Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.
Versprechen im Check
Bremst das Altern auch ohne Diabetes
nicht untersuchtKeine RCT zu Lebensdauer oder Alterungsendpunkten bei Gesunden; TAME ist ein Studienkonzept [8]. Mausdaten uneinheitlich: im ITP kein signifikanter Effekt [4], in einer früheren Studie längeres Leben männlicher Mäuse [5]. Die Registerstudien vergleichen Menschen mit Diabetes unter Metformin mit Menschen ohne Diabetes und widersprechen sich; die dänische Zwillingsanalyse fand höhere Sterblichkeit [6][7]. Nur Abstract geprüft.[6][7]
Unterstützt den Muskelaufbau im Alter
VerschlechterungIn einer RCT mit 94 gesunden Menschen ab 65 Jahren und Krafttraining gewann die Placebogruppe signifikant mehr Magermasse und Oberschenkelmuskel als die Metformingruppe; der Kraftzuwachs war unter Metformin nur tendenziell, nicht signifikant geringer [10]. Nur Abstract geprüft.
Unterstützt die Fitness im Alter
Einzelbefund, unbestätigtZwei kleine RCTs prüften Metformin während eines Trainings direkt; keine zeigte einen Fitnessgewinn. Nach Ausdauertraining (Teilnehmende ohne chronische Erkrankung, aber mit mindestens einem Risikofaktor für Typ-2-Diabetes; 26 gegen 27) stieg die VO2max unter Metformin etwa halb so stark wie unter Placebo, der Gruppenunterschied war nicht signifikant (p = 0,08); signifikant abgeschwächt waren nur Marker, der Anstieg der Insulinempfindlichkeit und der mitochondrialen Atmung im Muskel [9]. Nach Krafttraining (94 Teilnehmende) war der Kraftzuwachs unter Metformin nur tendenziell geringer [10]. Nach der Regel für kleine Studien, die das Versprechen direkt prüfen und ihren Endpunkt verfehlen, lautet das Ergebnis „Einzelbefund, unbestätigt“, solange keine größere Studie vorliegt; die abgeschwächte Trainingsanpassung steht im Text und unter den Risiken. Studie [10] nur Abstract geprüft.
Verhindert Typ-2-Diabetes
Nutzen belegtIn der Diabetes Prevention Program-RCT mit 3234 Teilnehmenden 31 % weniger Diabetes-Neuerkrankungen als mit Placebo über durchschnittlich 2,8 Jahre; die Lebensstilintervention war mit 58 % deutlich wirksamer [11]. Ob diese Anwendung in Deutschland zugelassen ist, wurde nicht geprüft. Nur Abstract geprüft.
kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.
Wirkweise
Evidenzkarte: Metformin
Metformin ist ein Biguanid, das die Glukoseproduktion der Leber (Glukoneogenese und Glykogenolyse) senkt, die Insulinempfindlichkeit mäßig erhöht und die Glukoseaufnahme im Darm verzögert; es regt die Insulinausschüttung nicht an und verursacht daher allein keine Unterzuckerung (Fachinformation des Kombinationspräparats Xigduo, Metformin-Abschnitte) [1]. Als Hauptangriffspunkt gilt die Atmungskette: In Hepatomzellen und isolierten Mitochondrien hemmte Metformin zeitabhängig Komplex I, offenbar nach langsamer Anreicherung des positiv geladenen Moleküls in der Matrix; in submitochondrialen Partikeln waren dafür sehr hohe Konzentrationen nötig (in vitro und Ratte) [2]. In Rattenhepatozyten aktivierte Metformin die AMP-aktivierte Proteinkinase (AMPK), und ein AMPK-Hemmer hob die Senkung der Glukoseproduktion auf; die Studie stammt aus dem Forschungslabor eines Pharmaunternehmens (Merck) [3]. Über diesen Weg besteht der Querverweis zu AICAR: Dort entsteht in der Zelle das AMP-Analogon ZMP, das die AMPK unmittelbar anschaltet, während Metformin sie nur mittelbar aktiviert [3] (siehe Profil AICAR). Berberin hemmt nach Zelldaten ebenfalls Komplex I und wird deshalb oft mit Metformin verglichen (siehe Profil Berberin).
Im Interventions Testing Program verlängerte Metformin allein die Lebensspanne genetisch gemischter Mäuse nicht signifikant; nur die Kombination mit Rapamycin wirkte, was sich im historischen Vergleich mit Rapamycin allein nicht sicher Metformin zuschreiben lässt [4]. In einer früheren Studie lebten männliche Mäuse mit Metformin ab mittlerem Alter länger [5]. Beide Befunde sind Tierdaten (Stufe 2). Mit Acarbose teilt Metformin nur die Wirkstoffklasse der oralen Blutzuckersenker, nicht den Mechanismus: Acarbose hemmt die Alpha-Glucosidasen im Darm und verlängerte im selben ITP-Durchgang, in dem Metformin allein nicht wirkte, die mediane Lebensdauer männlicher Mäuse, auch bei Beginn erst im Alter von 16 Monaten (Tierbefund) [4] (siehe Profil Acarbose).
Beim Menschen gibt es keine RCT zu Lebensdauer oder Alterung bei Gesunden. Eine britische Registerstudie fand, dass Menschen mit Typ-2-Diabetes unter Metformin länger überlebten als gematchte Personen ohne Diabetes [6]. Eine dänische Register- und Zwillingsanalyse bestätigte das nicht: Der Beginn einer Metformin-Monotherapie war mit höherer Sterblichkeit verbunden als kein Diabetes (Inzidenzratenverhältnis nach Adjustierung 1,32 bei Einzelpersonen, 1,64 bei diskordanten Zwillingspaaren) [7]. Die TAME-Studie zu Metformin gegen Alterung ist bisher ein Studienkonzept [8]. Zwei RCTs bei Älteren ohne chronische Erkrankung zeigen eine abgeschwächte Trainingsanpassung: Bei Menschen mit mindestens einem Risikofaktor für Typ-2-Diabetes verhinderte Metformin nach Ausdauertraining den Anstieg der Insulinempfindlichkeit und der mitochondrialen Atmung im Muskel (Marker); die VO2max stieg unter Metformin etwa halb so stark, dieser Gruppenunterschied war aber nicht signifikant (p = 0,08) [9]. Nach Krafttraining gewann die Placebogruppe signifikant mehr Magermasse und Oberschenkelmuskulatur als die Metformingruppe, der Kraftzuwachs war nur tendenziell geringer [10].
Bei Menschen mit erhöhtem Diabetesrisiko senkte Metformin in einer großen RCT die Diabetes-Neuerkrankungen um 31 %, weniger stark als eine Lebensstilintervention (58 %) [11]. Unter Langzeitbehandlung sinkt der Vitamin-B12-Spiegel; in einer RCT bei insulinbehandelten Menschen mit Typ-2-Diabetes stieg das absolute Risiko eines B12-Mangels nach gut vier Jahren um 7,2 Prozentpunkte [12]. Eine Laktatazidose trat in 347 Vergleichsstudien und Kohorten in keinem Fall auf [13]; EMA und Fachinformation führen sie als sehr seltene, schwere Komplikation vor allem bei akuter Verschlechterung der Nierenfunktion, Herz- oder Lungenerkrankung und Sepsis [1][14]. Metformin ist in Deutschland verschreibungspflichtig [15]; zentral zugelassen sind nur Kombinationspräparate [16].
Synaptik dient ausschließlich der biochemischen und pharmakologischen Aufklärung und ist keine medizinische Beratung oder Einnahmeempfehlung.
Nährstoffe da: mTORC1 an · AMPK niedrig · Autophagie auf Grundniveau · seneszente Zellen leben
- AMPK
- niedrigviel ATP
- mTORC1
- anAminosäuren da
- Autophagie
- GrundniveaumTORC1 bremst
- Seneszente Zellen
- leben, SASPÜberlebensnetz aktiv
FKBP12–Sirolimus an der FRB-Domäne · mTORC1 gehemmt · AMPK und Autophagie: nicht gemessen
- AMPK
- nicht gemessen
- mTORC1
- gehemmtZellkultur · Maus
- Autophagie
- nicht gemessen
- Seneszente Zellen
- nicht gemessen
FKBP12–Everolimus an der FRB-Domäne · mTORC1 gehemmt · in vitro schwächer als Sirolimus
- AMPK
- nicht gemessen
- mTORC1
- gehemmtFachinfo · in vitro
- Autophagie
- nicht gemessen
- Seneszente Zellen
- nicht gemessen
Komplex I gedämpft · AMPK an · über AMP? umstritten · Glukoseabgabe der Leber sinkt
- AMPK
- anRattenleberzellen · RCT
- mTORC1
- Anstieg tendenziell ↓RCT, Muskel nach Training
- Autophagie
- nicht gemessen
- Seneszente Zellen
- nicht gemessen
Komplex I gedämpft · AMPK an (Zellkultur) · AMP-Anstieg nicht gezeigt
- AMPK
- anZellkultur
- mTORC1
- nicht gemessen
- Autophagie
- nicht gemessen
- Seneszente Zellen
- nicht gemessen
Komplex I gedämpft · AMP steigt · AMPK an (Zellkultur, Mausleber)
- AMPK
- anZellkultur · Mausleber
- mTORC1
- nicht gemessen
- Autophagie
- nicht gemessen
- Seneszente Zellen
- nicht gemessen
AMPK im Muskel: in einer RCT an, in einer anderen unverändert · Ergebnis uneinheitlich
- AMPK
- uneinheitlich2 RCTs, gegensätzlich
- mTORC1
- nicht gemessen
- Autophagie
- nicht gemessen
- Seneszente Zellen
- nicht gemessen
Folatzyklus und Purin-Neusynthese gehemmt · AMPK an (Maus, Zellen) · Komplex I: nicht gemessen
- AMPK
- anMaus · Zellkultur
- mTORC1
- nicht gemessen
- Autophagie
- nicht gemessen
- Seneszente Zellen
- nicht gemessen
Autophagie und Mitophagie häufiger (Mäuseherz) · AMPK und mTORC1: nicht gemessen
- AMPK
- nicht gemessen
- mTORC1
- nicht gemessen
- Autophagie
- häufigerMäuseherz
- Seneszente Zellen
- nicht gemessen
Mitophagie häufiger (Wurm, Nager) · AMPK und mTORC1: nicht gemessen
- AMPK
- nicht gemessen
- mTORC1
- nicht gemessen
- Autophagie
- Mitophagie ↑Wurm · Nager
- Seneszente Zellen
- nicht gemessen
Präadipozyte stirbt (Zellkultur) · Endothelzelle bleibt · p16 im Herz ↓ (Maus)
- AMPK
- nicht gemessen
- mTORC1
- nicht gemessen
- Autophagie
- nicht gemessen
- Seneszente Zellen
- Präadipozyten sterbenZellkultur; Maus: p16 ↓
Endothelzelle stirbt (Zellkultur) · Präadipozyte bleibt · Seneszenzmarker ↓ (Maus)
- AMPK
- nicht gemessen
- mTORC1
- nicht gemessen
- Autophagie
- nicht gemessen
- Seneszente Zellen
- Endothelzellen sterbenZellkultur; Maus: Marker ↓
Endothelzelle stirbt (v. a., Zellkultur) · Präadipozyte bleibt weitgehend
- AMPK
- nicht gemessen
- mTORC1
- nicht gemessen
- Autophagie
- nicht gemessen
- Seneszente Zellen
- v. a. EndothelZellkultur
ATP AMP Aminosäuren SASP mTORC1-Hemmer AMPK-Aktivatoren Autophagie Senolytika Teilchen illustrativ
Normalzustand
Metformin
Links der Normalzustand, rechts derselbe Schnitt mit dem gewählten Wirkstoff. Teilchenflüsse und Schalterstellungen sind Ausgaben dieser Abbildung, keine Messungen: Sie zeigen nur die Richtung eines Befunds, nicht sein Ausmaß, und Befunde aus Zellkultur, Tier und Mensch stehen nebeneinander.
Metformin reichert sich langsam in der Mitochondrienmatrix an und hemmt dort Komplex I der Atmungskette (Hepatomzellen, isolierte Mitochondrien); in submitochondrialen Partikeln waren dafür sehr hohe Konzentrationen nötig (K0,5 79 mM) [14]. In Rattenleberzellen aktivierte Metformin die AMPK, und ein AMPK-Hemmer hob die Senkung der Glukoseproduktion auf; die Studie stammt von Merck [15]. Ob die AMPK dabei über einen Energiemangel mit mehr AMP anspringt, ist umstritten: In zwei Zelltypen aktivierte Metformin sie, ohne dass die Energieladung der Zelle sank; den genauen Weg fand die Arbeit nicht [16]. Die Figur zeigt deshalb kein steigendes AMP. In einer RCT mit gesunden Älteren, die Krafttraining machten, stieg unter Metformin das AMPK-Signal im Muskel, und das mTORC1-Signal stieg tendenziell schwächer an als unter Placebo (nur Marker) [17]. Beim Menschen senkt Metformin laut Fachinformation vor allem die Glukoseproduktion der Leber [18]. Ob es die Autophagie steigert, sagen die Quellen des Profils nicht. Im Interventions Testing Program verlängerte Metformin allein die Lebensspanne von Mäusen nicht signifikant [19].
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Ebenfalls an diesem Wirkort, nicht gezeichnet
- AICAR: nicht gezeichnet
- Calcium-Alpha-Ketoglutarat: Daten widersprüchlich: TOR-abhängige Lebensverlängerung nur beim Wurm, bei Mäusen keine mTORC1-Hemmung
- Epitalon: Angriffspunkt Telomerase (hTERT), in dieser Abbildung nicht gezeichnet
- Noopept: Angriffspunkt HIF/PHD2, ein anderer Wirkort
- Pentadecansäure (C15:0): nur Herstellerangaben
- Pinealon: Befund an Caspase-3 und p53, in dieser Abbildung nicht gezeichnet
- Sulforaphan: Befund an der Glukoneogenese (Zellen, Tiere; beim Menschen nur Blutzucker in einer Untergruppe), im Profil kein Angriffspunkt an AMPK oder mTOR
- Tauroursodesoxycholsäure (TUDCA): wirkt als Chaperon am endoplasmatischen Retikulum, ein anderer Wirkort
Angriffspunkte
| Ziel | Typ | Wirkung | Kennwert | Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| Komplex I der Atmungskette | Enzym | Hemmer | zeitabhängig nach Anreicherung in der Matrix; in submitochondrialen Partikeln K0,5 79 mM (in vitro) | Tierversuch[2] |
| AMP-aktivierte Proteinkinase (AMPK) | Enzym | Aktivator | Rattenhepatozyten; im Muskel älterer Menschen AMPK-Signal ↑ (RCT) | Mensch, randomisiert[3][10] |
| Hepatische Glukoneogenese | Signalweg | Hemmer | Hauptmechanismus der Blutzuckersenkung laut Fachinformation | Mensch, randomisiert[1][2][3] |
Wirkprofil
- Dopamin
- Noradrenalin
- Serotonin
- Acetylcholin
- Glutamat · AMPA
- Glutamat · NMDA
- GABA
- Histamin
- Orexin
- Adenosin
- Opioide
- Melatonin
- Neurotrophine
- Durchblutung
- Stickstoffmonoxid
- EnergiestoffwechselHemmt Komplex I (Zellen, Ratte); verhinderte beim Menschen den trainingsbedingten Anstieg der mitochondrialen Atmung im Muskel[2][9]
- Insulin · GlukoseSenkt Blutzucker ohne Insulinausschüttung; weniger Diabetes-Neuerkrankungen bei Prädiabetes (RCT)[1][11]
- Entzündung · oxidativ
- Stressachse
- Testosteron-Achse
- Endocannabinoide
- Autophagie · SeneszenzAMPK-Aktivierung (Rattenhepatozyten; im Muskel Älterer erhöhtes AMPK-Signal, Trend zu geringerem mTORC1-Anstieg nach Krafttraining)[3][10]
- Immunsystem
- LipidstoffwechselGesamt- und LDL-Cholesterin sowie Triglyceride sinken laut Fachinformation[1]
- Gerinnung · Fibrinolyse
- MethylierungVitamin B12 sinkt, Homocystein stieg in der RCT nur tendenziell (nicht signifikant)[12]
Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit
Oral (geschluckt) · Tablette
≈ 50–60 % (Mensch, Gesunde)Höchstspiegel nach etwa 2,5 Stunden; 20–30 % erscheinen unresorbiert im Stuhl (Fachinformation) [1].
Mensch, nicht randomisiert
Studien am Menschen
Dänische Register- und Zwillingsanalyse (Keys 2022)
Gemessen: Gesamtsterblichkeit
Ergebnis: Höhere Sterblichkeit unter Metformin als ohne Diabetes, adjustiert IRR 1,32 (Einzelpersonen) und 1,64 (Zwillinge); kein Überlebensvorteil.[7]
Mensch, nicht randomisiert
Britische Registerstudie (Bannister 2014)
Gemessen: Gesamtsterblichkeit
Ergebnis: Adjustierte mediane Überlebenszeit der Kontrollen ohne Diabetes 15 % kürzer als unter Metformin; unter Sulfonylharnstoff 38 % kürzer.[6]
Mensch, nicht randomisiert
Metformin und Ausdauertraining (Konopka 2019)
Gemessen: Insulinempfindlichkeit, VO2max, mitochondriale Atmung im Muskel
Ergebnis: Metformin verhinderte den trainingsbedingten Anstieg von Insulinempfindlichkeit und mitochondrialer Atmung (signifikant); die VO2max stieg etwa halb so stark wie unter Placebo, der Gruppenunterschied war nicht signifikant (p = 0,08).[9]
Mensch, randomisiert
MASTERS: Metformin und Krafttraining (Walton 2019)
Gemessen: Magermasse, Oberschenkelmuskel (CT), Kraft, Muskelbiopsie
Ergebnis: Placebo gewann mehr Magermasse und Oberschenkelmuskel; Kraftzuwachs unter Metformin nur tendenziell geringer; AMPK-Signal erhöht.[10]
Mensch, randomisiert
Diabetes Prevention Program (Knowler 2002)
Gemessen: Diabetes-Neuerkrankungen
Ergebnis: Metformin −31 %, Lebensstil −58 % gegenüber Placebo.[11]
Mensch, randomisiert
Vitamin B12 unter Langzeit-Metformin (de Jager 2010)
Gemessen: Vitamin B12, Folat, Homocystein
Ergebnis: B12 −19 % gegenüber Placebo; absolutes Risiko eines B12-Mangels +7,2 Prozentpunkte; Homocystein nicht signifikant erhöht. Finanziert von Merck Sharp & Dohme.[12]
Mensch, randomisiert
Risiken und Warnhinweise
Magen-Darm-Beschwerden
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitverlust sind laut Fachinformation sehr häufig, treten vor allem zu Beginn auf und verschwinden meist von selbst [1].
Mensch, randomisiert
Vitamin-B12-Mangel
In einer RCT über 4,3 Jahre sank B12 um 19 % gegenüber Placebo, das absolute Risiko eines Mangels stieg um 7,2 Prozentpunkte [12]. Die Fachinformation nennt ein steigendes Risiko mit Dauer und Menge und empfiehlt bei Verdacht (Anämie, Neuropathie) Kontrollen [1].
Mensch, randomisiert
Laktatazidose
Sehr selten, aber schwer; vor allem bei akuter Verschlechterung der Nierenfunktion, Herz- oder Lungenerkrankung, Sepsis, Alkoholexzess oder langem Fasten. Gegenanzeige bei schwer eingeschränkter Nierenfunktion; nach jodhaltigem Kontrastmittel und um Operationen vorübergehend absetzen [1][14]. In 347 Studien mit über 70 000 Patientenjahren kein einziger Fall, auch kein Unterschied der Laktatspiegel [13].
Mensch, randomisiert
Abgeschwächte Trainingsanpassung
In zwei RCTs bei Älteren ohne chronische Erkrankung schwächte Metformin die Trainingsanpassung ab: signifikant beim Zuwachs an Magermasse und Oberschenkelmuskel nach Krafttraining [10] sowie bei Insulinempfindlichkeit und mitochondrialer Atmung nach Ausdauertraining; VO2max und Kraft nur tendenziell [9][10].
Mensch, randomisiert
Mitochondriale Erkrankungen
Bei bekannten mitochondrialen Erkrankungen (z. B. MELAS, MIDD) wird Metformin laut Fachinformation wegen der Gefahr einer Laktatazidose und neurologischer Komplikationen nicht empfohlen [1].
Mensch, nicht randomisiert
Wechselwirkungen
- Alkohol: Alkoholvergiftung erhöht besonders bei Fasten, Mangelernährung oder Leberschaden das Risiko einer Laktatazidose (Fachinformation) [1].
- Jodhaltige Kontrastmittel: Können ein Nierenversagen mit Metformin-Anreicherung auslösen; vorübergehend absetzen (Fachinformation) [1].
- Kationische Stoffe mit tubulärer Sekretion (z. B. Cimetidin): Konkurrieren um renale Transporter und erhöhen die Metformin-Exposition (Fachinformation) [1].
Faktencheck: verbreitete Behauptungen
- nicht belegt
„Menschen mit Diabetes leben unter Metformin länger als Gesunde, also bremst Metformin das Altern“
Die britische Registerstudie fand einen Überlebensvorteil [6]; die dänische Register- und Zwillingsanalyse, die familiäre Faktoren berücksichtigt, fand stattdessen höhere Sterblichkeit und hält Unterschiede in Design oder Methode als Erklärung für unwahrscheinlich [7]. Beide sind retrospektive Beobachtungsstudien mit gegensätzlichem Ergebnis; sie können die kausale Aussage weder belegen noch widerlegen und sagen nichts über Gesunde.
- teilweise belegt
„Metformin verlängert bei Mäusen das Leben“
Längeres Leben männlicher Mäuse in einer Studie mit Behandlungsbeginn im mittleren Alter [5]; im ITP mit genetisch gemischten Mäusen an drei Standorten kein signifikanter Effekt von Metformin allein [4].
- widerlegt
„Metformin wirkt wie Sport“
In zwei RCTs addierten sich die Effekte nicht; Metformin schwächte die Trainingsanpassung bei Älteren ab [9][10].
- nicht belegt
„Die TAME-Studie hat gezeigt, dass Metformin das Altern bremst“
Die zitierte Veröffentlichung beschreibt TAME als geplante Studie, nicht als Ergebnis [8].
- widerlegt
„Metformin führt oft zu einer gefährlichen Laktatazidose“
Kein Fall in über 70 000 Patientenjahren aus 347 Studien [13]; die EMA stuft die Laktatazidose als selten bzw. sehr selten ein, mit erhöhtem Risiko bei schwer eingeschränkter Nierenfunktion [1][14].
Pharmakokinetik
- Aufnahme
- Absolute Bioverfügbarkeit etwa 50–60 % bei Gesunden, Höchstspiegel nach etwa 2,5 Stunden [1].
- Halbwertszeit
- Scheinbare terminale Eliminationshalbwertszeit etwa 6,5 Stunden [1].
- Abbau
- Wird nicht verstoffwechselt und unverändert über die Nieren ausgeschieden (glomeruläre Filtration und tubuläre Sekretion); Plasmaproteinbindung vernachlässigbar [1].
- Weg ins Gehirn
- Nicht an einer Primärquelle geprüft.
Rechtlicher Status
- Deutschland
- Verschreibungspflichtig als Arzneimittel (AMVV Anlage 1, Eintrag „Metformin“, Stand der Verordnung 19.05.2026) [15]. Monopräparate sind national zugelassen; die Zulassungen wurden nicht an AMIce/PharmNet geprüft (nicht verifiziert). Die Anwendung gegen das Altern ist keine zugelassene Indikation (off label).
- EU
- Keine zentrale Zulassung als Monopräparat im EMA-Datenexport; zentral zugelassen sind Kombinationen mit Metformin, z. B. Synjardy (mit Empagliflozin, EMEA/H/C/003770) und Xigduo (mit Dapagliflozin, EMEA/H/C/002672), jeweils bei Typ-2-Diabetes [16]. Ein EU-Referral (EMEA/H/A-31/1432, Kommissionsbeschluss 12.12.2016) erlaubte die Anwendung bei mäßig eingeschränkter Nierenfunktion und behielt die Gegenanzeige bei schwer eingeschränkter Nierenfunktion bei [14].
- USA
- Laut Drugs@FDA wurden die Tabletten Glucophage (NDA 020357) am 03.03.1995 zugelassen; alle Stärken sind eingestellt („Discontinued“, laut Federal-Register-Vermerk nicht aus Sicherheits- oder Wirksamkeitsgründen) [17]. Weitere Präparate (z. B. Retardformen), Generika und Anwendungsgebiete nicht an einer Primärquelle geprüft.
Verwandte Substanzen
Offene Fragen
- Verlangsamt Metformin bei Menschen ohne Diabetes altersbedingte Erkrankungen (TAME-Ergebnisse stehen aus)?
- Lässt sich die abgeschwächte Trainingsanpassung bei Gesunden vermeiden, und wie relevant ist sie langfristig?
- Welcher Mechanismus (Komplex I, AMPK oder andere Wege) trägt die Blutzuckersenkung bei therapeutischen Konzentrationen?
Referenzen
- European Medicines Agency. Xigduo (dapagliflozin/metformin): EPAR – Product Information, Annex I: Summary of Product Characteristics (Metformin-Abschnitte). EMEA/H/C/002672 [Internet]. Amsterdam: EMA; letzte Aktualisierung 05.06.2026 [abgerufen 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://www.ema.europa.eu/en/documents/product-information/xigduo-epar-product-information_en.pdf
- Owen MR, Doran E, Halestrap AP. Evidence that metformin exerts its anti-diabetic effects through inhibition of complex 1 of the mitochondrial respiratory chain. Biochem J. 2000;348 Pt 3:607-14. doi:10.1042/bj3480607 · PubMed
- Zhou G, Myers R, Li Y, Chen Y, Shen X, Fenyk-Melody J, et al. Role of AMP-activated protein kinase in mechanism of metformin action. J Clin Invest. 2001;108(8):1167-74. doi:10.1172/JCI13505 · PubMed
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- Martin-Montalvo A, Mercken EM, Mitchell SJ, Palacios HH, Mote PL, Scheibye-Knudsen M, et al. Metformin improves healthspan and lifespan in mice. Nat Commun. 2013;4:2192. doi:10.1038/ncomms3192 · PubMed
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- Keys MT, Thinggaard M, Larsen LA, Pedersen DA, Hallas J, Christensen K. Reassessing the evidence of a survival advantage in Type 2 diabetes treated with metformin compared with controls without diabetes: a retrospective cohort study. Int J Epidemiol. 2022;51(6):1886-1898. doi:10.1093/ije/dyac200 · PubMed
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- de Jager J, Kooy A, Lehert P, Wulffelé MG, van der Kolk J, Bets D, et al. Long term treatment with metformin in patients with type 2 diabetes and risk of vitamin B-12 deficiency: randomised placebo controlled trial. BMJ. 2010;340:c2181. doi:10.1136/bmj.c2181 · PubMed
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- European Medicines Agency. Metformin and metformin-containing medicines – referral (Article 31), EMEA/H/A-31/1432. CHMP-Gutachten 13.10.2016, Kommissionsbeschluss 12.12.2016 [Internet]. Amsterdam: EMA [abgerufen 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/referrals/metformin-metformin-containing-medicines
- Verordnung über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln (Arzneimittelverschreibungsverordnung – AMVV), Anlage 1 (zu § 1 Nr. 1 und § 5), zuletzt geändert durch Art. 1 der Verordnung vom 19.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 149). Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 24.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/amvv/anlage_1.html
- European Medicines Agency. Synjardy (EMEA/H/C/003770, zugelassen 27.05.2015) und Xigduo (EMEA/H/C/002672, zugelassen 16.01.2014): Status „Authorised“ und Anwendungsgebiete laut Medicines output – medicines JSON report [Internet]. Amsterdam: EMA; Stand 24.10.2026 [abgerufen 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://www.ema.europa.eu/en/documents/report/medicines-output-medicines_json-report_en.json
- U.S. Food and Drug Administration. Drugs@FDA (openFDA-Abfrage): Metforminhydrochlorid, NDA 020357 Glucophage (Tabletten), alle Produkte „Discontinued“; Originalzulassung (ORIG, AP) 03.03.1995 [Internet]. Silver Spring (MD): FDA; Datenstand 23.10.2026, abgerufen am 25.10.2026. Verfügbar unter: https://api.fda.gov/drug/drugsfda.json?search=application_number:NDA020357
Wie dieses Profil geprüft wurde
Stand: 2026-10-25. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.
Geprüft
- Abstracts über PubMed (efetch) gelesen; DOIs und PMIDs mit tools/pruefe_profile.py aufgelöst. Die DOI von [2] fehlt im PubMed-Datensatz und wurde über Crossref aufgelöst.
- Am Abstract: Komplex-I-Hemmung zeitabhängig, K0,5 79 mM in submitochondrialen Partikeln [2]; AMPK-Aktivierung in Rattenhepatozyten, AMPK-Hemmer hebt Wirkung auf, Erstautor bei Merck Research Laboratories [3]; Metformin allein im ITP nicht signifikant, Kombination mit Rapamycin nur im historischen Vergleich [4]; männliche Mäuse leben länger [5]; STR 0,85 für Kontrollen ohne Diabetes [6]; IRR 1,52/1,90 roh, 1,32/1,64 adjustiert [7]; TAME als geplante Studie [8]; 26 gegen 27, VO2max und Insulinempfindlichkeit abgeschwächt [9]; 46 gegen 48, Magermasse und Oberschenkelmuskel, AMPK ↑, mTORC1-Trend [10]; 3234 Teilnehmende, −31 % bzw. −58 %, 2,8 Jahre [11]; 390 Teilnehmende, −19 %, +7,2 Prozentpunkte, Finanzierung Merck Sharp & Dohme [12]; 347 Studien, keine Fälle, 70 490 Patientenjahre [13].
- Fachinformation Xigduo (EPAR, englische Fassung) gelesen, nur die Metformin-Abschnitte verwendet: Wirkmechanismus, Laktatazidose, Kontrastmittel, Operation, B12, MELAS/MIDD, Magen-Darm-Beschwerden, Pharmakokinetik [1].
- EMA-Referral-Seite EMEA/H/A-31/1432 gelesen (Nierenfunktion, Laktatazidose) [14]; Daten aus dem Referrals-JSON-Export (CHMP 13.10.2016, Kommission 12.12.2016).
- AMVV Anlage 1 am 24.10.2026 abgerufen: Eintrag „Metformin“ ohne Ausnahme [15].
- EMA-Datenexport (medicines JSON, 24.10.2026): kein zentral zugelassenes Metformin-Monopräparat gefunden; Synjardy und Xigduo zugelassen [16].
- Gegenprüfung am Volltext von [9] (PMC6351883): Alle Teilnehmenden ohne chronische Erkrankung, aber mit mindestens einem Risikofaktor für Typ-2-Diabetes; VO2max-Zunahme unter Metformin etwa 50 % geringer, Gruppenunterschied nicht signifikant (p = 0,08); signifikante Interaktion bei Insulinempfindlichkeit (Matsuda-Index) und mitochondrialer Atmung. Abstract von [10]: Kraftzuwachs nur als nicht signifikanter Trend.
- 25.10.2026, Entscheidung q072 (Regel q007): Volltext von [9] (Europe PMC, PMC6351883) erneut gelesen: 26 gegen 27 Randomisierte, 12 Wochen Ausdauertraining; VO2max-Zuwachs unter Metformin etwa 50 % geringer, „did not reach statistical significance (p = 0.08)“; Insulinempfindlichkeit und mitochondriale Atmung signifikant abgeschwächt. Kleine Studie, die das Versprechen direkt prüft und keinen Fitnessgewinn zeigt: „Unterstützt die Fitness im Alter“ von Stufe 4 „kein Nutzen“ auf Stufe 4 „Einzelbefund, unbestätigt“. Die Abschwächung der Trainingsanpassung stand schon in wirkweise_text und als Risiko; keine Änderung dort.
- 25.10.2026, Entscheidung q099: Querlinks mit „gleiche Klasse“ bleiben: berberin (gemeinsamer Angriffspunkt Komplex I nach Zelldaten, in wirkweise_text genannt) und acarbose (gleiche Wirkstoffklasse der oralen Blutzuckersenker, ATC-Gruppe A10B laut CIMA-Register der AEMPS, Einträge 55211 für Metformin und 59420 für Acarbose, am 25.10.2026 abgerufen; Mechanismus verschieden). Am 25.10.2026 ein Satz dazu in wirkweise_text ergänzt; Abstract von [4] erneut gelesen: Acarbose „significantly increased median longevity in males and 90th percentile lifespan in both sexes, even when treatment was started at 16 months“.
- 25.10.2026, Entscheidung q012 (nur Abstract geprüft): Alle Bewertungen aus Zeitschriftenartikeln außer Konopka 2019 [9] beruhen nur auf den Abstracts; im Wortlaut gelesen wurden der Volltext von [9], die Fachinformation [1], die EMA-Referral-Seite [14], der EMA-Export [16] und die AMVV [15].
- 25.10.2026, Entscheidung q018 (Handelsnamen): „Glucophage“ ergänzt: EU-Referral nach Artikel 30 „Glucophage/Glucophage Forte/Risidon/Dianben“ (CPMP/4082/00, CHMP-Gutachten 19.10.2000, Kommissionsbeschluss 06.02.2001; EMA-Referrals-JSON-Export, Zeitstempel 24.10.2026, am 25.10.2026 abgerufen) und Drugs@FDA NDA020357 (über openFDA am 25.10.2026 abgefragt). Generika und Kombinationspräparate (z. B. Synjardy, Xigduo) nicht aufgenommen; sie stehen in status.
- 25.10.2026, Entscheidung q040: rx_referenz gesetzt (Paket P1; Verschreibungspflicht laut AMVV Anlage 1 [15]).
- 25.10.2026, Paket w3-p8: Gegenlink zum neuen Profil aicar als „gleiche Klasse“ ergänzt (gemeinsamer Hauptmechanismus AMPK-Aktivierung: AICAR über das Monophosphat ZMP direkt, Metformin indirekt; q099-Lesart). In der Fix-Runde am 25.10.2026 ist der gemeinsame Mechanismus wie beim Querlink zu acarbose mit einem Satz in wirkweise_text benannt, weil der Leitfaden das für „gleiche Klasse“ verlangt; Beleg ist die schon zitierte Arbeit [3] (Zhou 2001, PMID 11602624, Abstract geprüft). Keine Aussage, Zahl oder Bewertung in diesem Profil geändert.
- 25.10.2026, Rechtsstatus (FDA-Kennungen): Drugs@FDA über openFDA (Datenstand 23.10.2026, Abfrage 25.10.2026) selbst abgefragt: NDA 020357 Glucophage (Tabletten), alle Produkte „Discontinued“ (Federal-Register-Vermerk: nicht aus Sicherheits- oder Wirksamkeitsgründen eingestellt), ORIG AP 03.03.1995 [17]. status.usa von „nicht verifiziert“ auf diese Primärquelle umgestellt; der Widerspruch zum Handelsnamen-Vermerk (q018), der die NDA schon nannte, ist damit aufgelöst.
- Präzisions-Flags (m004, Umsetzung Claude 26.10.2026, zur Bestätigung durch Tilman): „Unterstützt den Muskelaufbau im Alter“ → kleine_studien: [10] n = 94 (46 + 48; Abstract).
- Präzisions-Flags (m004, Umsetzung Claude 26.10.2026, zur Bestätigung durch Tilman): „Unterstützt die Fitness im Alter“ → kleine_studien: [9] n = 53 (26 + 27), [10] n = 94 (je Abstract).
- Gegenprüfung 26.10.2026 (m004, Umsetzung Claude, zur Bestätigung durch Tilman): Belege der gesetzten Präzisions-Flags (Teilnehmendenzahlen bzw. Finanzierungs- und Interessenangaben) aus den Prüfnotizen in die Begründung übernommen, damit sie für Lesende nachprüfbar sind; Teilnehmendenzahlen erneut an den PubMed-Abstracts abgeglichen.
Nicht verifiziert
- Nationale Zulassungen und Fachinformationen der Metformin-Monopräparate (AMIce/PharmNet, BfArM) nicht geprüft; die Risiken stützen sich auf die Metformin-Abschnitte der Fachinformation eines Kombinationspräparats.
- Stichprobengröße der dänischen Analyse [7] steht nicht im Abstract.
- Ob die Diabetesprävention bei Prädiabetes in Deutschland eine zugelassene Indikation ist, nicht geprüft.
- Stand der TAME-Studie über 2016 hinaus nicht recherchiert.
- Ob und welche Metformin-Präparate (Generika, Retardformen) in den USA derzeit im Verkehr sind, wurde nicht an einer Primärquelle geprüft.
Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.
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