Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Baut gezielt Bauchfett ab

    nur bei Kranken belegt

    Energie & Stoffwechsel · Patienten: HIV mit vermehrtem Bauchfett unter antiretroviraler Therapie · Mensch, randomisiert

    Viszerales Fett −15,2 % gegenüber +5,0 % mit Placebo [3]; Behandlungseffekt −15,4 % in der gepoolten Phase-3-Auswertung [4]. Bei Menschen ohne HIV keine Wirksamkeitsstudie zum Bauchfett gefunden.

  • Bessere geistige Leistung im Alter

    Einzelbefund, unbestätigt

    Kognition & Fokus · gemischt: Gesunde (ältere Erwachsene) und Patienten mit leichter kognitiver Störung · Mensch, randomisiert

    Eine RCT mit 152 Teilnehmenden: bessere exekutive Funktionen über 20 Wochen, bei Gesunden und bei leichter kognitiver Störung ähnlich [9]. Bei HIV mit kognitiven Einschränkungen kein Unterschied (offene Studie) [10].

  • Mehr Muskelmasse

    kleiner Nutzen

    Muskel & Leistung · Patienten: HIV mit Lipodystrophie · Mensch, randomisiert

    Metaanalyse von vier RCTs: Magermasse +1,42 kg; Kraft und Leistung nicht als Endpunkt [5]. Bei Gesunden und Sportlern nicht untersucht.

  • Bekämpft Fettleber

    nur bei Kranken belegt

    Energie & Stoffwechsel · Patienten: HIV mit nichtalkoholischer Fettleber · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

    Leberfett relativ −37 % über zwölf Monate; 35 % gegenüber 4 % unter 5 % Leberfett [7]. Beide tragenden RCTs waren klein: 50 [6] und 61 Teilnehmende [7].

kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

Wirkweise

Evidenzkarte: Tesamorelin

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Tesamorelin ist das vollständige GHRH-Peptid (Aminosäuren 1–44) mit einer Hexenoyl-Gruppe am N-Terminus, die es stabiler macht; seine Halbwertszeit liegt bei etwa 26 bis 38 Minuten [1]. Es aktiviert den GHRH-Rezeptor der Hypophyse und verstärkt die eigene Ausschüttung von Wachstumshormon (GH): Bei 13 gesunden Männern stiegen nach zwei Wochen das nächtliche GH, die Pulsfläche und die Basalsekretion, IGF-1 um 181 µg/l, während die Insulinempfindlichkeit in der Clamp-Messung unverändert blieb [2].

Zugelassen wurde Tesamorelin für Menschen mit HIV, die unter antiretroviraler Therapie viszerales Bauchfett ansammeln. In der ersten Phase-3-Studie mit 412 Patienten sank das viszerale Fett in 26 Wochen um 15,2 %, mit Placebo stieg es um 5,0 %; Triglyzeride sanken, IGF-1 stieg um 81 %, und mehr Behandelte brachen wegen Nebenwirkungen ab [3]. In der gepoolten Auswertung beider Phase-3-Studien (806 Patienten) betrug der Behandlungseffekt −15,4 %, das Unterhautfett änderte sich nicht, und die Wirkung hielt bei fortgesetzter Gabe 52 Wochen an [4]. Eine Metaanalyse von vier RCTs mit 909 Teilnehmenden bestätigte weniger viszerales Fett und Rumpffett, 1,42 kg mehr Magermasse und tendenziell mehr Therapieabbrüche [5]. Das Leberfett sank in einer kleinen RCT [6] und bei HIV mit Fettleber über zwölf Monate relativ um 37 % [7]. Bei Typ-2-Diabetes veränderte Tesamorelin über 12 Wochen weder Insulinantwort noch Blutzuckerkontrolle [8].

Außerhalb dieser Indikation prüfte eine RCT mit 152 Erwachsenen zwischen 55 und 87 Jahren, teils mit leichter kognitiver Störung, Tesamorelin über 20 Wochen: Exekutive Funktionen verbesserten sich gegenüber Placebo, der Körperfettanteil sank um 7,4 %, IGF-1 stieg um 117 %; Nebenwirkungen meldeten 68 % gegenüber 36 % [9]. Bei Menschen mit HIV und kognitiven Einschränkungen fand eine offene Studie über sechs Monate dagegen keinen Unterschied zur Standardversorgung [10]. Die Pharmakokinetik unterschied sich zwischen Menschen mit HIV und Gesunden nicht [11]. Laut einer Übersicht wird Tesamorelin zusammen mit unzugelassenen GH-Sekretagoga im Graumarkt für Fettabbau und Muskelaufbau angeboten; dokumentierte Nebenwirkungen sind Wassereinlagerungen, Gelenk- und Muskelschmerzen [1].

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
GHRH-Rezeptor der HypophyseRezeptorAgonistnächtliches GH und GH-Pulsfläche ↑, IGF-1 +181 µg/l (gesunde Männer) Mensch, nicht randomisiert[2]
Wachstumshormon-IGF-1-AchseHormonachseAktivatorIGF-1 +81 % (HIV, RCT) bzw. +117 % (ältere Erwachsene, RCT) Mensch, randomisiert[3][9]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselmoduliert · Viszerales Fett und Leberfett ↓, Unterhautfett unverändert, Magermasse leicht ↑ (RCTs bei HIV)[3][4][5][7]
  • Insulin · Glukosekein Effekt · Blutzuckerkontrolle bei Typ-2-Diabetes unverändert; kurzfristiger Anstieg des Nüchternzuckers nach 2 Wochen[6][8]
  • Entzündung · oxidativkeine Daten
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Subkutan (unter die Haut) · tägliche Spritze (Egrifta)

    Halbwertszeit etwa 26–38 Minuten [1]; Clearance 1060 l/h und Verteilungsvolumen 200 l, ohne Unterschied zwischen HIV-Patienten und Gesunden [11]. Absolute Bioverfügbarkeit nicht verifiziert.

    Mensch, randomisiert

  • Subkutan (unter die Haut) · „Forschungspeptid“ aus dem Graumarkt

    Wird für Fettabbau und Muskelaufbau ohne Indikation angeboten; Zusammensetzung und Menge unkontrolliert [1].

    Keine Daten

Studien am Menschen

  • Phase 3: viszerales Fett bei HIV

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · Patienten: HIV mit Bauchfett-Ansammlung · n = 412 · 26 Wochen

    Gemessen: viszerales Fett (CT)

    Ergebnis: −15,2 % gegenüber +5,0 %; IGF-1 +81 %; mehr Abbrüche wegen Nebenwirkungen.[3]

    Mensch, randomisiert

  • Gepoolte Phase-3-Auswertung

    zwei RCTs, doppelblind, mit Sicherheitsverlängerung · Patienten: HIV mit Bauchfett-Ansammlung · n = 806 · 26 + 26 Wochen

    Gemessen: viszerales Fett

    Ergebnis: Behandlungseffekt −15,4 %; Unterhautfett unverändert; Effekt bis Woche 52 erhalten.[4]

    Mensch, randomisiert

  • Fettleber bei HIV

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · Patienten: HIV mit Fettleber · n = 61 · 12 Monate

    Gemessen: Leberfettanteil

    Ergebnis: −4,1 Prozentpunkte (relativ −37 %); Blutzucker unverändert.[7]

    Mensch, randomisiert

  • Kognition im Alter

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · gesund (ältere Erwachsene) und Patienten mit leichter kognitiver Störung · n = 152 · 20 Wochen

    Gemessen: exekutive Funktionen, Gedächtnis

    Ergebnis: Gesamteffekt p = 0,03, vor allem exekutive Funktionen; Nebenwirkungen 68 % gegenüber 36 %.[9]

    Mensch, randomisiert

  • Kognition bei HIV

    randomisiert, offen, gegen Standardversorgung · Patienten: HIV mit Bauchfett und kognitiven Einschränkungen · n = 73 · 6 Monate

    Gemessen: neurokognitive Leistung

    Ergebnis: Kein Unterschied zwischen den Gruppen; Taillenumfang −2,7 cm.[10]

    Mensch, randomisiert

  • Typ-2-Diabetes

    RCT, placebokontrolliert · Patienten: Typ-2-Diabetes · n = 53 · 12 Wochen

    Gemessen: Insulinantwort, HbA1c

    Ergebnis: Keine Verschlechterung der Blutzuckerkontrolle.[8]

    Mensch, randomisiert

  • GH-Pulsatilität bei Gesunden

    offen, unkontrolliert · gesund (Männer) · n = 13 · 2 Wochen

    Gemessen: GH-Sekretion, Insulinempfindlichkeit

    Ergebnis: GH und IGF-1 erhöht; Insulinempfindlichkeit unverändert.[2]

    Mensch, nicht randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Nebenwirkungen über die GH-Achse

    Wassereinlagerungen, Missempfindungen, Gelenk- und Muskelschmerzen sind für Tesamorelin dokumentiert [1]; in der Kognitionsstudie meldeten 68 % Nebenwirkungen gegenüber 36 % mit Placebo [9].

    Mensch, randomisiert

  • Therapieabbrüche

    Mehr Abbrüche wegen Nebenwirkungen als unter Placebo [3]; in der Metaanalyse relatives Risiko 2,25 (nicht signifikant) [5].

    Mensch, randomisiert

  • Blutzucker

    Nüchternzucker nach 2 Wochen leicht erhöht, nach 6 Monaten nicht mehr [6]; bei Typ-2-Diabetes keine Verschlechterung über 12 Wochen [8]; Nüchterninsulin bei leichter kognitiver Störung um 35 % erhöht [9].

    Mensch, randomisiert

  • IGF-1-Anstieg und theoretisches Tumorrisiko

    IGF-1 steigt deutlich [3][9]; ein wachstumsfördernder Effekt auf Tumoren ist biologisch denkbar, aber klinisch nicht belegt [1].

    Keine Daten

  • Doping

    Laut einer Übersichtsarbeit stehen Wachstumshormon-Sekretagoga auf der WADA-Verbotsliste [1]; ob GHRH-Analoga wie Tesamorelin ausdrücklich gemeint sind, sagt die Quelle nicht.

    Keine Daten

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • nicht belegt

    „Tesamorelin ist ein sicheres, natürliches Anti-Aging-Mittel, weil es nur das eigene Wachstumshormon anregt“

    Die eigene GH-Ausschüttung steigt tatsächlich pulsatil [2], aber Nebenwirkungen waren in der Studie mit Älteren doppelt so häufig wie mit Placebo [9]; Langzeitdaten bei Gesunden fehlen.

  • teilweise belegt

    „Tesamorelin verbrennt gezielt Bauchfett“

    Bei HIV-Patienten sank das viszerale Fett, das Unterhautfett nicht [4]; bei Menschen ohne HIV nicht gezeigt.

  • teilweise belegt

    „Tesamorelin verbessert das Gedächtnis“

    In einer RCT bei Älteren vor allem exekutive Funktionen verbessert, beim verbalen Gedächtnis nur ein Trend [9]; bei HIV kein Effekt [10].

  • teilweise belegt

    „Tesamorelin verschlechtert den Blutzucker nicht“

    Bei Typ-2-Diabetes über 12 Wochen keine Verschlechterung [8], aber kurzfristig höherer Nüchternzucker [6] und höheres Nüchterninsulin bei leichter kognitiver Störung [9].

Pharmakokinetik

Aufnahme
Subkutan [11].
Halbwertszeit
Etwa 26–38 Minuten [1].
Abbau
Clearance 1060 l/h, Verteilungsvolumen 200 l; keine relevanten Einflussgrößen wie Alter oder Körpergröße [11].
Weg ins Gehirn
Wirkt auf die Hypophyse; Gehirngängigkeit nicht verifiziert.

Rechtlicher Status

Deutschland
Keine Zulassung bekannt; nicht in Registern geprüft.
EU
Nicht verifiziert (EMA-Seiten in der Cloud-Sitzung gesperrt).
USA
Seit November 2010 von der FDA zugelassen zur Verringerung des überschüssigen Bauchfetts bei Erwachsenen mit HIV und Lipodystrophie; neuere Darreichungsform 2025 [1].
Andere Länder
Laut einer Übersichtsarbeit stehen Wachstumshormon-Sekretagoga auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) [1]; ob GHRH-Analoga wie Tesamorelin ausdrücklich gemeint sind, sagt die Quelle nicht, die Liste selbst wurde nicht geprüft.

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Bestätigt sich der Kognitionseffekt in einer unabhängigen, größeren Studie?
  • Hat die Verringerung des viszeralen Fetts Folgen für Herz-Kreislauf-Ereignisse?
  • Wie sicher ist eine jahrelange Anwendung, besonders im Hinblick auf IGF-1?

Referenzen

  1. Dominikowski A, Rękoś Z, Olejarz M, Szczepanek-Parulska E, Domin R, Ruchała M. The emerging landscape of performance-enhancing peptides modulating GH-IGF1 axis: bridging the gap between clinical evidence and patient self-administration. Front Endocrinol (Lausanne). 2026;17:1822475. doi:10.3389/fendo.2026.1822475 · PubMed
  2. Stanley TL, Chen CY, Branch KL, Makimura H, Grinspoon SK. Effects of a growth hormone-releasing hormone analog on endogenous GH pulsatility and insulin sensitivity in healthy men. J Clin Endocrinol Metab. 2011;96(1):150–8. doi:10.1210/jc.2010-1587 · PubMed
  3. Falutz J, Allas S, Blot K, Potvin D, Kotler D, Somero M, et al. Metabolic effects of a growth hormone-releasing factor in patients with HIV. N Engl J Med. 2007;357(23):2359–70. doi:10.1056/NEJMoa072375 · PubMed
  4. Falutz J, Mamputu JC, Potvin D, Moyle G, Soulban G, Loughrey H, et al. Effects of tesamorelin (TH9507), a growth hormone-releasing factor analog, in human immunodeficiency virus-infected patients with excess abdominal fat: a pooled analysis of two multicenter, double-blind placebo-controlled phase 3 trials with safety extension data. J Clin Endocrinol Metab. 2010;95(9):4291–304. doi:10.1210/jc.2010-0490 · PubMed
  5. Ditta AM, Naeem RM, Sami MM, Abdul Rafey M, Ali H, Amjad MW, et al. Efficacy and safety of tesamorelin in people living with HIV (PLWH) with lipodystrophy: a systematic review and meta-analysis. J Int Assoc Provid AIDS Care. 2026;25:23259582261475549. doi:10.1177/23259582261475549 · PubMed
  6. Stanley TL, Feldpausch MN, Oh J, Branch KL, Lee H, Torriani M, et al. Effect of tesamorelin on visceral fat and liver fat in HIV-infected patients with abdominal fat accumulation: a randomized clinical trial. JAMA. 2014;312(4):380–9. doi:10.1001/jama.2014.8334 · PubMed
  7. Stanley TL, Fourman LT, Feldpausch MN, Purdy J, Zheng I, Pan CS, et al. Effects of tesamorelin on non-alcoholic fatty liver disease in HIV: a randomised, double-blind, multicentre trial. Lancet HIV. 2019;6(12):e821–30. doi:10.1016/S2352-3018(19)30338-8 · PubMed
  8. Clemmons DR, Miller S, Mamputu JC. Safety and metabolic effects of tesamorelin, a growth hormone-releasing factor analogue, in patients with type 2 diabetes: a randomized, placebo-controlled trial. PLoS One. 2017;12(6):e0179538. doi:10.1371/journal.pone.0179538 · PubMed
  9. Baker LD, Barsness SM, Borson S, Merriam GR, Friedman SD, Craft S, et al. Effects of growth hormone-releasing hormone on cognitive function in adults with mild cognitive impairment and healthy older adults: results of a controlled trial. Arch Neurol. 2012;69(11):1420–9. doi:10.1001/archneurol.2012.1970 · PubMed
  10. Ellis RJ, Vaida F, Hu K, Dube M, Henry B, Chow F, et al. Effects of tesamorelin on neurocognitive impairment in persons with HIV and abdominal obesity. J Infect Dis. 2025;231(5):1230–8. doi:10.1093/infdis/jiaf012 · PubMed
  11. González-Sales M, Barrière O, Tremblay PO, Nekka F, Mamputu JC, Boudreault S, et al. Population pharmacokinetic analysis of tesamorelin in HIV-infected patients and healthy subjects. Clin Pharmacokinet. 2015;54(3):285–94. doi:10.1007/s40262-014-0202-x · PubMed
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-24. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • Lokale Prüfung am 24.10.2026: Volltext [1] (PMC13322892) bestätigt Zulassung 11/2010, Egrifta WR 03/2025 und t½ ≈ 26–38 min; die Quelle nennt GH-Sekretagoga, nicht ausdrücklich GHRH-Analoga, auf der WADA-Liste, daher vorsichtiger formuliert. Abstracts [2][3][5][7][9] erneut gelesen.
  • Alle Abstracts über PubMed (XML) gelesen, DOIs und PMIDs mit tools/pruefe_profile.py abgeglichen.
  • Im Volltext (PMC13322892): FDA-Zulassung November 2010 (Egrifta), neue Form März 2025, Hexenoyl-Gruppe, t½ ≈ 26–38 min, dokumentierte Wassereinlagerung, Missempfindungen und Gelenkschmerzen, GH-Sekretagoga auf der WADA-Verbotsliste [1].
  • Kernzahlen an Abstracts: n = 13, IGF-1 +181 µg/l, Clamp unverändert [2]; n = 412, −15,2 vs. +5,0 %, IGF-1 +81 % [3]; n = 806, −15,4 % [4]; 4 RCTs, 909 Personen, Magermasse +1,42 kg, Abbrüche RR 2,25 [5]; n = 50, Glukose nach 2 Wochen [6]; n = 61, −37 %, 35 vs. 4 % [7]; n = 53 [8]; n = 152, p = 0,03, IGF-1 +117 %, Körperfett −7,4 %, Nebenwirkungen 68 vs. 36 % [9]; n = 73, kein Unterschied [10]; CL 1060 l/h, Vd 200 l [11].
  • Finanzierung: [7] NIH/NIAID; [10] keine Interessenkonflikte; [9] Tesamorelin von Theratechnologies bereitgestellt; [8][11] mit Herstellerbeteiligung (Autor Mamputu).
  • ClinicalTrials.gov: 24 Einträge zu „tesamorelin“ (23.10.2026), davon 7 von Theratechnologies; kein Eintrag von „Hudson Biotech“.
  • 26.10.2026, Präzisions-Flags (m004; Regeln im Leitfaden unter „Zahlenregel und Präzisions-Flags“, Umsetzung Claude zur Bestätigung durch Tilman): „Bekämpft Fettleber“: kleine_studien – [6] 50 Personen, [7] 61 Personen (Abstracts). Gegenprüfung 26.10.2026: Belege der Flags (Teilnehmendenzahlen, Richtung, Finanzierung) in die begruendung übernommen und an Abstracts bzw. Volltexten erneut geprüft.

Nicht verifiziert

  • EU-Status: Antrag bei der EMA und dessen Ausgang nicht geprüft (Seiten gesperrt).
  • Deutscher Status nicht in Registern geprüft.
  • Ob die gepoolte Phase-3-Auswertung [4] eine Gewichtszunahme des viszeralen Fetts nach Absetzen zeigte (im Abstract nicht beziffert).
  • Finanzierung der Phase-3-Studien [3][4] nicht im Volltext geprüft (Autoren teils beim Hersteller).
  • Absolute Bioverfügbarkeit nach subkutaner Gabe.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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