Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten. Herstellung, Besitz, Handel oder Anwendung können verboten sein; Einzelheiten unter „Rechtlicher Status“.
Versprechen im Check
Wirkt schnell gegen Depression
Einzelbefund, unbestätigtIntravenöses DMT: −7,35 MADRS-Punkte gegenüber Placebo nach zwei Wochen (34 Teilnehmende, herstellerfinanziert, Phase 2a) [8]. Ayahuasca: deutlicher Vorteil nach sieben Tagen (29 Teilnehmende, Ansprechen 64 % gegenüber 27 %) [9]. Je nur eine kleine Studie pro Darreichung, kurze verblindete Phase.
Fördert die Neubildung von Nervenzellen und schützt das Gehirn
nicht untersuchtLaut Übersicht förderte DMT bei Mäusen die Neubildung von Nervenzellen im Hippocampus, blockierbar durch einen Sigma-1-Antagonisten, und hemmte bei Ratten nach Schlaganfall die Ausbreitung von Depolarisationswellen [1]. Am Menschen nicht untersucht.
kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.
Wirkweise
Evidenzkarte: DMT (N,N-Dimethyltryptamin)
DMT kommt in vielen Pflanzen und in Spuren bei Säugetieren vor. Seine psychedelische Wirkung wird dem Serotonin-2A-Rezeptor (5-HT2A) zugeschrieben, an dem es im Labor aber nur mäßig bindet (Ki 127–1200 nM); dazu kommen 5-HT1A (Ki 183 nM) und 5-HT2C (Ki 360–2630 nM) [1]. Ähnlich wie Psilocin und anders als LSD interagiert DMT außerdem mit dem Serotonintransporter [2]. In Zellen und bei Mäusen wirkte DMT als Agonist am Sigma-1-Rezeptor [3], die gemessene Affinität ist mit Ki 5,2–15,1 µM aber gering [1]. Beim Menschen schwächte der 5-HT2A-Antagonist Ketanserin die EEG-Veränderungen und subjektiven Effekte von Ayahuasca deutlich ab [4], hob sie aber nicht vollständig auf [1].
Geschluckt ist DMT wegen des raschen Abbaus durch die Monoaminoxidase A (MAO-A) bei der ersten Leberpassage nahezu unwirksam. In Ayahuasca hemmen β-Carboline wie Harmin die MAO-A und verhindern so den First-Pass-Abbau [1]. Intravenös gegeben, erreichten Blutspiegel und Wirkung innerhalb von 2 Minuten ihr Maximum und waren nach 30 Minuten kaum noch messbar; Blutdruck, Puls, Körpertemperatur sowie Cortisol, ACTH und Prolaktin stiegen dosisabhängig [5]. Die Eliminationshalbwertszeit lag bei 9 bis 12 Minuten; im Labor bremste die Hemmung von MAO-A und in geringerem Maß von CYP2D6 und CYP2C19 den Abbau [6]. Bei Dauerinfusion klang die Wirkung nach dem Stopp binnen 15 Minuten ab, und trotz steigender Spiegel blieb sie stabil, ein Hinweis auf akute Toleranz [7].
Bei mittelschwerer bis schwerer Depression senkte eine einzelne Infusion mit psychotherapeutischer Begleitung in einer vom Hersteller finanzierten Phase-2a-Studie (34 Teilnehmende) den MADRS-Wert nach zwei Wochen um 7,35 Punkte stärker als Placebo [8]. In einer RCT mit 29 Menschen mit therapieresistenter Depression war Ayahuasca einem Placebo nach sieben Tagen deutlich überlegen [9]. Beide Studien sind klein und kurz.
Im Rattenhirn wird DMT gebildet und liegt außerhalb der Zellen in ähnlichen Konzentrationen vor wie Serotonin; nach einem experimentellen Herzstillstand stieg es in der Sehrinde an, auch ohne Zirbeldrüse [10]. Ob das beim Menschen geschieht und Nahtoderfahrungen erklärt, ist nicht untersucht. In klinischen Studien mit klassischen Psychedelika waren schwere Nebenwirkungen selten [11]. Bei religiösem Ayahuasca-Gebrauch waren Übelkeit und Erbrechen am häufigsten, und Menschen mit psychiatrischer Diagnose berichteten häufiger Nebenwirkungen [12]. Ein Serotoninsyndrom durch die MAO-Hemmung ist theoretisch möglich; bei Ratten zeigte es sich nur unter extrem hohen Mengen [1].
Synaptik dient ausschließlich der biochemischen und pharmakologischen Aufklärung und ist keine medizinische Beratung oder Einnahmeempfehlung.
Synthese → VMAT2 → Freisetzung · DAT holt Dopamin zurück · D1: cAMP ↑, D2: cAMP ↓
- DAT
- Wiederaufnahme
- NET
- Wiederaufnahme
- SERT
- WiederaufnahmeNebenfeld
- Synthese (TH, AADC)
- läuft
- Dopamin im Spalt (Modell)
- Ausgangslageillustrativ
DAT: 5 von 10 von Modafinil gesperrt · NET schwächer · Dopamin bleibt länger
- DAT
- gehemmtIC50 6,4 µM; PET ≈ 54 % (n = 10)
- NET
- schwächer gehemmtIC50 35,6 µM
- SERT
- praktisch nichtIC50 über 500 µM
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- mehrRichtung laut PET-Studie
DAT: 6 von 10 von Methylphenidat gesperrt · NET gesperrt · Dopamin bleibt länger
- DAT
- gehemmtPET ≈ 60 % (n = 10)
- NET
- gehemmtPET am NET; ED50 unter DAT-Literaturwert
- SERT
- unverändert
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- mehrRichtung laut PET-Studie
DAT: von Armodafinil gesperrt (Anteil illustrativ) · Dopamin bleibt länger
- DAT
- gehemmt≈ 3-fach affiner als S-Modafinil (Zellen)
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gezeigt
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- mehrMikrodialyse, Maus
DAT: von Phenylpiracetam gesperrt (Anteil illustrativ) · nur Labor- und Tierdaten
- DAT
- gehemmtScreening, Zellen und Tier
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gezeigt
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- etwas mehrabgeleitet, nicht gemessen
DAT: von R-Phenylpiracetam gesperrt (Anteil illustrativ) · Dopamin etwas mehr
- DAT
- gehemmtselektiv (Ratte)
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gezeigt
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- etwas mehr„mäßig“, Mikrodialyse, Ratte
DAT: von Bromantan gesperrt (Anteil illustrativ) · TH und AADC: Expression ↑
- DAT
- gehemmtIC50 3,56 µM (Ratte)
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gehemmtRatte
- Synthese (TH, AADC)
- Expression ↑Ratte
- Dopamin im Spalt (Modell)
- etwas mehrex vivo, Ratte
NET: von Atomoxetin gesperrt, Noradrenalin bleibt länger · SERT gebunden · DAT kaum · Dopamin hier unverändert
- DAT
- kaumKi 1451 nM
- NET
- gehemmtKi 5 nM; Noradrenalin ↑ (präfrontaler Kortex, Ratte)
- SERT
- gebundenKi 77 nM; Serotonin unverändert (Ratte)
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- unverändertStriatum, Ratte
SERT: DMT gebunden (Nebenfeld) · dopaminerge Synapse unverändert
- DAT
- nicht gezeigt
- NET
- nicht gezeichnetlaut Studie teilweise; nicht im Profil
- SERT
- WechselwirkungZellsystem; Art offen
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- unverändertkeine Wirkung gezeichnet
Dopamin Noradrenalin Serotonin cAMP Wirkstoff Kreuz = Transporter gesperrt
Normalzustand
Dopamin im Spalt (Modell): Ausgangslage
DMT
Dopamin im Spalt (Modell): unverändert
Das Feld „Normalzustand“ läuft ohne Wirkstoff, das zweite mit dem gewählten Wirkstoff; beide mit derselben Freisetzung. Wort und Balken unter den Feldern zeigen ohne Zahl nur die Richtung: laut Studienlage, bei Phenylpiracetam (Racemat) aus der DAT-Hemmung abgeleitet, weil die Quellen des Profils dort kein Dopamin gemessen haben. Das Teilchenmodell ist illustrativ, keine Messung, und sagt nichts über das Ausmaß beim Menschen.
DMT wechselwirkt mit dem Serotonintransporter, ähnlich wie Psilocin und anders als LSD (menschliche Transporter im Zellsystem) [28]. Gezeichnet ist nur die Bindung im Nebenfeld: Ob DMT dort die Aufnahme hemmt oder Serotonin freisetzt, legt das Profil nicht fest, deshalb ändert das Modell den Serotonin-Kreislauf nicht. Laut derselben Studie wechselwirkt DMT teilweise auch mit dem NET; das Profil führt das nicht, deshalb ist es hier nicht gezeichnet [28]. An der dopaminergen Synapse zeigt die Abbildung keine Wirkung.
Einen beschrifteten Teil antippen oder fokussieren, um eine kurze Erklärung zu sehen.
Ebenfalls an diesem Wirkort, nicht gezeichnet
- Flmodafinil: DAT-Hemmung nur aus unveröffentlichten Auftragsdaten (Evidenzstufe 0)
- Safran: am SERT nur eine Computersimulation (Docking), keine gemessene Bindung oder Hemmung
Angriffspunkte
| Ziel | Typ | Wirkung | Kennwert | Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| Serotonin-2A-Rezeptor (5-HT2A) | Rezeptor | Agonist | Ki 127–1200 nM, IC50 75–360 nM (Labor, Spanne mehrerer Studien); Ketanserin schwächt die Wirkung beim Menschen ab | Mensch, randomisiert[1][4] |
| Serotonin-1A-Rezeptor (5-HT1A) | Rezeptor | Bindung | Ki 183 nM, IC50 170 nM (Labor) | Labor[1] |
| Serotonin-2C-Rezeptor (5-HT2C) | Rezeptor | Bindung | Ki 360–2630 nM (Labor) | Labor[1] |
| Serotonintransporter (SERT) | Transporter | Bindung | Interaktion nachweisbar, anders als bei LSD (menschliche Transporter, Zellsystem) | Labor[2] |
| Sigma-1-Rezeptor | Rezeptor | Agonist | Ki 5,2–15,1 µM (Labor); Bewegungssteigerung bei Mäusen fehlt ohne Sigma-1 | Tierversuch[1][3] |
| Monoaminoxidase A (MAO-A) | Enzym | Bindung | Hauptabbauweg; Hemmung durch Harmin macht DMT oral wirksam | Mensch, nicht randomisiert[1][6] |
Wirkprofil
- Dopamin
- Noradrenalin
- SerotoninAgonist an 5-HT2A, Bindung an 5-HT1A und 5-HT2C; Ketanserin schwächt die Wirkung von Ayahuasca beim Menschen ab[1][4]
- Acetylcholin
- Glutamat · AMPA
- Glutamat · NMDA
- GABA
- Histamin
- Orexin
- Adenosin
- Opioide
- Melatonin
- Neurotrophine
- DurchblutungBlutdruck und Puls stiegen dosisabhängig[5]
- Stickstoffmonoxid
- Energiestoffwechsel
- Insulin · Glukose
- Entzündung · oxidativ
- StressachseACTH und Cortisol stiegen nach intravenöser Gabe dosisabhängig (placebokontrolliert)[5]
- Testosteron-Achse
- Endocannabinoide
- Autophagie · Seneszenz
- Immunsystem
- Lipidstoffwechsel
- Gerinnung · Fibrinolyse
- Methylierung
Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit
Oral (geschluckt) · allein bzw. als Ayahuasca mit β-Carbolinen
allein nahezu unwirksamRascher First-Pass-Abbau durch MAO-A; MAO-A-Hemmer wie Harmin verhindern diesen Abbau [1].
Mensch, nicht randomisiert
Intravenös · Bolus oder Infusion (Studien)
Wirkmaximum innerhalb von 2 Minuten, nach 30 Minuten kaum noch Wirkung [5]; Halbwertszeit 9–12 Minuten [6]; bei Infusion gut steuerbar, Abklingen binnen 15 Minuten nach Stopp [7].
Mensch, randomisiert
Studien am Menschen
Dosis-Wirkungs-Studie intravenös
Gemessen: Kreislauf, Hormone, subjektive Wirkung
Ergebnis: Maximum binnen 2 Minuten; Blutdruck, Puls, Temperatur, Pupillen, β-Endorphin, ACTH, Cortisol und Prolaktin dosisabhängig erhöht, Melatonin unverändert.[5]
Mensch, randomisiert
Ketanserin und Ayahuasca
Gemessen: EEG, subjektive Wirkung
Ergebnis: Ketanserin verhinderte die EEG-Veränderungen und schwächte die Intensität ab.[4]
Mensch, randomisiert
Bolus und Dauerinfusion
Gemessen: subjektive Wirkung, Pharmakokinetik
Ergebnis: Bolus: sehr intensive Wirkung binnen 2 Minuten, mehr Angst; Infusion: Plateau nach 30 Minuten, Abklingen binnen 15 Minuten; akute Toleranz.[7]
Mensch, randomisiert
SPL026 bei Depression
Gemessen: MADRS nach 2 Wochen
Ergebnis: −7,35 Punkte gegenüber Placebo (95-%-KI −13,62 bis −1,08); keine schweren Nebenwirkungen; Hersteller Small Pharma beteiligt.[8]
Mensch, randomisiert
Ayahuasca bei therapieresistenter Depression
Gemessen: MADRS
Ergebnis: Signifikant besser an Tag 1, 2 und 7 (d = 1,49 an Tag 7); Ansprechen 64 % gegenüber 27 %.[9]
Mensch, randomisiert
Religiöser Ayahuasca-Gebrauch
Gemessen: Nebenwirkungen, Risikofaktoren
Ergebnis: Meist vorübergehende Übelkeit und Erbrechen; bei psychiatrischer Diagnose häufiger Nebenwirkungen; kein Hinweis auf mehr Nebenwirkungen durch Psychopharmaka.[12]
Mensch, nicht randomisiert
Risiken und Warnhinweise
Kreislaufbelastung
Blutdruck, Puls und Körpertemperatur stiegen nach intravenöser Gabe dosisabhängig [5].
Mensch, randomisiert
Angst und psychische Krisen
Schnelle Bolusgaben lösten mehr Angst und negative Effekte aus als langsame Infusionen [7]. Beim Ayahuasca-Gebrauch berichteten Menschen mit psychiatrischer Diagnose häufiger Nebenwirkungen, eine Minderheit war anhaltend stark belastet [12]. In klinischen Studien waren schwere Ereignisse bei Gesunden nicht berichtet [11]. Hilfe bieten Hausarztpraxis oder Suchtberatung.
Mensch, randomisiert
Übelkeit und Erbrechen (Ayahuasca)
Häufigste Nebenwirkungen bei 614 religiös Konsumierenden [12].
Mensch, nicht randomisiert
Serotoninsyndrom durch MAO-Hemmung
Theoretisch möglich, wenn MAO-Hemmer mit weiteren serotonergen Stoffen zusammentreffen; bei Ratten traten Zeichen eines Serotoninsyndroms und Todesfälle nur unter extrem hohen Ayahuasca-Mengen auf [1]. Daten am Menschen fehlen.
Tierversuch
Wechselwirkungen
- MAO-A-Hemmer (z. B. Harmin): Hemmen MAO-A und verhindern so den First-Pass-Abbau von DMT [1].
- CYP2D6- und CYP2C19-Hemmer: Bremsten den Abbau im Labor [6]; klinische Bedeutung nicht untersucht.
- Ketanserin: Schwächt die Wirkung von Ayahuasca deutlich ab [4].
- Psychopharmaka bei Ayahuasca: In einer Befragung von 614 Konsumierenden kein Hinweis auf mehr Nebenwirkungen bei 31 Personen mit Psychopharmaka; zu klein für Sicherheitsaussagen [12].
Faktencheck: verbreitete Behauptungen
- nicht belegt
„Die Zirbeldrüse schüttet beim Sterben DMT aus und erzeugt Nahtoderfahrungen“
Bei Ratten stieg DMT nach experimentellem Herzstillstand in der Sehrinde, auch ohne Zirbeldrüse [10]. Beim Menschen ist das nicht untersucht.
- teilweise belegt
„DMT wirkt über den Sigma-1-Rezeptor“
Agonismus bei Zellen und Mäusen [3], aber geringe Affinität im mikromolaren Bereich [1]; die psychedelische Wirkung beim Menschen hängt vor allem an 5-HT2A [4].
- teilweise belegt
„Ayahuasca hilft gegen Depression“
Eine kleine RCT bei therapieresistenter Depression mit Wirkung bis Tag 7 [9]; längere und größere Studien fehlen.
- belegt
„Geschluckt wirkt DMT nicht“
Allein oral nahezu unwirksam wegen MAO-A-Abbau; erst β-Carboline machen es wirksam [1][6].
Pharmakokinetik
- Aufnahme
- Oral allein nahezu unwirksam (MAO-A-First-Pass), MAO-A-Hemmung durch β-Carboline verhindert diesen Abbau [1]; intravenös Maximum binnen 2 Minuten [5].
- Halbwertszeit
- 9–12 Minuten nach Infusion [6]; frühe Phase 5,0–5,8, späte Phase 14–16 Minuten [7].
- Abbau
- Vor allem MAO-A, in geringerem Maß CYP2D6 und CYP2C19 (in vitro); geringe Plasmaproteinbindung [6].
- Weg ins Gehirn
- Zentral wirksam binnen 2 Minuten nach intravenöser Gabe [5].
Rechtlicher Status
- Deutschland
- nicht verifiziert (BtMG-Anlage an keiner Primärquelle geprüft).
- EU
- Keine EU-Zulassung als Arzneimittel; SPL026 nur in klinischen Studien [8].
- USA
- nicht verifiziert
Verwandte Substanzen
Offene Fragen
- Hält die antidepressive Wirkung einer einzelnen DMT-Gabe länger als zwei Wochen an, wenn sie verblindet geprüft wird?
- Bildet auch das menschliche Gehirn DMT in relevanten Mengen, und hat es eine Funktion?
- Welchen Anteil haben 5-HT1A, 5-HT2C und Sigma-1 an der Wirkung beim Menschen?
- Wie sicher ist Ayahuasca zusammen mit Antidepressiva?
Referenzen
- Egger K, Aicher HD, Cumming P, Scheidegger M. Neurobiological research on N,N-dimethyltryptamine (DMT) and its potentiation by monoamine oxidase (MAO) inhibition: from ayahuasca to synthetic combinations of DMT and MAO inhibitors. Cell Mol Life Sci. 2024;81(1):395. doi:10.1007/s00018-024-05353-6 · PubMed
- Rickli A, Moning OD, Hoener MC, Liechti ME. Receptor interaction profiles of novel psychoactive tryptamines compared with classic hallucinogens. Eur Neuropsychopharmacol. 2016;26(8):1327–37. doi:10.1016/j.euroneuro.2016.05.001 · PubMed
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- Hinkle JT, Graziosi M, Nayak SM, Yaden DB. Adverse Events in Studies of Classic Psychedelics: A Systematic Review and Meta-Analysis. JAMA Psychiatry. 2024;81(12):1225–1235. doi:10.1001/jamapsychiatry.2024.2546 · PubMed
- Durante Í, Dos Santos RG, Bouso JC, Hallak JE. Risk assessment of ayahuasca use in a religious context: self-reported risk factors and adverse effects. Braz J Psychiatry. 2021;43(4):362–369. doi:10.1590/1516-4446-2020-0913 · PubMed
Wie dieses Profil geprüft wurde
Stand: 2026-10-24. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.
Geprüft
- Alle Abstracts über PubMed gelesen; DOIs und PMIDs mit tools/pruefe_profile.py aufgelöst.
- Im Volltext der Übersicht (PMC11387584): Ki 5-HT2A 127–1200 nM, IC50 75–360 nM; 5-HT1A Ki 183 nM, IC50 170 nM; 5-HT2C Ki 360–2630 nM; Sigma-1 Ki 5,2–15,1 µM; oral nahezu unwirksam, MAO-A-Hemmung durch β-Carboline verhindert den First-Pass-Abbau; Ketanserin schwächt ab, hebt nicht auf; Neurogenese bei Mäusen (Sigma-1-abhängig); Serotoninsyndrom bei Ratten nur unter extrem hohen Mengen [1].
- Am Abstract: Tryptamine einschließlich DMT interagieren mit SERT, LSD nicht [2]; Sigma-1-Agonismus, Knockout-Mäuse [3]; n = 12, Ketanserin [4]; n = 11, Maximum binnen 2 min, nach 30 min vernachlässigbar, Kreislauf und Hormone [5]; n = 24, t½ 9–12 min, MAO-A, CYP2D6, CYP2C19 [6]; n = 27, t½α 5,0–5,8 min, t½β 14–16 min, Abklingen binnen 15 min, akute Toleranz [7]; n = 34 (17/17), −7,35 (−13,62 bis −1,08), p = 0,023 [8]; n = 29, d = 1,49, 64 vs. 27 %, Remission 36 vs. 7 % (p = 0,054) [9]; Ratte, Anstieg nach Herzstillstand ohne Zirbeldrüse [10]; 3504 Teilnehmende [11]; n = 614, 50 mit Diagnose, 31 mit Medikation [12].
- Interessen: [6] und [8] mit Beschäftigten bzw. Auftragnehmern von Small Pharma (Hersteller von SPL026); Ko-Autor von [1] Mitgründer der Reconnect Labs.
- ClinicalTrials.gov: 61 Einträge zu „dimethyltryptamine“, 14 zu „ayahuasca“ (24.10.2026), keiner vom Sponsor „Hudson Biotech“.
- Gegenprüfung 24.10.2026: US- und UK-Status aus einer Autismus-Übersicht (ehemals Referenz 13) entfernt und als nicht verifiziert geführt; relative Mengenangabe zum Serotoninsyndrom gestrichen; Harmin-Passagen auf den Mechanismus (MAO-A-Hemmung verhindert den First-Pass-Abbau) beschränkt, Wirkdauer mit Kombinationspartnern gestrichen.
- Präzisions-Flags (m004; Regeln Leitfaden 26.10.2026; Teilnehmendenzahlen, Richtung und Finanzierung am 26.10.2026 per PubMed efetch an Abstract, COI-Angabe und Affiliationen geprüft): „Wirkt schnell gegen Depression“: kleine_studien – [8] 34, [9] 29.
Nicht verifiziert
- Rechtsstatus in Deutschland (BtMG), den USA und dem Vereinigten Königreich an keiner belastbaren Primärquelle geprüft; eine MDPI-Übersicht zu Autismus (Gondi et al. 2026, PMID 42042077) nennt Schedule I und Class A, wurde aber nicht als Beleg übernommen.
- Rechtslage von Ayahuasca in Deutschland und der EU nicht geprüft.
- Ki-Werte stammen aus einer Übersicht [1] und nicht aus den Originalarbeiten; Spannen geben verschiedene Assays wieder.
- Dass DMT in Spuren beim Menschen vorkommt, nicht an einer Primärquelle geprüft (Übersicht [1] nennt Vorkommen in vielen Säugetiergeweben).
Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.
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