktoren; dazu kommen Priapismus und Sehstörungen bis zur nicht-arteriitischen anterioren ischämischen Optikusneuropathie (NAION) [2]. Eine Metaanalyse von vier Beobachtungsstudien fand für PDE5-Hemmer insgesamt keinen gesicherten Zusammenhang mit NAION [7]. Zum Melanom fand eine Kohortenstudie mit 25 848 US-Männern ein erhöhtes Risiko bei Sildenafil-Nutzern (Hazard Ratio 1,84), nicht aber für andere Hautkrebsarten [8]; in einer Metaanalyse von acht Beobachtungsstudien war das Risiko für PDE5-Hemmer als Gruppe erhöht, für Sildenafil allein nicht signifikant (Odds Ratio 1,85; 95-%-KI 0,97–3,51), bei sehr hoher Heterogenität [9]. Beobachtungsdaten können Verzerrungen durch Lebensstil und Sonnenexposition nicht ausschließen.

Sildenafil ist der häufigste nicht deklarierte Arzneistoff in Mitteln zur sexuellen Leistungssteigerung, die als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden: In FDA-Warnungen von 2007 bis 2016 enthielten 166 von 353 verfälschten Produkten dieser Gruppe Sildenafil [10]. In einer rumänischen Untersuchung enthielten 73,3 % der als natürlich deklarierten Präparate Sildenafil, Tadalafil oder beides, teils in Mengen wie in zugelassenen Arzneimitteln oder darüber [11]. In Deutschland ist Sildenafil verschreibungspflichtig [12]; in der EU ist es als Viagra, Revatio und als Generikum zentral zugelassen [13].

Bei pulmonal-arterieller Hypertonie, der zweiten zugelassenen Indikation, verlängerte Sildenafil in der doppelblinden RCT SUPER-1 mit 278 Patientinnen und Patienten nach 12 Wochen die Gehstrecke im Sechs-Minuten-Gehtest gegenüber Placebo um 45 bis 50 m und senkte den mittleren Druck in der Lungenarterie; klinische Verschlechterungen waren nicht seltener, auf die Sterblichkeit war die Studie nicht ausgelegt [14].

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
Phosphodiesterase 5 (PDE5)EnzymHemmerIC50 3,9 nM (menschliches Schwellkörpergewebe, in vitro) Mensch, randomisiert[1][2][3]
Phosphodiesterase 6 (PDE6, Netzhaut)EnzymHemmeretwa 10-fach schwächer als an PDE5 (Fachinformation); PDE6 ist an der Phototransduktion beteiligt Labor[2]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutung↑ · Mehr Blutfluss in den Schwellkörper bei Erektionsstörung (RCTs); senkt den Druck in der Lungenarterie bei Sauerstoffmangel (RCTs an Gesunden) und bei pulmonal-arterieller Hypertonie (RCT); leichter, vorübergehender Blutdruckabfall[2][3][5][14]
  • Stickstoffmonoxid↑ · Verstärkt das NO/cGMP-Signal, indem es den cGMP-Abbau hemmt; wirkt nur bei aktiviertem NO-Weg (sexuelle Stimulation)[1][2]
  • Energiestoffwechselkeine Daten
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativkeine Daten
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · Filmtablette (Sildenafilcitrat)

    ≈ 41 % (Mensch, Spanne 25–63 %)

    Rasch aufgenommen; die mittlere absolute Bioverfügbarkeit liegt bei 41 %, die terminale Halbwertszeit bei 3 bis 5 Stunden [2].

    Mensch, nicht randomisiert

Studien am Menschen

  • Sildenafil bei jungen Männern ohne Erektionsstörung (Mondaini 2003)

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert, Einzelgabe zu Hause · gesund (Männer 20–40 Jahre ohne Erektionsstörung) · n = 60 · Einzelgabe

    Gemessen: selbst berichtete Erektionsqualität; Refraktärzeit

    Ergebnis: Erektion nicht besser (12/30 gegenüber 10/30, p = 0,79); Refraktärzeit kürzer (12/30 gegenüber 4/30, p = 0,04).[4]

    Mensch, randomisiert

  • Leistung unter Sauerstoffmangel (Ghofrani 2004)

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert, Überkreuz · gesund (Bergsteigende und Trekkingreisende) · n = 14 · Einzelgaben, Flachland und Basislager

    Gemessen: Druck in der Lungenarterie, Herzzeitvolumen, Sauerstoffsättigung, maximale Leistung

    Ergebnis: Im akuten Sauerstoffmangel im Flachland maximale Leistung höher (172,5 gegenüber 130,6 W) und Sättigung besser; im Basislager Leistung höher, Sättigung unverändert; bei zwei Personen stärkere Kopfschmerzen.[5]

    Mensch, randomisiert

  • Ausdauer unter Normoxie und Hypoxie (Faoro 2007)

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert, Überkreuz · gesund · n = 16 · Einzelgaben; Wiederholung nach 2 Wochen Akklimatisierung auf 5000 m

    Gemessen: maximale Sauerstoffaufnahme, Sättigung, Lungenkreislauf

    Ergebnis: Normoxie: kein Effekt; akute Hypoxie: VO2max 27 auf 32 ml/min/kg; nach Akklimatisierung: kein Effekt.[6]

    Mensch, randomisiert

  • Zulassungsstudien bei Erektionsstörung (Goldstein 1998)

    zwei RCTs, doppelblind, placebokontrolliert, danach offene Verlängerung · Patienten: erektile Dysfunktion verschiedener Ursache · n = 861 · 24 bzw. 12 Wochen, Verlängerung 32 Wochen

    Gemessen: International Index of Erectile Function, Tagebuch, globale Wirksamkeitsfrage

    Ergebnis: Dosisabhängig bessere Erektionsfunktion; 69 % gegenüber 22 % erfolgreiche Versuche; Kopfschmerz, Gesichtsrötung und Verdauungsbeschwerden am häufigsten.[3]

    Mensch, randomisiert

  • SUPER-1 bei pulmonal-arterieller Hypertonie (Galiè 2005)

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert, drei Dosisgruppen, danach offene Verlängerung · Patienten: symptomatische pulmonal-arterielle Hypertonie (idiopathisch, bei Bindegewebserkrankung oder nach operativ verschlossenem Shunt) · n = 278 · 12 Wochen, Verlängerung bis 1 Jahr

    Gemessen: Sechs-Minuten-Gehstrecke (primär), mittlerer Druck in der Lungenarterie, WHO-Funktionsklasse, klinische Verschlechterung

    Ergebnis: Gehstrecke gegenüber Placebo +45 bis +50 m (p < 0,001); Druck in der Lungenarterie ↓, Funktionsklasse besser; klinische Verschlechterung nicht signifikant verschieden; Gesichtsrötung, Verdauungsbeschwerden und Durchfall als Nebenwirkungen.[14]

    Mensch, randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Gefährlicher Blutdruckabfall mit Nitraten

    Sildenafil verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung von Nitraten und NO-Donoren wie Amylnitrit; die gleichzeitige Anwendung ist laut Fachinformation kontraindiziert, ebenso mit Riociguat [2].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Herz-Kreislauf-Ereignisse

    Nach der Markteinführung wurden in zeitlichem Zusammenhang Herzinfarkt, instabile Angina, plötzlicher Herztod, Rhythmusstörungen und Hirnblutungen berichtet, meist bei vorbestehenden Risikofaktoren und oft während oder kurz nach dem Geschlechtsverkehr; ein direkter Zusammenhang ist nicht geklärt (Fachinformation) [2].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Sehstörungen und NAION

    Blausehen, verschwommenes Sehen und Sehstörungen gehören zu den häufigen Nebenwirkungen; Fälle von NAION wurden spontan und in einer Beobachtungsstudie berichtet, nach NAION-bedingtem Sehverlust auf einem Auge ist Sildenafil kontraindiziert [2]. Die Metaanalyse von Beobachtungsstudien fand für PDE5-Hemmer keinen gesicherten Zusammenhang [7].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Priapismus

    Anhaltende Erektionen und Priapismus wurden berichtet; unbehandelt drohen Gewebeschäden und dauerhafter Potenzverlust (Fachinformation) [2].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Melanom (Signal aus Beobachtungsdaten)

    Kohorte mit Hazard Ratio 1,84 für Melanom bei Sildenafil-Nutzern [8]; in der Metaanalyse für PDE5-Hemmer insgesamt erhöht, für Sildenafil allein nicht signifikant, mit sehr hoher Heterogenität [9]. Ein ursächlicher Zusammenhang ist nicht belegt.

    Mensch, nicht randomisiert

  • Häufige Nebenwirkungen

    Kopfschmerz, Gesichtsrötung, Verdauungsbeschwerden, verstopfte Nase, Schwindel und Übelkeit (Fachinformation, Zulassungsstudien) [2][3]; unter Sauerstoffmangel in der Höhe verstärkte Kopfschmerzen bei zwei von 14 Teilnehmenden [5].

    Mensch, randomisiert

  • Verfälschte „pflanzliche“ Potenzmittel

    Sildenafil war der häufigste nicht deklarierte Arzneistoff in Potenzmitteln mit FDA-Warnung (166 von 353) [10]; 73,3 % der untersuchten, als natürlich deklarierten Präparate enthielten Sildenafil, Tadalafil oder beides [11]. Wer solche Mittel nimmt, kann unwissentlich mit Nitraten kombinieren.

    Mensch, nicht randomisiert

Wechselwirkungen

  • Nitrate, NO-Donoren (auch Amylnitrit) und Riociguat: Kontraindiziert wegen gefährlichen Blutdruckabfalls (Fachinformation) [2].
  • Alpha-Blocker: Symptomatischer Blutdruckabfall bei empfindlichen Personen möglich, vor allem in den ersten Stunden (Fachinformation) [2].
  • Ritonavir und andere CYP3A4-Hemmer: Sildenafil wird vor allem über CYP3A4 abgebaut; die gleichzeitige Gabe von Ritonavir wird laut Fachinformation nicht empfohlen [2].

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • widerlegt

    „Sildenafil löst auch ohne Erregung eine Erektion aus“

    Sildenafil verstärkt nur das durch sexuelle Stimulation aktivierte NO/cGMP-Signal; laut Fachinformation ist Stimulation Voraussetzung, und am isolierten Schwellkörper entspannt es nicht direkt [2].

  • nicht belegt

    „Viagra macht auch bei gesunden jungen Männern bessere Erektionen“

    In der einzigen gefundenen placebokontrollierten Studie kein Unterschied zu Placebo bei der Erektionsqualität [4].

  • teilweise belegt

    „Viagra kann blind machen“

    Die Fachinformation nennt NAION-Fälle aus Spontanmeldungen und einer Beobachtungsstudie und kontraindiziert Sildenafil nach NAION auf einem Auge [2]; die Metaanalyse von Beobachtungsstudien fand keinen gesicherten Zusammenhang [7].

  • widerlegt

    „Als natürlich deklarierte Potenzmittel enthalten keine Arzneistoffe“

    Sildenafil ist der häufigste nicht deklarierte Zusatz in Mitteln zur sexuellen Leistungssteigerung [10]; in einer Stichprobe enthielten 73,3 % der „natürlichen“ Präparate PDE5-Hemmer [11].

Pharmakokinetik

Aufnahme
Rasche Aufnahme; mittlere absolute Bioverfügbarkeit 41 % (25–63 %) [2].
Halbwertszeit
Terminal 3 bis 5 Stunden; der Hauptmetabolit etwa 4 Stunden [2].
Abbau
Überwiegend über CYP3A4, weniger über CYP2C9; der N-Desmethyl-Metabolit hat etwa 50 % der PDE5-Wirkstärke und erreicht etwa 40 % der Plasmaspiegel; Ausscheidung vor allem über den Stuhl (etwa 80 %) [2].
Weg ins Gehirn
Nicht an einer Primärquelle geprüft.

Rechtlicher Status

Deutschland
Verschreibungspflichtig als Arzneimittel (AMVV Anlage 1, Eintrag „Sildenafil“, ohne Ausnahme, Stand der Verordnung 19.05.2026) [12]. Ein Status als Lebensmittel ist nicht verifiziert; in als „natürlich“ deklarierten Nahrungsergänzungsmitteln wurde Sildenafil als nicht deklarierter Zusatz gefunden [10][11].
EU
Zentral zugelassen als Viagra (EMEA/H/C/000202, seit 13.09.1998) zur Behandlung der erektilen Dysfunktion bei Männern, wobei sexuelle Stimulation Voraussetzung ist, und als Revatio (EMEA/H/C/000638, seit 28.10.2005) bei pulmonal-arterieller Hypertonie (Erwachsene sowie Kinder ab einem Jahr); dazu mehrere zentral zugelassene Generika (z. B. Sildenafil Teva, EMEA/H/C/001073) [13]. Laut Fachinformation ist Viagra nicht zur Anwendung bei Frauen angezeigt [2].
USA
Von der FDA zugelassen: Laut Drugs@FDA sind die Tabletten Viagra (NDA 020895, Erstzulassung 27.03.1998) und Revatio (NDA 021845, Erstzulassung 03.06.2005) verschreibungspflichtig im Verkehr [15]. Anwendungsgebiete, weitere Darreichungsformen und Generika nicht an einer Primärquelle geprüft.

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Gibt es einen kleinen Effekt auf die Erektion bei Männern ohne Erektionsstörung, den die kleine Einzelgabestudie übersehen hat?
  • Ist das Melanomsignal ursächlich oder eine Verzerrung durch Lebensstil und Sonnenexposition?
  • Warum war der Leistungsgewinn unter Sauerstoffmangel nach Akklimatisierung in einer Studie verschwunden, in der anderen nicht?

Referenzen

  1. Boolell M, Allen MJ, Ballard SA, Gepi-Attee S, Muirhead GJ, Naylor AM, et al. Sildenafil: an orally active type 5 cyclic GMP-specific phosphodiesterase inhibitor for the treatment of penile erectile dysfunction. Int J Impot Res. 1996;8(2):47-52. PubMed
  2. European Medicines Agency. Viagra (sildenafil): EPAR – Product Information, Annex I: Summary of Product Characteristics. EMEA/H/C/000202 [Internet]. Amsterdam: EMA; Seite zuletzt aktualisiert 13.10.2026 [abgerufen 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://www.ema.europa.eu/en/documents/product-information/viagra-epar-product-information_en.pdf
  3. Goldstein I, Lue TF, Padma-Nathan H, Rosen RC, Steers WD, Wicker PA. Oral sildenafil in the treatment of erectile dysfunction. Sildenafil Study Group. N Engl J Med. 1998;338(20):1397-404. doi:10.1056/NEJM199805143382001 · PubMed
  4. Mondaini N, Ponchietti R, Muir GH, Montorsi F, Di Loro F, Lombardi G, et al. Sildenafil does not improve sexual function in men without erectile dysfunction but does reduce the postorgasmic refractory time. Int J Impot Res. 2003;15(3):225-8. doi:10.1038/sj.ijir.3901005 · PubMed
  5. Ghofrani HA, Reichenberger F, Kohstall MG, Mrosek EH, Seeger T, Olschewski H, et al. Sildenafil increased exercise capacity during hypoxia at low altitudes and at Mount Everest base camp: a randomized, double-blind, placebo-controlled crossover trial. Ann Intern Med. 2004;141(3):169-77. doi:10.7326/0003-4819-141-3-200408030-00005 · PubMed
  6. Faoro V, Lamotte M, Deboeck G, Pavelescu A, Huez S, Guenard H, et al. Effects of sildenafil on exercise capacity in hypoxic normal subjects. High Alt Med Biol. 2007;8(2):155-63. doi:10.1089/ham.2007.1058 · PubMed
  7. Penedones A, Alves C, Batel Marques F. Risk of nonarteritic ischaemic optic neuropathy with phosphodiesterase type 5 inhibitors: a systematic review and meta-analysis. Acta Ophthalmol. 2020;98(1):22-31. doi:10.1111/aos.14253 · PubMed
  8. Li WQ, Qureshi AA, Robinson KC, Han J. Sildenafil use and increased risk of incident melanoma in US men: a prospective cohort study. JAMA Intern Med. 2014;174(6):964-70. doi:10.1001/jamainternmed.2014.594 · PubMed
  9. Kreuz M, Moraes FCA, Lôbo AOM, Skov RPH, Pincelli TP. Updated meta-analysis on the risk of melanoma associated with phosphodiesterase type 5 inhibitors. Melanoma Res. 2025;35(5):293-299. doi:10.1097/CMR.0000000000001049 · PubMed
  10. Tucker J, Fischer T, Upjohn L, Mazzera D, Kumar M. Unapproved Pharmaceutical Ingredients Included in Dietary Supplements Associated With US Food and Drug Administration Warnings. JAMA Netw Open. 2018;1(6):e183337. doi:10.1001/jamanetworkopen.2018.3337 · PubMed
  11. Gheorghiu ORC, Ciobanu AM, Guțu CM, Chițescu CL, Costea GV, Anghel DM, et al. Determination of Phosphodiesterase Type-5 Inhibitors (PDE-5) in Dietary Supplements. Molecules. 2023;28(10):4116. doi:10.3390/molecules28104116 · PubMed
  12. Verordnung über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln (Arzneimittelverschreibungsverordnung – AMVV), Anlage 1 (zu § 1 Nr. 1 und § 5), zuletzt geändert durch Art. 1 der Verordnung vom 19.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 149). Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 24.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/amvv/anlage_1.html
  13. European Medicines Agency. Viagra (EMEA/H/C/000202, zugelassen 13.09.1998), Revatio (EMEA/H/C/000638, zugelassen 28.10.2005) und Generika, u. a. Sildenafil Teva (EMEA/H/C/001073): Status „Authorised“ und Anwendungsgebiete laut Medicines output – medicines JSON report [Internet]. Amsterdam: EMA; Stand 24.10.2026 [abgerufen 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://www.ema.europa.eu/en/documents/report/medicines-output-medicines_json-report_en.json
  14. Galiè N, Ghofrani HA, Torbicki A, Barst RJ, Rubin LJ, Badesch D, et al. Sildenafil citrate therapy for pulmonary arterial hypertension. N Engl J Med. 2005;353(20):2148-57. Erratum in: N Engl J Med. 2006;354(22):2400-1. doi:10.1056/NEJMoa050010 · PubMed
  15. U.S. Food and Drug Administration. Drugs@FDA (openFDA-Abfrage): Sildenafilcitrat, NDA 020895 Viagra (Tabletten) „Prescription“, Originalzulassung (ORIG, AP) 27.03.1998; NDA 021845 Revatio (Tabletten) „Prescription“, Originalzulassung (ORIG, AP) 03.06.2005 [Internet]. Silver Spring (MD): FDA; Datenstand 23.10.2026, abgerufen am 25.10.2026. Verfügbar unter: https://api.fda.gov/drug/drugsfda.json?search=application_number:NDA020895
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-26. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • Abstracts über PubMed (efetch, XML mit Affiliationen und COI-Angaben) gelesen; DOIs und PMIDs mit tools/pruefe_profile.py online aufgelöst.
  • Am Abstract: PDE5 vorherrschend im menschlichen Schwellkörper, IC50 3,9 nM, zwölf Männer, Affiliation Pfizer [1]; 532 und 329 Männer, 69 % gegenüber 22 %, Nebenwirkungen [3]; 60 Männer, 12/30 gegenüber 10/30 (p = 0,79), Refraktärzeit 12/30 gegenüber 4/30 (p = 0,04) [4]; 14 Gesunde, Überkreuz, Leistung 172,5 gegenüber 130,6 W in akuter Hypoxie, Basislager, Normoxie nicht geprüft [5]; 16 Gesunde, Normoxie ohne Effekt, akute Hypoxie 27 auf 32 ml/min/kg, chronische Hypoxie ohne Effekt [6]; vier Beobachtungsstudien, OR 1,16 [7]; 25 848 Männer, HR 1,84 für Melanom [8]; acht Studien, OR Sildenafil 1,85 (0,97–3,51) [9]; 166 von 353 Produkten [10]; 73,3 % [11].
  • Fachinformation Viagra (EPAR, englisch, abgerufen 24.10.2026): Abschnitte 4.3, 4.4, 4.8 (Zusammenfassung), 5.1 (Mechanismus, Selektivität) und 5.2 gelesen; „nicht zur Anwendung bei Frauen“ [2].
  • AMVV Anlage 1 am 24.10.2026 bei gesetze-im-internet.de abgerufen: Eintrag „Sildenafil“ ohne Ausnahme; Stand der Verordnung 19.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 149) [12]. Anlage zum Anti-Doping-Gesetz am 24.10.2026 im Volltext durchsucht: kein Eintrag „Sildenafil“ (ohne eigene Referenz).
  • EMA-Datenexport (medicines JSON, Zeitstempel 24.10.2026): Viagra EMEA/H/C/000202, Revatio EMEA/H/C/000638 (Anwendungsgebiete), Generika Sildenafil Teva, Sildenafil ratiopharm, Vizarsin, Sildenafil Actavis, Mysildecard, Granpidam zugelassen; Patrex zurückgezogen [13].
  • PubChem (CID 135398744): Summenformel und SMILES der freien Base.
  • Gegenprüfung 25.10.2026: Zeit bis zum Höchstspiegel und Nahrungseffekt aus aufnahmewege und pharmakokinetik entfernt, weil sie bei einem Freizeitversprechen als Einnahmehinweis lesbar sind (Leitfaden „Nie als Anwendung lesbar“, Muster tadalafil); Bioverfügbarkeit und Halbwertszeit bleiben [2].
  • 25.10.2026, Entscheidung q006 (Tilman: K4-Lesart, kleine RCTs tragen „kein Nutzen“ nicht): Abstract von [4] erneut über PubMed efetch gelesen (60 Männer, „single-dose home-use study“, Erektion 12/30 gegenüber 10/30, p = 0,79). Hauptversprechen von Stufe 4 „kein Nutzen“ auf Stufe 0 „nicht untersucht“; Kurzfassung und evidenz_gesamt angepasst, Befund bleibt im Text.
  • 25.10.2026, Korrekturrunde nach Gegenprüfung: Evidenzkarte an die Stufe 0 angepasst (filterNotes, Knoten und Kante „gesund“ mit lv 0 wie bei tadalafil). Die begruendung nennt jetzt die Einzelfallentscheidung q006 statt einer allgemeinen Regel: [4] prüft das Versprechen im versprochenen Design (Einzelgabe vor dem Geschlechtsverkehr, Abstract über PubMed efetch erneut gelesen), fällt also nicht unter den Wortlaut der q006-Regel; Tilman hat im Bogen (q006: „Tadalafil/Sildenafil, kleine RCTs“) dennoch Stufe 0 gewählt. Vermerk im Leitfaden bei der q006-Regel.
  • 25.10.2026, Entscheidung q010 (Bereich „Lunge & Atemwege“): zugelassene Indikation pulmonal-arterielle Hypertonie als Versprechen „Patienten: pulmonal-arterielle Hypertonie“ ergänzt (Revatio EMEA/H/C/000638 laut EMA-Export [13]). Neue Quelle SUPER-1 [14]: Abstract über PubMed efetch gelesen (278 Patientinnen und Patienten, 12 Wochen, Gehstrecke +45/+46/+50 m gegenüber Placebo, p < 0,001; Druck in der Lungenarterie und Funktionsklasse besser; klinische Verschlechterung nicht verschieden; nicht auf Sterblichkeit ausgelegt); DOI und Seiten über Crossref abgeglichen.
  • 25.10.2026, Entscheidung q083: „nur unter Belastung“ (Belastung = Sauerstoffmangel) für das Ausdauerversprechen bestätigt, keine Änderung.
  • 25.10.2026, Entscheidung q012 (nur Abstract geprüft): Alle Bewertungen aus Zeitschriftenartikeln ([1], [3] bis [11], [14]) beruhen nur auf den Abstracts. Im Wortlaut gelesen wurden die Fachinformation [2], der EMA-Export [13] und die AMVV [12].
  • 25.10.2026, Entscheidung q018 (Handelsnamen): „Viagra“ und „Revatio“ standen schon in synonyme (EMEA/H/C/000202 und EMEA/H/C/000638 [13]; Drugs@FDA NDA020895 und NDA021845, über openFDA am 25.10.2026 abgefragt). Generika nicht aufgenommen.
  • 25.10.2026, Entscheidung q040: rx_referenz gesetzt (Paket P1, Tier 2; Verschreibungspflicht laut AMVV Anlage 1 [12]).
  • 25.10.2026, Rechtsstatus (FDA-Kennungen): Drugs@FDA über openFDA (Datenstand 23.10.2026, Abfrage 25.10.2026) selbst abgefragt: NDA 020895 Viagra (Tabletten, alle Produkte) „Prescription“, ORIG AP 27.03.1998; NDA 021845 Revatio (Tabletten) „Prescription“, ORIG AP 03.06.2005 [15]. status.usa von „nicht verifiziert“ auf diese Primärquelle umgestellt; der Widerspruch zum Handelsnamen-Vermerk (q018), der die NDA schon nannte, ist damit aufgelöst.
  • 26.10.2026, Entscheidung n022 (Tilman, Bogen 2): Hauptversprechen von Stufe 0 „nicht untersucht“ (Einzelfallentscheidung q006 vom 25.10.2026) auf Stufe 4 „Einzelbefund, unbestätigt“ umgestellt; Abstract von [4] (PMID 12904810, efetch 26.10.2026) erneut gelesen.
  • 26.10.2026, Präzisions-Flags (m004; Regeln im Leitfaden unter „Zahlenregel und Präzisions-Flags“, Umsetzung Claude zur Bestätigung durch Tilman): „Bessere Erektionen auch ohne Erektionsstörung“: kleine_studien – [4] 60 Männer (Abstract). „Verkürzt die Erholungszeit nach dem Orgasmus“: kleine_studien – [4] 60 Männer (Abstract). „Steigert die Ausdauerleistung“: kleine_studien – [5] 14 Personen, [6] 16 Personen, beide Überkreuz (Abstracts). Gegenprüfung 26.10.2026: Belege der Flags (Teilnehmendenzahlen, Richtung, Finanzierung) in die begruendung übernommen und an Abstracts bzw. Volltexten erneut geprüft.

Nicht verifiziert

  • Finanzierung der Zulassungsstudien (Goldstein 1998) steht nicht im Abstract; Volltext nicht frei verfügbar.
  • Nationale Zulassungen in Deutschland (AMIce/PharmNet) nicht geprüft; US-Anwendungsgebiete, weitere US-Darreichungsformen und Generika nicht geprüft.
  • ZNS-Gängigkeit beim Menschen nicht geprüft.
  • Finanzierung und Herstellerbeteiligung von SUPER-1 [14] stehen nicht im Abstract; Volltext nicht gelesen.
  • Ob Mondaini 2003 [4] eine Pilotstudie oder eine regulär gepowerte RCT ist: Der Abstract (PMID 12904810, efetch 26.10.2026) nennt sie „limited single-dose home study“, ohne Pilotbezeichnung, Primärendpunkt oder Fallzahlplanung; Volltext nicht frei zugänglich (Europe PMC: „Subscription required“, 26.10.2026). Davon hängt die Bewertung des Hauptversprechens nach n022 ab (siehe fuer_tilman).

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