Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.
Wirkweise
Evidenzkarte: Atomoxetin
Atomoxetin bindet in Zellen mit menschlichen Transportern sehr stark an den Noradrenalintransporter (Ki 5 nM), schwächer an den Serotonintransporter (Ki 77 nM) und kaum an den Dopamintransporter (Ki 1451 nM) [1]. Bei Ratten verdreifachte es Noradrenalin im präfrontalen Kortex, ließ Serotonin unverändert und verdreifachte auch Dopamin, aber nur im präfrontalen Kortex, nicht im Striatum oder Nucleus accumbens [1]. Methylphenidat erhöhte Dopamin dagegen auch im Belohnungssystem [1].
Im Labor blockiert Atomoxetin zusätzlich NMDA-Rezeptoren mit halbmaximaler Hemmung bei etwa 3 µM, also in Konzentrationen, wie sie im Blut von Behandelten gemessen werden [2]; ob das klinisch eine Rolle spielt, ist offen. Atomoxetin wird rasch und vollständig aufgenommen und vor allem durch CYP2D6 zu 4-Hydroxyatomoxetin abgebaut. Die Halbwertszeit liegt bei schnellen CYP2D6-Metabolisierern bei 5,2 Stunden, bei langsamen bei 21,6 Stunden, deren Spiegel im Gleichgewicht etwa zehnfach höher sind [3].
Synaptik dient ausschließlich der biochemischen und pharmakologischen Aufklärung und ist keine medizinische Beratung oder Einnahmeempfehlung.
Glutamat Glycin / D-Serin Mg²⁺ Ca²⁺ Na⁺ K⁺ rot = Wirkstoff, in der Szene als verkleinerte Strukturformel · Formen wie in der Abbildung
Normalzustand
Ca²⁺-Einstrom (Modell): Ausgangslage
Atomoxetin
Ca²⁺-Einstrom (Modell): weniger
Links läuft der Normalzustand, rechts der gewählte Wirkstoff, beide mit denselben Takten. Wort und Balken unter den Feldern zeigen ohne Zahl nur die Richtung (weniger oder mehr Ca²⁺ als im Normalzustand). Das Modell ist illustrativ, keine Messung, und sagt nichts über das Ausmaß im Gehirn.
Atomoxetin wirkt vor allem am Noradrenalintransporter (hier nicht gezeichnet). Im Labor blockierte es zusätzlich NMDA-Rezeptoren als Kanalblocker mit halbmaximaler Hemmung bei etwa 3 µM, an Nagerneuronen und in einer Zelllinie [12]. Die Autoren sehen das im Bereich gemessener Blutkonzentrationen; ob es beim Menschen zur Wirkung beiträgt, ist offen. Die genaue Lage in der Pore ist nicht bestimmt; die Abbildung setzt es schematisch ins Vestibül.
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Ebenfalls an diesem Wirkort, nicht gezeichnet
- CX-717: Ampakin; NMDA-Effekt nur indirekt, kein Angriff am Rezeptor selbst
- Huperzin A: NMDA-Hemmung nur in einer Übersicht der Entwicklergruppe, ohne Bindestelle
- L-Theanin: nur sehr schwache Bindung an Glutamatrezeptoren
- Phenylpiracetam: keine Verdrängung der Liganden am NMDA-Rezeptor
- Piracetam: nur veränderte Rezeptorzahl (Maus)
- Selank: nur veränderte Zahl der Bindungsstellen (Maus)
Synaptik dient ausschließlich der biochemischen und pharmakologischen Aufklärung und ist keine medizinische Beratung oder Einnahmeempfehlung.
Synthese → VMAT2 → Freisetzung · DAT holt Dopamin zurück · D1: cAMP ↑, D2: cAMP ↓
- DAT
- Wiederaufnahme
- NET
- Wiederaufnahme
- SERT
- WiederaufnahmeNebenfeld
- Synthese (TH, AADC)
- läuft
- Dopamin im Spalt (Modell)
- Ausgangslageillustrativ
DAT: 5 von 10 von Modafinil gesperrt · NET schwächer · Dopamin bleibt länger
- DAT
- gehemmtIC50 6,4 µM; PET ≈ 54 % (n = 10)
- NET
- schwächer gehemmtIC50 35,6 µM
- SERT
- praktisch nichtIC50 über 500 µM
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- mehrRichtung laut PET-Studie
DAT: 6 von 10 von Methylphenidat gesperrt · NET gesperrt · Dopamin bleibt länger
- DAT
- gehemmtPET ≈ 60 % (n = 10)
- NET
- gehemmtPET am NET; ED50 unter DAT-Literaturwert
- SERT
- unverändert
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- mehrRichtung laut PET-Studie
DAT: von Armodafinil gesperrt (Anteil illustrativ) · Dopamin bleibt länger
- DAT
- gehemmt≈ 3-fach affiner als S-Modafinil (Zellen)
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gezeigt
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- mehrMikrodialyse, Maus
DAT: von Phenylpiracetam gesperrt (Anteil illustrativ) · nur Labor- und Tierdaten
- DAT
- gehemmtScreening, Zellen und Tier
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gezeigt
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- etwas mehrabgeleitet, nicht gemessen
DAT: von R-Phenylpiracetam gesperrt (Anteil illustrativ) · Dopamin etwas mehr
- DAT
- gehemmtselektiv (Ratte)
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gezeigt
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- etwas mehr„mäßig“, Mikrodialyse, Ratte
DAT: von Bromantan gesperrt (Anteil illustrativ) · TH und AADC: Expression ↑
- DAT
- gehemmtIC50 3,56 µM (Ratte)
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gehemmtRatte
- Synthese (TH, AADC)
- Expression ↑Ratte
- Dopamin im Spalt (Modell)
- etwas mehrex vivo, Ratte
NET: von Atomoxetin gesperrt, Noradrenalin bleibt länger · SERT gebunden · DAT kaum · Dopamin hier unverändert
- DAT
- kaumKi 1451 nM
- NET
- gehemmtKi 5 nM; Noradrenalin ↑ (präfrontaler Kortex, Ratte)
- SERT
- gebundenKi 77 nM; Serotonin unverändert (Ratte)
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- unverändertStriatum, Ratte
SERT: DMT gebunden (Nebenfeld) · dopaminerge Synapse unverändert
- DAT
- nicht gezeigt
- NET
- nicht gezeichnetlaut Studie teilweise; nicht im Profil
- SERT
- WechselwirkungZellsystem; Art offen
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- unverändertkeine Wirkung gezeichnet
Dopamin Noradrenalin Serotonin cAMP Wirkstoff Kreuz = Transporter gesperrt
Normalzustand
Dopamin im Spalt (Modell): Ausgangslage
Atomoxetin
Dopamin im Spalt (Modell): unverändert
Das Feld „Normalzustand“ läuft ohne Wirkstoff, das zweite mit dem gewählten Wirkstoff; beide mit derselben Freisetzung. Wort und Balken unter den Feldern zeigen ohne Zahl nur die Richtung: laut Studienlage, bei Phenylpiracetam (Racemat) aus der DAT-Hemmung abgeleitet, weil die Quellen des Profils dort kein Dopamin gemessen haben. Das Teilchenmodell ist illustrativ, keine Messung, und sagt nichts über das Ausmaß beim Menschen.
Atomoxetin bindet in Zellen mit menschlichen Transportern stark an den NET (Ki 5 nM), schwächer an den SERT (Ki 77 nM) und kaum an den DAT (Ki 1451 nM). Bei Ratten verdreifachte es Noradrenalin und Dopamin im präfrontalen Kortex, ließ Dopamin in Striatum und Nucleus accumbens sowie Serotonin aber unverändert [27]. Im frontalen Kortex hängt die Dopaminaufnahme vor allem vom NET ab [10]. Die Abbildung zeigt eine Synapse mit vielen DAT (Striatum); die gesperrten NET sind illustrativ.
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Ebenfalls an diesem Wirkort, nicht gezeichnet
- Flmodafinil: DAT-Hemmung nur aus unveröffentlichten Auftragsdaten (Evidenzstufe 0)
- Safran: am SERT nur eine Computersimulation (Docking), keine gemessene Bindung oder Hemmung
Angriffspunkte
| Ziel | Typ | Wirkung | Kennwert | Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| Noradrenalintransporter (NET) | Transporter | Hemmer | Ki 5 nM (menschlicher NET, Zelllinie) | Tierversuch[1] |
| Serotonintransporter (SERT) | Transporter | Bindung | Ki 77 nM; Serotonin bei Ratten unverändert | Tierversuch[1] |
| Dopamintransporter (DAT) | Transporter | Bindung | Ki 1451 nM (schwach) | Labor[1] |
| NMDA-Rezeptor | Ionenkanal | Antagonist | halbmaximale Hemmung ≈ 3 µM, Kanalblock (Nagerneurone, Zelllinie) | Labor[2] |
Wirkprofil
- DopaminDopamin nur im präfrontalen Kortex erhöht, nicht im Striatum oder Nucleus accumbens (Ratte)[1]
- NoradrenalinNoradrenalin im präfrontalen Kortex verdreifacht (Ratte)[1]
- SerotoninExtrazelluläres Serotonin im präfrontalen Kortex unverändert (Ratte)[1]
- Acetylcholin
- Glutamat · AMPA
- Glutamat · NMDANMDA-Rezeptoren im Labor bei klinisch erreichbaren Konzentrationen blockiert[2]
- GABA
- Histamin
- Orexin
- Adenosin
- Opioide
- Melatonin
- Neurotrophine
- Durchblutung
- Stickstoffmonoxid
- Energiestoffwechsel
- Insulin · Glukose
- Entzündung · oxidativ
- Stressachse
- Testosteron-Achse
- Endocannabinoide
- Autophagie · Seneszenz
- Immunsystem
- Lipidstoffwechsel
- Gerinnung · Fibrinolyse
- Methylierung
Studien am Menschen
Hemmungskontrolle im fMRT
Gemessen: Stopp-Signal-Aufgabe, Aktivierung im rechten unteren Frontalgyrus
Ergebnis: Bessere Hemmungskontrolle und stärkere Aktivierung des rechten unteren Frontalgyrus.[4]
Mensch, randomisiert
Fehlerüberwachung im fMRT
Gemessen: Flanker-Go/NoGo-Aufgabe, Fehlersignal
Ergebnis: Mehr misslungene Hemmungen trotz stärkerem Fehlersignal; phasische Wachheit erhöht.[5]
Mensch, randomisiert
Fehlerbewusstsein im Vergleich mit Methylphenidat und Citalopram
Gemessen: Bewusstes Erkennen eigener Fehler
Ergebnis: Methylphenidat verbesserte das Fehlerbewusstsein, Atomoxetin nicht.[6]
Mensch, randomisiert
Netzwerk-Metaanalyse bei ADHS
Gemessen: ADHS-Kernsymptome, Abbrüche wegen Nebenwirkungen
Ergebnis: Kinder SMD −0,56, Erwachsene SMD −0,45 gegenüber Placebo; bei Erwachsenen mehr Abbrüche wegen Nebenwirkungen (OR 2,33).[7]
Mensch, randomisiert
Suizidgedanken und -verhalten
Gemessen: Suizidbezogene Ereignisse
Ergebnis: Keine vollendeten Suizide; Kinder 0,37 % vs. 0,07 % unter Placebo, Erwachsene 0,11 % vs. 0,12 %, jeweils nicht signifikant.[8]
Mensch, randomisiert
Risiken und Warnhinweise
Suizidgedanken bei Kindern
Suizidgedanken wurden bei Kindern unter Atomoxetin häufiger gemeldet als unter Placebo (0,37 % vs. 0,07 %), der Unterschied war nicht signifikant; bei Erwachsenen kein Unterschied [8].
Mensch, randomisiert
Leberschäden
Seltene schwere Leberschäden in Fallberichten [9]; in der europäischen Nebenwirkungsdatenbank wurden Leberreaktionen unter Atomoxetin häufiger gemeldet als unter Methylphenidat (ROR 2,41) [10].
Mensch, nicht randomisiert
Nebenwirkungen
Erwachsene brachen Studien unter Atomoxetin häufiger wegen Nebenwirkungen ab als unter Placebo (OR 2,33) [7].
Mensch, randomisiert
Langsame CYP2D6-Metabolisierer
Etwa zehnfach höhere Spiegel im Gleichgewicht; Häufigkeit und Schwere von Nebenwirkungen waren laut Übersichtsarbeit dennoch ähnlich [3].
Mensch, nicht randomisiert
Wechselwirkungen
- Starke CYP2D6-Hemmer (z. B. Paroxetin): Verringern bei schnellen Metabolisierern die Ausscheidung von Atomoxetin; bei langsamen Metabolisierern ohne Effekt [3].
- Andere über CYP abgebaute Arzneimittel: Atomoxetin hemmt oder induziert die Ausscheidung anderer CYP-Substrate nicht [3].
Faktencheck: verbreitete Behauptungen
- teilweise belegt
„Atomoxetin hat kein Missbrauchspotenzial, weil es Dopamin im Belohnungssystem nicht erhöht“
Bei Ratten stieg Dopamin im Nucleus accumbens nicht [1]; Studien zum Missbrauchspotenzial beim Menschen wurden für dieses Profil nicht ausgewertet.
- nicht belegt
„Atomoxetin verbessert Konzentration und Kontrolle bei Gesunden“
Kleine Einzelgabe-Studien mit widersprüchlichen Ergebnissen [4][5][6]; Konzentration im Alltag wurde nicht gemessen.
- widerlegt
„Atomoxetin wirkt ausschließlich auf Noradrenalin“
Bei Ratten steigt auch Dopamin im präfrontalen Kortex [1]; im Labor blockiert es zusätzlich NMDA-Rezeptoren [2].
Pharmakokinetik
- Aufnahme
- Rasch und vollständig; Bioverfügbarkeit 63–94 % je nach First-Pass-Effekt; höchste Spiegel nach 1–2 Stunden [3].
- Halbwertszeit
- 5,2 Stunden bei schnellen, 21,6 Stunden bei langsamen CYP2D6-Metabolisierern [3].
- Abbau
- Vor allem CYP2D6 zu 4-Hydroxyatomoxetin, das glucuronidiert und mit dem Urin ausgeschieden wird; etwa 99 % an Albumin gebunden [3].
- Weg ins Gehirn
- Wirkt bei Ratten auf Neurotransmitter im präfrontalen Kortex [1]; Bildgebung beim Menschen zeigt veränderte Hirnaktivierung [4].
Rechtlicher Status
- Deutschland
- Verschreibungspflichtig als Arzneimittel (AMVV Anlage 1, Eintrag „Atomoxetin“) [11]. Laut Fachliteratur als ADHS-Medikament zugelassen [2]; deutsche Zulassungen (AMIce) und der betäubungsmittelrechtliche Status nicht an einer Quelle geprüft.
- EU
- Laut Fachliteratur erstes zugelassenes Nicht-Stimulans für ADHS [2]; EU-Details nicht verifiziert.
- USA
- Zur ADHS-Behandlung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eingesetzt [3]; Einzelheiten der FDA-Zulassung nicht verifiziert.
Offene Fragen
- Trägt die NMDA-Blockade zur Wirkung beim Menschen bei?
- Gibt es eine optimale Spiegelhöhe, oberhalb derer sich Hemmungskontrolle bei Gesunden wieder verschlechtert?
- Wie häufig sind Leberschäden tatsächlich, unabhängig von Meldeverhalten?
Referenzen
- Bymaster FP, Katner JS, Nelson DL, Hemrick-Luecke SK, Threlkeld PG, Heiligenstein JH, et al. Atomoxetine increases extracellular levels of norepinephrine and dopamine in prefrontal cortex of rat: a potential mechanism for efficacy in attention deficit/hyperactivity disorder. Neuropsychopharmacology. 2002;27(5):699–711. doi:10.1016/S0893-133X(02)00346-9 · PubMed
- Ludolph AG, Udvardi PT, Schaz U, Henes C, Adolph O, Weigt HU, et al. Atomoxetine acts as an NMDA receptor blocker in clinically relevant concentrations. Br J Pharmacol. 2010;160(2):283–91. doi:10.1111/j.1476-5381.2010.00707.x · PubMed
- Sauer JM, Ring BJ, Witcher JW. Clinical pharmacokinetics of atomoxetine. Clin Pharmacokinet. 2005;44(6):571–90. doi:10.2165/00003088-200544060-00002 · PubMed
- Chamberlain SR, Hampshire A, Müller U, Rubia K, Del Campo N, Craig K, et al. Atomoxetine modulates right inferior frontal activation during inhibitory control: a pharmacological functional magnetic resonance imaging study. Biol Psychiatry. 2009;65(7):550–5. doi:10.1016/j.biopsych.2008.10.014 · PubMed
- Graf H, Abler B, Freudenmann R, Beschoner P, Schaeffeler E, Spitzer M, et al. Neural correlates of error monitoring modulated by atomoxetine in healthy volunteers. Biol Psychiatry. 2011;69(9):890–7. doi:10.1016/j.biopsych.2010.10.018 · PubMed
- Hester R, Nandam LS, O'Connell RG, Wagner J, Strudwick M, Nathan PJ, et al. Neurochemical enhancement of conscious error awareness. J Neurosci. 2012;32(8):2619–27. doi:10.1523/JNEUROSCI.4052-11.2012 · PubMed
- Cortese S, Adamo N, Del Giovane C, Mohr-Jensen C, Hayes AJ, Carucci S, et al. Comparative efficacy and tolerability of medications for attention-deficit hyperactivity disorder in children, adolescents, and adults: a systematic review and network meta-analysis. Lancet Psychiatry. 2018;5(9):727–38. doi:10.1016/S2215-0366(18)30269-4 · PubMed
- Bangs ME, Wietecha LA, Wang S, Buchanan AS, Kelsey DK. Meta-analysis of suicide-related behavior or ideation in child, adolescent, and adult patients treated with atomoxetine. J Child Adolesc Psychopharmacol. 2014;24(8):426–34. doi:10.1089/cap.2014.0005 · PubMed
- Lim JR, Faught PR, Chalasani NP, Molleston JP. Severe liver injury after initiating therapy with atomoxetine in two children. J Pediatr. 2006;148(6):831–4. doi:10.1016/j.jpeds.2006.01.035 · PubMed
- Di Napoli R, Laino LV, Rafaniello C, Di Costanzo L, Sullo MG, Scavone C, et al. Hepatic safety profile of atomoxetine and methylphenidate in patients with ADHD: disproportionality analysis using EudraVigilance database data. Pharmaceuticals (Basel). 2026;19(7):1122. doi:10.3390/ph19071122 · PubMed
- Verordnung über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln (Arzneimittelverschreibungsverordnung – AMVV), Anlage 1 (zu § 1 Nr. 1 und § 5). Stand: zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.5.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 149). Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 26.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/amvv/anlage_1.html (Eintrag „Atomoxetin“).
Wie dieses Profil geprüft wurde
Stand: 2026-10-26. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.
Geprüft
- 26.10.2026 (Entscheidung n015, Prüfbericht E-20 Frage 14): `rx_referenz` gesetzt, `kategorie` bleibt Nootropikum. AMVV Anlage 1 im Volltext abgerufen (gesetze-im-internet.de, Stand: zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.5.2026, BGBl. 2026 I Nr. 149): Eintrag „Atomoxetin“ ohne Ausnahme oder Einschränkung [11]; die Verschreibungspflicht steht jetzt mit Beleg in status.deutschland. Die AMIce-Formel aus dem Prüfbericht wurde nicht übernommen, weil keine Dokumentanzeige eines Präparats mit Status „zugelassen“ oder „verlängert“ gelesen wurde (Prüfbericht, Methodik 1).
- Alle 10 DOIs über Crossref und alle PMIDs über PubMed mit tools/pruefe_profile.py aufgelöst.
- Abstracts: Ki 5/77/1451 nM, Verdreifachung von NE und DA im PFC, kein DA-Anstieg im Striatum/Nucleus accumbens, 5-HT unverändert [1]; NMDA-Block ≈ 3 µM, spannungsabhängig, „first non-stimulant approved“ [2]; Bioverfügbarkeit 63–94 %, Tmax 1–2 h, t½ 5,2/21,6 h, ≈ 10-fach, 99 % Albumin, CYP2D6-Hemmer [3]; n = 19 [4]; n = 12, mehr misslungene Hemmungen [5]; n = 27, nur Methylphenidat wirksam [6]; SMD −0,56/−0,45, OR 2,33 [7]; 3883 + 3365 Patienten, 0,37 % vs. 0,07 %, 0,11 % vs. 0,12 % [8]; zwei Fälle [9]; ROR 2,41 [10].
- ClinicalTrials.gov: 231 Einträge zu Atomoxetin (23.10.2026).
- Präzisions-Flags (m004; Regeln Leitfaden 26.10.2026; Teilnehmendenzahlen, Richtung und Finanzierung am 26.10.2026 per PubMed efetch an Abstract, COI-Angabe und Affiliationen geprüft): „Bessere geistige Leistung bei Gesunden“: kleine_studien – [4] 19, [5] 12, [6] 27.
- 26.10.2026, Gegenprüfung der Präzisions-Flags (m004): Belege für die gesetzten Flags zusätzlich in die begruendung übernommen („Beleg für …“, Leitfaden „Präzisions-Flags“); Zahlen und Angaben erneut per PubMed efetch (Abstract, Interessen- und Förderangaben, Affiliationen) geprüft: [4] 19, [5] „Twelve“, [6] 27.
Nicht verifiziert
- Rechtlicher Status in der EU und den USA sowie deutsche Zulassungen nicht an einer Primärquelle geprüft (Fachinformation, Register); belegt ist die Verschreibungspflicht nach AMVV Anlage 1 [11].
- Die oft zitierte Science-Studie von 2006 zur Hemmungskontrolle bei Gesunden wurde nicht aufgenommen, weil Design und Fallzahl am Abstract nicht prüfbar waren.
- Daten zum Missbrauchspotenzial beim Menschen wurden nicht recherchiert.
Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.
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