Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Schützt die Leber

    nicht untersucht

    Leber & Galle · gesund · Keine Daten

    Keine Studie zu Leberschutz oder Leberwerten bei Gesunden gefunden. Belegt ist NAC als Antidot bei Paracetamolvergiftung, auf schwacher RCT- und überwiegend Beobachtungsbasis [3]; das ist eine arzneiliche Anwendung bei Vergifteten und kein Beleg für Gesunde. Das Werbeversprechen „Steigert Glutathion und schützt die Leber“ ist nach K4 zerlegt; der Glutathion-Teil steht als Marker im nächsten Versprechen.

  • Steigert den Glutathionspiegel (nur Marker)

    uneinheitlich

    Leber & Galle · gesund · Mensch, randomisiert

    Nur Marker. In einer doppelblinden Überkreuzstudie stieg Glutathion nur bei Menschen mit niedrigem Ausgangswert, nicht bei mittlerem oder hohem [7]; ein systematischer Review an Männern berichtet überwiegend einen verbesserten Glutathionhaushalt [8]. Bereich wie beim zerlegten Hauptversprechen.

  • Mehr Ausdauer und Leistung im Sport

    uneinheitlich

    Muskel & Leistung · gesund · Mensch, randomisiert

    Leistungsgewinne (VO2max +13,6 %, Zeitfahren +15,4 %, Wingate +11,4 %) nur in der Gruppe mit niedrigem Glutathion, nicht bei mittlerem oder hohem Ausgangswert [7]. Ein systematischer Review von 16 kontrollierten Studien an Männern berichtet überwiegend Vorteile, ohne Metaanalyse [8].

  • Hilft gegen Depressionen

    kleiner Nutzen

    Stimmung & Stress · Patienten: Depression bei bipolarer Störung oder Major Depression (Zusatzbehandlung) · Mensch, randomisiert

    Metaanalyse von zwölf RCTs mit 904 Patienten: SMD −0,24 (95-%-KI −0,44 bis −0,05) zugunsten von NAC als Zusatz, am deutlichsten bei bipolarer Störung; die Autoren halten wegen des breiten Konfidenzintervalls größere Studien für nötig [9].

Wirkweise

Evidenzkarte: N-Acetylcystein (NAC)

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Glutathion wird in der Zelle aus Glutamat, Cystein und Glycin gebildet; entscheidend für die Syntheserate sind das Angebot an Cystein und die Aktivität des geschwindigkeitsbestimmenden Enzyms Glutamat-Cystein-Ligase [1]. NAC wird als Cystein-Lieferant für diesen Weg verwendet. Nach oraler Einnahme gelangen allerdings nur 6 bis 10 % unverändert in den Kreislauf; die Eliminationshalbwertszeit lag nach Infusion bei etwa 2,3 Stunden, das Verteilungsvolumen entsprach im Wesentlichen dem Extrazellulärraum [2].

Intravenös dient Acetylcystein als Gegenmittel bei Paracetamolvergiftung. Ein Cochrane-Review fand nur wenige, kleine RCTs mit hohem Verzerrungsrisiko: Acetylcystein schien Placebo überlegen und hatte weniger Nebenwirkungen als Dimercaprol oder Cysteamin; eine kleine Studie deutete auf eine geringere Sterblichkeit bei fulminantem Leberversagen hin. Die heutige Behandlung stützt sich vor allem auf Beobachtungsstudien [3]. Bei intravenöser Gabe treten nicht-allergische anaphylaktoide Reaktionen auf; vereinfachte Infusionsschemata verringerten sie in einer Metaanalyse deutlich, ohne mehr Leberschäden [4]. Fehler bei Infusionen mit versehentlicher Überdosis führten in Fallberichten zu Hirnödem, hämolytisch-urämischem Syndrom und Todesfällen [5]. Diese arzneilichen Befunde betreffen Vergiftete und sagen nichts über einen Leberschutz bei Gesunden. Oral ist Acetylcystein als Schleimlöser zugelassen; die Gebrauchsinformation eines solchen Präparats nennt die Verflüssigung von Schleim bei erkältungsbedingter Bronchitis als Anwendungsgebiet und beschreibt unter anderem seltene Bronchospasmen, sehr seltene schwere Haut- und Überempfindlichkeitsreaktionen sowie Wechselwirkungen mit Glyceroltrinitrat und Carbamazepin [6].

Zu den Supplement-Versprechen: In einer doppelblinden Überkreuzstudie mit 36 aus 100 gescreenten Personen hob NAC über 30 Tage nur bei Menschen mit niedrigem Glutathion den Glutathionspiegel, senkte Oxidationsmarker und steigerte die Leistung (VO2max, Zeitfahren, Wingate); bei mittlerem und hohem Ausgangswert blieben Leistung und Redoxstatus unverändert [7]. Ein systematischer Review von 16 kontrollierten Studien an Männern berichtet überwiegend Vorteile für Leistung, antioxidative Kapazität und Glutathionhaushalt, aber keine klaren Effekte auf Blutbild, Entzündungsreaktion und Muskelparameter [8]. Als Zusatzbehandlung bei Depression (vor allem bei bipolarer Störung) fand eine Metaanalyse aus zwölf RCTs mit 904 Patienten einen kleinen Effekt (standardisierte Mittelwertdifferenz −0,24; 95-%-KI −0,44 bis −0,05) [9]. Studien mit der Kombination GlyNAC (Glycin und NAC) zählen nicht für NAC allein; sie stehen im Profil glynac.

Formulierungen und Herkunft: NAC gibt es als Brausetabletten, Granulat und Kapseln, als Retardtablette und als Infusionslösung (Arzneimittel). Eine Retardtablette ergab eine flachere Konzentrationskurve und die geringste orale Verfügbarkeit, eine schnell lösliche Tablette die höchste (6 bis 10 % insgesamt) [2]. Vergleichende Daten mit klinischem Endpunkt wurden nicht gefunden.

Synaptik dient ausschließlich der biochemischen und pharmakologischen Aufklärung und ist keine medizinische Beratung oder Einnahmeempfehlung.

Nur Wirkmechanismus. Schematischer Schnitt durch eine Zelle, nicht maßstabsgetreu; die Membran in der Lupe ist stark vergrößert, das Nebenfeld zeigt das α-Tocopherol-Transferprotein (α-TTP) der Leber. Teilchen, Geschwindigkeiten und die Modellanzeige unten sind illustrativ und keine Messung. Die Werte oben rechts stammen aus den Synaptik-Profilen; viele davon sind Marker (Spiegel, Enzymaktivität), kein klinischer Nutzen.
Wirkstoff
Ansicht

Superoxid, H₂O₂, Radikale  Glutathion (GSH)  gewählter Wirkstoff  Gold = Angriffspunkt des Wirkstoffs

N-Acetylcystein dient als Cystein-Lieferant für die Glutathion-Synthese; Cystein ist der knappe Baustein, die Glutamat-Cystein-Ligase (GCL) bestimmt die Rate, und GSH hemmt die GCL rückkoppelnd [1]. Das passt zum Humanbefund: In einer doppelblinden Überkreuzstudie mit 36 Personen stieg das Glutathion nur bei niedrigem Ausgangswert; bei mittlerem und hohem blieben Redoxstatus und Leistung unverändert [15]. Ein Leberschutz bei Gesunden ist nicht untersucht.

Einen beschrifteten Teil antippen oder fokussieren, um eine kurze Erklärung zu sehen.

Ebenfalls an diesem Wirkort, nicht gezeichnet

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
Glutathionsynthese (Glutamat-Cystein-Ligase, Cysteinangebot)SignalwegAktivatorCystein ist der knappe Baustein; GCL geschwindigkeitsbestimmend Labor[1]
Erythrozyten-GlutathionSonstigesExpression ↑Anstieg nur bei niedrigem Ausgangswert (Überkreuzstudie, 36 Personen) Mensch, randomisiert[7]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselkeine Daten
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativmoduliert · Glutathion ↑ und Oxidationsmarker ↓ nur bei niedrigem Ausgangs-Glutathion; sonst unverändert[7][8]
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · Tabletten, Brausetabletten, Retardtablette

    6–10 % (Mensch)

    Schnelle Aufnahme bei schnell löslichen Formen; Retardtablette mit flacherer Kurve und geringster Verfügbarkeit [2].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Intravenös · Infusion (Antidot)

    100 %

    Standardweg bei Paracetamolvergiftung; anaphylaktoide Reaktionen möglich, seltener mit vereinfachten Schemata [3][4].[3][4]

    Mensch, nicht randomisiert

Studien am Menschen

  • Pharmakokinetik oral und intravenös

    offener Vergleich von fünf Darreichungsformen · gesund · n = 10 · Einzelgaben

    Gemessen: Plasmaspiegel, Ausscheidung

    Ergebnis: Orale Verfügbarkeit 6–10 %, t½ 2,27 h, Verteilungsvolumen 0,33 l/kg.[2]

    Mensch, nicht randomisiert

  • Paracetamolvergiftung

    Cochrane-Review von 11 RCTs · Patienten: Paracetamol-Überdosis · n = 700 · akut

    Gemessen: Leberschaden, Sterblichkeit, Nebenwirkungen

    Ergebnis: Acetylcystein Placebo überlegen; Evidenzqualität niedrig bis sehr niedrig.[3]

    Mensch, randomisiert

  • Leistung nach Glutathionstatus

    doppelblinde Überkreuzstudie, placebokontrolliert · gesund (nach Glutathionspiegel geschichtet) · n = 36 · 30 Tage

    Gemessen: VO2max, Zeitfahren, Wingate, Redoxmarker

    Ergebnis: Nur bei niedrigem Glutathion besser; bei mittlerem und hohem kein Effekt.[7]

    Mensch, randomisiert

  • Leistung und Biomarker bei Männern

    systematischer Review von 16 kontrollierten Studien · gesund (Männer) · verschieden

    Gemessen: Leistung, Laborwerte, Nebenwirkungen

    Ergebnis: Überwiegend Vorteile für Leistung und Glutathion; keine schweren Nebenwirkungen.[8]

    Mensch, randomisiert

  • Depression

    Metaanalyse von 12 RCTs · Patienten: Depression (bipolar, Major Depression) · n = 904 · 8–24 Wochen

    Gemessen: Depressionsscore

    Ergebnis: SMD −0,24 (KI −0,44 bis −0,05).[9]

    Mensch, randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Anaphylaktoide Reaktionen bei Infusion

    Bei intravenöser Gabe als Antidot treten nicht-allergische anaphylaktoide, Haut- und Magen-Darm-Reaktionen auf; vereinfachte Infusionsschemata senkten sie deutlich (OR 0,24) [4].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Schwere Folgen von Infusionsfehlern

    Nach versehentlicher intravenöser Überdosis wurden Hirnödem, Krampfanfälle, hämolytisch-urämisches Syndrom und Todesfälle beschrieben (Übersicht von 16 Fallberichten) [5].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Nebenwirkungen bei oraler Einnahme (Produktinformation)

    Die Gebrauchsinformation eines oralen Präparats nennt gelegentlich allergische Reaktionen (Hautausschlag, Schwellungen, Juckreiz, Nesselsucht, Atemnot, Herzrasen, Blutdruckabfall), Kopfschmerzen, Fieber, Mundschleimhautentzündung, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Ohrgeräusche; selten Atemnot und Bronchospasmus, vor allem bei Asthma; sehr selten Blutungen, anaphylaktischen Schock und schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson- und Lyell-Syndrom, meist bei gleichzeitiger Einnahme weiterer Arzneimittel). Die Thrombozytenaggregation war in mehreren Studien beeinträchtigt, mit unklarer klinischer Bedeutung. Als Warnhinweise nennt sie Bronchialasthma, frühere oder bestehende Magen-Darm-Geschwüre und Histaminintoleranz (bei längerer Anwendung) [6].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Orale Einnahme in Sportstudien

    In den kontrollierten Sportstudien wurden keine schweren Nebenwirkungen berichtet [8].

    Mensch, randomisiert

Wechselwirkungen

  • Glyceroltrinitrat (Nitroglycerin): Laut Produktinformation möglicherweise verstärkte Gefäßerweiterung mit Blutdruckabfall, der schwerwiegend sein und sich durch Kopfschmerzen äußern kann [6].
  • Carbamazepin: Abnahme des Carbamazepinspiegels im Plasma mit möglicherweise verminderter Wirksamkeit [6].
  • Hustenstillende Mittel: Bei gleichzeitiger Anwendung kann wegen des eingeschränkten Hustenreflexes ein gefährlicher Sekretstau entstehen [6].
  • Antibiotika (Tetracycline, Aminoglykoside, Penicilline): Hinweise aus experimentellen Untersuchungen auf eine Wirkungsabschwächung; Cefixim und Loracarbef sind laut Produktinformation nicht betroffen [6].
  • Aktivkohle: Aktivkohle kann die Wirkung von Acetylcystein verringern [6].
  • Laboruntersuchungen: Acetylcystein kann die Bestimmung von Salicylaten und von Ketonkörpern im Urin beeinflussen [6].

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • widerlegt

    „NAC füllt bei jedem die Glutathionspeicher auf“

    In einer doppelblinden Überkreuzstudie stieg Glutathion nur bei niedrigem Ausgangswert, bei mittlerem und hohem nicht [7].

  • nicht belegt

    „NAC schützt die Leber, weil es bei Paracetamolvergiftung hilft“

    Die Antidot-Wirkung betrifft Vergiftete [3]; für Gesunde ohne Vergiftung gibt es keine Studie zum Leberschutz.

  • teilweise belegt

    „NAC ist ein natürliches Antidepressivum“

    Als Zusatz zu einer Behandlung kleiner Effekt mit breitem Konfidenzintervall, vor allem bei bipolarer Störung [9]; als alleinige Behandlung nicht geprüft.

Pharmakokinetik

Aufnahme
Orale Verfügbarkeit 6–10 % [2].
Halbwertszeit
Etwa 2,3 Stunden (späte Eliminationsphase nach Infusion) [2].
Abbau
Etwa 30 % der Gesamtclearance über die Niere [2].

Rechtlicher Status

Deutschland
Acetylcystein ist verschreibungspflichtig, ausgenommen zur oralen Anwendung bei akuten Erkältungskrankheiten bei Menschen (AMVV Anlage 1) [10]. Der Eintrag betrifft Arzneimittel; ob NAC als Nahrungsergänzungsmittel verkehrsfähig ist, wurde nicht geprüft (nicht verifiziert). Laut der von der belgischen Arzneimittelbehörde genehmigten Gebrauchsinformation eines Brausetabletten-Präparats ist dasselbe Arzneimittel im Europäischen Wirtschaftsraum zugelassen, in Deutschland als Acetylcystein-Präparat von Hexal; Anwendungsgebiet dort: Verflüssigung des Schleims und erleichtertes Abhusten bei erkältungsbedingter Bronchitis [6]. Die deutsche Zulassung selbst (AMIce) und die Fachinformation wurden nicht abgefragt.
EU
Kein Eintrag „Acetylcystein“ oder „Cystein“ in der konsolidierten Unionsliste der neuartigen Lebensmittel, Stand 10.08.2026 [11]; im EMA-Datenexport (24.10.2026) kein zentral zugelassenes Arzneimittel mit Acetylcystein.
USA
Nicht verifiziert.

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Profitieren nur Menschen mit niedrigem Glutathion, und wie häufig ist das bei Gesunden?
  • Wie gut ist NAC als Langzeit-Supplement verträglich, auch im Hinblick auf Trainingsanpassungen?
  • Bestätigt sich der kleine Effekt bei Depression in großen RCTs?

Referenzen

  1. Lu SC. Glutathione synthesis. Biochim Biophys Acta. 2013;1830(5):3143–53. doi:10.1016/j.bbagen.2012.09.008 · PubMed
  2. Borgström L, Kågedal B, Paulsen O. Pharmacokinetics of N-acetylcysteine in man. Eur J Clin Pharmacol. 1986;31(2):217–22. doi:10.1007/BF00606662 · PubMed
  3. Chiew AL, Gluud C, Brok J, Buckley NA. Interventions for paracetamol (acetaminophen) overdose. Cochrane Database Syst Rev. 2018;2(2):CD003328. doi:10.1002/14651858.CD003328.pub3 · PubMed
  4. Nakatsu L, Lopez JR, Garcia CM, Cherian M, Nash J, Tofighi D, et al. Comparison of two-bag and three-bag acetylcysteine regimens in the treatment of paracetamol poisoning: a systematic review and meta-analysis. Clin Toxicol (Phila). 2025;63(3):155–65. doi:10.1080/15563650.2025.2456116 · PubMed
  5. Baker MB, Young J, Binda DD, Dienes E, Kennedy JM. Safety of acetylcysteine: a scoping review of iatrogenic overdose cases and their associated complications. Clin Toxicol (Phila). 2026;64(8):636–47. doi:10.1080/15563650.2026.2673132 · PubMed
  6. Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte (FAGG, Belgien). Gebrauchsinformation: Information für Anwender. Acetylcysteïn Sandoz 600 mg Brausetabletten. Sandoz nv/sa, Zulassungsnummern BE459546 und BE459511; zuletzt genehmigt 02/2020 [Internet]. Abgerufen am 24.10.2026. Verfügbar unter: https://app.fagg-afmps.be/pharma-status/api/files/62bc58c11e5c015ab3bf2ff3
  7. Paschalis V, Theodorou AA, Margaritelis NV, Kyparos A, Nikolaidis MG. N-acetylcysteine supplementation increases exercise performance and reduces oxidative stress only in individuals with low levels of glutathione. Free Radic Biol Med. 2018;115:288–97. doi:10.1016/j.freeradbiomed.2017.12.007 · PubMed
  8. Fernández-Lázaro D, Domínguez-Ortega C, Busto N, Santamaría-Peláez M, Roche E, Gutiérez-Abejón E, et al. Influence of N-acetylcysteine supplementation on physical performance and laboratory biomarkers in adult males: a systematic review of controlled trials. Nutrients. 2023;15(11):2463. doi:10.3390/nu15112463 · PubMed
  9. Peng TR, Lin HH, Tseng TL, Huang YH, Tsai PY, Lin CY, et al. Efficacy of N-acetylcysteine for patients with depression: an updated systematic review and meta-analysis. Gen Hosp Psychiatry. 2024;91:151–9. doi:10.1016/j.genhosppsych.2024.10.018 · PubMed
  10. Verordnung über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln (Arzneimittelverschreibungsverordnung – AMVV), Anlage 1 (zu § 1 Nr. 1 und § 5): Stoffe und Zubereitungen nach § 1 Nr. 1, Eintrag „Acetylcystein“. Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 24.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/amvv/anlage_1.html
  11. Durchführungsverordnung (EU) 2017/2470 der Kommission vom 20. Dezember 2017 zur Erstellung der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel gemäß der Verordnung (EU) 2015/2283 des Europäischen Parlaments und des Rates über neuartige Lebensmittel. ABl. L 351 vom 30.12.2017, S. 72. Konsolidierte Fassung vom 10.08.2026 (CELEX 02017R2470-20260810).
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-25. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • Alle PMIDs per PubMed efetch aufgelöst; DOIs aus dem PubMed-Datensatz übernommen und mit tools/pruefe_profile.py über Crossref geprüft.
  • Abstracts: [2] n = 10, orale Verfügbarkeit 6–10 %, t½ 2,27 h, Vd 0,33 l/kg, renale Clearance ≈ 30 %; [3] 11 RCTs, 700 Teilnehmende, Qualität niedrig bis sehr niedrig, Acetylcystein Placebo überlegen; [4] OR 0,24 für anaphylaktoide Reaktionen; [5] 16 Fallberichte, Hirnödem, HUS, Todesfälle; [7] 100 gescreent, 36 eingeschlossen, Leistungsgewinne nur in der Tiefgruppe; [8] 16 Studien, keine schweren Nebenwirkungen; [9] 12 RCTs, 904 Patienten, SMD −0,24.
  • Volltext [1] (PMC3549305): Cystein und GCL als Hauptdeterminanten, GGT spaltet Glutathion extrazellulär.
  • AMVV Anlage 1 (gesetze-im-internet.de, 24.10.2026), Wortlaut: „Acetylcystein – ausgenommen zur oralen Anwendung bei akuten Erkältungskrankheiten bei Menschen –“.
  • Unionsliste (CELEX 02017R2470-20260810): keine Treffer für Acetylcystein und Cystein. EMA-Datenexport (Zeitstempel 24.10.2026): kein Produkt mit Acetylcystein.
  • Fix-Runde 24.10.2026: Gebrauchsinformation Acetylcysteïn Sandoz 600 mg Brausetabletten (FAGG-Datenbank, zuletzt genehmigt 02/2020) vollständig gelesen: Anwendungsgebiet, Gegenanzeigen, Warnhinweise, Wechselwirkungen, Nebenwirkungen mit Häufigkeiten; Liste der EWR-Zulassungen mit „Deutschland: Acetylcystein HEXAL … Brausetabletten“. Zum Vergleich gelesen: Gebrauchsinformation Acetylcysteine EG (FAGG, 10/2025), gleiche Wechselwirkungen (Nitroglycerin, Carbamazepin, Antitussiva, Antibiotika, Aktivkohle).
  • 25.10.2026: Entscheidung q043 (Tilman) bestätigt kategorie „Arzneimittel“ (Stand unverändert). q018 Handelsnamen: Ein in DE/EU gebräuchlicher Handelsname ist weder über einen EPAR (kein zentral zugelassenes Präparat, siehe EMA-Datenexport) noch über eine deutsche Fachinformation oder Drugs@FDA belegt; die vorliegende Gebrauchsinformation [6] nennt für Deutschland nur ein Generikum mit Firmennamen. synonyme deshalb unverändert. Deutsche Fachinformation: Rechercheauftrag docs/AUFTRAG-RECHTSSTATUS.md (q113).
  • 25.10.2026, q012: Volltext gelesen [1], Gebrauchsinformation [6] vollständig gelesen; alle übrigen Studienbefunde nur Abstract geprüft. q068 (K4-Zerlegung freigegeben: „Schützt die Leber“ 0 · nicht untersucht und „Steigert den Glutathionspiegel (nur Marker)“, beide unter „Leber & Galle“) und q098: Stand wie gesetzt, Rückverweis n-acetylcystein → glynac „Bestandteil“ vorhanden.
  • 25.10.2026, Handelsnamen einheitlich (q018; Leitfaden „Handelsnamen“, Entscheidung 25.10.2026: Art.-57-Datenbank als Beleg gleichrangig mit EPAR, Fachinformation und Drugs@FDA; US-Namen nur ohne DE/EU-Namen; keine Kombinationspräparate): „Fluimucil“ in synonyme ergänzt; der Vermerk oben, ein DE/EU-Handelsname sei nicht belegt, ist damit überholt. Beleg: EMA-Datenbank nach Art. 57 (Article 57 product data, EMA/518502/2018 Rev. 90, Datenstand 09.10.2026, am 25.10.2026 abgerufen): „Fluimucil“ (Acetylcystein; oral, inhalativ, intravenös) in elf Ländern (u. a. Österreich, Italien, Niederlande, Spanien), in Deutschland in Varianten mit Zusatz im Namen. „ACC“ ist für Deutschland und neun weitere Länder gelistet, wird aber nicht aufgenommen, weil die Abkürzung in der Bibliothek für die Acetyl-CoA-Carboxylase steht (Synonym-Kollision, Leitfaden). Präparate aus Wirkstoff- und Firmenname nicht aufgenommen.

Nicht verifiziert

  • Deutsche Zulassung (AMIce/PharmNet.Bund) und Fachinformation (SmPC) von NAC-Arzneimitteln; Risiken und Wechselwirkungen stammen aus der von der belgischen Behörde genehmigten Gebrauchsinformation [6], deren Anwendungsgebiet und Wortlaut von deutschen Präparaten abweichen können. Die Gebrauchsinformation hat keine anerkannte Kennung (Prüfskript-Warnung erwartet).
  • Lebensmittelrechtliche Einstufung von NAC in Nahrungsergänzungsmitteln (DE und EU) und FDA-Status.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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