Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.
Versprechen im Check
Organisches Selen, besser verwertbar als Selenit
uneinheitlichNur Marker (Statusmarker): Aufnahme 97 vs. 57 % [6], Plasmaselen steigt stärker [7]; bei Selenmangel wird die GPx mit weniger Selen voll ausgeprägt [8]. Bei guter Versorgung bilden beide Formen nicht mehr Selenoproteine [7]; der höhere Spiegel spiegelt Speicherung in Körpereiweiß [5][9]. Klinische Kopf-an-Kopf-Vergleiche fehlen. Bereich „Energie & Stoffwechsel“, weil es um Aufnahme und Verwertung geht.[5][9]
Senkt Schilddrüsen-Antikörper bei Hashimoto
Einzelbefund, unbestätigtNur Marker: In RCTs mit Selenomethionin sanken die TPO-Antikörper [11][12]. Das ist ein einzelner Surrogatmarker; Lebensqualität und Levothyroxin-Bedarf wurden nicht untersucht, die klinische Bedeutung ist laut Cochrane unklar [12]. Ein positiver Befund nur an einem Surrogat gilt deshalb als „Einzelbefund, unbestätigt“.[11]
Schützt vor Krebs, besonders Prostatakrebs
kein NutzenSELECT mit 35 533 Männern: Prostatakrebs HR 1,04, keine anderen Krebsarten seltener [13]; bei hohem Ausgangsselen mehr aggressiver Prostatakrebs [14]. Cochrane über alle Selenformen (zählt nicht für die Stufe): kein Nutzen von Selen bei hoher Evidenzsicherheit [15].
Wirkweise
Evidenzkarte: L-Selenomethionin
L-Selenomethionin ist eine organische Selenform, die der Körper wie die Aminosäure Methionin verwertet. Für alle Selenformen gilt: Selen wirkt als Selenocystein in Selenoproteinen wie Glutathionperoxidasen und den Deiodinasen der Schilddrüsenhormon-Aktivierung, Nutzen und Schaden hängen U-förmig vom Selenstatus ab [1], die Leber verteilt Selen als Selenoprotein P (SEPP1) [2], und die EFSA wertet das SEPP1-Plateau im Plasma als ausreichende Versorgung ohne Zusatznutzen darüber hinaus [3]. L-Selenomethionin steht in Anhang II Teil B der Richtlinie 2002/46/EG [4]. Es ist eine wichtige natürliche Selenform in Lebensmitteln; nach der Aufnahme wird es entweder zu reaktiven Selenformen abgebaut oder anstelle von Methionin in Körpereiweiß eingebaut, sein Stoffwechsel ist deshalb an den Proteinumsatz gekoppelt [5]. In einer Tracerstudie mit stabilen Isotopen wurden aus Selenomethionin 97 % aufgenommen, aus Selenit 57 %; nach zwei Jahren Selenomethionin-Gabe war der Selenbestand des Körpers im Modell fast verdoppelt, weil die Ausscheidung den Mehrbedarf nicht ausglich [6]. Bei gut versorgten Erwachsenen stieg das Plasmaselen unter Selenomethionin mengenabhängig, unter Selenit nicht; GPx-Aktivität und SEPP1 änderten sich unter keiner Form [7]. In einem Selenmangelgebiet Chinas war Selenomethionin für die Plasma-GPx knapp doppelt so gut verfügbar wie Selenit [8]. In einer zweiten Studie dort war SEPP1 schon mit kleinen Selenomethionin-Mengen optimiert, während das Plasmaselen mit jeder Stufe weiter stieg [9]. Ein hoher Selenspiegel unter Selenomethionin zeigt daher vor allem gespeichertes Selen, nicht mehr funktionelle Selenoproteine. Selenhefe hob das Vollblutselen in einer dänischen Studie stärker als synthetisches L-Selenomethionin bei einer vergleichbaren, nicht randomisierten Gruppe [10].
Klinisch: Bei 65 Personen mit Autoimmunthyreoiditis unter Levothyroxin sanken die TPO-Antikörper unter Selenomethionin nach drei Monaten um 46 %, unter Placebo um 21 %; das Serumselen erreichte nach etwa vier Stunden sein Maximum [11]. Eine Cochrane-Übersicht fand in drei Selenomethionin-Studien sinkende Antikörper, hält deren klinische Bedeutung aber für unklar [12]. Die SELECT-Studie mit 35 533 Männern prüfte L-Selenomethionin zur Krebsvorbeugung: Prostatakrebs (HR 1,04) und andere Krebsarten traten nicht seltener auf, Typ-2-Diabetes nicht signifikant häufiger [13]. In einer Fall-Kohorten-Auswertung derselben Studie (1739 Fälle, Zufallskohorte von 3117 Männern; Selen allein und Selen plus Vitamin E gemeinsam ausgewertet) stieg bei Männern mit hohem Ausgangsselen das Risiko für aggressiven Prostatakrebs um 91 % [14]. Die Cochrane-Übersicht zur Krebsvorbeugung fand keinen Nutzen von Selen und nennt für SELECT mehr Haarausfall und Dermatitis [15]; die EFSA leitet die tolerierbare Obergrenze für Selen aus dem Haarausfall in SELECT ab [16].
Formulierungen und Herkunft: Anhang II nennt ausdrücklich die L-Form [4]. L-Selenomethionin ist zugleich die Hauptform in selenangereicherter Hefe, die als eigene Form zugelassen ist [4]; Hefe und synthetisches L-Selenomethionin sind deshalb nicht gleichzusetzen [10]. Vergleichende Humandaten zu Darreichungsformen (Tabletten, Kapseln, Tropfen) wurden nicht gefunden.
Synaptik dient ausschließlich der biochemischen und pharmakologischen Aufklärung und ist keine medizinische Beratung oder Einnahmeempfehlung.
Superoxid, H₂O₂, Radikale Glutathion (GSH) gewählter Wirkstoff Gold = Angriffspunkt des Wirkstoffs
Normalzustand
L-Selenomethionin
Das Feld „Normalzustand“ zeigt die Zelle ohne Wirkstoff, das zweite dieselbe Zelle mit dem gewählten Wirkstoff. Beide Felder laufen mit demselben Modell; Teilchen und Geschwindigkeiten zeigen nur, wo der Wirkstoff ansetzt und in welche Richtung er wirkt, nicht das Ausmaß beim Menschen.
Glutathionperoxidasen 1–4 sind Selenoproteine [2]; Selen sitzt dort als Selenocystein, das am Ribosom an einem UGA-Codon eingebaut wird [3]. Selenomethionin wurde in einer Tracerstudie zu 97 % aufgenommen (Selenit 57 %) [24] und zum Teil anstelle von Methionin in Körpereiweiß gespeichert [25]. Im Selenmangelgebiet Chinas war es für die Plasma-GPx knapp doppelt so gut verfügbar wie Selenit [26]; bei gut versorgten Erwachsenen änderten sich GPx und Selenoprotein P unter keiner Form [27]. Das Modell zeigt eine gut versorgte Zelle: der Weg leuchtet, die Menge GPx bleibt gleich.
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Ebenfalls an diesem Wirkort, nicht gezeichnet
- Alpha-Liponsäure (Racemat): nicht ausgewählt (Evidenzstufe unter 3)
- Centrophenoxin: nur ein Tierbefund (Rattenhirn)
- Coenzym Q10: gleiche Aussage wie Ubichinol, das gezeichnet ist
- Emoxypin: nur eine russische Übersicht
- Hericium erinaceus (Erinacin-A-angereichertes Myzel): nicht ausgewählt (Evidenzstufe unter 3)
- Chaga (Inonotus obliquus): nicht ausgewählt (Evidenzstufe unter 3)
- L-Ergothionein: Transporter ETT (OCTN1) nicht in der Szene
- MOTS-c: nicht ausgewählt (Evidenzstufe unter 3)
- N-Acetyl-L-Tyrosin: nur ein Befund an Fruchtfliegen
- Pinealon: nicht ausgewählt (Evidenzstufe unter 3)
- Tocotrienol-Tocopherol-Gemisch: nicht ausgewählt (Evidenzstufe unter 3)
Angriffspunkte
| Ziel | Typ | Wirkung | Kennwert | Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| Glutathionperoxidasen (Plasma-GPx) | Enzym | Expression ↑ | nur bei Selenmangel; bei guter Versorgung keine Änderung | Mensch, randomisiert[7][8] |
| Selenoprotein P (SEPP1) | Sonstiges | Expression ↑ | Plateau bei Selenmangel schon mit kleinen Mengen erreicht | Mensch, randomisiert[9] |
| Körpereiweiß (Einbau anstelle von Methionin) | Sonstiges | Bindung | unspezifischer Speicher, an den Proteinumsatz gekoppelt | Mensch, nicht randomisiert[5][6] |
| Iodthyronin-Deiodinasen | Enzym | Aktivator | Selenoenzyme (allgemeine Biochemie, nach Gabe nicht gemessen) | Labor[1] |
Wirkprofil
- Dopamin
- Noradrenalin
- Serotonin
- Acetylcholin
- Glutamat · AMPA
- Glutamat · NMDA
- GABA
- Histamin
- Orexin
- Adenosin
- Opioide
- Melatonin
- Neurotrophine
- Durchblutung
- Stickstoffmonoxid
- Energiestoffwechsel
- Insulin · GlukoseIn SELECT nicht signifikant mehr Typ-2-Diabetes; das leicht erhöhte Risiko über alle Selen-RCTs laut Cochrane ist nicht formspezifisch[13][15]
- Entzündung · oxidativMehr GPx-Aktivität nur bei Selenmangel; bei guter Versorgung unverändert[7][8]
- Stressachse
- Testosteron-Achse
- Endocannabinoide
- Autophagie · Seneszenz
- Immunsystem
- Lipidstoffwechsel
- Gerinnung · Fibrinolyse
- Methylierung
Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit
Oral (geschluckt) · L-Selenomethionin (Tracer)
≈ 97 % (stabile Isotope, Gesunde; Selenit 57 %)Fast vollständige Aufnahme, auch nach zwei Jahren Gabe unverändert; Netto-Speicherung in Körperpools [6].
Mensch, nicht randomisiert
Oral (geschluckt) · L-Selenomethionin (Tablette)
Serumselen stieg nach einer Einzelgabe innerhalb von zwei Stunden und erreichte nach etwa vier Stunden sein Maximum (10 Erkrankte, 8 Freiwillige) [11].
Mensch, nicht randomisiert
Studien am Menschen
SELECT (Krebsvorbeugung)
Gemessen: Prostatakrebs, andere Krebsarten
Ergebnis: Prostatakrebs HR 1,04 (99 % KI 0,87–1,24); Typ-2-Diabetes RR 1,07 (n. s.).[13]
Mensch, randomisiert
SELECT nach Ausgangsselen
Gemessen: Prostatakrebs nach Zehennagelselen
Ergebnis: Selenarme (Selen allein und Selen plus Vitamin E) gemeinsam ausgewertet: kein Nutzen bei niedrigem Status; bei höherem Status 91 % mehr aggressiver Prostatakrebs (p = 0,007).[14]
Mensch, randomisiert
Autoimmunthyreoiditis
Gemessen: TPO-Antikörper
Ergebnis: −46 % nach 3 Monaten, −55,5 % nach 6 Monaten vs. −21 % bzw. −27 % unter Placebo.[11]
Mensch, randomisiert
Selenomethionin vs. Selenit bei Selenmangel
Gemessen: Plasma-GPx, SEPP1
Ergebnis: Selenomethionin knapp doppelt so gut verfügbar wie Selenit (GPx).[8]
Mensch, randomisiert
Mengenstufen bei Selenmangel
Gemessen: SEPP1, GPx, Plasmaselen
Ergebnis: SEPP1 und GPx erreichten ein Plateau, Plasmaselen stieg weiter.[9]
Mensch, randomisiert
Tracerkinetik vor und nach 2 Jahren Selenomethionin
Gemessen: Aufnahme, Plasmapools, Körperbestand
Ergebnis: Aufnahme 97 % (Selenit 57 %); Körperbestand im Modell fast verdoppelt.[6]
Mensch, nicht randomisiert
Risiken und Warnhinweise
Haarausfall und Dermatitis
In SELECT traten unter L-Selenomethionin häufiger Haarausfall und Dermatitis auf [15]. Die EFSA nutzt den Haarausfall als kritischen Endpunkt der tolerierbaren Obergrenze; regelmäßige Nutzende hoch dosierter Selenpräparate können diese überschreiten [16].
Mensch, randomisiert
Aggressiver Prostatakrebs bei hohem Ausgangsselen
In einer Fall-Kohorten-Auswertung von SELECT stieg bei Männern mit höherem Selenstatus das Risiko für aggressiven Prostatakrebs um 91 % [14]; die Arme Selen allein und Selen plus Vitamin E wurden dabei gemeinsam ausgewertet. Als Subgruppenergebnis einer RCT einzuordnen.
Mensch, randomisiert
Typ-2-Diabetes
In SELECT nicht signifikant mehr Diabetes (RR 1,07) [13]; über alle Selen-RCTs sieht Cochrane ein leicht erhöhtes Risiko [15].
Mensch, randomisiert
Speicherung in Körpereiweiß
Weil Selenomethionin anstelle von Methionin eingebaut wird, wächst der Körperbestand bei längerer Gabe; im Tracermodell fast eine Verdopplung nach zwei Jahren [5][6]. Ob das gesundheitlich relevant ist, wurde nicht untersucht.
Mensch, nicht randomisiert
Faktencheck: verbreitete Behauptungen
- teilweise belegt
„L-Selenomethionin ist die natürliche Selenform aus Lebensmitteln“
Es ist eine wichtige natürliche Nahrungsform von Selen [5]; Lebensmittel enthalten aber auch andere Selenverbindungen, und selenangereicherte Hefe verhält sich nicht wie synthetisches L-Selenomethionin [10].
- widerlegt
„Ein höherer Selenspiegel unter Selenomethionin zeigt eine bessere Versorgung“
Plasmaselen stieg mit jeder Menge weiter, während SEPP1 und GPx schon ein Plateau erreicht hatten [9]; bei guter Versorgung änderten sich die Selenoproteine nicht [7].
- teilweise belegt
„Selenomethionin reichert sich nicht an, weil der Körper den Bestand regelt“
Laut Übersicht stellt sich bei gleichbleibender Zufuhr ein Gleichgewicht ein [5]; im Tracerversuch nahm der Körperbestand nach zwei Jahren aber deutlich zu [6].
- widerlegt
„Selen beugt Prostatakrebs vor“
In SELECT kein Schutz [13], bei hohem Ausgangsselen mehr aggressiver Prostatakrebs [14]; Cochrane: kein Nutzen bei hoher Evidenzsicherheit [15].
Pharmakokinetik
- Aufnahme
- Fast vollständig (≈ 97 % im Tracerversuch) [6]; Serummaximum etwa vier Stunden nach einer Einzelgabe [11].
- Halbwertszeit
- Durch den Einbau in Körpereiweiß an den Proteinumsatz gekoppelt [5]; ein einzelner Wert ist nicht sinnvoll angebbar.
- Abbau
- Abbau zu reaktiven Selenformen für Selenoproteine oder Einbau anstelle von Methionin in Proteine [5]; Netto-Speicherung bei längerer Gabe [6].
- Weg ins Gehirn
- Keine Daten zur Hirngängigkeit dieser Form gefunden.
Rechtlicher Status
- Deutschland
- In AMIce kein verkehrsfähiges Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Selenomethionin gefunden (Suche nach Stoffname, Abruf 24.10.2026) [18]; als Mineralstoffverbindung nach Anhang II der RL 2002/46/EG in Nahrungsergänzungsmitteln zulässig [4].
- EU
- Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG („L-Selenomethionin“); damit als Selenquelle in Nahrungsergänzungsmitteln zugelassen [4]. Zugelassene gesundheitsbezogene Angaben für Selen stehen unter health_claims.
- USA
- Nicht verifiziert.
Zugelassene EU-Angaben
„Selen trägt zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei“
- Nährstoff
- Selen
- Rechtsgrundlage
- VO (EU) Nr. 432/2012[17]
- Einordnung
- rechtlich zulässig, bei Gesunden nicht untersucht (mit dieser Form nur Antikörper bei Hashimoto, siehe Versprechen)
„Selen trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei“
- Nährstoff
- Selen
- Rechtsgrundlage
- VO (EU) Nr. 432/2012[17]
- Einordnung
- rechtlich zulässig, bei Gesunden nicht untersucht
Verwandte Substanzen
Offene Fragen
- Ist der wachsende Selenbestand im Körpereiweiß bei langer Gabe unbedenklich?
- Unterscheiden sich Selenomethionin und Selenit bei Hashimoto in klinischen Endpunkten, wenn beide gleich viel Selenoproteine bilden?
- Warum hebt Selenhefe das Blutselen in manchen Studien stärker als synthetisches L-Selenomethionin?
Referenzen
- Rayman MP. Selenium and human health. Lancet. 2012;379(9822):1256–68. doi:10.1016/S0140-6736(11)61452-9 · PubMed
- Burk RF, Hill KE. Regulation of selenium metabolism and transport. Annu Rev Nutr. 2015;35:109–34. doi:10.1146/annurev-nutr-071714-034250 · PubMed
- EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA). Scientific opinion on dietary reference values for selenium. EFSA J. 2014;12(10):3846. doi:10.2903/j.efsa.2014.3846
- Richtlinie 2002/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Juni 2002 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Nahrungsergänzungsmittel. ABl. L 183 vom 12.7.2002, S. 51. Konsolidierte Fassung vom 26.11.2025 (CELEX 02002L0046-20251126).
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- Burk RF, Norsworthy BK, Hill KE, Motley AK, Byrne DW. Effects of chemical form of selenium on plasma biomarkers in a high-dose human supplementation trial. Cancer Epidemiol Biomarkers Prev. 2006;15(4):804–10. doi:10.1158/1055-9965.EPI-05-0950 · PubMed
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- EFSA Panel on Nutrition, Novel Foods and Food Allergens (NDA), Turck D, Bohn T, Castenmiller J, et al. Scientific opinion on the tolerable upper intake level for selenium. EFSA J. 2023;21(1):e07704. doi:10.2903/j.efsa.2023.7704 · PubMed
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern. ABl. L 136 vom 25.5.2012, S. 1 (CELEX 32012R0432).
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. AMIce – Arzneimittel-Informationssystem, öffentlicher Teil [Datenbank]. Suche Stoffname „Selenomethionin“ [zitiert 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://portal.bfarm.de/amguifree/
Wie dieses Profil geprüft wurde
Stand: 2026-10-24. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.
Geprüft
- DOIs über Crossref und PMIDs über PubMed (Prüfskript).
- Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG, konsolidierte Fassung CELEX 02002L0046-20251126 (Cellar, XHTML, 24.10.2026): Eintrag „L-Selenomethionin“; Fußnote 13 zur Selenhefe (Selenomethionin als vorherrschende Selenart).
- VO (EU) 432/2012 (CELEX 32012R0432, Ursprungsfassung): Angaben zu Schilddrüsenfunktion und Immunsystem für Selen allgemein.
- Am Abstract: [1]–[3] wie im Profil Natriumselenit; Einbau anstelle von Methionin, Kopplung an Proteinumsatz, Gleichgewicht bei konstanter Zufuhr [5]; Plasmaselen mengenabhängig, Selenit nicht, GPx/SEPP1 unverändert, Urinselen [7]; „nearly twice the bioavailability“ [8]; 98 Personen, 40 Wochen, SEPP1-Optimierung, Plasmaselen ohne Plateau [9]; dänische Hefe vs. synthetisches L-Selenomethionin, p < 0,001 [10]; 65 Patienten, −46 % bzw. −55,5 % vs. −21 %/−27 %, Maximum nach 4 h [11]; drei Selenomethionin-Studien [12]; 35 533 Männer, HR 1,04, Diabetes RR 1,07 [13]; 1739 Fälle und 3117 Kohortenmitglieder, +91 %, p = 0,007 [14]; Haarausfall und Dermatitis in SELECT, leicht erhöhtes Diabetesrisiko [15]; Haarausfall als kritischer Endpunkt [16].
- Im Volltext von [6] (Europe PMC): Tabelle 2 (97 ± 0,2 % vs. 57 ± 2 %), Körperbestand im Modell vor und nach Supplementierung.
- PubChem: CID 105024, C5H11NO2Se, (2S)-Konfiguration.
- ClinicalTrials.gov: 47 Studien mit „selenomethionine“ als Intervention (24.10.2026).
- Gegenprüfung (24.10.2026) am Abstract von [14]: Fall-Kohorten-Design, Selenwirkung aus den Armen Selen allein und Selen plus Vitamin E zusammen geschätzt; Effektmodifikation durch Zehennagelselen vor Studienbeginn, kein Bezug zum unter Selenomethionin aufgebauten Speicher.
- VO (EU) Nr. 432/2012: Wortlaut der eingetragenen Angaben in der Basisfassung (CELEX 32012R0432, Cellar, XHTML) und unverändert in der konsolidierten Fassung vom 20.08.2025 (CELEX 02012R0432-20250820, Cellar, XHTML) geprüft am 24.10.2026. Angaben zu Schilddrüsenfunktion und Immunsystem [17].
- Rechtsstatus (G6) am 24.10.2026: AMIce (öffentlicher Teil, BfArM; Stoffname „Selenomethionin“, nur Wirkstoff, Humanarzneimittel, verkehrsfähig): keine Treffer [18]. Ohne Frontmaskierung und bei abweichenden Stoffnamen ist das kein Beweis, dass es kein Arzneimittel gibt.
Nicht verifiziert
- Rechtsstatus in den USA.
- Ob in der Hashimoto-Studie [11] L- oder DL-Selenomethionin verwendet wurde (Abstract: „selenomethionine“).
- Gesamtzahl der Personen in der Fall-Kohorten-Auswertung [14]: Das Abstract nennt nur 1739 Fälle und 3117 Männer der Zufallskohorte; weil die Zufallskohorte auch Fälle enthält, ist die Summe nicht die Studiengröße (n deshalb leer).
- Welche Selenformen die übrigen Studien der Cochrane-Krebsübersicht [15] verwendeten (außer SELECT).
Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.
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