Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Bewährtes Zink gegen Durchfall bei Kindern

    kleiner Nutzen

    Immunsystem & Infekte · Patienten: Kinder mit akutem Durchfall (Regionen mit hohem Zinkmangelrisiko) · Mensch, randomisiert

    Klinischer Endpunkt, Sulfat-Untergruppe des Cochrane-Reviews (11 RCTs, 1671 Kinder): Durchfall im Mittel 13,2 Stunden kürzer [11]. Über alle Zinkformen (zählt nicht für die Stufe) bei Kindern über sechs Monaten etwa einen halben Tag kürzer, bei jüngeren Säuglingen und gut ernährten Kindern kein belegter Nutzen, mehr Erbrechen [11]. Niedrigere Zinksulfat-Gaben waren in einer großen RCT nicht unterlegen und verursachten weniger Erbrechen [12]; ein von der WHO beauftragter Review (Zinkformen nicht geprüft) kam zum selben Schluss [13].

  • Beugt Zinkmangel-Folgen bei Kindern vor

    nicht untersucht

    Immunsystem & Infekte · gesund (Kinder 6 Monate bis 12 Jahre, überwiegend Länder mit niedrigem oder mittlerem Einkommen) · Keine Daten

    Keine formspezifische Auswertung gefunden: Der Cochrane-Review mit 96 RCTs nennt Zinksulfat-Sirup als häufigste Form, trennt die Ergebnisse im Abstract aber nicht nach Zinkverbindung (Volltext nicht frei verfügbar) und zählt deshalb nach der Familienregel nicht für die Stufe. Über alle Formen: Sterblichkeit unverändert (RR 0,93), Durchfall etwas seltener (RR 0,91), Längenwachstum minimal stärker (SMD 0,12), Atemwegsinfekte unverändert, mehr Erbrechen [14].

  • Fördert die Wundheilung

    kein Nutzen

    Regeneration & Heilung · Patienten: venöse oder arterielle Beingeschwüre · Mensch, randomisiert

    Cochrane-Review mit sechs kleinen RCTs (183 Personen); gepoolt aus vier Placebo-Studien bei venösen Ulzera kein signifikanter Heilungsvorteil durch Zinksulfat (RR 1,22; KI 0,88–1,68) [15]. Für arterielle Ulzera nur eine einzelne Studie.

Wirkweise

Evidenzkarte: Zinksulfat

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Zink wird im Dünndarm als Ion vor allem über den Transporter ZIP4 in die Darmzellen aufgenommen und über ZnT-1 ins Pfortaderblut abgegeben; Phytat aus Getreide und Hülsenfrüchten gilt als wichtigster Hemmstoff der Aufnahme aus der Nahrung [1]. Zinksulfat steht als „Zinksulfat“ in Anhang II Teil B der Richtlinie 2002/46/EG und ist damit als Zinkquelle in Nahrungsergänzungsmitteln zugelassen [2]. Es gehört mit Gluconat und Acetat zu den wasserlöslichen Zinksalzen, die als Tablette oder Sirup gegen Zinkmangel und zur Behandlung von Durchfall bei Kindern eingesetzt werden [3]. Rechnerisch enthält das wasserfreie Salz etwa 40 % Zink, das Heptahydrat etwa 23 % (aus den Summenformeln in PubChem).

In wässriger Lösung nüchtern gegeben, stieg die aufgenommene Menge in einer Isotopenstudie mit acht Erwachsenen nur sättigbar mit der Gabe; oberhalb mittlerer Einzelgaben kam kaum noch Zink hinzu [4]. Gegenüber organischen Formen schnitt Sulfat in kleinen Studien schlechter ab: Gluconat erreichte bei denselben zehn Personen höhere Spitzenwerte [5], mit Milch wurde aus Gluconat und noch mehr aus Aspartat mehr Zink aufgenommen als aus Sulfat (acht Personen, randomisierte Überkreuzstudie) [6], und Zink-Histidin hob das Serumzink bei zehn Männern um ein Viertel stärker [7]. In angereicherten Lebensmitteln war Sulfat dagegen gleich gut wie Oxid [8] oder etwas besser [9]. Ein Zink-Aminosäure-Chelat unklarer Form senkte Atemwegsinfekte in Kitas nicht stärker als Sulfat; ein Mitautor ist bei der Firma PREMEX (Medellín) angegeben [10]. Diese Vergleiche messen Aufnahme oder Blutmarker; klinische Kopf-an-Kopf-Vergleiche gibt es kaum.

Die klinische Datenlage zu Sulfat ist die größte aller Zinkformen. Im Cochrane-Review zur Behandlung von Durchfall bei Kindern (33 RCTs, 10 841 Kinder, überwiegend in Asien) verwendete etwa die Hälfte der Studien Zinksulfat. Bei Kindern über sechs Monaten verkürzte Zink die Durchfalldauer im Mittel um etwa einen halben Tag, bei Unterernährten um etwa einen Tag; bei jüngeren Säuglingen zeigte sich kein Effekt, und Erbrechen war häufiger. In der Untergruppe mit Sulfat (11 Studien, 1671 Kinder) betrug die Verkürzung im Mittel 13,2 Stunden [11]. In einer großen RCT mit 4500 Kindern in Indien und Tansania waren deutlich niedrigere Zinksulfat-Gaben als die WHO-Standardmenge nicht unterlegen und verursachten seltener Erbrechen (13,7 bzw. 15,6 % gegenüber 19,3 %) [12]; ein von der WHO beauftragter Review kam zum selben Schluss [13]. Zur Vorbeugung bei Kindern von sechs Monaten bis zwölf Jahren, meist mit Zinksulfat-Sirup, fand ein Cochrane-Review mit 96 RCTs keinen Effekt auf die Sterblichkeit, aber etwas seltener Durchfall (RR 0,91) und ein minimal stärkeres Längenwachstum, bei häufigerem Erbrechen [14]. Für Beingeschwüre fand ein Cochrane-Review mit sechs kleinen Studien keinen Heilungsvorteil durch Zinksulfat; gepoolt wurden vier Placebo-Studien bei venösen Ulzera [15].

An Risiken sind Magen-Darm-Beschwerden am besten belegt. Bei 53 Kindern mit Morbus Wilson unter Zinksulfat hatten 40 % Magen-Darm-Nebenwirkungen; bei sieben mit starken Bauchschmerzen zeigte die Spiegelung Geschwüre oder Erosionen [16]. Wie bei allen Zinkformen kann anhaltend hohe Zufuhr einen Kupfermangel mit Anämie und Neutropenie auslösen; die EFSA hat eine tolerierbare Obergrenze für die Zinkzufuhr festgelegt [17].

Formulierungen und Herkunft: Zinksulfat wird als Tablette, Brausetablette und als Sirup für Kinder angeboten; die Präventionsstudien verwendeten meist Sirup [14]. Vergleichende Humandaten zwischen diesen Darreichungsformen wurden nicht gefunden.

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
ZIP4 (SLC39A4), Zinkimporter der DarmzelleTransporterBindungsättigbare Aufnahme Mensch, nicht randomisiert[1][4]
ZnT-1 (SLC30A1), basolateraler ZinkexporterTransporterBindungAbgabe ins Pfortaderblut Labor[1]
Kupferaufnahme im DarmSonstigesHemmerbei anhaltend hoher Zinkzufuhr Mensch, nicht randomisiert[17]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselkeine Daten
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativkeine Daten
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · Sulfat in wässriger Lösung, nüchtern

    sättigbar

    Isotopenstudie mit acht Erwachsenen: Mit steigender Einzelgabe nahm die absorbierte Menge immer weniger zu [4].

    Mensch, randomisiert

  • Oral (geschluckt) · Sulfat mit Milch

    Randomisierte Überkreuzstudie mit acht Personen: geringere fraktionelle Absorption als aus Gluconat und Aspartat [6].

    Mensch, randomisiert

  • Oral (geschluckt) · Sulfat in angereichertem Getreide

    Gleich wie Oxid in Weizenprodukten (Reihenfolge randomisiert) [8], etwas besser als Oxid in Getreidebrei (laut Registereintrag randomisiert) [9].

    Mensch, randomisiert

  • Oral (geschluckt) · Sirup (Kinder)

    Häufigste Darreichung in Präventionsstudien bei Kindern [14].

    Mensch, randomisiert

Studien am Menschen

  • Aufnahme in Abhängigkeit von der Gabe

    randomisierte Reihenfolge, Doppelisotopenmethode · gesund (3 Männer, 5 Frauen) · n = 8 · drei Phasen mit Pausen

    Gemessen: absorbierte Zinkmenge

    Ergebnis: Sättigbare Aufnahme; oberhalb mittlerer Gaben kaum Zunahme.[4]

    Mensch, randomisiert

  • Sulfat, Gluconat, Aspartat mit Milch

    RCT, doppelblind, Überkreuz, drei Perioden · gesund · n = 8 · Einzelgaben, 2 Wochen Pause

    Gemessen: fraktionelle Zinkabsorption (Isotopenverhältnis im Urin)

    Ergebnis: Aspartat > Gluconat > Sulfat.[6]

    Mensch, randomisiert

  • Zink-Histidin vs. Sulfat

    Vergleichsstudie (Randomisierung im Abstract nicht beschrieben) · gesund (Männer) · n = 10 · Einzelgaben

    Gemessen: Serumzink, Urinzink

    Ergebnis: Serumzink unter Histidin 25 % stärker gestiegen; Urinausscheidung gleich.[7]

    Mensch, nicht randomisiert

  • Cochrane-Review Durchfall bei Kindern

    systematischer Review von 33 RCTs · Patienten: Kinder 1 Monat bis 5 Jahre mit akutem oder anhaltendem Durchfall · n = 10841 · unterschiedlich

    Gemessen: Durchfalldauer, Schwere, Erbrechen

    Ergebnis: Über sechs Monate −11,5 Stunden; Sulfat-Untergruppe −13,2 Stunden; Erbrechen RR 1,57.[11]

    Mensch, randomisiert

  • Niedrigere Zinksulfat-Gaben (ZTDT)

    RCT, multizentrisch, Nichtunterlegenheit · Patienten: Kinder 6–59 Monate mit akutem Durchfall · n = 4500 · 14 Tage

    Gemessen: Durchfall > 5 Tage, Stuhlzahl, Erbrechen

    Ergebnis: Niedrigere Gaben nicht unterlegen; Erbrechen 13,7 bzw. 15,6 vs. 19,3 %.[12]

    Mensch, randomisiert

  • Cochrane-Review Vorbeugung bei Kindern

    systematischer Review von 96 RCTs · gesund (Kinder 6 Monate bis 12 Jahre) · n = 219584 · Median 26 Wochen Nachbeobachtung

    Gemessen: Sterblichkeit, Durchfall, Atemwegsinfekte, Wachstum

    Ergebnis: Sterblichkeit RR 0,93 (kein Unterschied), Durchfall RR 0,91, Größe SMD 0,12, Erbrechen RR 1,29.[14]

    Mensch, randomisiert

  • Cochrane-Review Beingeschwüre

    systematischer Review von 6 kleinen RCTs · Patienten: venöse oder arterielle Beingeschwüre · n = 183 · unterschiedlich

    Gemessen: vollständige Abheilung

    Ergebnis: Gepoolt aus vier Placebo-Studien bei venösen Ulzera RR 1,22 (KI 0,88–1,68), kein signifikanter Unterschied.[15]

    Mensch, randomisiert

  • Kinder mit Morbus Wilson

    retrospektive Kohorte · Patienten: Kinder mit Morbus Wilson unter Zinksulfat · n = 53 · im Mittel 83 Wochen

    Gemessen: Nebenwirkungen

    Ergebnis: 40 % Magen-Darm-Nebenwirkungen; Geschwüre oder Erosionen bei 7 gespiegelten Kindern.[16]

    Mensch, nicht randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Erbrechen

    In der Behandlung und Vorbeugung bei Kindern war Erbrechen unter Zink häufiger (RR 1,57 bzw. 1,29) [11][14]; niedrigere Gaben verursachten weniger Erbrechen [12][13].

    Mensch, randomisiert

  • Magen-Darm-Beschwerden bis zu Geschwüren

    Bei 53 Kindern mit Morbus Wilson unter Zinksulfat traten bei 40 % Magen-Darm-Nebenwirkungen auf; bei sieben mit starken Bauchschmerzen fanden sich Geschwüre oder Erosionen, vier mussten die Therapie wechseln [16].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Kupfermangel bei anhaltend hoher Zufuhr

    Anhaltend hohe Zinkzufuhr kann einen Kupfermangel mit Anämie und Neutropenie auslösen; die EFSA hat eine tolerierbare Obergrenze festgelegt [17].

    Mensch, nicht randomisiert

Wechselwirkungen

  • Eisen: Im Cochrane-Review zur Vorbeugung schwächte gleichzeitige Eisengabe den Nutzen von Zink in mehreren Untergruppenanalysen ab [14].
  • Kupfer: Anhaltend hohe Zinkzufuhr hemmt die Kupferaufnahme [17].
  • Phytat (Getreide, Hülsenfrüchte): Phytat ist der wichtigste Hemmstoff der Zinkaufnahme aus der Nahrung [1]; Enzymbehandlung mit Phytase steigerte die Aufnahme aus angereichertem Brei deutlich [9].

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • belegt

    „Zinksulfat ist die am besten untersuchte Zinkform“

    Die meisten Studien in den Cochrane-Reviews zu Durchfall und Vorbeugung bei Kindern verwendeten Sulfat [11][14].

  • widerlegt

    „Zink hilft bei Durchfall bei jedem Kind“

    Bei Säuglingen unter sechs Monaten zeigte sich kein Effekt; für gut ernährte Kinder und Regionen mit geringem Mangelrisiko ist der Nutzen nicht belegt [11].

  • teilweise belegt

    „Organische Zinkformen werden besser aufgenommen als Sulfat“

    In kleinen Studien besser aus Gluconat, Aspartat und Histidin [5][6][7]; ein klinischer Vorteil gegenüber Sulfat wurde nicht gezeigt [10].

  • widerlegt

    „Mehr Zink wirkt bei Durchfall besser“

    Niedrigere Gaben waren nicht unterlegen und verursachten weniger Erbrechen [12][13].

  • nicht belegt

    „Zinksulfat beschleunigt die Heilung von Beingeschwüren“

    Kein signifikanter Unterschied zu Placebo in den vier gepoolten Studien bei venösen Ulzera; insgesamt sechs kleine RCTs mit unklarem Verzerrungsrisiko [15].

Pharmakokinetik

Aufnahme
Im Dünndarm über ZIP4 [1]; nüchtern aus wässriger Lösung sättigbar [4]; mit Milch weniger als aus Gluconat und Aspartat [6].
Halbwertszeit
Nicht verifiziert.
Abbau
Zink wird als Element nicht abgebaut; die Darmzelle reguliert Aufnahme und Abgabe über Transporter und Metallothionein [1].
Weg ins Gehirn
Nicht verifiziert.

Rechtlicher Status

Deutschland
Zugleich Arzneistoff: In AMIce sind verkehrsfähige Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Zinksulfat verzeichnet (Abruf 24.10.2026) [19]; als Mineralstoffverbindung nach Anhang II der RL 2002/46/EG in Nahrungsergänzungsmitteln zulässig [2].
EU
Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG („Zinksulfat“); damit als Zinkquelle in Nahrungsergänzungsmitteln zugelassen [2].
USA
Nicht verifiziert.
Andere Länder
WHO und UNICEF empfehlen Zink zur Behandlung von akutem Durchfall bei Kindern; die meisten Studien dazu verwendeten Zinksulfat [11].

Zugelassene EU-Angaben

EU-Claim zugelassen Eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe ist eine rechtliche Aussage über den Nährstoff, nicht über diese Form, und keine Evidenzstufe. Die Studienlage zu dieser Form steht davon getrennt beim Hauptversprechen und unter „Studien am Menschen“.

  • „Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei“

    Nährstoff
    Zink
    Rechtsgrundlage
    VO (EU) Nr. 432/2012[18]
    Einordnung
    rechtlich zulässig, bei Gesunden nicht formspezifisch untersucht (Präventionsstudien bei Kindern nicht nach Zinkform getrennt, siehe Versprechen)

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Sind organische Zinkformen in der Durchfallbehandlung klinisch gleichwertig oder besser verträglich als Sulfat?
  • Welche Darreichung (Sirup, dispergierbare Tablette) liefert bei Kindern die verlässlichste Aufnahme?
  • Welchen Nutzen hat Zinksulfat bei Kindern in Ländern mit niedrigem Mangelrisiko?

Referenzen

  1. Maares M, Haase H. A guide to human zinc absorption: general overview and recent advances of in vitro intestinal models. Nutrients. 2020;12(3):762. doi:10.3390/nu12030762 · PubMed
  2. Richtlinie 2002/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Juni 2002 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Nahrungsergänzungsmittel. ABl. L 183 vom 12.7.2002, S. 51. Konsolidierte Fassung vom 26.11.2025 (CELEX 02002L0046-20251126).
  3. Wegmüller R, Tay F, Zeder C, Brnić M, Hurrell RF. Zinc absorption by young adults from supplemental zinc citrate is comparable with that from zinc gluconate and higher than from zinc oxide. J Nutr. 2014;144(2):132–6. doi:10.3945/jn.113.181487 · PubMed
  4. Tran CD, Miller LV, Krebs NF, Lei S, Hambidge KM. Zinc absorption as a function of the dose of zinc sulfate in aqueous solution. Am J Clin Nutr. 2004;80(6):1570–3. doi:10.1093/ajcn/80.6.1570 · PubMed
  5. Nève J, Hanocq M, Peretz A, Khalil FA, Pelen F. Absorption and metabolism of oral zinc gluconate in humans in fasting state, during, and after a meal. Biol Trace Elem Res. 1992;32:201–12. doi:10.1007/BF02784604 · PubMed
  6. Piacenza F, Giacconi R, Costarelli L, Malavolta M. Preliminary comparison of fractional absorption of zinc sulphate, zinc gluconate, and zinc aspartate after oral supplementation in healthy human volunteers. Nutrients. 2023;15(8):1885. doi:10.3390/nu15081885 · PubMed
  7. Schölmerich J, Freudemann A, Köttgen E, Wietholtz H, Steiert B, Löhle E, et al. Bioavailability of zinc from zinc-histidine complexes. I. Comparison with zinc sulfate in healthy men. Am J Clin Nutr. 1987;45(6):1480–6. doi:10.1093/ajcn/45.6.1480 · PubMed
  8. López de Romaña D, Lönnerdal B, Brown KH. Absorption of zinc from wheat products fortified with iron and either zinc sulfate or zinc oxide. Am J Clin Nutr. 2003;78(2):279–83. doi:10.1093/ajcn/78.2.279 · PubMed
  9. Brnić M, Wegmüller R, Zeder C, Senti G, Hurrell RF. Influence of phytase, EDTA, and polyphenols on zinc absorption in adults from porridges fortified with zinc sulfate or zinc oxide. J Nutr. 2014;144(9):1467–73. doi:10.3945/jn.113.185322 · PubMed
  10. Sánchez J, Villada OA, Rojas ML, Montoya L, Díaz A, Vargas C, et al. Efecto del zinc aminoquelado y el sulfato de zinc en la incidencia de la infección respiratoria y la diarrea en niños preescolares de centros infantiles [Effect of zinc amino acid chelate and zinc sulfate in the incidence of respiratory infection and diarrhea among preschool children in child daycare centers]. Biomedica. 2014;34(1):79–91. PubMed
  11. Lazzerini M, Wanzira H. Oral zinc for treating diarrhoea in children. Cochrane Database Syst Rev. 2016;12(12):CD005436. doi:10.1002/14651858.CD005436.pub5 · PubMed
  12. Dhingra U, Kisenge R, Sudfeld CR, Dhingra P, Somji S, Dutta A, et al. Lower-dose zinc for childhood diarrhea – a randomized, multicenter trial. N Engl J Med. 2020;383(13):1231–41. doi:10.1056/NEJMoa1915905 · PubMed
  13. Ali AA, Naqvi SK, Hasnain Z, Zubairi MBA, Sharif A, Salam RA, et al. Zinc supplementation for acute and persistent watery diarrhoea in children: a systematic review and meta-analysis. J Glob Health. 2024;14:04212. doi:10.7189/jogh.14.04212 · PubMed
  14. Imdad A, Rogner J, Sherwani RN, Sidhu J, Regan A, Haykal MR, et al. Zinc supplementation for preventing mortality, morbidity, and growth failure in children aged 6 months to 12 years. Cochrane Database Syst Rev. 2023;3(3):CD009384. doi:10.1002/14651858.CD009384.pub3 · PubMed
  15. Wilkinson EA. Oral zinc for arterial and venous leg ulcers. Cochrane Database Syst Rev. 2014;2014(9):CD001273. doi:10.1002/14651858.CD001273.pub3 · PubMed
  16. Wiernicka A, Jańczyk W, Dądalski M, Avsar Y, Schmidt H, Socha P. Gastrointestinal side effects in children with Wilson's disease treated with zinc sulphate. World J Gastroenterol. 2013;19(27):4356–62. doi:10.3748/wjg.v19.i27.4356 · PubMed
  17. Schoofs H, Schmit J, Rink L. Zinc toxicity: understanding the limits. Molecules. 2024;29(13):3130. doi:10.3390/molecules29133130 · PubMed
  18. Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern. ABl. L 136 vom 25.5.2012, S. 1 (CELEX 32012R0432).
  19. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. AMIce – Arzneimittel-Informationssystem, öffentlicher Teil [Datenbank]. Suche Stoffname „Zinksulfat“ [zitiert 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://portal.bfarm.de/amguifree/
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-24. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • DOIs über Crossref und PMIDs über PubMed (Prüfskript, online).
  • Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG, konsolidierte Fassung CELEX 02002L0046-20251126 (Cellar, XHTML, 24.10.2026): Eintrag „Zinksulfat“.
  • Im Volltext (Europe PMC): ZIP4, ZnT-1, Phytat [1]; Kupfermangel, Existenz einer EFSA-Obergrenze [17]; Cochrane-Durchfall: 8 Studien Acetat, 5 Gluconat, 3 ohne Angabe, alle übrigen Sulfat; Untergruppe Sulfat 11 Studien, 1671 Kinder, MD −13,21 Stunden (KI −24,16 bis −2,27) [11].
  • Am Abstract: wasserlösliche Salze, Tablette oder Sirup, Durchfall [3]; acht Personen, sättigbares Modell [4]; zehn Personen, höhere Cmax und AUC unter Gluconat als zuvor unter Sulfat [5]; acht Personen, Aspartat > Gluconat > Sulfat [6]; zehn Männer, Serumzink +25 % unter Histidin [7]; kein Unterschied Oxid/Sulfat [8]; Sulfat etwas besser als Oxid, Phytase steigert Aufnahme [9]; 301 Kinder, RR 0,90 Chelat vs. Sulfat [10]; 33 RCTs, 10 841 Kinder, −11,46 Stunden, −26,39 Stunden bei Unterernährung, kein Effekt unter sechs Monaten, Erbrechen RR 1,57 [11]; 4500 Kinder, Erbrechen 19,3/15,6/13,7 % [12]; WHO-Auftrag, weniger Erbrechen bei niedrigerer Gabe [13]; 96 RCTs, 219 584 Teilnehmende, meist Zinksulfat-Sirup, RR 0,93/0,91, SMD 0,12, Erbrechen RR 1,29, Eisen schwächt Effekt [14]; 6 RCTs, 183 Personen, RR 1,22 gepoolt aus vier Placebo-Studien bei venösen Ulzera [15]; 53 Kinder, 40 %, 7 Spiegelungen, 4 Therapiewechsel [16].
  • PubChem: CID 24424 (wasserfrei, Molmasse 161,4), CID 62640 (Heptahydrat, 287,6); Zinkanteile daraus berechnet.
  • Gegenprüfung (24.10.2026): [8] Reihenfolge der Zinksalze randomisiert, Brot und Brei in getrennten Gruppen; [9] Randomisierung nicht im Abstract, aber im Registereintrag NCT01210794 („a series of six similar randomized, single-blind studies“); Abstract [9] nennt den Sulfat-Vorteil ohne Angabe des Breis. [10]: Mitautor bei „Centro de Investigación y Medición, PREMEX, Medellín“.
  • VO (EU) Nr. 432/2012: Wortlaut der eingetragenen Angaben in der Basisfassung (CELEX 32012R0432, Cellar, XHTML) und unverändert in der konsolidierten Fassung vom 20.08.2025 (CELEX 02012R0432-20250820, Cellar, XHTML) geprüft am 24.10.2026. Angabe zum Immunsystem [18].
  • Wilkinson 2014 [15], Abstract (PubMed, 24.10.2026): Einschluss nur von RCTs mit oralem Zinksulfat.
  • Rechtsstatus (G6) am 24.10.2026: AMIce (öffentlicher Teil, BfArM; Stoffname „Zinksulfat“, nur Wirkstoff, Humanarzneimittel, verkehrsfähig, Endmaskierung): 43 Treffer, einschließlich Kombinationen, Homöopathika, Apothekenrezepturen und Parallelimporten [19]. Fach- und Gebrauchsinformationen nicht gelesen.

Nicht verifiziert

  • Rechtsstatus in den USA.
  • Die WHO-Empfehlung selbst (Leitlinie nicht eingesehen; zitiert nach dem Cochrane-Review [11]).
  • Randomisierung in [7] (im Abstract nicht beschrieben).
  • In welchem Brei (Mais oder Sorghum) [9] Sulfat und Oxid verglich und wie der Vergleich im Einzelnen randomisiert war; Volltext nicht frei verfügbar.
  • Ob PREMEX (Mitautor in [10]) das Chelat lieferte oder herstellt.
  • Welche Salze die Studien des Wachstums- und Präventionsreviews [14] im Einzelnen verwendeten (nur „meist Zinksulfat-Sirup“ laut Abstract).
  • Die Obergrenze und die Studienmengen werden gemäß Leitfaden nicht als Zahlen genannt.
  • Ob der Präventionsreview [14] eine Untergruppenanalyse nach Zinkverbindung enthält: Volltext PMC10061962 über Europe PMC nicht abrufbar (24.10.2026). Falls es eine Sulfat-Untergruppe gibt, kann das zweite Versprechen neu eingestuft werden.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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