Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Wirkt schnell gegen therapieresistente Depression

    kleiner Nutzen

    Stimmung & Stress · Patienten: therapieresistente Depression · Mensch, randomisiert vom Hersteller finanziertAlle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.

    Zusätzlich zu einem neuen Antidepressivum: TRANSFORM-2 MADRS −4,0 Punkte nach 28 Tagen [4]; TRANSFORM-1 (−3,2, nicht signifikant) [5] und TRANSFORM-3 bei Älteren (−3,6, nicht signifikant) [6] verfehlten den Hauptendpunkt. Gegen Quetiapin (offen, verblindete Bewertung) Remission 27,1 % gegenüber 17,6 % [8]. Alle Studien von Janssen finanziert.

  • Verhindert Rückfälle nach erfolgreicher Behandlung

    Nutzen belegt

    Stimmung & Stress · Patienten: therapieresistente Depression in stabiler Remission oder Response · Mensch, randomisiert vom Hersteller finanziertAlle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.

    SUSTAIN-1 (297 Randomisierte): Rückfall 26,7 % gegenüber 45,3 % bei stabiler Remission (HR 0,49, NNT 6), 25,8 % gegenüber 57,6 % bei stabiler Response (HR 0,30). Randomisiertes Absetzdesign; Herstellerstudie [7].

  • Hilft bei akuter Suizidalität

    uneinheitlich

    Stimmung & Stress · Patienten: Depression mit aktiven Suizidgedanken und Suizidabsicht · Mensch, randomisiert vom Hersteller finanziertAlle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.

    ASPIRE I (226 Teilnehmende): Depressionswerte nach 24 Stunden 3,8 Punkte besser als unter Placebo, die Schwere der Suizidalität aber nicht signifikant verschieden [9]. Suizide als Endpunkt nicht untersucht. Laut EU-Fachinformation ist nicht belegt, dass Esketamin Suizide verhindert oder Suizidgedanken bzw. suizidales Verhalten verringert; die Zulassung für den psychiatrischen Notfall gilt der raschen Senkung depressiver Symptome [18]. Beleg für „vom Hersteller finanziert“: Autorinnen und Autoren laut Affiliation bei Janssen Research & Development, dem Hersteller [9]; [18] ist die Fachinformation.

  • Wirkt besser als das Racemat Ketamin

    nicht untersucht

    Stimmung & Stress · Patienten: Depression · Mensch, nicht randomisiert

    Kein direkter randomisierter Vergleich in den geprüften Quellen. Eine Metaanalyse von 24 RCTs (1877 Teilnehmende) fand nur indirekt, jeweils gegen Kontrollen, höhere Ansprech- und Remissionsraten für intravenöses Racemat als für nasales Esketamin; unterschiedliche Darreichungsformen und Populationen [10]. Stufe 3, weil der Vergleich selbst nicht randomisiert ist.

vom Hersteller finanziert: Alle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.

Wirkweise

Evidenzkarte: Esketamin

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Esketamin ist ein nicht kompetitiver NMDA-Rezeptor-Antagonist; im Bindungstest an Rattenhirn hatte es eine etwa fünfmal höhere Affinität (Ki 0,3 µM) als R-Ketamin (1,4 µM), und sein Metabolit (S)-Norketamin blockierte den Rezeptor ebenfalls [1]. Laut Übersicht gilt S-Ketamin als etwa viermal so starkes Narkose- und Schmerzmittel wie R-Ketamin und etwa doppelt so stark wie das Racemat, mit weniger psychoseähnlichen Nebenwirkungen als das Racemat [2]. Wie die antidepressive Wirkung entsteht, ist wie bei Ketamin nicht geklärt.

In einem pharmakokinetischen Modell aus mehr als 9000 Blutproben von 820 Personen wurden 54 % eines Nasensprühstoßes über die Nasenschleimhaut aufgenommen; der Rest wird geschluckt, und davon erreichen nur 18,6 % den Kreislauf. Die absolute Bioverfügbarkeit lag bei 51–54 %; Hauptmetabolit ist Noresketamin, bei über 60-Jährigen sinkt die Leberdurchblutung und damit die Clearance [3].

Klinisch wurde Esketamin als Nasenspray zusätzlich zu einem neu begonnenen Antidepressivum geprüft. In TRANSFORM-2 (227 Randomisierte) war der MADRS-Wert nach 28 Tagen um 4,0 Punkte niedriger als unter Antidepressivum plus Placebo-Spray [4]; TRANSFORM-1 mit festen Mengen (346 Randomisierte) [5] und TRANSFORM-3 bei über 65-Jährigen [6] verfehlten den Hauptendpunkt. In der Rückfallstudie SUSTAIN-1 senkte die Fortführung von Esketamin das Rückfallrisiko bei stabiler Remission um 51 % (HR 0,49) [7], und in der offenen Studie ESCAPE-TRD (676 Randomisierte) erreichten nach acht Wochen 27,1 % unter Esketamin und 17,6 % unter Quetiapin eine Remission [8]. Bei akuter Suizidalität besserte Esketamin die Depressionswerte nach 24 Stunden, nicht aber die Schwere der Suizidalität [9]. Alle diese Studien wurden von Janssen finanziert oder durchgeführt.

Eine Metaanalyse von 24 RCTs fand für intravenöses Racemat höhere Ansprech- und Remissionsraten als für nasales Esketamin (Ansprechen RR 3,01 gegenüber 1,38), jeweils gegen Kontrollen; ein direkter Vergleich ist das nicht [10]. Blutdrucksteigernde Nebenwirkungen traten in den doppelblinden Studien bei 11,6 % gegenüber 3,9 % unter Placebo auf, mit Maximum etwa 40 Minuten nach der Gabe und Rückgang nach etwa 1,5 Stunden [11].

Eine pharmakologische und Pharmakovigilanz-Analyse fand nach der Markteinführung Meldungen zu Toleranz, Entzug, Abhängigkeit und Fehlgebrauch [13]; in der US-Meldedatenbank FAERS war „Substanzkonsumstörung“ überproportional häufig gemeldet [14]. In US-Daten aus fast fünf Jahren (58 483 Behandelte) wurden Sedierung in 34,7 % und Dissoziation in 41,0 % der Sitzungen sowie 210 Fälle von Missbrauch oder Fehlgebrauch berichtet [15].

Synaptik dient ausschließlich der biochemischen und pharmakologischen Aufklärung und ist keine medizinische Beratung oder Einnahmeempfehlung.

Nur Wirkmechanismus. Schematischer Schnitt durch eine erregende Synapse, nicht maßstabsgetreu: Vom NMDA-Rezeptor (Tetramer aus zwei GluN1 und zwei GluN2B) sind die beiden hinteren Untereinheiten gezeichnet, die vorderen sind weggeschnitten, damit die Pore sichtbar wird. Der Ablauf wiederholt sich in drei Takten: Glutamat mit Depolarisation, Glutamat allein, Depolarisation allein. Teilchenzahlen, Zeiten, Öffnungen und der Ca²⁺-Einstrom sind Ausgaben eines Modells dieser Abbildung, keine Messungen, und werden nicht als Zahl angezeigt. Die Zahlen in der Anzeige rechts unten stammen aus Labor- und Tierversuchen und sind nicht untereinander vergleichbar.
Wirkstoff
Ansicht

Glutamat  Glycin / D-Serin  Mg²⁺  Ca²⁺  Na⁺  K⁺  rot = Wirkstoff, in der Szene als verkleinerte Strukturformel · Formen wie in der Abbildung

Esketamin ist das S-Enantiomer von Ketamin. Im Bindungstest an Rattenhirn hatte es mit Ki 0,3 µM eine etwa fünfmal höhere Affinität zur Porenbindestelle als R-Ketamin (1,4 µM) [9]. Die Kryo-EM-Strukturen mit S-Ketamin zeigen die Bindetasche im zentralen Vestibül zwischen Kanaltor und Selektivitätsfilter; zwei Aminosäuren (Leucin an GluN2, Asparagin an GluN1) halten es dort [8]. Wie Ketamin ist es in der Abbildung ein Porenblocker, der nur in den offenen Kanal gelangt.

Einen beschrifteten Teil antippen oder fokussieren, um eine kurze Erklärung zu sehen.

Ebenfalls an diesem Wirkort, nicht gezeichnet

  • CX-717: Ampakin; NMDA-Effekt nur indirekt, kein Angriff am Rezeptor selbst
  • Huperzin A: NMDA-Hemmung nur in einer Übersicht der Entwicklergruppe, ohne Bindestelle
  • L-Theanin: nur sehr schwache Bindung an Glutamatrezeptoren
  • Phenylpiracetam: keine Verdrängung der Liganden am NMDA-Rezeptor
  • Piracetam: nur veränderte Rezeptorzahl (Maus)
  • Selank: nur veränderte Zahl der Bindungsstellen (Maus)

Was die Abbildung zeigt und wie sicher das ist

Nur zur Erklärung des Wirkmechanismus. Keine medizinische Beratung und keine Aussage zu Nutzen, Risiken, Mengen oder Anwendung. Ketamin, Esketamin, Memantin und Atomoxetin sind Arzneistoffe; die meisten anderen Stoffe sind am NMDA-Rezeptor nur im Labor oder im Tier untersucht.

Vereinfacht. Ein Rezeptor steht für viele; Größen, Spaltbreite, Membrandicke, Zahl der Ionen und alle Zeiten sind illustrativ. Gezeichnet sind die hinteren zwei Untereinheiten eines GluN1-GluN2B-Rezeptors; NMDA-Rezeptoren mit GluN2A und anderen Untereinheiten sowie AMPA-Rezeptoren, die die Depolarisation mit auslösen, fehlen. Die Lage des Mg²⁺ im Filter und des Ketamins im Vestibül folgt [2] und [8]; für Atomoxetin und Crocetin ist der Platz in der Pore nicht bestimmt, für Agmatin der Bindeort überhaupt. Die Zahlen in [3], [4], [9], [11] bis [18], [20] bis [22], [24] und [26] bis [32] stammen aus den Synaptik-Profilen der Wirkstoffe und sind dort an den Abstracts geprüft; [1], [5] bis [8], [19], [23] und [25] wurden am PubMed-Abstract geprüft (25.10.2026), die Aussagen aus der Übersicht [2] (M1, M3, M4 und Porenschleife M2, M3 als Tor, Mg²⁺-Stelle an der Spitze von M2, Na⁺, K⁺ und Ca²⁺ als Ladungsträger, Kinasen und Gerüstproteine an der C-terminalen Domäne von GluN2B) in den betreffenden Abschnitten des Volltexts.

Bei Problemen mit Medikamenten, Alkohol oder anderen Substanzen helfen die Hausarztpraxis und örtliche Suchtberatungsstellen.

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
NMDA-Rezeptor (Kanalpore)IonenkanalAntagonistKi 0,3 µM gegenüber 1,4 µM für R-Ketamin ([3H]MK-801-Verdrängung, Rattenhirn) Tierversuch[1][2]
Leberabbau zu NoresketaminEnzymBindungClearance 114 l/h, leberdurchblutungsabhängig (Populationsmodell, 820 Personen) Mensch, nicht randomisiert[3]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDA↓ · Nicht kompetitiver NMDA-Antagonist (Tiergewebe); beim Menschen dissoziative Nebenwirkungen in RCTs[1][4]
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutung↑ · Vorübergehender Blutdruckanstieg nach der Gabe (gepoolte placebokontrollierte Studien)[11]
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselkeine Daten
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativkeine Daten
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Intranasal (Nase) · Nasenspray

    51–54 % (Mensch, Populationsmodell)

    54 % über die Nasenschleimhaut, der geschluckte Rest nur zu 18,6 % systemisch; bei Älteren und asiatischen Personen bis 36 % höhere Spiegel [3]. Herstellerauswertung.

    Mensch, nicht randomisiert

  • Oral (geschluckt) · geschluckter Anteil

    18,6 % (Mensch, Modell)

    Darm- und First-Pass-Abbau [3].

    Mensch, nicht randomisiert

Studien am Menschen

  • TRANSFORM-2: flexible Mengen plus neues Antidepressivum

    RCT, doppelblind, aktiv kontrolliert, 39 Zentren · Patienten: therapieresistente Depression · n = 227 · 28 Tage

    Gemessen: MADRS

    Ergebnis: −4,0 Punkte gegenüber Antidepressivum plus Placebo; Abbruch wegen Nebenwirkungen 7 % gegenüber 0,9 %.[4]

    Mensch, randomisiert

  • TRANSFORM-1: feste Mengen

    RCT, doppelblind, drei Arme · Patienten: therapieresistente Depression · n = 346 · 28 Tage

    Gemessen: MADRS

    Ergebnis: Hauptendpunkt verfehlt (−3,2 Punkte, p = 0,088).[5]

    Mensch, randomisiert

  • TRANSFORM-3: ab 65 Jahren

    RCT, doppelblind · Patienten: therapieresistente Depression, ab 65 Jahren · 28 Tage

    Gemessen: MADRS

    Ergebnis: Hauptendpunkt verfehlt (−3,6 Punkte, p = 0,059); ab 75 Jahren kein Unterschied.[6]

    Mensch, randomisiert

  • SUSTAIN-1: Rückfallprävention

    randomisierte Absetzstudie, doppelblind · Patienten: therapieresistente Depression mit Remission oder Response unter Esketamin · n = 297 · Erhaltungsphase nach 16 Wochen Behandlung

    Gemessen: Zeit bis zum Rückfall

    Ergebnis: HR 0,49 (Remission) bzw. 0,30 (Response) zugunsten der Fortführung.[7]

    Mensch, randomisiert

  • ESCAPE-TRD: Esketamin gegen Quetiapin

    offene RCT mit verblindeten Bewertenden, Phase 3b · Patienten: therapieresistente Depression unter SSRI/SNRI · n = 676 · 32 Wochen

    Gemessen: Remission nach 8 Wochen

    Ergebnis: 27,1 % gegenüber 17,6 %; ohne Rückfall bis Woche 32: 21,7 % gegenüber 14,1 %. Von Janssen EMEA finanziert.[8]

    Mensch, randomisiert

  • ASPIRE I: akute Suizidalität

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · Patienten: Depression mit Suizidabsicht, stationär · n = 226 · 4 Wochen

    Gemessen: MADRS nach 24 Stunden, Schwere der Suizidalität

    Ergebnis: MADRS −3,8 Punkte; Suizidalität nicht signifikant verschieden.[9]

    Mensch, randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Dissoziation, Schwindel, Übelkeit

    Die häufigsten Nebenwirkungen in TRANSFORM-2 (Dissoziation, Übelkeit, Drehschwindel, Geschmacksstörung, Schwindel) traten kurz nach der Gabe auf und klangen nach etwa 1,5 Stunden ab; 7 % brachen wegen Nebenwirkungen ab [4]. In SUSTAIN-1 je 20–27 % der Behandelten [7].

    Mensch, randomisiert

  • Blutdruckanstieg

    Blutdruckbezogene Nebenwirkungen bei 11,6 % gegenüber 3,9 % (OR 3,2); größter mittlerer Anstieg 13,3/8,7 mmHg, bei Älteren 16,0/9,5 mmHg; drei schwere Ereignisse. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren ausgeschlossen [11].

    Mensch, randomisiert

  • Unsichere Wirkung bei Älteren

    Bei über 65-Jährigen Hauptendpunkt verfehlt, ab 75 Jahren kein Unterschied [6]; im Alter höhere Spiegel durch geringere Leberdurchblutung [3].

    Mensch, randomisiert

  • Missbrauch und Abhängigkeit

    Pharmakovigilanz-Meldungen zu Toleranz, Entzug, Abhängigkeit und Fehlgebrauch; die psychoaktiven Effekte sind Teil von Wirkung und Missbrauchspotenzial [13]. Signal „Substanzkonsumstörung“ in FAERS (ROR 6,12) [14]. 210 Fälle von Missbrauch oder Fehlgebrauch bei 58 483 Behandelten in US-Daten (Herstellerauswertung) [15]. Spontanmeldungen erlauben keine Häufigkeitsangabe. Bei Problemen sind Hausarztpraxis oder Suchtberatung erste Anlaufstellen.

    Mensch, nicht randomisiert

  • Sedierung

    Sedierung in 34,7 % der ambulanten Behandlungssitzungen (US-Überwachungsprogramm, Herstellerauswertung) [15].

    Mensch, nicht randomisiert

Wechselwirkungen

  • Orale Antidepressiva (SSRI, SNRI): Nur in Kombination untersucht und zugelassen [4][8][11].
  • Antidepressiva und Antipsychotika (Meldesignale): Disproportionalitätssignale für Schwindel mit Venlafaxin, Unruhe mit Bupropion und Drehschwindel mit Risperidon (FAERS, kein Kausalnachweis) [14].

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • nicht belegt

    „Esketamin ist der stärkere Teil des Ketamins und wirkt deshalb besser gegen Depression“

    Esketamin bindet stärker an den NMDA-Rezeptor [1], ein direkter klinischer Vergleich fehlt aber; der indirekte Vergleich in einer Metaanalyse spricht eher für intravenöses Racemat [10].

  • widerlegt

    „Das Nasenspray wirkt bei fast allen therapieresistenten Depressionen“

    Zwei von drei Akutstudien verfehlten den Hauptendpunkt [5][6]; selbst im positiven Vergleich mit Quetiapin erreichten nach acht Wochen 27,1 % eine Remission [8].

  • nicht belegt

    „Esketamin senkt das Suizidrisiko“

    In ASPIRE I verbesserte sich die Depression, die Schwere der Suizidalität aber nicht signifikant [9]; Suizide als Endpunkt sind nicht untersucht.

  • widerlegt

    „Die Wirkung hält nach Absetzen an“

    Nach Wechsel auf Placebo-Spray erlitten 45,3 % bzw. 57,6 % einen Rückfall gegenüber 26,7 % bzw. 25,8 % unter Fortführung [7].

Pharmakokinetik

Aufnahme
Nasal absolut 51–54 % bioverfügbar; geschluckter Anteil 18,6 % [3].
Abbau
Leberdurchblutungsabhängige Clearance (114 l/h), Hauptmetabolit Noresketamin [3]; (S)-Norketamin ebenfalls NMDA-Antagonist [1].
Weg ins Gehirn
Zentral wirksam: Dissoziation als häufige Nebenwirkung kurz nach der Gabe [4].

Rechtlicher Status

Deutschland
Kein Betäubungsmittel: In den Anlagen I–III des BtMG nicht aufgeführt [12]. Arzneimittelstatus nicht an einer deutschen Primärquelle geprüft.
EU
Zentral zugelassen als Spravato (EMEA/H/C/004535, seit 18.12.2019): in Kombination mit einem SSRI oder SNRI für Erwachsene mit therapieresistenter Major Depression, die in der aktuellen mittelschweren bis schweren depressiven Episode auf mindestens zwei verschiedene Behandlungen mit Antidepressiva nicht angesprochen haben [16]; laut Fachinformation außerdem, zusammen mit einer oralen Antidepressiva-Therapie, bei Erwachsenen mit einer mittelschweren bis schweren Episode einer Major Depression als akute Kurzzeitbehandlung zur raschen Senkung depressiver Symptome, die nach klinischem Urteil einen psychiatrischen Notfall darstellen [18].
USA
Von der FDA zugelassen: Laut Drugs@FDA ist das Nasenspray Spravato (NDA 211243, Erstzulassung 05.03.2019) verschreibungspflichtig im Verkehr [17]; laut einer Herstellerpublikation zusammen mit einem oralen Antidepressivum bei therapieresistenter Depression [11]. Anwendungsgebiete und Schedule-Einstufung nicht an einer Primärquelle geprüft.

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Wie wirkt Esketamin im direkten, verblindeten Vergleich mit intravenösem Racemat?
  • Wie sicher ist eine jahrelange Erhaltungsbehandlung (Blase, Kognition, Missbrauch)?
  • Gibt es unabhängig finanzierte RCTs, die die Herstellerergebnisse bestätigen?
  • Verstärken Alkohol, Benzodiazepine oder andere zentral dämpfende Stoffe Sedierung und Atemwirkung von Esketamin? In den geprüften Quellen nicht untersucht.

Referenzen

  1. Ebert B, Mikkelsen S, Thorkildsen C, Borgbjerg FM. Norketamine, the main metabolite of ketamine, is a non-competitive NMDA receptor antagonist in the rat cortex and spinal cord. Eur J Pharmacol. 1997;333(1):99-104. doi:10.1016/s0014-2999(97)01116-3 · PubMed
  2. Peltoniemi MA, Hagelberg NM, Olkkola KT, Saari TI. Ketamine: A Review of Clinical Pharmacokinetics and Pharmacodynamics in Anesthesia and Pain Therapy. Clin Pharmacokinet. 2016;55(9):1059-77. doi:10.1007/s40262-016-0383-6 · PubMed
  3. Perez-Ruixo C, Rossenu S, Zannikos P, Nandy P, Singh J, Drevets WC, et al. Population Pharmacokinetics of Esketamine Nasal Spray and its Metabolite Noresketamine in Healthy Subjects and Patients with Treatment-Resistant Depression. Clin Pharmacokinet. 2021;60(4):501-516. doi:10.1007/s40262-020-00953-4 · PubMed
  4. Popova V, Daly EJ, Trivedi M, Cooper K, Lane R, Lim P, et al. Efficacy and Safety of Flexibly Dosed Esketamine Nasal Spray Combined With a Newly Initiated Oral Antidepressant in Treatment-Resistant Depression: A Randomized Double-Blind Active-Controlled Study. Am J Psychiatry. 2019;176(6):428-438. doi:10.1176/appi.ajp.2019.19020172 · PubMed
  5. Fedgchin M, Trivedi M, Daly EJ, Melkote R, Lane R, Lim P, et al. Efficacy and Safety of Fixed-Dose Esketamine Nasal Spray Combined With a New Oral Antidepressant in Treatment-Resistant Depression: Results of a Randomized, Double-Blind, Active-Controlled Study (TRANSFORM-1). Int J Neuropsychopharmacol. 2019;22(10):616-630. doi:10.1093/ijnp/pyz039 · PubMed
  6. Ochs-Ross R, Daly EJ, Zhang Y, Lane R, Lim P, Morrison RL, et al. Efficacy and Safety of Esketamine Nasal Spray Plus an Oral Antidepressant in Elderly Patients With Treatment-Resistant Depression-TRANSFORM-3. Am J Geriatr Psychiatry. 2020;28(2):121-141. doi:10.1016/j.jagp.2019.10.008 · PubMed
  7. Daly EJ, Trivedi MH, Janik A, Li H, Zhang Y, Li X, et al. Efficacy of Esketamine Nasal Spray Plus Oral Antidepressant Treatment for Relapse Prevention in Patients With Treatment-Resistant Depression: A Randomized Clinical Trial. JAMA Psychiatry. 2019;76(9):893-903. doi:10.1001/jamapsychiatry.2019.1189 · PubMed
  8. Reif A, Bitter I, Buyze J, Cebulla K, Frey R, Fu DJ, et al. Esketamine Nasal Spray versus Quetiapine for Treatment-Resistant Depression. N Engl J Med. 2023;389(14):1298-1309. doi:10.1056/NEJMoa2304145 · PubMed
  9. Fu DJ, Ionescu DF, Li X, Lane R, Lim P, Sanacora G, et al. Esketamine Nasal Spray for Rapid Reduction of Major Depressive Disorder Symptoms in Patients Who Have Active Suicidal Ideation With Intent: Double-Blind, Randomized Study (ASPIRE I). J Clin Psychiatry. 2020;81(3):19m13191. doi:10.4088/JCP.19m13191 · PubMed
  10. Bahji A, Vazquez GH, Zarate CA. Comparative efficacy of racemic ketamine and esketamine for depression: A systematic review and meta-analysis. J Affect Disord. 2021;278:542-555. doi:10.1016/j.jad.2020.09.071 · PubMed
  11. Doherty T, Wajs E, Melkote R, Miller J, Singh JB, Weber MA. Cardiac Safety of Esketamine Nasal Spray in Treatment-Resistant Depression: Results from the Clinical Development Program. CNS Drugs. 2020;34(3):299-310. doi:10.1007/s40263-020-00699-4 · PubMed
  12. Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln (Betäubungsmittelgesetz – BtMG), Anlagen I–III (zu § 1 Abs. 1). Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 24.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/btmg_1981/anlage_i.html, …/anlage_ii.html, …/anlage_iii.html
  13. Baudot J, Soeiro T, Tambon M, Navarro N, Veyrac G, Mezaache S, et al. Safety concerns on the abuse potential of esketamine: Multidimensional analysis of a new anti-depressive drug on the market. Fundam Clin Pharmacol. 2022;36(3):572-581. doi:10.1111/fcp.12745 · PubMed
  14. Pisanu C, Imai S, Tsuchiya M, Inoue M, Ikegami K, Zammarchi G, et al. A real-world pharmacovigilance study of adverse events associated with esketamine: disproportionality analysis and detection of potential drug-drug interaction signals. Eur J Clin Pharmacol. 2025;82(1):13. doi:10.1007/s00228-025-03954-z · PubMed
  15. Sanacora G, Ahmed M, Brown B, Cabrera P, Doherty T, Himedan M, et al. Real-World Safety of Esketamine Nasal Spray: A Comprehensive Analysis Almost 5 Years After First Approval. Am J Psychiatry. 2025;182(10):913-921. doi:10.1176/appi.ajp.20240655 · PubMed
  16. European Medicines Agency. Spravato (Esketaminhydrochlorid, EMEA/H/C/004535, zugelassen 18.12.2019), „Authorised“: Status und Anwendungsgebiet laut Medicines output – medicines JSON report [Internet]. Amsterdam: EMA; Stand 25.10.2026 [abgerufen 25.10.2026]. Verfügbar unter: https://www.ema.europa.eu/en/documents/report/medicines-output-medicines_json-report_en.json
  17. U.S. Food and Drug Administration. Drugs@FDA (openFDA-Abfrage): Esketaminhydrochlorid, NDA 211243 Spravato (Nasenspray), „Prescription“; Originalzulassung (ORIG, AP) 05.03.2019 [Internet]. Silver Spring (MD): FDA; Datenstand 23.10.2026, abgerufen am 25.10.2026. Verfügbar unter: https://api.fda.gov/drug/drugsfda.json?search=application_number:NDA211243
  18. European Medicines Agency. Spravato (Esketaminhydrochlorid, EMEA/H/C/004535): EPAR – Produktinformation, Anhang I Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels, Abschnitte 4.1 „Therapeutic indications“, 4.4 und 5.1 [Internet]. Amsterdam: EMA; abgerufen am 25.10.2026. Verfügbar unter: https://www.ema.europa.eu/en/documents/product-information/spravato-epar-product-information_en.pdf
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-25. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • Alle Abstracts über PubMed (efetch) gelesen; DOIs und PMIDs mit tools/pruefe_profile.py aufgelöst.
  • Am Abstract: Ki (S) 0,3 µM, (R) 1,4 µM, (S)-Norketamin 1,7 µM [1]; S-Ketamin 4-fach stärker als R, 2-fach stärker als Racemat, weniger psychotomimetisch [2]; > 9000 Proben, 820 Personen, FRn 54 %, 18,6 %, F 54 und 51 %, Clearance 114 l/h, bis 36 % höhere Spiegel [3]; 227 randomisiert, −4,0, 7 vs. 0,9 % Abbrüche [4]; n = 346, −3,2 (p = 0,088) [5]; −3,6 (p = 0,059), ≥ 75 Jahre −0,4 [6]; 297 randomisiert, 26,7 vs. 45,3 %, 25,8 vs. 57,6 %, HR 0,49/0,30, NNT 6/4 [7]; 336/340, 27,1 vs. 17,6 %, 21,7 vs. 14,1 %, Janssen EMEA [8]; n = 226, −3,8, Suizidalität p = 0,107 [9]; 24 RCTs, 1877, RR 3,01 vs. 1,38 und 3,70 vs. 1,47 [10]; Zulassung USA/EU, 1708 Behandelte, 11,6 vs. 3,9 %, OR 3,2, 13,3/8,7 und 16,0/9,5 mmHg [11].
  • BtMG Anlagen I, II und III am 24.10.2026 bei gesetze-im-internet.de abgerufen: Esketamin in keiner Anlage aufgeführt [12].
  • Interessen: [3]–[7], [9] und [11] von Janssen-Angestellten verfasst bzw. mitverfasst; [8] von Janssen EMEA finanziert; [10] mit NIMH-Intramural-Förderung, Mitautor C. A. Zarate (NIMH).
  • ClinicalTrials.gov: 372 Einträge zu „esketamine“ (24.10.2026), keiner mit Sponsor „Hudson“.
  • Gegenprüfung 24.10.2026 umgesetzt: Missbrauch/Abhängigkeit ergänzt (Pharmakovigilanz-Analyse [13], FAERS ROR 6,12 [14], 210 Fälle bei 58 483 Behandelten, Sedierung 34,7 %, Dissoziation 41,0 % der Sitzungen [15], alles am Abstract geprüft; [15] mit Johnson-&-Johnson-Angestellten). Versprechen „besser als das Racemat“ auf Stufe 3 und „nicht untersucht“ (nur indirekter Vergleich), Behauptung dazu auf „nicht belegt“. Wechselwirkung mit dämpfenden Stoffen als offene Frage.
  • 25.10.2026, Entscheidung q012 (nur Abstract geprüft): Alle Bewertungen aus Zeitschriftenartikeln beruhen nur auf den Abstracts, soweit oben kein Volltext, keine Fachinformation und kein Gesetzestext als gelesen genannt ist.
  • 25.10.2026, Entscheidung q018 (Handelsnamen): „Spravato“ und „Ketanest S“ in synonyme ergänzt. Belege: EMA-Datenexport (medicines JSON, Zeitstempel 24.10.2026, am 25.10.2026 abgerufen): Spravato EMEA/H/C/004535, Wirkstoff Esketaminhydrochlorid, zugelassen am 18.12.2019; EMA-Datenbank nach Art. 57 (Article 57 product data, EMA/518502/2018 Rev. 90, Datenstand 09.10.2026, am 25.10.2026 abgerufen): „Spravato“ (nasal) zentral für die EU, „Ketanest S“ (intravenös, intramuskulär) in Deutschland und Österreich. Präparate aus Wirkstoff- und Firmenname sowie weitere nationale Markennamen nicht aufgenommen. Die Verfahrensnummer steht seit dem 25.10.2026 in status.eu [16].
  • 25.10.2026, Rechtsstatus (EMA- und FDA-Kennungen): EMA-Datenexport (medicines JSON, Zeitstempel 25.10.2026, am 25.10.2026 abgerufen) und EMA-Produktseite selbst geprüft: Spravato EMEA/H/C/004535 „Authorised“ seit 18.12.2019, Anwendungsgebiet in Kombination mit SSRI oder SNRI bei Erwachsenen mit therapieresistenter Major Depression nach mindestens zwei erfolglosen Antidepressiva-Behandlungen in der aktuellen mittelschweren bis schweren Episode; ein weiteres Anwendungsgebiet nennen Export und Produktseite nicht [16] (die Fachinformation nennt eines, siehe unten). Drugs@FDA über openFDA (Datenstand 23.10.2026, Abfrage 25.10.2026): NDA 211243 Spravato (nasal, Spray) „Prescription“, ORIG AP 05.03.2019 [17]. status.eu stützt sich jetzt auf die EMA statt auf die Herstellerpublikation [11]; diese bleibt in status.usa nur für das Anwendungsgebiet gekennzeichnet stehen.
  • 25.10.2026, Korrektur Rechtsstatus: EPAR-Produktinformation von Spravato (Anhang I, Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels) am 25.10.2026 bei der EMA abgerufen und gelesen [18]. Abschnitt 4.1 nennt zwei Anwendungsgebiete: (1) in Kombination mit SSRI oder SNRI bei therapieresistenter Major Depression (wie im Export [16]) und (2) zusammen mit oraler Antidepressiva-Therapie bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Episode einer Major Depression als akute Kurzzeitbehandlung zur raschen Senkung depressiver Symptome, die nach klinischem Urteil einen psychiatrischen Notfall darstellen. Im EMA-Export (Zeitstempel 2026-10-25T06:02:02Z) steht unter therapeutic_indication nur das erste. status.eu um das zweite ergänzt. Abschnitt 4.4: Die Wirksamkeit bei der Verhinderung von Suiziden oder der Verringerung von Suizidgedanken oder suizidalem Verhalten ist nicht belegt; Abschnitt 5.1 (Aspire I und II): Besserung der Suizidalität (CGI-SS-r) nach 24 Stunden in beiden Gruppen ohne signifikanten Unterschied. Das stützt die Bewertung „uneinheitlich“ von „Hilft bei akuter Suizidalität“ (Stufe und Ergebnis unverändert); der Satz steht jetzt in der Begründung.
  • Präzisions-Flags (m004; Regeln Leitfaden 26.10.2026; Teilnehmendenzahlen, Richtung und Finanzierung am 26.10.2026 per PubMed efetch an Abstract, COI-Angabe und Affiliationen geprüft): „Wirkt schnell gegen therapieresistente Depression“: herstellerfinanziert – [4], [5], [6] Autorinnen/Autoren bei Janssen Research and Development, [8] „Funded by Janssen EMEA“. „Verhindert Rückfälle“: herstellerfinanziert – [7] COI: Mehrzahl der Autorinnen/Autoren bei Janssen beschäftigt. „Hilft bei akuter Suizidalität“: herstellerfinanziert – [9] Janssen-Affiliationen ([18] Fachinformation, keine Studie).
  • 26.10.2026, Gegenprüfung der Präzisions-Flags (m004): Belege für die gesetzten Flags zusätzlich in die begruendung übernommen („Beleg für …“, Leitfaden „Präzisions-Flags“); Zahlen und Angaben erneut per PubMed efetch (Abstract, Interessen- und Förderangaben, Affiliationen) geprüft: „Akute Suizidalität“: [9] Affiliationen Janssen Research & Development, LLC.

Nicht verifiziert

  • EU-Fachinformation (EPAR-Produktinformation [18]) nur in den Abschnitten 4.1, 4.4 (Suizidalität) und 5.1 (Aspire I und II) gelesen; die übrigen Abschnitte wurden nicht ausgewertet. US-Label nicht gelesen; das US-Anwendungsgebiet stammt nur aus einer Herstellerpublikation [11]; US-Schedule-Einstufung nicht an einer Primärquelle geprüft.
  • Die kritische Analyse von Turner (Lancet Psychiatry 2019, PMID 31680014) hat kein Abstract und wurde nicht ausgewertet.
  • Halbwertszeit nicht in den geprüften Abstracts angegeben.
  • Fallzahl von TRANSFORM-3 steht nicht im Abstract [6]; ASPIRE II wurde nicht ausgewertet.
  • Wechselwirkung mit Alkohol, Benzodiazepinen und anderen zentral dämpfenden Stoffen: keine Primärquelle gefunden (PubMed-Suche 24.10.2026), daher als offene Frage geführt. Blasenschäden unter Esketamin nicht an einer Primärquelle geprüft.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

Fehler gefunden oder etwas vermisst?

Wünsch dir einen Wirkstoff, schlag eine Verbesserung vor oder melde einen Fehler. Jede Rückmeldung wird gelesen.

Art der Nachricht

Die Website speichert nichts. Der Button öffnet dein E-Mail-Programm mit einer vorbereiteten Nachricht.