Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Die Sporen überleben die Magensäure und wirken deshalb besser als andere Probiotika

    nicht untersucht

    Verdauung & Darm · gesund · Labor

    Belegt ist nur der erste Teil, und das in einem computergesteuerten Labormodell: 97 % Überleben der Magenpassage, im Mittel 51 % Wiederfindung nach dem Dünndarmabschnitt, danach überwiegend ausgekeimte Zellen [6]. Überlebensfähigkeit ist kein klinischer Endpunkt, und ein Vergleich mit einem nicht sporenbildenden Probiotikum am Menschen wurde nicht gefunden.

  • Lindert Reizdarm-Beschwerden

    Einzelbefund, unbestätigt

    Verdauung & Darm · Patienten: Reizdarmsyndrom · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

    Zwei kleine Studien von 2009: In der einen (44 Teilnehmende) verhinderten ungleiche Ausgangswerte den Gruppenvergleich, sodass nur Veränderungen innerhalb der Gruppen berichtet sind [7]; in der anderen (52 ausgewertet) sank die Zahl täglicher Stuhlgänge gegenüber Placebo (p = 0,042), Schweregrad und Lebensqualität waren nicht beurteilbar [8]. Die stammbezogene Metaanalyse 2026 schloss diesen Stamm aus, weil ein Volltext nicht zugänglich war [9].

  • Hilft bei Blähungen und unregelmäßigem Stuhlgang ohne Krankheitsdiagnose

    Einzelbefund, unbestätigt

    Verdauung & Darm · gesund (funktionelle Magen-Darm-Beschwerden) · Mensch, randomisiert vom Hersteller finanziertAlle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.

    Mit dem Stamm allein gibt es eine Studie: Bei 111 Erwachsenen in China gab es mehr Stuhlgänge pro Woche (p = 0,036), bessere Konsistenz und seltener Verstopfung (p < 0,001); sie stammt aus dem Herstellerumfeld und ist nicht wiederholt [11]. Die Blähungsstudie mit 61 Erwachsenen (Bauchschmerz-Teilscore und Gesamtscore besser als unter Placebo, p = 0,046 bzw. p = 0,048, bei deutlichem Placeboeffekt) prüfte ein Kombinationsprodukt aus Stamm und Cellulasen bzw. weiteren Enzymen und zählt deshalb nicht als Befund für den Stamm [10]. Beleg für „vom Hersteller finanziert“: die Autorinnen und Autoren von [11] arbeiten laut Affiliation bei Kerry bzw. Biosearch Life, a Kerry company, dem Anbieter des Stamms.

  • Verbessert Proteinverwertung und Erholung nach dem Training

    Einzelbefund, unbestätigt

    Muskel & Leistung · gesund · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

    Zwei Überkreuzstudien mit je 30 Personen zeigen höhere Aminosäurespiegel nach einer Proteinmahlzeit [12][13] – das sind Marker, kein Leistungsnachweis. Zur Erholung gibt es eine Überkreuzstudie mit 29 trainierten Männern, in der zusammen mit Casein Muskelkater und Erholungsempfinden besser waren und die Spitzenleistung nicht abfiel [14], sowie eine Studie mit zweimal neun Soldaten, in der ein Kernspinmarker der Muskelintegrität besser war als mit dem Vergleichsstoff allein [15]. Die Arbeiten [12][13][14] stammen aus dem Umfeld derselben Beratungsfirma; die Soldatenstudie nennt keine solche Verbindung [15]. Beleg für „kleine Studien“: 30, 30 und 29 Teilnehmende [12][13][14] sowie 26 Soldaten in drei Gruppen [15].[12][13]

  • Stärkt die Abwehr

    Einzelbefund, unbestätigt

    Immunsystem & Infekte · gesund (Schulkinder bzw. ältere Erwachsene) · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

    Bei 80 Schulkindern traten über drei Monate mehrere Erkältungsbeschwerden seltener und kürzer auf, begleitet von Veränderungen vieler Immunproteine; es wurden zahlreiche Einzelbeschwerden geprüft, was Zufallsbefunde begünstigt [17]. Bei 36 Älteren stieg Interleukin 10 aus angeregten Blutzellen, ohne durchgehenden Unterschied zu Placebo [16]. Infektionszahlen bei Erwachsenen wurden nicht erhoben.

kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

vom Hersteller finanziert: Alle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.

Wirkweise

Evidenzkarte: Bacillus coagulans GBI-30 6086 (BC30)

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Der Stamm ist ein sporenbildendes, milchsäurebildendes Bakterium. Zum Namen: Das EFSA-QPS-Update 2026 hat die Liste der bewerteten Einheiten umgestellt, sodass Bacillus coagulans der gültige Name ist und Weizmannia coagulans sowie Heyndrickxia coagulans als Synonyme geführt werden [1]; in Veröffentlichungen bis 2025 tauchen beide Alternativnamen auf. Die alte Bezeichnung „Lactobacillus sporogenes“ gilt als Musterfall einer Fehlbestimmung: Der Organismus ist korrekt als Bacillus coagulans einzuordnen [2]. Als lebender Mikroorganismus mit behauptetem Nutzen fällt der Stamm unter die ISAPP-Konsensdefinition des Probiotikums [3]. Sein Entwurfsgenom ist veröffentlicht [4]; eine genombasierte Sicherheitsbewertung fand keine übertragbaren Resistenzgene, keine Virulenzfaktoren und keine Gene für biogene Amine, aber phänotypische Resistenz gegen Streptomycin und Kanamycin [5].

Das Hauptversprechen betrifft die Sporenform. In einem dynamischen, computergesteuerten Modell von Magen und Dünndarm überlebten 97 % der Sporen die Magenpassage, überwiegend als Sporen; nach dem Dünndarmabschnitt waren im Mittel 51 % der eingesetzten Keime nachweisbar, davon 93 % als ausgekeimte Zellen, und im Dickdarmmodell lag der Anteil ausgekeimter Zellen nach 24 Stunden bei 97 % [6]. Das ist ein Laborbefund und sagt nichts darüber, ob die Überlebensfähigkeit zu einem klinischen Vorteil führt; einen Direktvergleich mit einem nicht sporenbildenden Probiotikum gibt es nicht.

Beim Reizdarmsyndrom liegen zwei kleine Studien von 2009 vor, beide mit methodischen Einschränkungen. In der einen erhielten 44 Betroffene acht Wochen den Stamm oder Placebo; weil die Ausgangswerte zwischen den Gruppen deutlich abwichen, wurde nur innerhalb der Gruppen gerechnet, sodass ein Gruppenvergleich fehlt [7]. In der anderen, einer Pilotstudie bei Durchfall-dominantem Reizdarm, sank die Zahl der täglichen Stuhlgänge gegenüber Placebo (52 ausgewertet, p = 0,042), während Schweregrad und Lebensqualität wegen großer Streuung nicht beurteilbar waren [8]. In der nach Stämmen getrennten Metaanalyse 2026 wurde dieser Stamm ausdrücklich nicht ausgewertet, weil der Volltext einer der beiden Studien nicht zugänglich war; andere Bacillus-coagulans-Stämme wurden dort dagegen bewertet [9]. Bei Menschen ohne Reizdarmdiagnose, aber mit Blähbeschwerden nach dem Essen, verbesserten sich in einer Studie mit 61 Teilnehmenden Bauchschmerz und Gesamtscore gegenüber Placebo (p = 0,046 bzw. p = 0,048), bei starkem Placeboeffekt [10]. Geprüft wurde dort allerdings ein Kombinationsprodukt aus dem Stamm und einer Enzymmischung (unter anderem Cellulasen aus Trichoderma longibrachiatum und Aspergillus niger), sodass sich der Effekt nicht dem Stamm allein zuordnen lässt; die Studie wurde vom damaligen Hersteller finanziert. Die neueste Studie mit 111 Erwachsenen in China fand mehr Stuhlgänge pro Woche (p = 0,036), bessere Stuhlkonsistenz und seltener Verstopfung (beides p < 0,001) sowie mehr Bacteroides und weniger Clostridium, Blautia und Ruminococcus im Stuhl, ohne das Mikrobiom im Übrigen zu verändern [11].

Der am konsistentesten belegte Befund ist die Proteinverwertung. Bei 30 jungen Erwachsenen stiegen nach einer Mahlzeit mit Milchproteinkonzentrat samt Stamm die Spitzenkonzentrationen mehrerer Aminosäuren und die Fläche unter der Kurve für Arginin und Isoleucin, und einzelne Aminosäuren erreichten ihr Maximum früher [12]; bei 30 gesunden älteren Frauen zeigte sich das Gleiche für ein Reis-Erbsen-Proteingemisch [13]. Das sind Blutspiegel, kein klinischer Nutzen. Im Sport gibt es eine Überkreuzstudie mit 29 trainierten Männern: Zusammen mit Casein verbesserte der Stamm das Erholungsempfinden nach einer muskelschädigenden Belastung und verringerte den Muskelkater nach 72 Stunden, der Anstieg der Kreatinkinase war tendenziell geringer, und die Spitzenleistung im Fahrradtest fiel in der Kombinationsgruppe nicht ab [14]. In einer kleinen Studie mit Soldaten (zwei randomisierte Gruppen mit je neun Personen plus eine Kontrollgruppe, deren Zuteilung im Abstract nicht als randomisiert beschrieben ist) veränderte der Zusatz des Stamms zu β-Hydroxy-β-methylbutyrat Entzündungswerte kaum, verbesserte aber einen Kernspinmarker der Muskelintegrität gegenüber dem Vergleichsstoff allein [15].

Zur Darmflora und zur Abwehr: Bei 36 Menschen zwischen 65 und 80 Jahren stiegen in einer Überkreuzstudie Faecalibacterium prausnitzii und Bacillus-Arten im Stuhl, und angeregte Blutzellen setzten nach 28 Tagen mehr des entzündungsdämpfenden Interleukin 10 frei; im direkten Gruppenvergleich war der Unterschied zwischen Stamm und Placebo jedoch nicht durchgehend [16]. Bei 80 gesunden Schulkindern in Mexiko traten über drei Monate mehrere Erkältungsbeschwerden seltener und kürzer auf, dazu seltener Blähungen, begleitet von Veränderungen zahlreicher Immunproteine im Serum [17]. Zur Sicherheit: In einer einjährigen Fütterungsstudie an Ratten samt Fortpflanzungsteil fanden sich keine Hinweise auf Giftigkeit [18]. Dass ein Sporenbildner sich im Darm dauerhaft ansiedelt, ist nicht gezeigt; die Besiedlung der Schleimhaut durch Probiotika ist individuell und oft erfolglos [20].

Synaptik dient ausschließlich der biochemischen und pharmakologischen Aufklärung und ist keine medizinische Beratung oder Einnahmeempfehlung.

Nur Wirkmechanismus. Schematischer Schnitt durch fünf Enterozyten des Dünndarms, nicht maßstabsgetreu: Mikrovilli und Proteine stark vergrößert, Zellen gekürzt. Jede Zelle trägt hier eine Gruppe von Angriffspunkten; tatsächlich trägt ein Enterozyt viele davon zugleich, und den B12-Rezeptor Cubam gibt es nur im Ileum. Teilchenzahlen, Geschwindigkeiten, Wartezeiten an den Transportern und Anteile abgewiesener Teilchen sind Ausgaben eines einfachen Modells und illustrativ, keine Messungen; die Abbildung nennt sie nicht als Zahl.
Wirkstoff
Ansicht

Nährstoff aus der Nahrung  gewählter Wirkstoff (bzw. seine Spaltprodukte)  Hemmstoff gebunden  Kreuz = gehemmt · gestrichelter Kreis = Weg ohne gezeigtes Protein

In einem dynamischen Modell von Magen und Dünndarm keimten die Sporen überwiegend aus und zeigten Enzymaktivität (Laborbefund) [21]. In zwei Überkreuzstudien mit je 30 Personen stiegen die Aminosäuren im Blut nach Milch- bzw. Pflanzenprotein mit dem Stamm höher an, mit größerer Fläche unter der Kurve [22, 23]; wie fast alle Studien zu diesem Stamm stammen sie aus dem Hersteller- oder Beratungsumfeld. Dass die Bakterienenzyme die Ursache sind, ist nicht belegt; die Spaltung im Lumen ist hier eine Veranschaulichung.

Einen beschrifteten Teil antippen oder fokussieren, um eine kurze Erklärung zu sehen.

Ebenfalls an diesem Wirkort, nicht gezeichnet

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
Verdauungsenzyme im Dünndarm (Protein- und Kohlenhydratabbau)EnzymAktivatorEnzymaktivität ausgekeimter Zellen im dynamischen Darmmodell Labor[6]
Aminosäureaufnahme nach einer ProteinmahlzeitSonstigesAktivatorhöhere Spitzenkonzentrationen und Fläche unter der Kurve; zwei Überkreuzstudien mit je 30 Personen Mensch, randomisiert[12][13]
Faecalibacterium prausnitzii im StuhlMikroorganismus/TaxonAbundanz ↑stärkerer Anstieg als unter Placebo (p = 0,03), Menschen von 65 bis 80 Jahren Mensch, randomisiert[16]
Bacteroides im StuhlMikroorganismus/TaxonAbundanz ↑höher nach vier Wochen; Clostridium, Blautia und Ruminococcus niedriger Mensch, randomisiert[11]
Interleukin-10-Freisetzung angeregter BlutzellenSignalwegExpression ↑Anstieg nach 28 Tagen, Gruppenvergleich nicht durchgehend signifikant Mensch, randomisiert[16]
Immunproteine im Serum (u. a. TNF-α, Interleukin 6, Interleukin 8, ICAM-1)SignalwegExpression ↓Veränderungen bei gesunden Schulkindern über drei Monate Mensch, randomisiert[17]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselkeine Daten
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativmoduliert · Mehr Interleukin 10 aus angeregten Blutzellen Älterer; bei Kindern Veränderungen mehrerer Immunproteine im Serum[16][17]
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Darmbarrierekeine Daten
  • Mikrobiommoduliert · Mehr Faecalibacterium prausnitzii bei Älteren, mehr Bacteroides und weniger Clostridium, Blautia und Ruminococcus bei Erwachsenen; das Mikrobiom im Übrigen unverändert[11][16]
  • Kurzkettige Fettsäurenkeine Daten
  • Gallensäurenkeine Daten
  • Darmhormonekeine Daten
  • Darm-Hirn-Achsekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · Sporen in Kapsel oder Pulverbeutel

    97 % Überleben der Magenpassage, im Mittel 51 % Wiederfindung nach dem Dünndarm (Labormodell)

    Im dynamischen Darmmodell überstanden die Sporen den Magen fast vollständig und keimten im Dünndarm überwiegend aus [6]. Die klinischen Studien verwendeten Kapseln oder Beutel [10][11][17].[10][11][17]

    Labor

  • Oral (geschluckt) · mit einer Proteinmahlzeit

    Die Keimung wird durch Bestandteile einer Mahlzeit angeregt; die Aminosäurestudien gaben den Stamm deshalb zusammen mit Protein [6][12][13].[6][12][13]

    Mensch, randomisiert

  • Oral (geschluckt) · in verarbeiteten Lebensmitteln (Backwaren, Getränke, Käse)

    Die Sporen überstehen Hitze- und Verarbeitungsschritte besser als vegetative Zellen; dazu gibt es Lebensmitteltechnik-Studien, aber keine Humandaten zur Wirksamkeit aus diesen Matrizes.

    Keine Daten

Studien am Menschen

  • Reizdarm, Bauchschmerz und Blähgefühl

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert, parallel · Patienten: Reizdarmsyndrom · n = 44 · 8 Wochen

    Gemessen: Selbstbewertung von Bauchschmerz und Blähgefühl

    Ergebnis: Wegen unterschiedlicher Ausgangswerte nur Auswertung innerhalb der Gruppen: in der Einnahmegruppe alle sieben Wochenvergleiche signifikant (p < 0,01), unter Placebo nur Bauchschmerz in Woche 6 und 8 (p < 0,05). Ein Gruppenvergleich fehlt.[7]

    Mensch, randomisiert

  • Durchfall-dominanter Reizdarm (Pilotstudie)

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · Patienten: Reizdarmsyndrom mit Durchfall · n = 52 · 8 Wochen

    Gemessen: Stuhlzahl und Konsistenz, Schweregrad, Lebensqualität

    Ergebnis: Weniger Stuhlgänge pro Tag als unter Placebo (p = 0,042); Schweregrad und Lebensqualität wegen großer Streuung der Ausgangswerte nicht beurteilbar. 61 eingeschlossen, 52 ausgewertet.[8]

    Mensch, randomisiert

  • Blähbeschwerden nach dem Essen

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert, zwei Zentren; geprüft wurde ein Kombinationsprodukt aus Stamm und Enzymmischung (Cellulasen aus Trichoderma longibrachiatum und Aspergillus niger, Hemicellulase, α-Galactosidase, Invertase) · gesund (Blähbeschwerden ohne Magen-Darm-Diagnose) · n = 61 · 4 Wochen

    Gemessen: Teilscores für Bauchschmerz, Blähung und Winde sowie Gesamtscore

    Ergebnis: Bauchschmerz-Teilscore p = 0,046 und Gesamtscore p = 0,048 besser als unter Placebo, Blähung grenzwertig (p = 0,061); starker Placeboeffekt. Wegen der Enzymzugabe kein Befund für den Stamm allein; vom Hersteller finanziert. Registriert als NCT00881322.[10]

    Mensch, randomisiert

  • Darmfunktion bei Erwachsenen in China

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · gesund (funktionelle Magen-Darm-Beschwerden, 18–65 Jahre) · n = 111 · 4 Wochen

    Gemessen: Stuhlzahl pro Woche, Stuhlkonsistenz, Verstopfung, Stuhlmikrobiom

    Ergebnis: Mehr Stuhlgänge (p = 0,036), bessere Konsistenz und seltener Verstopfung (beides p < 0,001); mehr Bacteroides, weniger Clostridium, Blautia und Ruminococcus, sonst unverändertes Mikrobiom. Gut verträglich. Registriert als NCT06644001.[11]

    Mensch, randomisiert

  • Aminosäureaufnahme aus Milchprotein

    randomisierte Überkreuzstudie mit Auswaschphase · gesund (junge Erwachsene) · n = 30 · zwei Perioden von je zwei Wochen

    Gemessen: Aminosäurekonzentrationen im Blut über vier Stunden

    Ergebnis: Größere Fläche unter der Kurve für Arginin und Isoleucin, höhere Spitzenwerte für zehn Aminosäuren und Gesamtaminosäuren, früheres Maximum für vier Aminosäuren. Registriert als NCT04427020.[12]

    Mensch, randomisiert

  • Aminosäureaufnahme aus Pflanzenprotein bei älteren Frauen

    randomisierte Überkreuzstudie mit Auswaschphase · gesund (Frauen, mittleres Alter 58,5 Jahre) · n = 30 · zwei Perioden von je 14 Tagen

    Gemessen: Aminosäurekonzentrationen im Blut über vier Stunden

    Ergebnis: Größere Fläche unter der Kurve für Alanin, Tryptophan, Cystein, essenzielle und Gesamtaminosäuren (alle p ≤ 0,05), ebenso höhere Spitzenwerte.[13]

    Mensch, randomisiert

  • Muskelschäden und Erholung nach Belastung

    randomisierte Überkreuzstudie, kontrollierte Ernährung · gesund (trainierte Männer) · n = 29 · zwei Wochen je Bedingung

    Gemessen: Muskelkater, Erholungsempfinden, Kreatinkinase, Leistung

    Ergebnis: Mit Stamm plus Casein besseres Erholungsempfinden nach 24 und 72 Stunden und weniger Muskelkater nach 72 Stunden als mit Casein allein; Kreatinkinase-Anstieg tendenziell geringer (p = 0,08); Spitzenleistung blieb erhalten, während sie mit Casein allein abfiel.[14]

    Mensch, randomisiert

  • Militärische Belastung mit β-Hydroxy-β-methylbutyrat

    zwei randomisierte Gruppen (Kombination, Vergleichsstoff allein) plus Kontrollgruppe, deren Zuteilung im Abstract nicht als randomisiert beschrieben ist · gesund (Soldaten) · n = 26 · 40 Tage

    Gemessen: Entzündungsbotenstoffe im Blut, Muskelintegrität im Kernspin

    Ergebnis: Entzündungswerte in beiden Einnahmegruppen niedriger als in der Kontrollgruppe; der Diffusionskoeffizient als Marker der Muskelintegrität war nur in der Kombinationsgruppe niedriger als mit dem Vergleichsstoff allein. Sehr kleine Gruppen (je neun bzw. acht).[15]

    Mensch, randomisiert

  • Darmflora und Abwehr bei Älteren

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert, Überkreuz · gesund (65–80 Jahre) · n = 36 · 28 Tage je Periode, 21 Tage Auswaschphase

    Gemessen: Bakteriengruppen und Calprotectin im Stuhl, Aktivität natürlicher Killerzellen, Zytokine, CRP

    Ergebnis: Faecalibacterium prausnitzii stärker gestiegen als unter Placebo (p = 0,03), Bacillus-Arten gegenüber dem Ausgangswert (p = 0,007); Interleukin 10 aus angeregten Blutzellen höher (p < 0,05), im Gesamtvergleich der Behandlungen aber kein Unterschied.[16]

    Mensch, randomisiert

  • Erkältungs- und Darmbeschwerden bei Schulkindern

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert, parallel · gesund (Kinder von sechs bis acht Jahren) · n = 80 · 3 Monate

    Gemessen: Häufigkeit und Dauer von Atemwegs- und Magen-Darm-Beschwerden, Immunproteine im Serum

    Ergebnis: Seltener verstopfte Nase, blutiger Nasenschleim, Nasenjucken und Heiserkeit; kürzere Dauer von Heiserkeit, Kopfschmerz, roten Augen und Müdigkeit; seltener Blähungen. Begleitend verändert: TNF-α, Interleukin 6, Interleukin 8 und weitere Proteine.[17]

    Mensch, randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Keine Giftigkeit in Langzeit-Tierversuchen

    Eine einjährige Fütterungsstudie an Ratten mit Fortpflanzungsteil zeigte bei der höchsten geprüften Menge keine Anzeichen von Giftigkeit, weder in der Elterngeneration noch bei den Nachkommen [18]. Die Studie wurde im Auftrag des Herstellers durchgeführt.

    Tierversuch

  • Phänotypische Antibiotikaresistenz

    Der Stamm war in der genombasierten Sicherheitsbewertung gegen Streptomycin und Kanamycin resistent; die zugehörigen Gene schienen nicht leicht übertragbar, und Virulenzfaktoren oder Gene für biogene Amine fanden sich nicht [5]. An der Arbeit war der Hersteller beteiligt.

    Labor

  • Verträglichkeit in Studien

    In den Reizdarmstudien wurden keine behandlungsbezogenen unerwünschten Ereignisse berichtet [7][8], die Studie in China beschreibt den Stamm als gut verträglich [11].

    Mensch, randomisiert

Wechselwirkungen

  • Proteinreiche Mahlzeiten: Mit Protein zusammen eingenommen erhöhte der Stamm die Aminosäurespiegel im Blut [12][13]; die Keimung der Sporen wird durch Mahlzeitbestandteile angeregt [6].
  • β-Hydroxy-β-methylbutyrat: In der Studie mit Soldaten wurde der Stamm zusammen mit diesem Stoff gegeben; nur die Kombination verbesserte einen Kernspinmarker der Muskelintegrität [15].

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • nicht belegt

    „Magensäurestabil, also wirksamer als andere Probiotika“

    Die Säurefestigkeit ist nur im Labormodell gezeigt [6], und Überlebensfähigkeit ist kein klinischer Endpunkt. Eine Studie, die diesen Stamm mit einem nicht sporenbildenden Probiotikum vergleicht, wurde nicht gefunden.

  • nicht belegt

    „Der Stamm siedelt sich dauerhaft im Darm an“

    In der Studie bei Älteren stiegen Bacillus-Arten im Stuhl während der Einnahme [16]; eine Persistenz nach dem Absetzen wurde nicht gezeigt. Allgemein ist die Besiedlung der Schleimhaut individuell und oft erfolglos [20].

  • nicht belegt

    „Belegt gegen Reizdarm“

    Die eine Studie erlaubt wegen ungleicher Ausgangswerte keinen Gruppenvergleich [7], die andere ist eine Pilotstudie mit einem einzigen auswertbaren Endpunkt [8]. Die stammbezogene Metaanalyse 2026 ließ diesen Stamm außen vor [9].

  • teilweise belegt

    „Mehr Muskelaufbau durch bessere Proteinverwertung“

    Belegt sind höhere Aminosäurespiegel nach einer Proteinmahlzeit in zwei Überkreuzstudien [12][13]. Dass daraus mehr Muskelmasse oder mehr Kraft folgt, wurde nicht gezeigt; die Erholungsbefunde stammen aus einer kleinen Überkreuzstudie [14].

  • widerlegt

    „Der Stamm heißt eigentlich Lactobacillus sporogenes“

    „Lactobacillus sporogenes“ gilt als Musterfall einer Fehlbestimmung; der Organismus ist korrekt als Bacillus coagulans einzuordnen [2]. Gültig ist nach dem EFSA-QPS-Update 2026 Bacillus coagulans, mit Weizmannia coagulans und Heyndrickxia coagulans als Synonymen [1]; „sporogenes“ kommt dort nicht vor.

Pharmakokinetik

Aufnahme
Keine Aufnahme ins Blut vorgesehen. Die Sporen überstehen die Magenpassage weitgehend und keimen im Dünndarm aus, angeregt durch Bestandteile einer Mahlzeit [6].
Halbwertszeit
Für lebende Mikroorganismen nicht sinnvoll angebbar.
Abbau
Als ausgekeimte Zelle bildet der Stamm Milchsäure und zeigt im Darmmodell Enzymaktivität beim Protein- und Kohlenhydratabbau [6]. In der Ratte verbesserte er die Laktoseverdauung nach einer laktosereichen Mahlzeit, gemessen über die Kohlenhydratoxidation; das ist ein Tierbefund [21].
Weg ins Gehirn
Keine. Zentrale Wirkungen wurden nicht untersucht.

Rechtlicher Status

Deutschland
Nicht verifiziert. Vermarktungswege und rechtlicher Status einzelner Produkte in Deutschland wurden nicht geprüft (AMIce und PharmNet.Bund nicht abgefragt).
EU
Kein Eintrag „coagulans“, „Weizmannia“ oder „Heyndrickxia“ in der konsolidierten Unionsliste der neuartigen Lebensmittel, Stand 10.08.2026 [19]. Im EFSA-QPS-Update 2026 wurde die QPS-Liste umgestellt: Bacillus coagulans ist der gültige Name, Weizmannia coagulans und Heyndrickxia coagulans sind Synonyme [1]. Eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe für diesen Stamm ist nicht bekannt. Heyndrickxia coagulans (Synonym Bacillus coagulans) gilt laut Novel-Food-Katalog der Kommission in Nahrungsergänzungsmitteln als nicht neuartig; andere Lebensmittelverwendungen können laut Katalog neuartig sein (POL-NF-13661, Abruf 26.10.2026) [22]; laut Katalogbeschreibung ergab eine Konsultation in Schweden, dass die Verwendung in anderen Lebensmitteln neuartig ist. Der Eintrag gilt auf Artebene, nicht für den Stamm; der Katalog ist eine Orientierungshilfe der Kommission, kein Rechtsakt. In der QPS-Liste der EFSA (Fassung vom 17.09.2026) steht Bacillus coagulans (in der Liste mit den Synonymen Weizmannia coagulans, Heyndrickxia coagulans) mit den Qualifikationen, dass die Stämme keine erworbenen Resistenzgene gegen klinisch relevante antimikrobielle Wirkstoffe tragen sollen und keine toxinbildende Aktivität zeigen dürfen („Absence of toxigenic activity“) [23]. QPS bewertet die Art, nicht den Stamm.
USA
Nicht verifiziert. Der Stamm wird dort unter dem Handelsnamen GanedenBC30 vermarktet [6].

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Bringt die Säurefestigkeit der Sporen einen klinischen Vorteil? Das ließe sich nur in einem direkten Vergleich mit einem nicht sporenbildenden Probiotikum klären.
  • Führen die höheren Aminosäurespiegel zu messbar mehr Muskelmasse, Kraft oder Erholung in einer ausreichend großen Studie?
  • Lassen sich die Reizdarmbefunde in einer Studie mit sauberem Gruppenvergleich bestätigen?
  • Warum wirkt der Stamm in der chinesischen Studie eher gegen Verstopfung, in der älteren Pilotstudie aber gegen Durchfall?

Referenzen

  1. EFSA Panel on Biological Hazards (BIOHAZ), Allende A, Alvarez-Ordóñez A, Bortolaia V, Bover-Cid S, De Cesare A, et al. Update of the list of qualified presumption of safety (QPS) recommended microbiological agents intentionally added to food or feed as notified to EFSA 23. EFSA J. 2026;24(1):e9824. doi:10.2903/j.efsa.2026.9824 · PubMed
  2. Drago L, De Vecchi E. Should Lactobacillus sporogenes and Bacillus coagulans have a future? J Chemother. 2009;21(4):371-7. doi:10.1179/joc.2009.21.4.371 · PubMed
  3. Hill C, Guarner F, Reid G, Gibson GR, Merenstein DJ, Pot B, et al. Expert consensus document. The International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics consensus statement on the scope and appropriate use of the term probiotic. Nat Rev Gastroenterol Hepatol. 2014;11(8):506-14. doi:10.1038/nrgastro.2014.66 · PubMed
  4. Orrù L, Salvetti E, Cattivelli L, Lamontanara A, Michelotti V, Capozzi V, et al. Draft genome sequence of Bacillus coagulans GBI-30, 6086, a widely used spore-forming probiotic strain. Genome Announc. 2014;2(6):e01080-14. doi:10.1128/genomeA.01080-14 · PubMed
  5. Salvetti E, Orrù L, Capozzi V, Martina A, Lamontanara A, Keller D, et al. Integrate genome-based assessment of safety for probiotic strains: Bacillus coagulans GBI-30, 6086 as a case study. Appl Microbiol Biotechnol. 2016;100(10):4595-605. doi:10.1007/s00253-016-7416-9 · PubMed
  6. Keller D, Verbruggen S, Cash H, Farmer S, Venema K. Spores of Bacillus coagulans GBI-30, 6086 show high germination, survival and enzyme activity in a dynamic, computer-controlled in vitro model of the gastrointestinal tract. Benef Microbes. 2019;10(1):77-87. doi:10.3920/BM2018.0037 · PubMed
  7. Hun L. Bacillus coagulans significantly improved abdominal pain and bloating in patients with IBS. Postgrad Med. 2009;121(2):119-24. doi:10.3810/pgm.2009.03.1984 · PubMed
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  9. Maslennikov R, Gosteeva E, Ananeva V, Korshunova L, Kravtsowa A, Poluektova E, et al. Strain-specific systematic review with meta-analysis of probiotics efficacy in the treatment of irritable bowel syndrome. J Clin Med. 2026;15(3):1152. doi:10.3390/jcm15031152 · PubMed
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  22. Europäische Kommission. Novel Food Status Catalogue: Heyndrickxia coagulans [Datenbank]. POL-NF-13661, letzte Änderung 28.07.2025 [zitiert 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://ec.europa.eu/food/food-feed-portal/screen/novel-food-catalogue/search
  23. EFSA Panel on Biological Hazards (BIOHAZ). Updated list of QPS-recommended microorganisms for safety risk assessments carried out by EFSA. Appendix E – Updated list of QPS recommended biological agents (Panel Statement 24, Juni 2026), Blätter „QPS List“ und „Excluded from QPS“ [Datensatz]. Zenodo; Version vom 17.09.2026 [zitiert 26.10.2026]. doi:10.5281/zenodo.22812707 doi:10.5281/zenodo.22812707
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-26. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • Stammbezeichnung und Name: Im Volltext des QPS-Updates 2026 (PMC12824592) steht wörtlich, dass in der QPS-Liste „Bacillus coagulans“ zum gültigen Namen wurde und „Weizmannia coagulans“ sowie „Heyndrickxia coagulans“ Synonyme sind [1]. Die Stammbezeichnung GBI-30, 6086 ist über das Entwurfsgenom [4] und die genombasierte Sicherheitsbewertung [5] belegt; die Veröffentlichung von 2025 [11] führt den Stamm noch unter Heyndrickxia.
  • Am Abstract geprüft: Modellbefunde 97 % Magenüberleben, 51 % Wiederfindung, 93 bzw. 97 % ausgekeimte Zellen [6]; 44 Teilnehmende, nur Analyse innerhalb der Gruppen wegen ungleicher Ausgangswerte [7]; 61 eingeschlossen, 52 ausgewertet, p = 0,042 [8]; 61 Teilnehmende, p = 0,046 und p = 0,048, Blähung p = 0,061, NCT00881322 [10]; 111 Teilnehmende, p = 0,036 und p < 0,001, Bacteroides höher, NCT06644001 [11]; 30 Personen, Aminosäurebefunde, NCT04427020 [12]; 30 Frauen, Aminosäurebefunde [13]; 29 Männer, Erholung und Muskelkater, Kreatinkinase p = 0,08 [14]; drei Gruppen mit neun, neun und acht Personen, nur die beiden Einnahmegruppen ausdrücklich randomisiert („randomly assigned to one of two groups“, dazu „a third group … served as a control“), Diffusionskoeffizient, Affiliationen University of Central Florida, Ben-Gurion-Universität, Soroka Medical Center und israelischer Sanitätsdienst ohne Herstellerbezug [15]; 36 Personen, F. prausnitzii p = 0,03, Bacillus p = 0,007, Interleukin 10 p < 0,05 ohne Gesamtunterschied [16]; 80 Kinder, Beschwerden und Immunproteine [17]; Einjahresstudie an Ratten ohne Toxizitätszeichen [18]; Laktosebelastung bei Ratten mit Kohlenhydratoxidation wie in der Kontrollgruppe ohne Laktose [21].
  • Im Volltext der Metaanalyse 2026 (PMC12898053) geprüft: Dieser Stamm wurde ausdrücklich ausgeschlossen, weil der Volltext der zweiten Studie nicht zugänglich war; bewertet wurden stattdessen Bacillus coagulans Unique IS2 und MTCC 5856 [9].
  • Interessenkonflikte und Herstellerbeteiligung an Abstract bzw. Affiliationen belegt: Ganeden Biotech bei [5], [6] und [16], als Geldgeber der Blähungsstudie [10] (Volltext PMC2784472, „Competing interests“); Keller Consulting bei [17]; Increnovo LLC bei [12], [13] und [14]; Kerry bzw. Biosearch Life bei [11]; die Toxizitätsstudie [18] bezieht sich auf das Markenpräparat.
  • Gegenprüfung 24.10.2026: Im Volltext der Blähungsstudie [10] (PMC2784472) steht, dass das geprüfte Produkt neben dem Stamm eine Enzymmischung enthielt (Cellulasen aus Trichoderma longibrachiatum und Aspergillus niger, Hemicellulase, α-Galactosidase, Invertase), und dass die Studie von Ganeden Biotech finanziert wurde. Die Fehlbestimmung „Lactobacillus sporogenes“ ist im Abstract von [2] belegt („should be correctly classified as Bacillus coagulans“); im QPS-Volltext [1] kommt „sporogenes“ nicht vor.
  • EU-Recht: Suche in der konsolidierten Unionsliste (CELEX 02017R2470-20260810, deutsche Fassung über Cellar): kein Treffer für „coagulans“, „Weizmannia“ oder „Heyndrickxia“ [19].
  • Präzisions-Flags (m004; Regeln Leitfaden 26.10.2026; Teilnehmendenzahlen, Richtung und Finanzierung am 26.10.2026 per PubMed efetch an Abstract, COI-Angabe und Affiliationen geprüft): „Lindert Reizdarm-Beschwerden“: kleine_studien – [7] 44, [8] 61 eingeschlossen/52 ausgewertet ([9] schloss den Stamm aus). „Hilft bei Blähungen und unregelmäßigem Stuhlgang“: herstellerfinanziert – tragend nur [11] ([10] Kombinationsprodukt zählt nicht); Autorinnen/Autoren bei Kerry Canada Inc. und Biosearch Life, a Kerry company (Kerry: Inhaber von BC30). „Proteinverwertung und Erholung“: kleine_studien – [12] 30, [13] 30, [14] 29, [15] 26 (9 + 9 + 8). „Stärkt die Abwehr“: kleine_studien – [16] 36, [17] 80.
  • 26.10.2026, Gegenprüfung der Präzisions-Flags (m004): Belege für die gesetzten Flags zusätzlich in die begruendung übernommen („Beleg für …“, Leitfaden „Präzisions-Flags“); Zahlen und Angaben erneut per PubMed efetch (Abstract, Interessen- und Förderangaben, Affiliationen) geprüft: „Blähungen“: [11] Affiliationen Kerry Canada Inc. und Biosearch Life, a Kerry company; „Proteinverwertung“: [12] 30, [13] 30, [14] 29, [15] 9 + 9 + 8.
  • 26.10.2026, Folgearbeit Bogen 2 (Prüfbericht E-20, Block E; eigener Abruf): Novel-Food-Katalog über die Backend-Schnittstelle der Kommission (979 Einträge) abgerufen, Statustexte auf der öffentlichen Katalogseite gegengelesen: POL-NF-13661 „Heyndrickxia coagulans“ (Teil „Whole“, NOT_NOVEL_IN_FOOD_SUPPLEMENTS, letzte Änderung 28.07.2025). EFSA-QPS-Liste (Zenodo, doi:10.5281/zenodo.22812707, Version 17.09.2026, Panel Statement 24) heruntergeladen und im aktuellen Blatt „QPS List“ bzw. „Excluded from QPS“ gelesen, nicht im ausgeblendeten alten Blatt „QPS_list“. Slug, name und Artnamen nicht geändert, deshalb keine LPSN-Abfrage.

Nicht verifiziert

  • Eine Hinterlegungsnummer bei einer öffentlichen Kultursammlung wurde nicht gefunden; „GBI-30, 6086“ ist eine herstellereigene Bezeichnung, die über Genom und Sicherheitsbewertung dokumentiert ist.
  • Rechtlicher Status einzelner Produkte in Deutschland und den USA; AMIce und PharmNet.Bund wurden nicht abgefragt.
  • Keimzahlen der Studienarme und die Mengenangaben der Toxizitätsstudie stehen nicht im Profil (Keimzahl- und Mengenregel).
  • Weitere Studien mit anderen Bacillus-coagulans-Stämmen (Unique IS2, MTCC 5856) gehören nicht zu diesem Stamm und wurden nicht ausgewertet.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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