Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Fatburner: hilft beim Abnehmen

    kleiner Nutzen

    Energie & Stoffwechsel · gemischt: Gesunde und Patienten (Erwachsene) · Mensch, randomisiert

    Metaanalyse von neun RCTs mit 911 Erwachsenen: −1,33 kg und BMI −0,47 gegenüber Kontrolle; der Effekt nahm mit der Dauer ab [5].

  • Mehr Ausdauer und Leistung

    Einzelbefund, unbestätigt

    Muskel & Leistung · gesund (junge Männer) · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

    Eine RCT mit 14 Männern: Muskelcarnitin und Ausdauerleistung stiegen erst nach 24 Wochen mit Carnitin und Kohlenhydraten, Carnitin allein wurde nicht geprüft [3]; Supplemente allein werden schlecht aufgenommen [2].

  • Schnellere Regeneration, weniger Muskelkater

    kleiner Nutzen

    Regeneration & Heilung · gesund (vor allem Untrainierte und Krafttraining) · Mensch, randomisiert

    Metaanalyse von sieben RCTs: weniger Muskelkater bis 96 Stunden, Schadensmarker nur nach 24 Stunden niedriger [6].

  • Bessere geistige Leistung

    kein Nutzen

    Kognition & Fokus · gesund (junge Erwachsene) · Mensch, randomisiert

    Cochrane: zwei kleine, schlecht berichtete RCTs ohne Effekt auf Reaktionszeit, Wachheit oder Gedächtnis; Evidenz sehr niedriger Qualität [7].

  • Schützt das Herz

    uneinheitlich

    Herz & Gefäße · Patienten: akuter Herzinfarkt · Mensch, randomisiert

    Metaanalyse von 13 meist älteren Studien: Sterblichkeit grenzwertig niedriger (OR 0,73; p = 0,05), weniger Rhythmusstörungen und Angina, aber keine Wirkung auf Herzinsuffizienz und Reinfarkt [8]. Gleichzeitig bildet der Darm aus Carnitin das mit Atherosklerose verknüpfte TMAO [4].

kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

Wirkweise

Evidenzkarte: L-Carnitin

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Carnitin ist nötig, um langkettige Fettsäuren über die innere Mitochondrienmembran zu schleusen, wo sie in der β-Oxidation verbrannt werden. Der Körper bildet Carnitin selbst und nimmt es mit Fleisch und Milchprodukten auf; Zellen und Nieren halten es mit dem hochaffinen Transporter OCTN2 fest. Fehlt dieser Transporter genetisch, entsteht der primäre Carnitinmangel mit Unterzuckerung, Muskel- und Herzschwäche bis zum plötzlichen Herztod; er spricht auf orales Carnitin an [1].

Aus der Nahrung werden 54–87 % aufgenommen, aus Supplementen dagegen nur 14–18 %, weil die Aufnahme bei größeren Mengen überwiegend passiv erfolgt. Was nicht aufgenommen wird, bauen Bakterien im Dickdarm ab. Die Nieren holen normalerweise 90–99 % des gefilterten Carnitins zurück, bei hohen Blutspiegeln aber weniger, sodass der Spiegel nach einer großen Gabe rasch wieder auf den Ausgangswert fällt [2]. Insulin steigert die Aufnahme in den Muskel, wie dieselbe Arbeitsgruppe zuvor mit Infusionen gezeigt hatte. Nach 24 Wochen mit Carnitin und Kohlenhydraten (um das Insulin zu erhöhen) stieg der Gesamtcarnitingehalt im Muskel bei 14 jungen Männern um 21 %, mit Kohlenhydraten allein nicht; ob der Muskel Carnitin nur unter Insulin aufnimmt, ist offen, weil Carnitin ohne Kohlenhydrate nicht geprüft wurde; bei geringer Belastung wurde weniger Glykogen verbraucht, und die Leistung in einem Ausdauertest stieg um 11 % gegenüber dem Ausgangswert, in der Kontrollgruppe nicht [3].

Der bakterielle Abbau im Darm hat eine Kehrseite: Darmbakterien bilden aus Carnitin Trimethylamin, das in der Leber zu Trimethylamin-N-oxid (TMAO) wird. Bei Mäusen beschleunigte Carnitin im Futter so die Atherosklerose, nicht aber bei unterdrückter Darmflora; Menschen, die Fleisch essen, bildeten nach Carnitin mehr TMAO als Vegetarier und Veganer, und in einer Beobachtungsstudie mit 2595 Menschen in kardiologischer Abklärung sagten hohe Carnitinspiegel Herz-Kreislauf-Ereignisse nur bei gleichzeitig hohem TMAO voraus [4].

In einer Metaanalyse von neun RCTs mit 911 Erwachsenen verloren die Teilnehmenden unter Carnitin im Mittel 1,33 kg mehr Gewicht, mit abnehmendem Effekt über die Zeit [5]. Sieben RCTs zeigen weniger Muskelkater nach Belastung und niedrigere Muskelschadensmarker 24 Stunden danach [6]. Für die Kognition Gesunder fand eine Cochrane-Übersicht nur zwei kleine, schlecht berichtete Studien ohne Effekt [7]. Nach einem akuten Herzinfarkt war Carnitin in einer Metaanalyse von 13 meist älteren Studien mit geringerer Sterblichkeit, weniger ventrikulären Rhythmusstörungen und weniger Angina pectoris verbunden, nicht aber mit weniger Herzinsuffizienz oder Reinfarkten [8].

Dieser Weg lässt sich pharmakologisch gezielt bremsen: Meldonium hemmt die γ-Butyrobetain-Hydroxylase der Carnitin-Biosynthese und den Transporter OCTN2 und senkt dadurch Carnitin und langkettige Acylcarnitine; darauf beruht seine Wirkung auf den Energiestoffwechsel [9] (siehe Profil Meldonium). Deshalb steht Meldonium hier als Gegenspieler.

Synaptik dient ausschließlich der biochemischen und pharmakologischen Aufklärung und ist keine medizinische Beratung oder Einnahmeempfehlung.

Nur Wirkmechanismus. Schematischer Schnitt durch fünf Enterozyten des Dünndarms, nicht maßstabsgetreu: Mikrovilli und Proteine stark vergrößert, Zellen gekürzt. Jede Zelle trägt hier eine Gruppe von Angriffspunkten; tatsächlich trägt ein Enterozyt viele davon zugleich, und den B12-Rezeptor Cubam gibt es nur im Ileum. Teilchenzahlen, Geschwindigkeiten, Wartezeiten an den Transportern und Anteile abgewiesener Teilchen sind Ausgaben eines einfachen Modells und illustrativ, keine Messungen; die Abbildung nennt sie nicht als Zahl.
Wirkstoff
Ansicht

Nährstoff aus der Nahrung  gewählter Wirkstoff (bzw. seine Spaltprodukte)  Hemmstoff gebunden  Kreuz = gehemmt · gestrichelter Kreis = Weg ohne gezeigtes Protein

OCTN2 ist der hochaffine Carnitintransporter; ein genetischer Defekt verursacht den primären Carnitinmangel [37]. Aus der Nahrung werden 54–87 % des Carnitins aufgenommen, aus Supplementen nur 14–18 %, weil die Aufnahme bei größeren Mengen überwiegend passiv erfolgt [38]. Der gestrichelte Kreis steht für den passiven Anteil.

Einen beschrifteten Teil antippen oder fokussieren, um eine kurze Erklärung zu sehen.

Ebenfalls an diesem Wirkort, nicht gezeichnet

Synaptik dient ausschließlich der biochemischen und pharmakologischen Aufklärung und ist keine medizinische Beratung oder Einnahmeempfehlung.

Nur Wirkmechanismus. Schematischer Längsschnitt durch den Rand einer Skelettmuskelfaser mit Kapillare, nicht maßstabsgetreu. Die Figur wechselt zwischen Ruhe mit Insulin und kurzer Belastung. Teilchen, Geschwindigkeiten und die Balken der Live-Anzeige sind Modellausgaben (illustrativ) und zeigen nur die Richtung laut Studienlage; Zahlen in Anzeige und Text stammen aus den genannten Studien.
Wirkstoff
Ansicht

Insulin  Glukose  H⁺  Phosphokreatin  Bicarbonat  Wirkstoff  Leuchten = aktiver Signalknoten

L-Carnitin gelangt über den hochaffinen Transporter OCTN2 in die Zelle und bringt langkettige Fettsäuren über den CPT1-Weg in das Mitochondrium [31]. Nach 24 Wochen mit Carnitin und Kohlenhydraten (die das Insulin erhöhen sollten) stieg der Gesamtcarnitingehalt bei 14 jungen Männern um 21 %, mit Kohlenhydraten allein nicht; bei geringer Belastung wurde 55 % weniger Glykogen verbraucht [30]. Dass Insulin die Aufnahme in den Muskel steigert, hatte dieselbe Arbeitsgruppe zuvor mit Infusionen gezeigt [30]. Carnitin ohne Kohlenhydrate wurde nicht geprüft; ob der Muskel es nur unter Insulin aufnimmt, ist offen. Im Modell tritt Carnitin bei Insulinsignal häufiger ein.

Einen beschrifteten Teil antippen oder fokussieren, um eine kurze Erklärung zu sehen.

Ebenfalls an diesem Wirkort, nicht gezeichnet

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
OCTN2 (SLC22A5, Carnitintransporter)TransporterBindunghochaffiner Transporter für Zellaufnahme und Rückresorption in der Niere; genetischer Defekt → primärer Carnitinmangel Mensch, nicht randomisiert[1]
Transport langkettiger Fettsäuren in die Mitochondrien (β-Oxidation)SignalwegAktivatoressenzieller Träger; Übersichtsarbeit Labor[1]
Gesamtcarnitin im SkelettmuskelSonstigesExpression ↑+21 % nach 24 Wochen mit Kohlenhydraten (Kontrolle: Kohlenhydrate allein; Carnitin ohne Kohlenhydrate nicht geprüft; n = 14) Mensch, randomisiert[3]
Bakterielle TMA-Bildung im DarmEnzymBindungTMAO ↑ bei Fleischessenden, Atherosklerose ↑ bei Mäusen Tierversuch[4]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechsel↑ · Mehr Muskelcarnitin und Glykogenschonung nach 24 Wochen mit Kohlenhydraten (Carnitin allein nicht geprüft)[1][3]
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativunklar · TMAO-Bildung durch Darmbakterien; Atherosklerose im Tier, Risikozusammenhang beim Menschen nur beobachtet[4]
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · Supplement (z. B. L-Carnitin-L-Tartrat)

    14–18 %

    Überwiegend passive Aufnahme; Rest wird im Dickdarm bakteriell abgebaut [2], unter anderem zu Trimethylamin [4].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Oral (geschluckt) · aus der Nahrung (Fleisch, Milch)

    54–87 %

    Abhängig von der Menge in der Mahlzeit [2].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Oral (geschluckt) · zusammen mit Kohlenhydraten (Insulin)

    Muskelcarnitin stieg in dieser Kombination nach 24 Wochen, mit Kohlenhydraten allein nicht; Carnitin ohne Kohlenhydrate wurde nicht geprüft [3].

    Mensch, randomisiert

Studien am Menschen

  • Muskelcarnitin und Leistung

    RCT, doppelblind (Kontrolle: Kohlenhydrate allein) · gesund (junge Männer) · n = 14 · 24 Wochen

    Gemessen: Muskelcarnitin, Stoffwechsel, Leistung

    Ergebnis: Muskelcarnitin +21 %, 55 % weniger Glykogenverbrauch bei geringer Last, Leistung +11 % gegenüber Ausgangswert.[3]

    Mensch, randomisiert

  • TMAO-Bildung und Herzrisiko

    Tierversuche, Provokationstest am Menschen, Beobachtungsstudie · gesund (Fleischessende, Vegetarier) und Patienten: kardiologische Abklärung · n = 2595

    Gemessen: TMAO, Herz-Kreislauf-Ereignisse

    Ergebnis: Mehr TMAO bei Fleischessenden; hohe Carnitinspiegel nur bei hohem TMAO mit Ereignissen verbunden.[4]

    Mensch, nicht randomisiert

  • Metaanalyse Gewicht

    Metaanalyse von 9 RCTs · gesund und Patienten (Erwachsene) · n = 911

    Gemessen: Gewicht, BMI

    Ergebnis: −1,33 kg, BMI −0,47; Effekt nimmt mit der Zeit ab.[5]

    Mensch, randomisiert

  • Metaanalyse Muskelkater

    Metaanalyse von 7 RCTs · gesund

    Gemessen: Muskelkater, CK, Myoglobin, LDH

    Ergebnis: Weniger Muskelkater; Marker nur nach 24 Stunden niedriger.[6]

    Mensch, randomisiert

  • Cochrane-Übersicht Kognition

    systematischer Review von 2 RCTs · gesund (junge Erwachsene) · Tage

    Gemessen: Reaktionszeit, Wachheit, Gedächtnis

    Ergebnis: Kein Effekt; Evidenz sehr niedriger Qualität.[7]

    Mensch, randomisiert

  • Metaanalyse nach Herzinfarkt

    Metaanalyse von 13 kontrollierten Studien · Patienten: akuter Herzinfarkt · n = 3629

    Gemessen: Sterblichkeit, Rhythmusstörungen, Angina, Herzinsuffizienz, Reinfarkt

    Ergebnis: Sterblichkeit OR 0,73 (p = 0,05), Rhythmusstörungen RR 0,35, Angina RR 0,60; Herzinsuffizienz und Reinfarkt unverändert.[8]

    Mensch, randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • TMAO-Bildung und Atherosklerose

    Darmbakterien bilden aus Carnitin TMAO; bei Mäusen beschleunigte das die Atherosklerose, beim Menschen waren hohe Carnitinspiegel nur bei hohem TMAO mit Herz-Kreislauf-Ereignissen verbunden (Beobachtung) [4].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Unerwünschte Wirkungen in Studien

    In der Kognitionsstudie wenige, nicht schwere unerwünschte Wirkungen [7]; sonst in den hier geprüften Abstracts nicht berichtet.

    Mensch, randomisiert

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • teilweise belegt

    „L-Carnitin verbrennt Fett und lässt die Pfunde purzeln“

    Im Mittel 1,33 kg mehr Gewichtsverlust, mit abnehmendem Effekt über die Zeit [5]; Supplemente werden schlecht aufgenommen [2].

  • widerlegt

    „Mehr Carnitin im Blut bedeutet mehr Carnitin im Muskel“

    Der Muskelgehalt stieg nur mit viel Kohlenhydraten über 24 Wochen [3]; hohe Blutspiegel fallen über die Niere rasch ab [2].

  • nicht belegt

    „L-Carnitin steigert die Konzentration“

    Cochrane fand keinen Effekt in zwei kleinen Studien [7].

  • teilweise belegt

    „L-Carnitin ist gut fürs Herz“

    Nach Herzinfarkt in älteren Studien günstige Signale [8]; zugleich Hinweise auf TMAO-vermittelte Atherosklerose [4].

Pharmakokinetik

Aufnahme
Supplemente 14–18 %, Nahrung 54–87 % [2].
Halbwertszeit
Umsatz des Gesamtkörperbestands 38–119 Stunden; nach hohen Gaben rascher Abfall durch geringere Rückresorption in der Niere [2].
Abbau
Rückresorption in der Niere zu 90–99 %; nicht aufgenommenes Carnitin wird von Darmbakterien abgebaut, unter anderem zu Trimethylamin und TMAO [2][4].
Weg ins Gehirn
Nicht verifiziert.

Rechtlicher Status

Deutschland
Nicht verifiziert.
EU
Nicht verifiziert.
USA
Nicht verifiziert.

Verwandte Substanzen

Gegenspieler
hemmt nachweislich Aufnahme oder Wirkung dieses Stoffs oder umgekehrt (Beleg im Text)

Offene Fragen

  • Erhöht dauerhaftes Carnitin-Supplementieren über TMAO das Herz-Kreislauf-Risiko beim Menschen?
  • Lässt sich der Leistungsgewinn ohne große Kohlenhydratmengen erreichen?
  • Bestätigen moderne, große RCTs den Nutzen nach Herzinfarkt?

Referenzen

  1. Longo N, Frigeni M, Pasquali M. Carnitine transport and fatty acid oxidation. Biochim Biophys Acta. 2016;1863(10):2422–35. doi:10.1016/j.bbamcr.2016.01.023 · PubMed
  2. Rebouche CJ. Kinetics, pharmacokinetics, and regulation of L-carnitine and acetyl-L-carnitine metabolism. Ann N Y Acad Sci. 2004;1033:30–41. doi:10.1196/annals.1320.003 · PubMed
  3. Wall BT, Stephens FB, Constantin-Teodosiu D, Marimuthu K, Macdonald IA, Greenhaff PL. Chronic oral ingestion of L-carnitine and carbohydrate increases muscle carnitine content and alters muscle fuel metabolism during exercise in humans. J Physiol. 2011;589(Pt 4):963–73. doi:10.1113/jphysiol.2010.201343 · PubMed
  4. Koeth RA, Wang Z, Levison BS, Buffa JA, Org E, Sheehy BT, et al. Intestinal microbiota metabolism of L-carnitine, a nutrient in red meat, promotes atherosclerosis. Nat Med. 2013;19(5):576–85. doi:10.1038/nm.3145 · PubMed
  5. Pooyandjoo M, Nouhi M, Shab-Bidar S, Djafarian K, Olyaeemanesh A. The effect of (L-)carnitine on weight loss in adults: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Obes Rev. 2016;17(10):970–6. doi:10.1111/obr.12436 · PubMed
  6. Yarizadh H, Shab-Bidar S, Zamani B, Vanani AN, Baharlooi H, Djafarian K. The effect of L-carnitine supplementation on exercise-induced muscle damage: a systematic review and meta-analysis of randomized clinical trials. J Am Coll Nutr. 2020;39(5):457–68. doi:10.1080/07315724.2019.1661804 · PubMed
  7. Chen N, Yang M, Zhou M, Xiao J, Guo J, He L. L-carnitine for cognitive enhancement in people without cognitive impairment. Cochrane Database Syst Rev. 2017;3(3):CD009374. doi:10.1002/14651858.CD009374.pub3 · PubMed
  8. DiNicolantonio JJ, Lavie CJ, Fares H, Menezes AR, O'Keefe JH. L-carnitine in the secondary prevention of cardiovascular disease: systematic review and meta-analysis. Mayo Clin Proc. 2013;88(6):544–51. doi:10.1016/j.mayocp.2013.02.007 · PubMed
  9. Dambrova M, Makrecka-Kuka M, Vilskersts R, Makarova E, Kuka J, Liepinsh E. Pharmacological effects of meldonium: biochemical mechanisms and biomarkers of cardiometabolic activity. Pharmacol Res. 2016;113(Pt B):771–80. doi:10.1016/j.phrs.2016.01.019 · PubMed
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-25. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • 25.10.2026: [3] erneut am Abstract geprüft: Kontrolle bekam Kohlenhydrate allein, ein Arm mit Carnitin ohne Kohlenhydrate fehlt; dass Insulin die Aufnahme steigert, stammt laut Abstract aus einer früheren Infusionsstudie derselben Gruppe. „nur mit Kohlenhydraten“ bzw. „nur unter Insulin“ deshalb abgeschwächt.
  • Alle Abstracts über PubMed (efetch) gelesen; DOIs und PMIDs mit tools/pruefe_profile.py abgeglichen.
  • Kernzahlen am Abstract: OCTN2, primärer Carnitinmangel spricht auf orales Carnitin an [1]; Bioverfügbarkeit 54–87 % (Nahrung) bzw. 14–18 % (Supplement), Rückresorption 90–99 %, Umsatz 38–119 h [2]; n = 14, 24 Wochen, Muskelcarnitin +21 %, Glykogen −55 %, Leistung +11 % [3]; TMAO, Mäuse, n = 2595 [4]; 9 RCTs, 911 Teilnehmende, −1,33 kg [5]; 7 RCTs, Muskelkater 0–96 h, Marker nach 24 h [6]; 2 RCTs, kein Effekt [7]; 13 Studien, 3629 Teilnehmende, OR 0,73, RR 0,35 und 0,60 [8].
  • PubChem: Levocarnitin CID 10917.
  • ClinicalTrials.gov: 410 Einträge zu „L-carnitine“ (23.10.2026).
  • 25.10.2026, Paket w3-p8: Gegenlink zum neuen Profil meldonium als „Gegenspieler“ ergänzt; in der Fix-Runde am selben Tag ist der dafür verlangte Beleg im Text nachgetragen (letzter Absatz von wirkweise_text, Referenz 9). Meldonium hemmt die γ-Butyrobetain-Hydroxylase und den Transporter OCTN2 und senkt dadurch Carnitin und langkettige Acylcarnitine gezielt (Dambrova 2016, PMID 26850121, DOI 10.1016/j.phrs.2016.01.019; Abstract geprüft). Nur der verwandt-Eintrag wurde ergänzt, keine Aussage, Zahl oder Bewertung in diesem Profil geändert.
  • Präzisions-Flags (m004, Umsetzung Claude 26.10.2026, zur Bestätigung durch Tilman): „Mehr Ausdauer und Leistung“ → kleine_studien: [3] n = 14 (Abstract); [2] ist eine Übersicht zur Kinetik und trägt das Ergebnis nicht.

Nicht verifiziert

  • Rechtlicher Status (Arzneimittel bei Carnitinmangel, Nahrungsergänzungsmittel) nicht geprüft.
  • Finanzierung von [3] (über PMC nicht auslesbar); eine Herstellerbeteiligung ist möglich, aber nicht geprüft.
  • Ob die Gewichtsstudien in [5] Gesunde oder Patienten (z. B. mit Diabetes) einschlossen.
  • Interessenkonflikte der Autoren von [8].
  • Ob TMAO beim Menschen ursächlich zu Atherosklerose beiträgt (nur Beobachtungsdaten am Menschen).

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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