Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Mitochondriales Aktiv-B12 für mehr Energie

    nicht untersucht

    Energie & Stoffwechsel · gesund · Keine Daten

    Keine Humanstudie zu Energie, Müdigkeit oder Leistung gefunden (PubMed, ClinicalTrials.gov) [5][6]. Mechanistisch wird zugeführtes Adenosylcobalamin in der Zelle zuerst dealkyliert [3], und die Zelle bildet das Coenzym aus jeder B12-Form [2][4].[2][4][5][6]

  • Besser verwertbar als andere B12-Formen

    nicht untersucht

    Energie & Stoffwechsel · gesund · Keine Daten

    Nur Marker, und auch als Formvergleich nicht ausreichend aussagekräftig: Die einzigen Humandaten sind ältere Isotopenmessungen (Adams et al. 1971), die nur über eine Übersicht zugänglich sind; Population, Fallzahl und Design der Originalarbeit sind nicht bekannt [1]. Die Rangfolge ist gemischt: Nach der kleinsten Menge blieb am wenigsten Adenosylcobalamin im Körper (34 %, niedrigster Wert der vier Formen), bei mittlerer Menge weniger als Cyanocobalamin (13 vs. 20 %), bei großer etwas mehr (8 vs. 6 %) [1]. Nach der Aktivform-Regel (K4) tragen solche Daten weder „kein Nutzen“ noch einen Vorteil; gleiche Linie wie beim Formversprechen von Methylcobalamin. Klinische Vergleiche fehlen.

Wirkweise

Evidenzkarte: 5′-Desoxyadenosylcobalamin (Adenosylcobalamin)

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

5′-Desoxyadenosylcobalamin (Adenosylcobalamin, Coenzym B12) trägt am Cobalt eine 5′-Desoxyadenosylgruppe. Es ist das Coenzym der Methylmalonyl-CoA-Mutase in den Mitochondrien, die Methylmalonyl-CoA zu Succinyl-CoA umlagert; das Enzym spaltet dabei die Cobalt-Kohlenstoff-Bindung homolytisch und baut das Coenzym am Ende des Zyklus wieder auf [1]. Die Zelle stellt Adenosylcobalamin selbst her: Eingehende Cobalamine mit unterschiedlichen oberen Liganden werden im Zytosol vom Chaperon CblC (MMACHC) zur gemeinsamen Zwischenstufe Cob(II)alamin umgesetzt; an einer Verzweigung mit CblD geht sie entweder in den zytosolischen Methylcobalamin- oder in den mitochondrialen Adenosylcobalamin-Zweig [2]. Zugeführtes Adenosylcobalamin wird mit gereinigtem MMACHC ebenfalls dealkyliert, allerdings etwa 67-mal langsamer als Methylcobalamin (Umsatzzahlen 0,174 gegenüber 11,7 pro Stunde bei 20 °C) [3]. In HeLa-Zellen, die Cyano- oder Hydroxocobalamin erhielten, entstand zunächst vor allem Methylcobalamin, dann zunehmend Adenosylcobalamin, bis laut Modell beide Coenzyme je etwa 40 % des zellulären B12 ausmachten [4].

Als Präparat ist Adenosylcobalamin beim Menschen kaum untersucht. Eine Übersicht fasst ältere Isotopendaten zusammen: Nach der kleinsten geprüften Menge verblieben 34 % des Adenosylcobalamins im Körper, der niedrigste Wert der vier Formen (Hydroxocobalamin 56 %); bei einer größeren Menge 13 % gegenüber 20 % für Cyanocobalamin, bei einer noch größeren 8 % gegenüber 6 % [1]. Die Übersicht hält einen Vorteil der Coenzym-Formen gegenüber Cyano- und Hydroxocobalamin für unwahrscheinlich und stellt fest, dass Adenosylcobalamin nicht ausreichend untersucht ist [1]. Auf ClinicalTrials.gov fanden sich fünf Einträge zum Suchbegriff; zwei prüfen Adenosylcobalamin selbst: eine placebokontrollierte Studie mit Cobamamid bei Mangelernährung in Indonesien (Status unbekannt, keine Ergebnisse) [5] und eine abgeschlossene Phase-2-Studie eines koreanischen Herstellers mit einem Adenosylcobalamin-Gel bei Neurodermitis (keine Ergebnisse im Register) [6]. Eine Studie zu Energie, Müdigkeit oder Leistungsfähigkeit wurde nicht gefunden.

Formulierungen und Herkunft: Adenosylcobalamin ist sehr lichtempfindlich; unter UVA-Licht zerfiel es in wässriger Lösung innerhalb von Sekunden zu Hydroxocobalamin [7]. Als Pulver wird es tiefgekühlt gelagert; in Lösung bei pH 7,5 sinkt seine Halbwertszeit von 690 Tagen bei 30 °C auf 15 Stunden bei 85 °C [8]. Zu Kombinationspräparaten mit Methylcobalamin sowie zu sublingualen oder liposomalen Formen wurden keine vergleichenden Humandaten gefunden.

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
Methylmalonyl-CoA-Mutase (mitochondrial)EnzymAktivatorCoenzym; homolytische Spaltung der Co–C-Bindung im Katalysezyklus Labor[1]
MMACHC (CblC), Glutathion-abhängige DealkylierungEnzymBindungSubstrat; Umsatzzahl 0,174 pro Stunde bei 20 °C (Methylcobalamin 11,7; gereinigtes Protein) Labor[3]
CblD-Verzweigung in den mitochondrialen ZweigSignalwegBindungleitet Cob(II)alamin zur Adenosylierung in die Mitochondrien (Labor) Labor[2]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselunklar · Coenzym im Abbau von Methylmalonyl-CoA (Labor); ob zugeführtes Adenosylcobalamin beim Menschen mehr bewirkt als andere Formen, ist nicht untersucht[1][3]
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativkeine Daten
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · Tablette oder Kapsel

    ≈ 34 % (kleinste Menge), ≈ 13 % bzw. ≈ 8 % bei größeren Mengen (Isotopendaten, im Körper verbliebener Anteil)

    Ältere Isotopendaten laut Übersicht; keine durchgängige Rangfolge gegenüber anderen Formen [1].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Transdermal (über die Haut) · liposomales Gel

    Phase-2-Studie eines Herstellers bei Neurodermitis abgeschlossen, Ergebnisse im Register nicht veröffentlicht [6].

    Keine Daten

Studien am Menschen

  • Isotopenvergleich von vier B12-Formen

    Isotopenstudie (Angaben aus Übersicht, Originalarbeit ohne Abstract) · nicht verifiziert · Einzelgaben

    Gemessen: Im Körper verbliebener Anteil

    Ergebnis: Adenosylcobalamin 34 % (kleinste Menge, niedrigster Wert), 13 vs. 20 % (Cyanocobalamin) bzw. 8 vs. 6 % bei größeren Mengen.[1]

    Mensch, nicht randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Zerfall durch Licht

    Unter UVA-Licht in Sekunden zu Hydroxocobalamin umgewandelt [7]; empfindlich gegenüber Wärme [8]. Der Gehalt in Produkten kann dadurch sinken.

    Labor

  • Fehlende Sicherheitsdaten

    Zu oralem Adenosylcobalamin wurden keine kontrollierten Sicherheitsstudien gefunden; die Übersicht stuft die Form als nicht ausreichend untersucht ein [1].

    Keine Daten

Wechselwirkungen

  • Metformin: Betrifft die B12-Versorgung allgemein, nicht speziell Adenosylcobalamin: In einer RCT sank die B12-Konzentration unter Metformin [10]. Einordnung und Einzelheiten stehen stellvertretend für die Familie im Profil Cyanocobalamin (künftig auf der Gruppenseite).

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • nicht belegt

    „Adenosylcobalamin gelangt unverändert in die Mitochondrien und muss nicht umgewandelt werden“

    Mit gereinigtem Protein wird Adenosylcobalamin von MMACHC dealkyliert, wenn auch langsam [3]; die Zelle leitet die gemeinsame Zwischenstufe erst danach in den mitochondrialen Zweig [2]. Beim Menschen ist der Weg nicht direkt gemessen.

  • nicht belegt

    „Die Kombination aus Methyl- und Adenosylcobalamin deckt beide Coenzyme ab und ist deshalb besser als eine einzelne Form“

    Zellen bilden beide Coenzyme aus Cyano- oder Hydroxocobalamin [4], und alle Formen laufen über dieselbe Zwischenstufe [2]. Vergleichende Humandaten zu Kombinationen wurden nicht gefunden.

Pharmakokinetik

Aufnahme
Über Intrinsic Factor wie andere B12-Formen; im Körper verbliebener Anteil in älteren Isotopendaten ohne durchgängige Rangfolge gegenüber anderen Formen [1].
Halbwertszeit
Im Körper nicht verifiziert; in Lösung bei pH 7,5 chemisch 690 Tage bei 30 °C, 15 Stunden bei 85 °C [8].
Abbau
Dealkylierung durch MMACHC (im Labor langsam), dann Neubildung der Coenzyme über die CblD-Verzweigung [2][3].
Weg ins Gehirn
Nicht verifiziert.

Rechtlicher Status

Deutschland
In AMIce kein verkehrsfähiges Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Cobamamid oder Adenosylcobalamin gefunden (Suche nach Stoffname, Abruf 24.10.2026) [12]; als Vitaminverbindung nach Anhang II der RL 2002/46/EG in Nahrungsergänzungsmitteln zulässig [9].
EU
Anhang II Teil A, Nr. 11 c der RL 2002/46/EG („5′-Desoxyadenosylcobalamin“) [9].
USA
Nicht verifiziert.

Zugelassene EU-Angaben

EU-Claim zugelassen Eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe ist eine rechtliche Aussage über den Nährstoff, nicht über diese Form, und keine Evidenzstufe. Die Studienlage zu dieser Form steht davon getrennt beim Hauptversprechen und unter „Studien am Menschen“.

  • „trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei“

    Nährstoff
    Vitamin B12
    Rechtsgrundlage
    VO (EU) Nr. 432/2012[11]
    Einordnung
    rechtlich zulässig, bei Gesunden nicht untersucht (gilt dem Nährstoff; siehe Versprechen „Mitochondriales Aktiv-B12 für mehr Energie“)
  • „trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei“

    Nährstoff
    Vitamin B12
    Rechtsgrundlage
    VO (EU) Nr. 432/2012[11]
    Einordnung
    rechtlich zulässig, bei Gesunden nicht untersucht

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Steigt die Aktivität der Methylmalonyl-CoA-Mutase (gemessen an Methylmalonsäure) nach oralem Adenosylcobalamin stärker als nach gleicher Menge Cyano- oder Hydroxocobalamin?
  • Was ergaben die registrierten Studien zu Mangelernährung und zum Gel bei Neurodermitis?
  • Wie viel intaktes Adenosylcobalamin enthalten Präparate nach Lagerung?

Referenzen

  1. Obeid R, Fedosov SN, Nexo E. Cobalamin coenzyme forms are not likely to be superior to cyano- and hydroxyl-cobalamin in prevention or treatment of cobalamin deficiency. Mol Nutr Food Res. 2015;59(7):1364–72. doi:10.1002/mnfr.201500019 · PubMed
  2. Banerjee R, Gouda H, Pillay S. Redox-linked coordination chemistry directs vitamin B12 trafficking. Acc Chem Res. 2021;54(8):2003–13. doi:10.1021/acs.accounts.1c00083 · PubMed
  3. Kim J, Hannibal L, Gherasim C, Jacobsen DW, Banerjee R. A human vitamin B12 trafficking protein uses glutathione transferase activity for processing alkylcobalamins. J Biol Chem. 2009;284(48):33418–24. doi:10.1074/jbc.M109.057877 · PubMed
  4. Fedosov SN, Nexo E, Heegaard CW. Kinetics of cellular cobalamin uptake and conversion: comparison of aquo/hydroxocobalamin to cyanocobalamin. Nutrients. 2024;16(3):378. doi:10.3390/nu16030378 · PubMed
  5. Fakultas Kedokteran Universitas Indonesia. The role of cobamamide supplements in malnourished patients. ClinicalTrials.gov: NCT05944744. Abgerufen am 24.10.2026. NCT05944744
  6. HanAll BioPharma Co., Ltd. A randomized, phase 2, double-blind, placebo-controlled trial to evaluate the safety and efficacy of HL-009 liposomal gel in adult patients with mild to moderate atopic dermatitis. ClinicalTrials.gov: NCT01568489. Abgerufen am 24.10.2026. NCT01568489
  7. Juzeniene A, Nizauskaite Z. Photodegradation of cobalamins in aqueous solutions and in human blood. J Photochem Photobiol B. 2013;122:7–14. doi:10.1016/j.jphotobiol.2013.03.001 · PubMed
  8. Temova Rakuša Ž, Roškar R, Hickey N, Geremia S. Vitamin B12 in foods, food supplements, and medicines – a review of its role and properties with a focus on its stability. Molecules. 2022;28(1):240. doi:10.3390/molecules28010240 · PubMed
  9. Richtlinie 2002/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Juni 2002 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Nahrungsergänzungsmittel. ABl. L 183 vom 12.7.2002, S. 51. Konsolidierte Fassung vom 26.11.2025 (CELEX 02002L0046-20251126).
  10. de Jager J, Kooy A, Lehert P, Wulffelé MG, van der Kolk J, Bets D, et al. Long term treatment with metformin in patients with type 2 diabetes and risk of vitamin B-12 deficiency: randomised placebo controlled trial. BMJ. 2010;340:c2181. doi:10.1136/bmj.c2181 · PubMed
  11. Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern. ABl. L 136 vom 25.5.2012, S. 1 (CELEX 32012R0432).
  12. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. AMIce – Arzneimittel-Informationssystem, öffentlicher Teil [Datenbank]. Suche Stoffname „Cobamamid“ bzw. „Adenosylcobalamin“ [zitiert 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://portal.bfarm.de/amguifree/
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-24. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • Anhang II Teil A, Nr. 11 c („5′-Desoxyadenosylcobalamin“) im konsolidierten Text CELEX 02002L0046-20251126 gelesen.
  • PubChem CID 6474320 (Coenzyme B12): Summenformel und SMILES per PUG-REST.
  • Am Abstract: CblC-Umsetzung zu Cob(II)alamin, CblD-Verzweigung [2]; Umsatzzahlen 11,7 und 0,174 pro Stunde bei 20 °C (Quotient 67 selbst berechnet) [3]; Methylcobalamin zuerst, Endzustand je etwa 40 % [4].
  • Im Open-Access-Volltext von [1]: homolytische Spaltung durch die Mutase, Isotopendaten nach Adams et al. 1971 (34 %, 13 vs. 20 %, 8 vs. 6 %), „not been studied enough“. Im Volltext von [8]: Lagerung tiefgekühlt, Halbwertszeit 690 Tage bei 30 °C und 15 Stunden bei 85 °C; Photolyse nach [7].
  • ClinicalTrials.gov (24.10.2026): 5 Treffer für „adenosylcobalamin“; NCT05944744 (Status unbekannt, keine Ergebnisse) und NCT01568489 (abgeschlossen 2013, Sponsor HanAll BioPharma, topisches Adenosylcobalamin-Gel, keine Ergebnisse) geprüft.
  • PubMed: „dibencozide“ wird auf das Supplementary Concept „cobamamide“ abgebildet (bestätigt das Synonym) und liefert nur biochemische Arbeiten; keine Humanstudie zu Muskelaufbau gefunden.
  • Gesundheitsbezogene Angaben für Vitamin B12 im Wortlaut der VO (EU) Nr. 432/2012 gelesen: Basisfassung CELEX 32012R0432 und konsolidierte Fassung CELEX 02012R0432-20250820 (beide über Cellar, XHTML, 24.10.2026); die zwei Angaben in health_claims sind wortgleich. 5′-Desoxyadenosylcobalamin steht in Anhang II (Teil A, Nr. 11 c), die Angaben gelten dem Nährstoff (K5).
  • Metformin-Verweis (G9): de Jager 2010 [10] mit PMID und DOI wie in den übrigen B12-Profilen; die Einzelheiten stehen im Profil Cyanocobalamin.
  • Rechtsstatus (G6) am 24.10.2026: AMIce (öffentlicher Teil, BfArM; Stoffname „Cobamamid“ bzw. „Adenosylcobalamin“, nur Wirkstoff, Humanarzneimittel, verkehrsfähig): keine Treffer [12]. Ohne Frontmaskierung und bei abweichenden Stoffnamen ist das kein Beweis, dass es kein Arzneimittel gibt.

Nicht verifiziert

  • Isotopendaten von Adams et al. (1971) nur über die Übersicht [1]; Population und Studiendesign unbekannt.
  • Ein Brief in J Eur Acad Dermatol Venereol (2014, PMID 23506619) mit Beteiligten u. a. von HanAll Biopharma berichtet laut Titel über eine Wirkung von Adenosylcobalamin bei Juckreiz; ohne Abstract nicht ausgewertet.
  • Herbert und Sullivan (1964) „Activity of coenzyme B12 in man“ ohne Abstract, nicht ausgewertet.
  • Arzneimittelstatus außerhalb Deutschlands (z. B. Cobamamid-Präparate) nicht geprüft.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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