Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Bessere geistige Leistung bei Gesunden

    Verschlechterung

    Kognition & Fokus · gesund · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

    In einer doppelblinden RCT über 12 Wochen schnitten 32 Gesunde unter Pregabalin in drei von sechs Hauptmaßen schlechter ab als unter Placebo [4]. In einer Studie mit 24 Gesunden über drei Tage überwiegend kein Unterschied zu Placebo, aber einzelne Verschlechterungen [3]. Keine Studie zeigt einen Nutzen.

  • Wirkt angstlösend

    kleiner Nutzen

    Stimmung & Stress · Patienten: generalisierte Angststörung · Mensch, randomisiert

    Metaanalyse von acht RCTs (2299 Teilnehmende): Hedges' g = 0,37 gegenüber Placebo, ohne Hinweis auf Publikationsbias [6]; in der Netzwerk-Metaanalyse vergleichbar mit Duloxetin und Venlafaxin (HAM-A −2,79 Punkte) [7]. Bei Gesunden nicht untersucht.

  • Lindert Nervenschmerzen

    Nutzen belegt

    Schmerz · Patienten: neuropathische Schmerzen · Mensch, randomisiert

    Cochrane-Übersicht (45 Studien, 11 906 Teilnehmende): nach Gürtelrose bei mittlerer Tagesmenge mindestens 30 % Linderung bei 50 % gegenüber 25 % (NNT 3,9); bei diabetischer Neuropathie nur 47 % gegenüber 42 % (NNT 22), bei höherer Menge NNT 7,8–9,6 [8].

  • Besserer Schlaf

    uneinheitlich

    Schlaf · Patienten: Schlafstörungen · Mensch, randomisiert

    Systematisches Review und Metaanalyse doppelblinder RCTs: bei Schlafstörungen nicht schlüssig, nur minimale Evidenz [13]. Bei Gesunden nicht geprüft.

kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

Wirkweise

Evidenzkarte: Pregabalin

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Dass Pregabalin über die α2δ-1-Untereinheit spannungsabhängiger Calciumkanäle wirkt, zeigten Forschende von Pfizer an Mäusen mit einer einzelnen Punktmutation in diesem Protein: Die Bindung von Pregabalin in Gehirn und Rückenmark sank deutlich, und die schmerzlindernde Wirkung ging verloren, während andere Schmerzmittel normal wirkten [1]. Anders als Gabapentin wird Pregabalin schnell und linear aufgenommen: Die absolute Bioverfügbarkeit liegt unabhängig von der Menge bei mindestens 90 %, höchste Spiegel werden nach etwa einer Stunde erreicht. Es bindet nicht an Plasmaproteine, wird nicht über Leberenzyme abgebaut, sondern über die Niere ausgeschieden; die Halbwertszeit beträgt etwa 6 Stunden [2].

Bei gesunden Freiwilligen fielen die Effekte auf das Denken je nach Studiendauer unterschiedlich aus. Nach drei Tagen unterschied sich Pregabalin in den meisten Tests nicht von Placebo, verschlechterte aber Flimmerverschmelzungsfrequenz, eine geteilte Aufmerksamkeitsaufgabe und die subjektive Wachheit; Alprazolam als Vergleich verschlechterte alle Tests [3]. Nach 12 Wochen schnitten Gesunde unter Pregabalin in drei von sechs Hauptmaßen (Zahlen-Symbol-Test, Stroop, Wortflüssigkeit) schlechter ab als unter Placebo und klagten häufiger über neurotoxische Beschwerden [4]. Einzelgaben steigerten bei Gesunden einige subjektive Effekte und senkten die Atemfrequenz, erhöhten aber nicht das Mögen der Substanz [5].

Klinisch ist Pregabalin breit untersucht. Bei generalisierter Angststörung war es in einer Metaanalyse von acht RCTs Placebo überlegen (Hedges' g = 0,37) [6], in einer Netzwerk-Metaanalyse von 89 Studien gehörte es zu den wirksamen und relativ gut vertragenen Mitteln [7]. Bei Nervenschmerzen nach Gürtelrose erreichte die Hälfte der Behandelten mindestens 30 % Linderung gegenüber einem Viertel unter Placebo, bei diabetischer Neuropathie war der Vorteil deutlich kleiner [8].

Zugleich hat Pregabalin ein deutlicheres Missbrauchspotenzial als Gabapentin: Euphorie ist in klinischen Studien eine häufige Nebenwirkung, Missbrauch betrifft vor allem Menschen mit Opioidkonsum [9][10].

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
α2δ-1-Untereinheit spannungsabhängiger CalciumkanäleIonenkanalBindungPunktmutation in α2δ-1 senkt die Bindung in Gehirn und Rückenmark deutlich und hebt die Schmerzlinderung auf (Maus) Tierversuch[1]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAmoduliert · Laut systematischem Review modulierende Effekte auf GABA- und Glutamatsystem in präklinischen Studien; die Schmerzlinderung hängt von α2δ-1 ab, nicht von einem GABA-Rezeptor[1][9]
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselkeine Daten
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativkeine Daten
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · Kapsel

    ≥ 90 % (Mensch), unabhängig von der Menge

    Schnelle, lineare Aufnahme; Spiegel steigen proportional zur Menge, anders als bei Gabapentin [2].

    Mensch, nicht randomisiert

Studien am Menschen

  • Kognition über 12 Wochen

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · gesund · n = 32 · 12 Wochen

    Gemessen: kognitive Testbatterie, Neurotoxizitätsskala

    Ergebnis: Schlechter in 3 von 6 Hauptmaßen (Zahlen-Symbol, Stroop, Wortflüssigkeit); mehr subjektive Beschwerden.[4]

    Mensch, randomisiert

  • Kognition und Psychomotorik mit Alprazolam-Kontrolle

    RCT, doppelblind, Überkreuz, placebokontrolliert · gesund · n = 24 · je 3 Tage

    Gemessen: Reaktionszeit, Vigilanz, Gedächtnis, geteilte Aufmerksamkeit, Bremsreaktion

    Ergebnis: Meist kein Unterschied zu Placebo; Verschlechterung bei Flimmerverschmelzung und geteilter Aufmerksamkeit; Bremsreaktion besser.[3]

    Mensch, randomisiert

  • Subjektive Effekte allein und mit Oxycodon

    RCT, doppelblind, Überkreuz · gesund · n = 16 · Einzelgaben

    Gemessen: subjektive Effekte, Psychomotorik, Atmung

    Ergebnis: Einige subjektive Effekte dosisabhängig erhöht, Atemfrequenz gesenkt; Mögen der Substanz nicht erhöht.[5]

    Mensch, randomisiert

  • Metaanalyse generalisierte Angststörung

    Metaanalyse von 8 RCTs · Patienten: generalisierte Angststörung · n = 2299

    Gemessen: Angstsymptome

    Ergebnis: Hedges' g = 0,37 (0,30–0,44); Abbruchraten wie unter Placebo.[6]

    Mensch, randomisiert

  • Cochrane-Übersicht Nervenschmerzen

    systematisches Review doppelblinder RCTs · Patienten: neuropathische Schmerzen · n = 11906 · 2–16 Wochen

    Gemessen: mindestens 30 % bzw. 50 % Schmerzlinderung

    Ergebnis: Deutlicher Nutzen nach Gürtelrose, kleiner bei diabetischer Neuropathie; Schläfrigkeit und Schwindel häufiger.[8]

    Mensch, randomisiert

  • Schwangerschaft und Fehlbildungen

    Metaanalyse von 7 Kohortenstudien · Schwangere (701 mit Pregabalin als Monotherapie im ersten Trimenon) · n = 3336224

    Gemessen: schwere angeborene Fehlbildungen

    Ergebnis: OR 1,79 (95-%-KI 0,80–3,99), nicht signifikant; hohes Verzerrungsrisiko.[12]

    Mensch, nicht randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Missbrauch und Euphorie

    Systematisches Review (17 präklinische, 19 klinische, 13 epidemiologische Studien): Euphorie ist eine häufige Nebenwirkung; Missbrauch vor allem bei Menschen mit Suchtvorgeschichte, besonders Opioidkonsum, teils mit Schnupfen oder Spritzen [9]. Pregabalin gilt als etwas suchterzeugender als Gabapentin [10].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Überdosis in Kombination

    Reine Überdosen verlaufen meist vergleichsweise glimpflich, Mischvergiftungen mit Opioiden und Beruhigungsmitteln können tödlich sein, bei Pregabalin häufiger als bei Gabapentin [10]. Ein Review von 100 neueren Studien bestätigt ein erhöhtes Überdosisrisiko bei gleichzeitigem Opioid- oder Benzodiazepinkonsum [14].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Atmung

    Bei Gesunden senkten Einzelgaben die Atemfrequenz [5].

    Mensch, randomisiert

  • Kognitive Nebenwirkungen

    Über 12 Wochen leichte Verschlechterung in Aufmerksamkeits-, Tempo- und Sprachtests sowie mehr subjektive Beschwerden bei Gesunden [4].

    Mensch, randomisiert

  • Häufige Nebenwirkungen

    Schläfrigkeit und Schwindel deutlich häufiger als unter Placebo, je nach Erkrankung und Menge Schwindel bei 13–35 % gegenüber 4–9 % [8].

    Mensch, randomisiert

  • Schwangerschaft

    Kein signifikant erhöhtes Fehlbildungsrisiko in einer Metaanalyse (OR 1,79; 95-%-KI 0,80–3,99), aber wenige Studien mit hohem Verzerrungsrisiko; im Tierversuch Skelettfehlbildungen und Wachstumsverzögerung [12].

    Mensch, nicht randomisiert

Wechselwirkungen

  • Opioide und Benzodiazepine: Höheres Überdosisrisiko bei gleichzeitigem Konsum (Beobachtungsdaten) [10][14]; in einer kleinen Laborstudie veränderte eine niedrige Pregabalin-Einzelgabe das Mögen von Oxycodon nicht [5].

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • nicht belegt

    „Pregabalin wirkt über GABA wie ein Beruhigungsmittel“

    Ein GABA-Rezeptor als Angriffspunkt ist nicht belegt; die Schmerzlinderung hängt im Tiermodell von der α2δ-1-Untereinheit von Calciumkanälen ab [1]. Präklinisch gibt es Hinweise auf modulierende Effekte auf das GABA-System [9].

  • widerlegt

    „Pregabalin verbessert Konzentration und Gedächtnis“

    Bei Gesunden über 12 Wochen schlechtere Werte in drei von sechs Hauptmaßen gegenüber Placebo [4].

  • widerlegt

    „Pregabalin macht nicht abhängig“

    Euphorie, Missbrauch und Abhängigkeitssymptome sind dokumentiert, vor allem bei Menschen mit Suchtvorgeschichte [9][10].

  • belegt

    „Pregabalin hilft bei Angststörungen“

    Mehrere RCTs und Metaanalysen bei generalisierter Angststörung, mit kleinem bis mittlerem Effekt [6][7].

Pharmakokinetik

Aufnahme
Schnell und linear; Bioverfügbarkeit ≥ 90 %, höchste Spiegel nach etwa 1 Stunde [2].
Halbwertszeit
Etwa 6 Stunden [2].
Abbau
Kein Abbau über Leberenzyme, keine Plasmaeiweißbindung; Ausscheidung über die Niere [2].
Weg ins Gehirn
Zentrale Effekte bei Gesunden (Kognition, subjektive Effekte) belegt [4][5]; Bindung im Gehirn der Maus [1].

Rechtlicher Status

Deutschland
Verschreibungspflichtig als Arzneimittel (AMVV Anlage 1, Eintrag „Pregabalin“) [15]. 2015 erhielten 1,6 % der Versicherten einer großen Kassenstichprobe Pregabalin oder Gabapentin, nur rund ein Viertel der neu behandelten Schmerzpatienten mit typischer neuropathischer Diagnose [11]. Zulassungstext nicht an einem Register geprüft.
EU
Laut Fachliteratur u. a. bei neuropathischen Schmerzen und generalisierter Angststörung angezeigt [12]; EU-Zulassungstext nicht geprüft.
USA
Unterliegt dem Controlled Substances Act [5]; die Schedule-Stufe ist in der Quelle nicht genannt.

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Bilden sich die kognitiven Nebenwirkungen nach dem Absetzen vollständig zurück?
  • Wie häufig und wie schwer sind Absetzsymptome nach längerer Einnahme bei Menschen ohne Suchtvorgeschichte?
  • Ist das Fehlbildungsrisiko in der Frühschwangerschaft erhöht? Die bisherigen Studien sind zu klein und verzerrt.

Referenzen

  1. Field MJ, Cox PJ, Stott E, Melrose H, Offord J, Su TZ, et al. Identification of the alpha2-delta-1 subunit of voltage-dependent calcium channels as a molecular target for pain mediating the analgesic actions of pregabalin. Proc Natl Acad Sci U S A. 2006;103(46):17537–42. doi:10.1073/pnas.0409066103 · PubMed
  2. Bockbrader HN, Wesche D, Miller R, Chapel S, Janiczek N, Burger P. A comparison of the pharmacokinetics and pharmacodynamics of pregabalin and gabapentin. Clin Pharmacokinet. 2010;49(10):661–9. doi:10.2165/11536200-000000000-00000 · PubMed
  3. Hindmarch I, Trick L, Ridout F. A double-blind, placebo- and positive-internal-controlled (alprazolam) investigation of the cognitive and psychomotor profile of pregabalin in healthy volunteers. Psychopharmacology (Berl). 2005;183(2):133–43. doi:10.1007/s00213-005-0172-7 · PubMed
  4. Salinsky M, Storzbach D, Munoz S. Cognitive effects of pregabalin in healthy volunteers: a double-blind, placebo-controlled trial. Neurology. 2010;74(9):755–61. doi:10.1212/WNL.0b013e3181d25b34 · PubMed
  5. Zacny JP, Paice JA, Coalson DW. Subjective, psychomotor, and physiological effects of pregabalin alone and in combination with oxycodone in healthy volunteers. Pharmacol Biochem Behav. 2012;100(3):560–5. doi:10.1016/j.pbb.2011.10.023 · PubMed
  6. Generoso MB, Trevizol AP, Kasper S, Cho HJ, Cordeiro Q, Shiozawa P. Pregabalin for generalized anxiety disorder: an updated systematic review and meta-analysis. Int Clin Psychopharmacol. 2017;32(1):49–55. doi:10.1097/YIC.0000000000000147 · PubMed
  7. Slee A, Nazareth I, Bondaronek P, Liu Y, Cheng Z, Freemantle N. Pharmacological treatments for generalised anxiety disorder: a systematic review and network meta-analysis. Lancet. 2019;393(10173):768–777. doi:10.1016/S0140-6736(18)31793-8 · PubMed
  8. Derry S, Bell RF, Straube S, Wiffen PJ, Aldington D, Moore RA. Pregabalin for neuropathic pain in adults. Cochrane Database Syst Rev. 2019;1(1):CD007076. doi:10.1002/14651858.CD007076.pub3 · PubMed
  9. Schjerning O, Rosenzweig M, Pottegård A, Damkier P, Nielsen J. Abuse Potential of Pregabalin: A Systematic Review. CNS Drugs. 2016;30(1):9–25. doi:10.1007/s40263-015-0303-6 · PubMed
  10. Bonnet U, Scherbaum N. How addictive are gabapentin and pregabalin? A systematic review. Eur Neuropsychopharmacol. 2017;27(12):1185–1215. doi:10.1016/j.euroneuro.2017.08.430 · PubMed
  11. Viniol A, Ploner T, Hickstein L, Haasenritter J, Klein KM, Walker J, et al. Prescribing practice of pregabalin/gabapentin in pain therapy: an evaluation of German claim data. BMJ Open. 2019;9(3):e021535. doi:10.1136/bmjopen-2018-021535 · PubMed
  12. Atzenhoffer M, Peron A, Picot C, Cucherat M, Cottin J. The use of pregabalin in early pregnancy and major congenital malformations: A systematic review and meta-analysis. Reprod Toxicol. 2025;136:108958. doi:10.1016/j.reprotox.2025.108958 · PubMed
  13. Hong JSW, Atkinson LZ, Al-Juffali N, Awad A, Geddes JR, Tunbridge EM, et al. Gabapentin and pregabalin in bipolar disorder, anxiety states, and insomnia: Systematic review, meta-analysis, and rationale. Mol Psychiatry. 2022;27(3):1339–1349. doi:10.1038/s41380-021-01386-6 · PubMed
  14. Evoy KE, Drain D, Pedigo J, Covvey JR, Ramey O. Misuse of Pregabalin and Gabapentin: A Second Systematic Review Update. Drugs. 2026;86(8):1365–1378. doi:10.1007/s40265-026-02342-w · PubMed
  15. Verordnung über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln (Arzneimittelverschreibungsverordnung – AMVV), Anlage 1 (zu § 1 Nr. 1 und § 5). Stand: zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.5.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 149). Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 26.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/amvv/anlage_1.html (Eintrag „Pregabalin“).
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-26. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • 26.10.2026 (Entscheidung n015, Prüfbericht E-20 Frage 14): `rx_referenz` gesetzt, `kategorie` bleibt Nootropikum. AMVV Anlage 1 im Volltext abgerufen (gesetze-im-internet.de, Stand: zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.5.2026, BGBl. 2026 I Nr. 149): Eintrag „Pregabalin“ ohne Ausnahme oder Einschränkung [15]; die Verschreibungspflicht steht jetzt mit Beleg in status.deutschland. Die AMIce-Formel aus dem Prüfbericht wurde nicht übernommen, weil keine Dokumentanzeige eines Präparats mit Status „zugelassen“ oder „verlängert“ gelesen wurde (Prüfbericht, Methodik 1).
  • Alle Abstracts über PubMed gelesen; DOIs und PMIDs mit tools/pruefe_profile.py aufgelöst.
  • Kernzahlen am Abstract: Punktmutation, Verlust der Bindung und Wirkung; Autoren bei Pfizer angestellt und mit Aktienbesitz [1]; Bioverfügbarkeit ≥ 90 %, Tmax ≈ 1 h, t½ ≈ 6 h [2]; n = 24, Ergebnisse je Test [3]; n = 32 (30 abgeschlossen), 3 von 6 Hauptmaßen [4]; n = 16, Atemfrequenz, kein Anstieg des Mögens [5]; 8 RCTs, n = 2299, g = 0,37 [6]; 89 Studien, 25 441 Personen, MD −2,79 [7]; 45 Studien, 11 906 Teilnehmende, 50 vs. 25 %, NNT 3,9 und 22, Schwindel- und Schläfrigkeitsraten [8]; 17/19/13 Studien, Euphorie [9]; 106 Studien [10]; 100 Studien [14]; 7 Studien, 701 Exponierte, OR 1,79 [12]; 1,6 % [11]; Schlafstörungen nicht schlüssig [13].
  • ClinicalTrials.gov: 702 Einträge zu „pregabalin“ (23.10.2026).
  • Lokale Nachprüfung 24.10.2026 am Cochrane-Abstract [8]: Schwindel unter Pregabalin 13–35 % (Post-Zoster-Neuralgie 29 % bzw. 35 %, diabetische Neuropathie 13 % bzw. 22 %, gemischte und zentrale Nervenschmerzen je 23 %) gegenüber 3,8–8,8 % unter Placebo; die frühere Angabe 13–23 % war zu niedrig und ist korrigiert.
  • 25.10.2026, q010 (Bereich Nervensystem): Versprechen „Lindert Nervenschmerzen“ von Bereich „Regeneration & Heilung“ nach „Schmerz“, nicht nach „Nervensystem“: Schmerzlinderung ist der Endpunkt (Cochrane-Abstract [8] erneut gelesen: Anteil mit mindestens 30 % bzw. 50 % geringerer Schmerzintensität), gleiche Linie wie bei Gabapentin. Stufe und Ergebnis unverändert.
  • Präzisions-Flags (m004, Umsetzung Claude 26.10.2026, zur Bestätigung durch Tilman): „Bessere geistige Leistung bei Gesunden“ → kleine_studien: [3] n = 24, [4] n = 32 (je Abstract).
  • Gegenprüfung 26.10.2026 (m004, Umsetzung Claude, zur Bestätigung durch Tilman): Belege der gesetzten Präzisions-Flags (Teilnehmendenzahlen bzw. Finanzierungs- und Interessenangaben) aus den Prüfnotizen in die Begründung übernommen, damit sie für Lesende nachprüfbar sind; Teilnehmendenzahlen erneut an den PubMed-Abstracts abgeglichen.

Nicht verifiziert

  • Finanzierung der Studien [3] und [6]; [3] ist als „Research Support, Non-U.S. Gov't“ markiert, vermutlich Herstellerunterstützung (nicht geprüft).
  • Absetz- und Entzugssymptome nach Langzeiteinnahme nicht an einer Primärquelle geprüft.
  • Britische Einstufung als kontrollierte Substanz, US-Schedule-Stufe und Zulassungstexte in EU und Deutschland nicht an einer Primärquelle geprüft.
  • Die Fall-Kontroll-Studie zu Pregabalin und opioidbedingten Todesfällen (Ann Intern Med 2018, PMID 30140853) ist als Brief ohne Abstract erschienen und wurde nicht ausgewertet.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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