Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.
Versprechen im Check
Verbrennt Körperfett, besonders am Bauch
uneinheitlichMetaanalysen: 0,7 kg mehr Gewichts- und 1,3 kg mehr Fettverlust in sieben Langzeit-RCTs, klinisch kaum relevant [4]; in 70 RCTs im Mittel −0,35 kg, in Studien hoher Qualität keine Veränderung der Fettmasse [5]. Bauchumfang bei Männern mit Adipositas nicht stärker gesenkt als unter Placebo [3].
Erhält bzw. steigert die fettfreie Masse
kleiner NutzenMetaanalyse von 70 RCTs: fettfreie Masse im Mittel +0,27 kg, auch in Studien hoher Qualität klein, aber signifikant [5].
Verbessert den Zuckerstoffwechsel
kein NutzenFür das handelsübliche Isomerengemisch keine Verbesserung: In einer RCT mit Männern mit metabolischem Syndrom änderte es den Glukosestoffwechsel nicht [3], in einer einjährigen RCT mit 180 Übergewichtigen blieb der Nüchternblutzucker unverändert [6]. Gereinigte Einzelisomere verschlechterten ihn dagegen: trans-10,cis-12-CLA erhöhte die Insulinresistenz um 19 % und den Blutzucker [3], cis-9,trans-11-CLA senkte die Insulinempfindlichkeit um 15 % [2] (siehe Risiken).
Wirkweise
Evidenzkarte: Konjugierte Linolsäure (CLA)
Konjugierte Linolsäure (CLA) ist kein Einzelstoff, sondern eine Gruppe von Linolsäure-Isomeren mit konjugierten Doppelbindungen, die natürlich in Rindfleisch und Milchprodukten vorkommen [1]. In Lebensmitteln überwiegt das Isomer cis-9,trans-11, das auch in Präparaten zum Abnehmen enthalten ist [2]; Handelsgemische enthalten daneben trans-10,cis-12, dem in Tierversuchen die fettreduzierende Wirkung zugeschrieben wird [3]. Bei Mäusen ließ CLA Fettgewebe über Apoptose schrumpfen, führte aber zugleich zu einem Bild wie bei lipoatrophem Diabetes mit vergrößerter Leber und ausgeprägter Insulinresistenz (Stufe 2) [1].
Beim Menschen ist der Effekt auf das Gewicht klein. Eine Metaanalyse von sieben RCTs mit mindestens sechs Monaten Dauer fand 0,7 kg mehr Gewichtsverlust (95-%-KI 0,32–1,09) und 1,3 kg mehr Fettverlust als unter Placebo; vier Studien hatten deutliche Mängel in der Berichterstattung, und die Autorinnen und Autoren hielten den Effekt für klinisch nicht relevant [4]. Eine neuere Metaanalyse von 70 RCTs mit 4159 Personen fand im Mittel 0,35 kg weniger Körpergewicht und etwas mehr fettfreie Masse; in den Studien hoher Qualität änderten sich Fettmasse und Körperfettanteil nicht [5]. In einer einjährigen RCT mit 180 Übergewichtigen lag die Fettmasse in beiden CLA-Gruppen niedriger als unter Olivenöl; zugleich stiegen gegenüber dem Ausgangswert Lipoprotein(a) in beiden CLA-Gruppen, das LDL in der Gruppe mit freien Fettsäuren, und das HDL sank in der Triglycerid-Gruppe; der Nüchternblutzucker blieb in allen drei Gruppen unverändert [6].
In kleinen RCTs zeigten sich ungünstige Stoffwechseleffekte. Bei 60 Männern mit abdomineller Adipositas und Zeichen des metabolischen Syndroms erhöhte gereinigtes trans-10,cis-12-CLA über zwölf Wochen die Insulinresistenz um 19 % und den Blutzucker; Körperfett und Gewicht sanken nicht stärker als unter Placebo. Das Handelsgemisch veränderte in derselben Studie den Glukosestoffwechsel nicht und senkte nur das HDL leicht [3]. In derselben Studie stiegen unter trans-10,cis-12-CLA ein Marker der Lipidperoxidation (8-iso-PGF2α) um 578 % und das CRP um 110 % gegenüber Placebo [7]. Auch gereinigtes cis-9,trans-11-CLA verringerte bei 25 Männern mit abdomineller Adipositas die Insulinempfindlichkeit um 15 % gegenüber Placebo, ohne die Körperzusammensetzung zu verändern [2]. Die ungünstigen Befunde zum Zuckerstoffwechsel betreffen gereinigte Einzelisomere in kleinen Studien an Männern mit Übergewicht; für das Handelsgemisch wurden sie in der kurzen RCT [3] und in der einjährigen Studie [6] nicht gefunden.
Formulierungen und Herkunft: Handelspräparate unterscheiden sich im Isomerenverhältnis und liegen als freie Fettsäuren oder Triglyceride vor; in der einjährigen RCT senkten beide Formen die Fettmasse ähnlich [6]. Natürliche Quellen sind Milchprodukte und Rindfleisch [1].
Synaptik dient ausschließlich der biochemischen und pharmakologischen Aufklärung und ist keine medizinische Beratung oder Einnahmeempfehlung.
Insulin Glukose H⁺ Phosphokreatin Bicarbonat Wirkstoff Leuchten = aktiver Signalknoten
Normalzustand
CLA
Links ohne Wirkstoff, rechts mit dem gewählten; beide Felder laufen mit demselben Wechsel aus Ruhe mit Insulin und Belastung. Die Balken sind Modellausgaben dieser Abbildung, keine Messungen: Sie zeigen die Richtung laut Studienlage, nicht das Ausmaß beim Menschen.
Konjugierte Linolsäure wird zum Abnehmen beworben. Bei 60 Männern mit abdomineller Adipositas erhöhte gereinigtes trans-10,cis-12-CLA in zwölf Wochen die Insulinresistenz im Clamp um 19 %, das Handelsgemisch veränderte den Glukosestoffwechsel nicht [27]. Gereinigtes cis-9,trans-11-CLA senkte bei 25 Männern die Insulinempfindlichkeit um 15 % [28]. Der Clamp misst die Glukoseaufnahme des ganzen Körpers; Signalproteine, Rezeptor oder GLUT4 im Muskel wurden nicht untersucht. Die Figur zeigt den Befund deshalb als Endpunkt am Blut und im Modell nur als etwas schwächeres Signal.
Einen beschrifteten Teil antippen oder fokussieren, um eine kurze Erklärung zu sehen.
Ebenfalls an diesem Wirkort, nicht gezeichnet
- Benfotiamin: nur Tierbefunde an der Netzhaut
- Calanusöl: nur Indizes der Insulinempfindlichkeit, uneinheitlich, vom Hersteller finanziert
- Guanidinoessigsäure (GAA): nicht gezeichnet
- Kreatin-Citrat: nicht gezeichnet
- Kreatin-Ethylester: nicht gezeichnet
- Kreatin-Nitrat: nicht gezeichnet
- Kreatin-Pyruvat: nicht gezeichnet
- Lacticaseibacillus rhamnosus GG + Bifidobacterium animalis subsp. lactis BB-12 (Zweierkombination): Befund zu Schwangerschaftsdiabetes, kein Angriffspunkt im Muskel
- Lacticaseibacillus rhamnosus HN001: Befund zu Schwangerschaftsdiabetes, kein Angriffspunkt im Muskel
- MOTS-c: beim Menschen nur eine Genvariante untersucht, Gabe nur bei Mäusen
- Panax Ginseng: Befund zum Nüchternblutzucker, kein Angriffspunkt im Muskel
Angriffspunkte
| Ziel | Typ | Wirkung | Kennwert | Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| Weißes Fettgewebe (Adipozyten) | Struktur | Hemmer | Fettabbau durch Apoptose mit Lipodystrophie (Maus) | Tierversuch[1] |
| Insulinempfindlichkeit (euglykämischer Clamp) | Signalweg | Hemmer | Insulinresistenz +19 % (gereinigtes trans-10,cis-12) bzw. Insulinempfindlichkeit −15 % (gereinigtes cis-9,trans-11) gegenüber Placebo; Handelsgemisch ohne Effekt | Mensch, randomisiert[2][3] |
Wirkprofil
- Dopamin
- Noradrenalin
- Serotonin
- Acetylcholin
- Glutamat · AMPA
- Glutamat · NMDA
- GABA
- Histamin
- Orexin
- Adenosin
- Opioide
- Melatonin
- Neurotrophine
- Durchblutung
- Stickstoffmonoxid
- Energiestoffwechsel
- Insulin · GlukoseGereinigte Einzelisomere verschlechterten die Insulinempfindlichkeit (Männer mit Adipositas); das Handelsgemisch änderte den Glukosestoffwechsel nicht[2][3][6]
- Entzündung · oxidativLipidperoxidation und CRP unter trans-10,cis-12 deutlich erhöht, unter cis-9,trans-11 Isoprostane erhöht[2][7]
- Stressachse
- Testosteron-Achse
- Endocannabinoide
- Autophagie · Seneszenz
- Immunsystem
- LipidstoffwechselKörpergewicht minimal gesenkt; HDL teils gesenkt, Lipoprotein(a) gestiegen[3][4][5][6]
- Gerinnung · Fibrinolyse
- Methylierung
Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit
Oral (geschluckt) · freie Fettsäuren bzw. Triglyceride
Beide Formen wurden in einer einjährigen RCT verwendet und wirkten ähnlich auf die Fettmasse [6].
Mensch, randomisiert
Studien am Menschen
Metaanalyse Langzeit-RCTs
Gemessen: Gewicht, Fettmasse
Ergebnis: −0,70 kg (−1,09 bis −0,32) Gewicht, −1,33 kg (−1,79 bis −0,86) Fett; klinisch nicht relevant.[4]
Mensch, randomisiert
Metaanalyse 70 RCTs
Gemessen: Körpergewicht, Fettmasse, fettfreie Masse
Ergebnis: Gewicht −0,35 kg, fettfreie Masse +0,27 kg; in Studien hoher Qualität Fettmasse unverändert.[5]
Mensch, randomisiert
Ein Jahr CLA bei Übergewicht
Gemessen: Fettmasse (DXA)
Ergebnis: Fettmasse in beiden CLA-Gruppen niedriger; Lipoprotein(a) gegenüber dem Ausgangswert gestiegen.[6]
Mensch, randomisiert
trans-10,cis-12 und Gemisch
Gemessen: Insulinempfindlichkeit (Clamp), Blutfette, Körperzusammensetzung
Ergebnis: trans-10,cis-12: Insulinresistenz +19 %, Blutzucker +4 %, HDL −4 %; Gemisch: nur HDL −2 %; Körperfett nicht anders als Placebo.[3]
Mensch, randomisiert
cis-9,trans-11
Gemessen: Insulinempfindlichkeit, Lipidperoxidation
Ergebnis: Insulinempfindlichkeit −15 %, Isoprostane +50 %; Körperzusammensetzung unverändert.[2]
Mensch, randomisiert
Risiken und Warnhinweise
Insulinresistenz
Gereinigtes trans-10,cis-12-CLA erhöhte in einer kleinen RCT bei Männern mit Adipositas die Insulinresistenz um 19 % [3], gereinigtes cis-9,trans-11-CLA senkte die Insulinempfindlichkeit um 15 % [2]; das Handelsgemisch veränderte den Glukosestoffwechsel in diesen Studien nicht [3][6]. Bei Mäusen Insulinresistenz und Lipodystrophie [1].
Mensch, randomisiert
Oxidativer Stress und Entzündungsmarker
Unter trans-10,cis-12-CLA stiegen 8-iso-PGF2α um 578 % und CRP um 110 % gegenüber Placebo [7]; unter cis-9,trans-11 die Isoprostane um 50 % [2].
Mensch, randomisiert
Blutfette
HDL leicht gesenkt [3]; in einer einjährigen Studie Lipoprotein(a) und teils LDL gegenüber dem Ausgangswert gestiegen [6].
Mensch, randomisiert
Magen-Darm-Beschwerden
Als unerwünschte Ereignisse wurden Verstopfung, Durchfall und weicher Stuhl berichtet [4].
Mensch, randomisiert
Faktencheck: verbreitete Behauptungen
- teilweise belegt
„CLA ist ein natürlicher Fettverbrenner“
Statistisch kleiner Gewichts- und Fettverlust in Metaanalysen [4][5], in Studien hoher Qualität keine Veränderung der Fettmasse [5]; „natürlich“ trifft auf Lebensmittel zu, Präparate enthalten Isomerengemische [1][3].
- widerlegt
„CLA wirkt antidiabetisch“
In RCTs bei Männern mit Adipositas verschlechterten beide gereinigten Hauptisomere die Insulinempfindlichkeit [2][3]; das Handelsgemisch änderte den Glukosestoffwechsel nicht [3][6]; bei Mäusen entstand Insulinresistenz [1].
- nicht belegt
„Weil CLA in Milch und Fleisch vorkommt, ist es als Präparat unbedenklich“
Gereinigte Isomere verschlechterten Insulinempfindlichkeit und erhöhten Marker für oxidativen Stress [2][3][7]; Langzeitdaten zur Sicherheit fehlen.
Pharmakokinetik
- Aufnahme
- Nicht verifiziert.
- Halbwertszeit
- Nicht verifiziert.
- Abbau
- Nicht verifiziert.
- Weg ins Gehirn
- Nicht verifiziert.
Rechtlicher Status
- Deutschland
- Kein Eintrag für konjugierte Linolsäure in AMVV Anlage 1 (Volltext durchsucht) [9]. Lebensmittelrechtlicher Status nicht verifiziert.
- EU
- Kein Eintrag für konjugierte Linolsäure in der konsolidierten Unionsliste der neuartigen Lebensmittel, Stand 10.08.2026 (Suche nach „konjug“, „CLA“, „Clarinol“ und „Tonalin“ in der deutschen und englischen Fassung) [8]. Laut Novel-Food-Katalog gilt konjugierte Linolsäure in Nahrungsergänzungsmitteln als nicht neuartig (Eintrag POL-NF-00272, letzte Änderung 18.10.2023) [10]; der Eintrag beschreibt die natürlich vorkommende Isomerengruppe aus Rindfleisch, Milchprodukten und Pflanzenölen und sagt nicht, ob angereicherte CLA-Öle oder synthetische Isomerengemische erfasst sind. Der Katalog ist eine Orientierungshilfe der Kommission, kein Rechtsakt. Ob CLA-reiche Öle früher als neuartige Lebensmittel genehmigt waren und wie sie heute eingeordnet sind, wurde nicht verifiziert.
- USA
- Nicht verifiziert.
Offene Fragen
- Wie wirken Handelsgemische bei längerer Einnahme auf die Insulinempfindlichkeit, gemessen mit dem Clamp, auch bei Frauen und Normalgewichtigen?
- Wie sind CLA-reiche Öle heute lebensmittelrechtlich in der EU eingeordnet?
Referenzen
- Tsuboyama-Kasaoka N, Takahashi M, Tanemura K, Kim HJ, Tange T, Okuyama H, et al. Conjugated linoleic acid supplementation reduces adipose tissue by apoptosis and develops lipodystrophy in mice. Diabetes. 2000;49(9):1534–42. doi:10.2337/diabetes.49.9.1534 · PubMed
- Risérus U, Vessby B, Arnlöv J, Basu S. Effects of cis-9,trans-11 conjugated linoleic acid supplementation on insulin sensitivity, lipid peroxidation, and proinflammatory markers in obese men. Am J Clin Nutr. 2004;80(2):279–83. doi:10.1093/ajcn/80.2.279 · PubMed
- Risérus U, Arner P, Brismar K, Vessby B. Treatment with dietary trans10cis12 conjugated linoleic acid causes isomer-specific insulin resistance in obese men with the metabolic syndrome. Diabetes Care. 2002;25(9):1516–21. doi:10.2337/diacare.25.9.1516 · PubMed
- Onakpoya IJ, Posadzki PP, Watson LK, Davies LA, Ernst E. The efficacy of long-term conjugated linoleic acid (CLA) supplementation on body composition in overweight and obese individuals: a systematic review and meta-analysis of randomized clinical trials. Eur J Nutr. 2012;51(2):127–34. doi:10.1007/s00394-011-0253-9 · PubMed
- Asbaghi O, Shimi G, Hosseini Oskouie F, Naseri K, Bagheri R, Ashtary-Larky D, et al. The effects of conjugated linoleic acid supplementation on anthropometrics and body composition indices in adults: a systematic review and dose-response meta-analysis. Br J Nutr. 2024;131(3):406–28. doi:10.1017/S0007114523001861 · PubMed
- Gaullier JM, Halse J, Høye K, Kristiansen K, Fagertun H, Vik H, et al. Conjugated linoleic acid supplementation for 1 y reduces body fat mass in healthy overweight humans. Am J Clin Nutr. 2004;79(6):1118–25. doi:10.1093/ajcn/79.6.1118 · PubMed
- Risérus U, Basu S, Jovinge S, Fredrikson GN, Arnlöv J, Vessby B. Supplementation with conjugated linoleic acid causes isomer-dependent oxidative stress and elevated C-reactive protein: a potential link to fatty acid-induced insulin resistance. Circulation. 2002;106(15):1925–9. doi:10.1161/01.cir.0000033589.15413.48 · PubMed
- Durchführungsverordnung (EU) 2017/2470 der Kommission vom 20. Dezember 2017 zur Erstellung der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel gemäß der Verordnung (EU) 2015/2283 des Europäischen Parlaments und des Rates über neuartige Lebensmittel. ABl. L 351 vom 30.12.2017, S. 72. Konsolidierte Fassung vom 10.08.2026 (CELEX 02017R2470-20260810).
- Verordnung über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln (Arzneimittelverschreibungsverordnung – AMVV), Anlage 1 (zu § 1 Nr. 1 und § 5); kein Eintrag für konjugierte Linolsäure (Volltext durchsucht). Stand: zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.5.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 149). https://www.gesetze-im-internet.de/amvv/anlage_1.html (abgerufen am 24.10.2026).
- Europäische Kommission. Novel Food Status Catalogue: Conjugated linoleic acid [Datenbank]. POL-NF-00272, letzte Änderung 18.10.2023 [zitiert 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://ec.europa.eu/food/food-feed-portal/screen/novel-food-catalogue/search
Wie dieses Profil geprüft wurde
Stand: 2026-10-26. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.
Geprüft
- Abstracts aller Studien über PubMed (efetch) gelesen; DOIs und PMIDs mit tools/pruefe_profile.py über Crossref und PubMed abgeglichen.
- Kernzahlen am Abstract: Maus, Lipodystrophie und Insulinresistenz [1]; n = 25, −15 %, Isoprostane +50 % [2]; n = 60, +19 % Insulinresistenz, +4 % Glykämie, HDL −4 % bzw. −2 % [3]; sieben RCTs, −0,70 (−1,09 bis −0,32) kg und −1,33 (−1,79 bis −0,86) kg [4]; 70 RCTs, 4159 Personen, −0,35 kg, fettfreie Masse +0,27 kg, hochwertige Studien ohne Fettmasseeffekt [5]; n = 180, Fettmasse 8,7 bzw. 6,9 % niedriger, Lipoprotein(a) gestiegen [6]; 8-iso-PGF2α +578 %, CRP +110 % [7].
- Unionsliste (CELEX 02017R2470-20260810, DE und EN): keine Treffer für „konjug“, „CLA“, „Clarinol“, „Tonalin“, „conjugated“. AMVV Anlage 1 (24.10.2026): kein Eintrag.
- Gegenprüfung 25.10.2026 am Abstract: [3] „The CLA mixture did not change glucose metabolism, body composition, or weight compared with placebo“, trans-10,cis-12 „increased insulin resistance (19%; P < 0.01)“; [2] „decreased insulin sensitivity by 15%“; [6] „Fasting blood glucose concentrations remained unchanged in all 3 groups“, HbA1c ohne Gruppenunterschied.
- 26.10.2026, Sachkorrektur nach Prüfbericht E-20 (Block D, Entscheidung n021): Novel-Food-Katalog selbst abgerufen (Backend-Schnittstelle der Katalogseite, Einzeleintrag): POL-NF-00272 „Conjugated linoleic acid“, Teil „Conjugated linoleic acid“ = NOT_NOVEL_IN_FOOD_SUPPLEMENTS, letzte Änderung 18.10.2023; Beschreibung „a naturally occurring group of derivatives of linoleic acid … found in beef, dairy products … and vegetable oils (sunflower and safflower)“; deutscher Trivialname „konjugierte Linolsäure“ [10].
Nicht verifiziert
- Finanzierung und Herkunft der Prüfpräparate in [6] (Abstract ohne Angabe; Erstautor bei Scandinavian Clinical Research).
- EFSA-Gutachten zu CLA und Körperzusammensetzung (EFSA Journal 2010;8(10):1794, DOI über Crossref bestätigt, Inhalt nicht abrufbar) – deshalb nicht zitiert.
- Frühere Novel-Food-Genehmigungen CLA-reicher Öle und deren heutiger Status; ob der Katalogeintrag POL-NF-00272 angereicherte Öle oder synthetische Isomerengemische erfasst (Prüfweg: EUR-Lex-Volltextsuche, Liste der Genehmigungen nach VO (EG) 258/97).
Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.
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